Martin Louis Schmidt (AfD) zum Antrag „2021 zum Jahr der deutschen Sprache erklären!“:

Drucken

Politische Instrumentalisierung von Sprache ist zu kritisieren

Die AfD-Bundestagsfraktion hat am 12. Januar 2021 ihren Antrag „2021 zum Jahr der deutschen Sprache erklären!“ vorgestellt. 500 Jahre nach dem Beginn der Bibelübersetzung durch Luther auf der Wartburg gelte es, die deutsche Sprache vor überhaupt nicht in der Alltagssprache verwurzelten Gender-Auswüchsen zu bewahren. Außerdem könnten Vereine, die sich der Sprachpflege widmen, unterstützt und interdisziplinäre Symposien abgehalten werden.

Dazu Martin Louis Schmidt, kulturpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz: „Ich begrüße diesen Antrag ausdrücklich, ganz besonders aus rheinland-pfälzischer Sicht. Schließlich war der Aufenthalt Luthers auf der Wartburg eine direkte Folge des Wormser Reichstags und des unmittelbar danach erlassenen Wormser Edikts, in welchem Kaiser Karl V. die Reichsacht über Luther verhängt hatte. Der Erinnerung an den Wormser Reichstag ist die diesjährige Landesausstellung ‚Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021‘ im Museum der Stadt Worms im Andreasstift gewidmet. Ich wünsche dieser am 3. Juli beginnenden Ausstellung viele Besucher und hoffe, dass sie indirekt auch eine Beschäftigung mit Luthers Bedeutung für die deutsche Sprache fördert.“

Martin Louis Schmidt (AfD) ergänzt: „Die Kritik unserer Bundestagsfraktion an den Gender-Auswüchsen teile ich. Das Jubiläum der Bibelübersetzung ist hervorragend geeignet, um die politische Instrumentalisierung von Sprache zu reflektieren. Auch hier in Rheinland-Pfalz werden wir uns als Landtagsfraktion weiterhin gegen die Verunstaltung unserer Sprache – beispielsweise durch den Gender-Stern – zur Wehr setzen. Wir werden es nicht zulassen, dass eine kleine Minderheit von oben herab der Bevölkerung aufzwingen möchte, wie sie zu schreiben und zu sprechen hat. Die deutsche Sprache ist zentrale Grundlage unserer nationalen kulturellen Identität, die wir uns von linken Gesellschaftsingenieuren nicht beschädigen lassen. Im Laufe des Jahres werden wir diesbezüglich parlamentarische Initiativen starten.“