Montag, 19. August 2019

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“Ideen für die Heimat” sind “ausgezeichnet”

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Rhein-Lahn-Kreis. Die Brau- und Kulturscheune der Dausenauer Bierbruderschaft Duzenowe platzte jetzt fast aus den Nähten, denn hier wurden die Sieger des diesjährigen Wettbewerbs „Ideen für die Heimat“ geehrt. Bereits zum dritten Mal hatte Landrat Frank Puchtler gemeinsam mit der Nassauischen Sparkasse diesen besonderen Wettbewerb, bei dem Projekte aller Art, die einer Aufwertung der Heimat und ihrer Menschen dienen, gefördert werden, ausgelobt – egal ob es sich bei den Projektträgern um Vereine, Gemeinden, Privatpersonen oder Unternehmen handelt.

„Die diesjährigen Projekte zeigen wieder wie vielfältig der Rhein-Lahn-Kreis aufgestellt ist, wenn es um gute Ideen geht“, so Landrat Frank Puchtler. „Und Ideen brauchen Partner, denn Ideen kosten nun mal auch Geld, wenn man sie verwirklichen will“, so der Kreischef weiter. Deshalb sei er „der Sparkasse dieses Kreises“ sehr dankbar für die Unterstützung bei diesem Wettbewerb.  Naspa-Vorstand Michael Baumann lobte die Kreativität und die Vielfalt der vorliegenden Projektideen. Bei diesem Wettbewerb könne man nun schon von Tradition sprechen. „Deshalb wird die Naspa diesen tollen Wettbewerb auch in Zukunft unterstützen“, versprach Baumann.

Landrat Frank Puchtler und Michael Baumann zeichneten anschließend die Sieger des Wettbewerbs mit Geldpreisen und Urkunden aus. Der „SV Schwarz-Weiß Friedrichssegen und Freunde“ wurde für seine Idee, einen Ortstreff im Eingangsbereich des ehemaligen Bergbaudorfs an der Lahn, das ein Stadtteil von Lahnstein ist, zu schaffen, ausgezeichnet. Rosemarie Müller beschrieb die bisherigen Bemühungen, einen schön gestalteten Platz zu schaffen, der neben einer Sitzgruppe und einem Brunnen auch einen Bücherschrank in Form einer ausgedienten Telefonzelle beinhalten soll. „Hier sind wir noch auf der Suche“, so Rosemarie Müller.

Jürgen Jachtenfuchs aus Nievern erhielt die Siegerprämie für sein umfangreiches Fotoarchiv mit historischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, das er ehrenamtlich führt, „um Geschichte zu erhalten, zu dokumentieren und zu archivieren. So sollen auch die nachfolgenden Generationen einen Zugang zur Geschichte ihrer Heimat erhalten“, so Jachtenfuchs. Viele tausend Fotos hat er schon gesichtet und fachmännisch archiviert. Die Fotografie ist sein Hobby, und dieses Hobby möchte der 61-Jährige auch noch viele Jahre weiterpflegen. Dass seine ehrenamtliche Arbeit in Nievern sehr geschätzt wird, zeigte auch die Anwesenheit von Ortsbürgermeister Lutz Zaun und dessen Vorgängers Franz Lehmler.

Und schließlich waren es die Gastgeber, der Verein „Braukultur Duzenowe“, der für seine kreativen Ideen mit dem Preis ausgezeichnet wurde. Der Sprecher des Vereins, Jürgen Nickel, führte die Gäste durch die Geschichte der kleinsten Brauerei im Land, die mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Das Bierbrauen hat in Dausenau eine Geschichte, denn aus alten Unterlagen ist ersichtlich, dass es hier vor vielen Jahren bereits eine Brauerei gegeben hat. Auch der Verein „Historisches Dausenau“ und Ortsbürgermeisterin Michelle Wittler schätzen die Arbeit der Dausenauer Bierbrüder, die aus einer alten Gemeindescheune einen Treffpunkt für Bier- und Kulturfreunde gleichermaßen geschaffen haben und Dausenau hierdurch auch als touristisches Ziel aufgewertet haben. In und an der Scheune gibt es aber noch viel zu tun, damit die Schaubrau-Veranstaltungen, bei denen Gäste immer willkommen und zum Mitmachen eingeladen sind, auch in Zukunft in einem attraktiven Umfeld stattfinden können. Die Gäste der Siegerehrung durften das „Duzenower Bier“ natürlich auch verkosten und waren durchweg begeistert von den Craftbieren, die hier aus Malz, Hopfen, Hefe und Wasser in liebevoller Arbeit mehrmals im Jahr in kleinen Mengen entstehen.

