Samstag, 19. Juni 2021

Letztes Update:12:30:28 PM GMT

region-rhein.de

Welttag der Ozeane: Die Artenvielfalt unserer Meere braucht Hilfe!

Drucken

Überfischung, Schadstoffe, Plastikmüll und Klimaerwärmung treiben das Artensterben in den Meeren voran und verdrängen Meeresbewohner aus ihren Lebensräumen. Laut Europäischer Umweltagentur EEA sind fast alle Familien von Meeresorganismen in europäischen Seegebieten in einem schlechten Erhaltungszustand. Doch dort, wo umfassend und über Jahrzehnte gezielte Schutzmaßnahmen ergriffen wurden, erholen sich Spezies wieder.

Zum Welttag der Ozeane am 8. Juni 2021 kommentiert Jutta Paulus, verhandlungsführende Europaabgeordnete bei den Verhandlungen zwischen Europäischer Kommission, Europäischem Parlament und Rat der EU zur Verordnung über Emissionen der Seeschifffahrt („MRV Verordnung“):

„Wir brauchen endlich einen Meeresschutzfonds, um den erschreckenden Artenrückgang in unseren Ozeanen zu bremsen. Ich fordere die Europäische Kommission auf, in ihrem Vorschlag für eine Revision des Europäischen Emissionshandelssystems ETS den Forderungen des Europäischen Parlaments zu folgen und einen Fonds zur Finanzierung von Meeresschutzgebieten zu schaffen. Mit Hilfe eines Europäischen Meeresfonds können gezielte Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt finanziert, aber auch Technologien für eine saubere und klimafreundliche Seeschifffahrt gefördert werden.

Das Verursacherprinzip muss endlich auch für unsere Meere gelten. Viel zu lange war die Seeschifffahrt keinerlei Maßnahmen zur Emissionsreduktion unterworfen. Die Aufnahme der Seeschifffahrt in den ETS und die Schaffung eines darauf finanzierten Meeresschutzfonds kann einen maßgeblichen Beitrag zum Schutz der Meere und somit unserer eigenen Lebensgrundlagen leisten.“