Montag, 18. November 2019

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Koblenz: Tötungsdelikt in Koblenz - Kripo richtet Soko "Roller" ein

Koblenz (ots) - Eine Sonderkommission ermittelt derzeit in Koblenz. Hintergrund ist ein Gewaltdelikt, das sich offenbar Anfang/Mitte Dezember 2017 im Koblenzer Stadtteil Neuendorf ereignete.

Eine Hausbewohnerin erstattete am Karnevalsonntag, 11. Februar 2018, eine Vermisstenanzeige bei der Polizei, da sie ihren Nachbarn Servet Kuru, genannt Ozan, seit mehreren Wochen nicht mehr gesehen hatte. Noch am gleichen Tag wurde der 58-Jährige türkische Staatsangehörige tot in seiner Wohnung in der Hochstraße 39 in Koblenz-Neuendorf aufgefunden. Er wurde Opfer eines Gewaltverbrechens.

Herr Kuru, der zu Lebzeiten regelmäßig mit seinem braunen VESPA-Roller mit dem Kennzeichen 125 KMU unterwegs war, hielt sich überwiegend am Netto-Markt und dem Güterbahnhof in Koblenz-Lützel, aber auch im Bereich unterhalb der Balduinbrücke,am REWE-Markt im Koblenzer Rauental und dem Koblenzer Hauptbahnhof auf. Der alleinlebende 58-Jährige wurde letztmalig Anfang/Mitte Dezember 2017 gesehen.

Ersten Ermittlungen zufolge geriet Servet Kuru Anfang/Mitte Dezember 2017 am Lützeler Netto-Markt, Neuendorfer Straße 39, mit anderen Personen in einen lautstarken Streit. Warum es zu diesem Streit kam und wie dieser endete, steht derzeit noch nicht fest.

Auch steht noch nicht fest, wie der braune VESPA-Roller Anfang des Jahres 2018 auf den LIDL-Parkplatz im Wallersheimer Weg kam und wer ihn dort abstellte.

Die Polizei sucht Zeugen und fragt:

   - Wer kann Hinweise zu Kontakt- oder Begleitpersonen des Herrn 
     Kuru geben?
   - Wer kann Angaben zu Streitigkeiten zwischen Herrn Kuru und 
     anderen Personen machen, insbesondere zu einem lautstarken 
     Streit vor dem Netto-Markt in der Neuendorfer Straße 
     Anfang/Mitte Dezember 2017?
   - Wer kann Angaben zum Verschwinden oder Abstellen des 
     VESPA-Rollers machen?
   - Wer hat den Roller seit Anfang Dezember 2017 benutzt?
   - Wurde der Roller zum Kauf angeboten?
   - Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben? 

Hinweise bitte an die Kriminaldirektion Koblenz, Telefon 0261/1031 oder jede andere Polizeidienststelle.

Für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen, wurde eine Belohnung von 10.000 Euro von staatlicher Stelle ausgelobt.

Hinweis: Über die Zuerkennung und ggf. Verteilung der Belohnung an Berechtigte wird unter Ausschluss des Rechtswegs entschieden. Die Belohnung ist ausschließlich Privatpersonen und nicht für Personen, zu deren Berufspflichten die Verfolgung von Straftaten gehört. Ebenfalls ausgeschlossen sind unmittelbar durch die Tat geschädigte Personen.

Polizeipräsidium Koblenz

Fahndungserfolg der Polizei - Entwichener Straftäter festgenommen

Koblenz und Karlstein am Main

Koblenz (ots) - Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen der Polizei führten am heutigen frühen Morgen, 23. Februar 2018, gegen 04.00 Uhr zur Festnahme des am 15. Februar aus der Rhein-Mosel-Fachklinik entwichenen Straftäters Sergej B.

Herr B. wurde in Karlstein am Main durch eine Streifenwagenbesatzung der dortigen Polizei kontrolliert und festgenommen.

Wir danken den Medien und der Bevölkerung für die Unterstützung.

Polizeipräsidium Koblenz

Trier. Polizei fahndet mit Phantombild nach Raubüberfall auf ein Bordell

Bisher Unbekannte brachen am Freitagmorgen, 3. November 2017, in ein Bordell in der Karl-Benz-Straße in Trier ein, bedrohten eine Zeugin und flüchteten anschließend mit einem Tresor. Die Polizei fahndet jetzt mit einem Phantombild nach den Räubern.

Kurz nach 7 Uhr hatte eine Zeugin Geräusche im Eingangsbereich des Etablissements gehört und dort zwei Männer angetroffen. Einer der Männer bedrohte die Frau mit einer Eisenstange. Kurz darauf flüchteten beide. Die Zeugin wurde nicht verletzt. Nach den bisherigen Ermittlungen hatten die Räuber einen Tresor mit Bargeld entwendet. Die Polizei konnte jetzt ein Phantombild eines der Täter anfertigen. Der Mann war komplett schwarz gekleidet, maximal 160 cm groß. Er war glatt rasiert, hatte eine helle Haut und ist maximal 30 Jahre alt.

