Donnerstag, 13. August 2020

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Verbandsgemeinde ruft zum Wassersparen auf

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Nastätten. Die aktuelle Hitze, die derzeit geringen Niederschläge und die im Verhältnis zu früheren Jahren geringen Niederschläge der letzten Monate und Jahre führen auch im Blauen Ländchen zur Verknappung des Trinkwassers.

Schon seit längerer Zeit informieren die Verbandsgemeindewerke die Bevölkerung und appellieren zu einem sparsamen Umgang mit dem kostbaren Lebensmittel Wasser. Sorgsames und verantwortungsvolles Handeln eines jeden Einzelnen ist gefragt.

Die aktuelle Verbrauchssituation wird durch wenige Zahlen sehr eindrucksvoll deutlich

Der durchschnittliche Verbrauch im Jahr 2019 lag bei täglich 2.094 m3 in der gesamten Verbandsgemeinde.

In der 32. KW 2020 lag der tägliche Wasserbedarf bei ca. 2.800 m3 und am 08.08.2020 wurden in der Verbandsgemeinde 3.031 m3 verbraucht.

Umgerechnet sind das 56 Liter Mehrverbrauch pro Tag und Einwohner im Vergleich zwischen dem Tagesdurchschnitt 2019 und dem Tagesverbrauch am 8. August. „Diese Zahlen zeigen eine Verbrauchssteigerung von 35-50 % gegenüber dem Normalzustand“, so Bürgermeister Jens Güllering. Problematisch ist, dass die Grundwasserreserven auf Grund der geringen Niederschläge sehr knapp sind.

Immer wieder erreichen die Verwaltung Rückfragen, die sich auf die Entnahme von Wasser aus öffentlich zugänglichen Brunnen und Fassungen beziehen. Gerade in regenarmen Zeiten nutzen viele Menschen öffentlich zugängliche Brunnen und Fassungen um Wasser zur Bewässerung von Gärten o.ä. zu holen.

Dabei ist zu beachten, dass Dorfbrunnen und an Gemeinden zurückgegebene Hochbehälter/Wasserhäuschen primär nicht der öffentlichen Trinkwasserversorgung dienen.

Allerdings sind sehr oft gerade ehemalige Hochbehälter in die Löschwasserreserve für größere Brände eingebunden. Insoweit haben auch diese Vorräte eine wichtige Bedeutung für die Allgemeinheit und sollten aktuell „geschont“ werden.

Bei der Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern gilt zu beachten, dass hier eine Entnahme lediglich durch schöpfen, nicht aber durch pumpen gesetzlich zugelassen ist.

Die Verbandsgemeindewerke Nastätten sind mit ihrem Betriebszweig Wasserversorgung der größte Lebensmittellieferant in der Region. Pro Jahr werden zur Versorgung der Bevölkerung, der Landwirtschaft und der Betriebe im Blauen Ländchen über 750.000 m³ Trinkwasser verkauft. Gut 2/3 der Menge stammt aus eigenen Gewinnungen. 1/3 der Menge wird als „Fremdwasser“ zugekauft.

Start für 41 Auszubildende bei der Naspa

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Neue Ausbildungsordnung: Ausbildung wird kunden- und praxisorientierter

12. August 2020. Los geht´s für die neuen Auszubildenden bei der Nassauischen Sparkasse (Naspa) in Wiesbaden: 41 junge Menschen beginnen ihre Ausbildung zur Bankkauffrau beziehungsweise zum Bankkaufmann. Der Start ins Berufsleben hat für sie mit drei Einführungstagen begonnen. Naspa-Vorstandsvorsitzender Günter Högner ließ es sich nicht nehmen, den neuen Ausbildungsjahrgang im Naspa-Servicezentrum in Wiesbaden persönlich zu begrüßen.

