Dienstag, 11. August 2020

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Bus nach 31 Stunden Fahrt mit erheblichen technischen Mängeln auf der A 3 gestoppt

Der Schwerverkehrskontrolltrupp der Verkehrsdirektion Koblenz kontrollierte am Donnerstag, 12.12.2019 gegen 14:00 Uhr einen Reisebus auf der Rastanlage Montabaur an der A3.

Der Bus aus dem Kosovo befördert im grenzüberschreitenden Linienverkehr Personen zwischen Peje (Kosovo) und Dortmund. Zunächst wird von dem Fahrer angegeben, es seien 2 Fahrer im Bus. Nach Sichtung der Diagrammscheiben ist festzustellen, dass jedoch 1.200 km fehlen. Die Prüfung der Tickets ergibt, dass der Bus am 11.11.2019 um 07:00 h in Peje losgefahren ist. Im Rahmen der weiteren Kontrolle ergibt sich, dass ein 3. Fahrer im Bus sitzt. Diese Person konnte zuvor auch kein Ticket vorlegen. Weiterhin kann festgestellt werden, dass alle 3 Fahrer bei Abfahrt am Vortag bereits im Wechsel gefahren sind. Die Prüfung der Lenk- und Ruhezeiten ergibt, dass der Bus insgesamt 31 Stunden (!!) unterwegs ist und die notwendige Tagesruhezeit (nach 21 Stunden muss jeder Fahrer eine Pause außerhalb des Busses einlegen) zum Kontrollzeitpunkt um 10 Stunden unterschritten haben. Dazu werden auch falsche Bescheinigungen über arbeitsfreie Zeiten vorgelegt. Der 3. Fahrer kann keinerlei Nachweise zu seinen Lenkzeiten vorlegen. Die Diagrammscheibe vom 11.12.2019, wo er nachweislich gefahren ist, ist nicht aufzufinden. Hier besteht der Verdacht, dass er kein Schaublatt benutzt hat.

Bei dem Fahrzeug werden gravierende technische Mängel an einem Bremszylinder sowie an der Lenkung festgestellt. Die Weiterfahrt wird aufgrund der nicht eingelegten Tagesruhezeit und der technischen Mängel untersagt. Eine Vorführung beim TÜV erfolgt am 13.12.2019. Für die 3 Fahrer und das Unternehmen sind entsprechende OWi-Verfahren eingeleitet und Sicherheitsleistungen von insgesamt 5.000 EUR angeordnet. Die 7 Fahrgäste sind mit einem Ersatzbus weiterbefördert worden.

Verkehrsdirektion Koblenz