Stich: „AfD zerfleischt sich selbst“

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Mit einem Appell haben hochrangige AfD-Vertreter, darunter auch der rheinland-pfälzische AfD-Vorsitzende Uwe Junge, sich vom Personenkult um Parteimitglied Björn Höcke distanziert. Dazu erklärt Daniel Stich, Generalsekretär der SPD Rheinland-Pfalz:

„Die AfD versinkt im Chaos. Zunächst die Drohung und die Kampfansage von Björn Höcke gegen den AfD-Bundesvorstand. Nun der Appell führender AfD-Mitglieder, mit dem Höcke eine verbale Ohrfeige verpasst werden soll. Mit dieser Schlammschlacht zerfleischt sich die AfD selbst.

Mittendrin auch der rheinland-pfälzische AfD-Chef Uwe Junge, der den Appell gegen Parteifreund Höcke mitunterzeichnet hat. Für mich ein unglaubwürdiger und scheinheiliger Versuch, sich reinzuwaschen. Denn nur zu gerne hat sich Herr Junge in der Vergangenheit mit Höcke gezeigt, nicht zuletzt im vergangenen Jahr in Chemnitz. Dort marschierten beide gemeinsam an vorderster Front – Seit‘ an Seit‘ mit Rechtsextremen.

Während Junge den Appell unterzeichnet hat, haben die Parteichefs Jörg Meuthen und Alexander Gauland dies nicht getan. Auch die Unterschrift von Damian Lohr, Bundesvorsitzender der Jungen Alternative und AfD-Landtagsabgeordneter, vermisse ich. Ist die AfD Rheinland-Pfalz eine Höcke-Partei?“