Hinweise werden erbeten an die Kripo Trier, Telefon 0651/9779-2258 oder 0651/9779-2290.

Ermittlungserfolg gegen die organisierte Kriminalität

Die Staatsanwaltschaft Koblenz führt gegen 22 männliche und 4 weibliche Beschuldigte im Alter von 24 bis 59 Jahren ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt, des Betruges sowie der Steuerhinterziehung beziehungsweise der Beihilfe hierzu.

Gegen den Haupttäter, einen 31 Jahre alten Montenegriner, besteht der Verdacht, er habe mittels Nutzung sogenannter Servicefirmen und Abdeckrechnungen Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und Beiträge zur SOKA-BAU (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft, Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG) in Höhe von mehreren Millionen Euro hinterzogen. Hierzu habe er mehrere Scheinfirmen (Servicefirmen) genutzt, die Rechnungen für nie geleistete Arbeiten ausgestellt hätten. Diese Rechnungen seien bezahlt und die Zahlbeträge dann, abzüglich einer Provision, in bar zurückerstattet worden. Hierdurch sei Schwarzgeld generiert worden, mit dem dann Schwarzarbeiter bezahlt worden sein sollen. Nach den bisher geführten Ermittlungen besteht der Verdacht eines Gesamtschadens von etwa 3,6 Millionen Euro.

In dem Verfahren haben in den frühen Morgenstunden des 21.02.018 ca. 500 Einsatzkräfte des Zolls unter Federführung des Hauptzollamts Koblenz in Zusammenarbeit mit der Steuerfahndung Koblenz umfangreiche Durchsuchungen durchgeführt. Durchsucht wurden insgesamt 54 Wohnungen und Geschäftsräume, die schwerpunktmäßig in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, darüber hinaus auch in Hessen, Bremen und Baden-Württemberg lagen. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte in einem Fall durch Spezialeinsatzkräfte des Zollkriminalamts. Es konnten umfangreiche Beweismittel sichergestellt werden. Außerdem wurden vorläufige vermögensabschöpfende Maßnahmen ergriffen, für die auch ein Bargeldspürhund der Landespolizei Rheinland-Pfalz eingesetzt wurde.

Gegen den Hauptbeschuldigten wurde ein Haftbefehl des Amtsgerichts Koblenz vollstreckt. Er befindet sich seither in Untersuchungshaft.

Die Auswertung der erhobenen Beweismittel wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Rechtliche Hinweise:

Gemäß § 266a StGB macht sich wegen Sozialabgabenhinterziehung strafbar, wer als Arbeitgeber der für den Einzug der Beiträge zuständigen Stelle über sozialversicherungsrechtlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben macht oder die für den Einzug der Beiträge zuständige Stelle pflichtwidrig über sozialversicherungsrechtlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis lässt und dadurch dieser Stelle vom Arbeitgeber zu tragende Beiträge zur Sozialversicherung einschließlich der Arbeitsförderung, unabhängig davon, ob Arbeitsentgelt gezahlt wird, vorenthält. Das Delikt ist mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren, in schweren Fällen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe bedroht.

Gemäß § 370 AO macht sich wegen Steuerhinterziehung strafbar, wer den Finanzbehörden oder anderen Behörden über steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben macht, die Finanzbehörden pflichtwidrig über steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis lässt und dadurch Steuern verkürzt oder für sich oder einen anderen nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt. Das Delikt ist mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, in schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bedroht.

Gemäß § 263 StGB macht sich wegen Betruges strafbar, wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält. Auch der Betrug ist mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, in schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bedroht.

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufzunehmen, sofern ihr zureichende tatsächliche Anhaltspunkte dafür bekannt werden, dass eine verfolgbare Straftat begangen worden ist. Ein Haftbefehl wird erlassen, wenn gegen einen Beschuldigten ein dringender Tatverdacht und ein Haftgrund bestehen. Der Haftbefehl dient allein der ordnungsgemäßen Durchführung des staatsanwaltschaftlichen und, sofern es zur Anklageerhebung kommt, des gerichtlichen Verfahrens. Weder die Aufnahme von Ermittlungen noch der Erlass eines Haftbefehls bedeuten mithin, dass gegen den Verhafteten bereits ein Tatnachweis geführt ist oder zu führen sein wird. Für alle Beschuldigten gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

gez. Kruse, Leitender Oberstaatsanwalt

Polizeieinsatz der besonderen Art in Koblenz - Polizei Dein Freund und Helfer

Koblenz (ots) - Am Mittwoch, 21.02.2018, klingelte um 04.42 Uhr ein sichtlich aufgeregter werdender Papa an der Wache der Polizeiinspektion Koblenz 1. Dieser war mit seiner hochschwangeren Frau vorgefahren und wandte sich hilfesuchend an die Beamten, da er in seiner Aufregung das Krankenhaus nicht fand. Da die Geburt des Kindes unmittelbar bevorstand, wurden die werdenden Eltern auf dem schnellsten Weg in ein Koblenzer Krankenhaus geleitet.

Polizeipräsidium Koblenz

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