Auf die neuen Auszubildenden wartet eine rundum modernisierte Berufsausbildung: Zum 1. August ist die neue Ausbildungsordnung für Bankkaufleute in Kraft getreten, sie löst die bisherige aus dem Jahr 1998 ab. „Nach 22 Jahren war es an der Zeit, die Ausbildungsinhalte grundlegend zu überarbeiten und an die veränderten Anforderungen der Bankenbranche anzupassen“, sagt Martina Zehner, Referentin Ausbildung und Personalentwicklung bei der Naspa. „Mit Blick auf zunehmend digitalisierte Arbeits-und Geschäftsprozesse haben wir schon vor Jahren damit begonnen, dies in unserer Ausbildung zu berücksichtigen. Wir begrüßen es daher sehr, dass die Digitalisierung nun auch in der Ausbildungsordnung ihren Niederschlag findet.“  Die aktualisierte Ausbildungsordnung stelle die Ausrichtung an der Kundenbeziehung konsequent in den Mittelpunkt - auch unter verstärkter Nutzung digitaler Kanäle. Hoher Stellenwert werde einer ganzheitlichen Beratungskompetenz eingeräumt. „Ergänzt werden zudem methodische Kompetenzen, die im Zusammenhang mit projektorientierten Arbeitsweisen sowie der Optimierung und Weiterentwicklung von standardisierten Prozessen relevant sind“, erläutert Zehner die wesentlichen Unterschiede zu den bisherigen Ausbildungsinhalten.

Den überwiegenden Teil der Ausbildungszeit werden die Azubis in einem der 85 Finanz-Center der Naspa verbringen. Die theoretischen Inhalte werden zusätzlich zur Berufsschule durch Naspa-Spezialisten in fachspezifischem internen Unterricht, Seminaren und Workshops vermittelt. Einblicke in die Finanzierungsberatung, in die Arbeit der Private Banking-Center und des Firmenkundenbereichs und in interne Bereiche runden die Ausbildungszeit ab.

Für 23 Azubis geht die Ausbildungszeit in Kürze zu Ende. Die Naspa bietet allen die Möglichkeit, ihre ersten beruflichen Schritte nach der Ausbildung bei der Sparkasse zu gehen: Sie hat allen einen Arbeitsplatz angeboten.

Derzeit bildet die Naspa 108 junge Menschen zu Bankkaufleuten aus und ermöglicht 22 Jahrespraktikantinnen und -praktikanten den erfolgreichen Abschluss zur Fachhochschulreife. Sie ist damit einer der größten Ausbilder in der Region. Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz nimmt die Naspa jederzeit unter https://www.naspa.de/de/home/ihre-naspa/karriere-ausbildung/ausbildung.html?n=true&stref=hnav entgegen.

Neben der klassischen Ausbildung bietet die Naspa einen sechssemestrigen Bachelor-Studiengang an. Der theoretische Teil wird an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim vermittelt. Der Praxisteil findet bei der Naspa

statt. Das stark praxisorientierte Studium führt zum Abschluss Bachelor of Arts (B.A.) mit dem Schwerpunkt Bank oder Finanzdienstleistung. Insgesamt gibt es derzeit sechs dual Studierende bei der Naspa.

65. „CDU im Dialog“ – „Kita-Betrieb in Pandemiezeiten“

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Spannende Einblicke in das Angebot der neuen kommunalen Kita „LahnEgg“ in Lahnstein – Kritik an aktueller Kostenverteilung

Lahnstein/Rhein-Lahn. Das Team der neuen kommunalen Kita LahnEgg in Lahnstein hat eine Vorreiterrolle, wenn es darum geht, trotz der Coronakrise optimistisch und aktiv zu bleiben: Die Pandemie begann nämlich exakt zu der Zeit, als die neue Kita „LahnEgg“ startete. Bei der aktuellen und 65. Dialog-Veranstaltung der CDU Rhein-Lahn erzählte Kita-Leiter Björn Schrewe-Mangold den Gästen, wie das 20-köpfige Erzieherteam (davon drei männliche Erzieher) die beiden Hauswirtschaftskräfte und eine Köchin auf diese besondere Startsituation reagierten und dass sie trotzdem genug zu tun hatten.

Das alles erfuhren die zahlreichen Teilnehmer der Dialog-Veranstaltung, die der Kreisvorsitzende der CDU Rhein Lahn, MdL Matthias Lammert und seine beiden Stellvertreter Günter Groß und Jens Güllering in Lahnstein willkommen hießen. Auch Oberbürgermeister Peter Labonte, der frisch gekürte CDU-Landtagskandidat Udo Rau sowie  Mandatsträger aus dem Rhein-Lahn-Kreis und der Stadt Lahnstein waren vor Ort. Matthias Lammert freute sich, dass man sich bei den Dialog-Veranstaltungen jetzt wieder mit dem nötigen Abstand  persönlich begegnen könne.

„Wir alle“, so Lammert, „schauen momentan vor allem in die Kitas und Schulen und beobachten das Infektionsgeschehen genau“. Es sei wichtig, zu sehen, wie man vor Ort Hygienekonzepte umsetzen kann, damit der Betrieb auch in der Pandemiezeit möglich ist.

Kita-Leiter Björn Schrewe-Mangold stellte „seine“ Kita mit viel Begeisterung vor: Man merkte ihm an, wieviel Freude es ihm bereitet, in dieser Einrichtung zu arbeiten. In der Pandemiezeit galt es zunächst, bürokratische Dinge zu regeln, Leitbild und Konzeption für die Kita zu erstellen und den Notbetrieb unter Beachtung der Hygieneregeln zu organisieren. Inzwischen liegt für die Kita ab 15. August eine Betriebserlaubnis für 100 Kinder vor, was Vollbetrieb bedeutet. Sie war abhängig von Zuschüssen, die sich an der Zahl betreuten Kinder in der Einrichtung orientiert.

Schrewe-Mangold erläuterte die drei „Säulen“ der Kita: Mit der eigenen Mannschaft für gesundes Essen sorgen, Sport fördern – besonders wichtig sind dabei die Wassergewöhnungskurse im benachbarten Hallenbad - und Migration.  Man schaffe die Grundlage für Kinder, Sprache zu erlernen und „die Kinder zu selbstbewussten, rücksichtsvollen und zufriedenen Menschen zu erziehen, die ihren Platz in der Gemeinschaft finden“, betonte der Kita-Leiter.

Ortsbürgermeister Labonte lobte in seinem Grußwort die Vorzüge des Standortes und seine Synergieeffekten: In direkter Nähe ist die Sporthalle, die Heizungsanlage wird gemeinsam mit der Schule genutzte, Sportplätze befinden sich „direkt vor der Tür“. Die gute Beziehung zur Grundschule sorge für einen gekonnten Übergang von der Kita in den nächsten Lebensabschnitt.

Labonte erläuterte auch die Kostenverteilung für die LahnEgg: Von insgesamt 4,3 Millionen Euro übernahm der Kreis 460 000 Euro, das Land 900 000 Euro und der Bund 150 000 Euro. 1,6 Millionen Euro verblieben bei der Stadt Lahnstein. Hierzu erklärte Jens Güllering als Bürgermeister einer Verbandsgemeinde (Nastätten), dass sich „bei der Finanzierung von Kindertagesstätten einiges ändern muss.“ Es könne nicht sein, dass Gesetze beschlossen werden „und die finanzielle Hauptlast bei den Kommunen liegt“. Bei der Kita LahnEgg seien das rund 37 Prozent der Gesamtkosten – laufende Kosten seien dabei noch nicht enthalten.

Nach einer angeregten Diskussion nahmen die Besucher schließlich die Kita bei einem Rundgang selbst in Augenschein, bevor sich der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Jens Güllering zum Abschluss beim Kita-Leiter für die interessanten Informationen aus erster Hand bedankte.

Auslagerung/Zahlen und Fakten:

Björn Schrewe-Mangold erklärte: „LahnEgg“ kann bis zu 40 Kindern unter 3 Jahren und 60 Kinder über 3 Jahren aufnehmen. Die Kita besteht aus einer Gruppe mit 25 Plätzen  für Kinder ab 3 Jahren bis zum Schuleintritt, einer Gruppe mit 25 Plätzen - davon 6 Plätze für Kinder ab dem vollendeten 2. Lebensjahr - , zwei Gruppen mit je 15 Plätzen, davon je 7 Plätze für Kinder vor dem vollendeten 3. Lebensjahr, zwei Krippengruppe mit je 10 Plätzen für Kinder vor dem vollendeten 3. Lebensjahr. Ganztagsplätze sind für 96 Kinder möglich. „Das ist mit Blick auf das Kita-Zukunftsgesetz eine sehr gute Voraussetzung“, so der Kita-Leiter: Wenn das Gesetz in Kraft tritt, muss jedem Kind ein warmes Mittagsessen garantiert sein. Die Kita LahnEgg hat täglich von 7 bis 17 Uhr geöffnet, freitags bis 14 Uhr.

Terminhinweis:

Eine lebendige Gesellschaft lebt vom regen Austausch miteinander. Deshalb hat CDU-Kreistagsfraktion „CDU im Dialog“ ins Leben gerufen, um regelmäßig mit Bürgern und Vertretern verschiedener Institutionen ins Gespräch zu kommen. Die nächste Veranstaltung findet am 7. 9. in der Verbandsgemeinde Bad-Ems – Nassau statt.

Bundesweiter Warntag am 10. September

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Rhein-Lahn-Kreis. Ab dem Jahr 2020 wird, wie Landrat Frank Puchtler informiert, jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September ein bundesweiter Warntag stattfinden. Premiere des bundesweiten Warntages ist am 10. September 2020. Am gemeinsamen Aktionstag von Bund und Ländern soll die technische Infrastruktur der Warnung in ganz Deutschland mittels einer Probewarnung getestet werden. Der bundesweite Warntag hat zum Ziel, Bürgerinnen und Bürger für das Thema Warnung zu sensibilisieren. Er soll Warnprozesse transparenter machen, die verfügbaren Warnmittel (z.B. Sirenen, Warn-Apps, digitale Werbeflächen) ins Bewusstsein rücken sowie notwendiges Wissen zum Umgang mit Warnungen vermitteln, um die Bevölkerung in ihrer Fähigkeit zum Selbstschutz zu unterstützen. Die Probewarnung wird am Warntag um 11:00 Uhr von der nationalen Warnzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) unter Einbindung aller angeschlossenen Warnmittel durchgeführt. Sie wird an alle Warnmultiplikatoren geschickt, die am Modularen Warnsystem (MoWaS) angeschlossenen sind (z.B. App-Server, Rundfunksender). Die Warnmultiplikatoren versenden die Probewarnung wiederum in ihren Systemen bzw. Programmen an Endgeräte wie Radios und Warn-Apps. Auf Ebene der Länder und Kommunen sollen parallel verfügbare kommunale Warnmittel (z.B. Sirenen) ausgelöst werden. Die Entwarnung wird vom BBK über MoWaS um 11:20 Uhr vorgenommen.

Erfahrungen aus der Corona-Zeit

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Rhein-Lahn-Kreis. Auf Initiative von Landrat Frank Puchtler kamen die Träger der stationären Pflegeeinrichtungen im Rhein-Lahn-Kreis ins Kreishaus.

Die Vertreter der Träger berichteten detailliert über ihre Erfahrungen in der Corona-Lage. Die Maßnahmen zur Einhaltung der Hygienekonzepte und die Corona-Regeln wurden beleuchtet und die Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt aus Sicht der Träger reflektiert. Die Zusammenarbeit hat sich bewährt und soll engagiert fortgesetzt werden. Weitere Themen der Konferenz waren die Beschaffung von Schutzausstattung und die Rahmenbedingungen und Vergütungen im Pflegeberuf. Im Rhein-Lahn-Kreis gibt es 14 stationäre Pflegeeinrichtungen kirchlicher Sozialverbände und privater Träger über das ganze Kreisgebiet verteilt.

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