Landrat Frank Puchtler sagte, dass die drei ausgezeichneten Ideen Beispiele für das Schaffen und Leben im Rhein-Lahn-Kreis seien. Es sei der Jury nicht leicht gefallen, hier eine Auswahl zu treffen. Für die Bewerber, die diesmal keinen Preis erringen konnte,n bestünde die Möglichkeit über die Naspa-Stiftung „Initiative und Leistung“ eine Förderung ihrer Projektideen zu beantragen.

Bei Lollschied: Gasleitungen werden eingebaut

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Rhein-Lahn-Kreis. Wegen des Einbaus neuer Gasleitungen im Auftrag des Energieversorgers Syna GmbH muss die Kreisstraße 49 zwischen Pohl und Lollschied von Montag, 15. Juli, bis Freitag, 19. Juli 2019, voll gesperrt werden. Gleiches gilt in der Woche darauf für die Kreisstraße 48 zwischen Lollschied und der Bundesstraße 260, die von Montag, 22. Juli, bis Freitag, 26. Juli 2019, voll gesperrt werden muss. Die Umleitung ist jeweils ausgeschildert.

Wertvolle Hinweise „Rund ums Lebensmittel“

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Rhein-Lahn-Kreis. Wertvolle Hinweise „Rund ums Lebensmittel“ bietet, so Landrat Frank Puchtler, die Rhein-Lahn-Akademie, am Donnerstag, 19. September 2019 an.

Was ist zu beachten und was ist zu schützen, das sind nur zwei von vielen Fragen „Rund ums Lebensmittel“, auf die die Referenten, u.a. Dr. Gerwin Dietze, in einem kurzweiligen Vortrag eingehen und für Fragen bereitstehen wird. Die Moderation übernimmt Kreisentwickler Benjamin Braun. Die Veranstaltung findet im Kreishaus, Insel Silberau 1, 56130 Bad Ems, statt und beginnt um 18 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung auf www.rhein-lahn-akademie.de wird gebeten.

SPD will Klimaschutz an Schulen voranbringen - Antrag im Kreis gestellt

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Die SPD im Kreis hat die Diskussionen rund um Klimaschutz und Nachhaltigkeit der vergangenen Monate aufgegriffen und einen ersten Antrag zum Thema in die Kreisgremien eingebracht. Die Fraktion um Carsten Göller fordert die Errichtung kostenloser Trinkwasserbrunnen, an denen Trinkflaschen aufgefüllt werden können in allen Schulen und das Aufstellen von Sammelbehältern vor allem für Einweg-Pfandflaschen, um mit dem gesammelten Geldern Umweltschutzprojekte oder Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit umzusetzen.

In den zurückliegenden Monaten haben vor allem junge Leute die Themen Klima-, Natur- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit in den Vordergrund gestellt. „Der Klimawandel ist real und er wird das Leben im Rhein-Lahn-Kreis verändern“, sind der SPD-Kreisvorsitzende Mike Weiland und Kreistagsmitglied Gabi Laschet-Einig überzeugt. Sicherlich werden einzelne Maßnahmen den Klimawandel nicht von heute auf morgen umkehren, aber viele kleine Schritte ergeben nach Auffassung der SPD eine große Bewegung. Daher möchte die SPD-Fraktion in den Kreisschulen die Maßnahmen umsetzen.

Die SPD knüpft dabei an ein Förderprogramm für öffentliche Trinkwasserbrunnen an, das vom rheinland-pfälzische Umweltministerium Anfang Juli vorgestellt wurde. An diesen Brunnen sollen die Menschen kostenfrei Trinkwasser in ausgezeichneter Qualität bekommen können und nicht nur direkt trinken, sondern auch ihre Trinkfalschen auffüllen können. Mit Hilfe dieser Trinkwasserbrunnen können Emissionen, die bei der Herstellung und beim Transport vor allem von Einweg-Plastikfalschen anfallen, aktiv eingespart werden

Sicherlich werden Einweg-Pfandflaschen oder Pfandflaschen im allgemeinen nicht sofort aus unseren Schulen verschwinden. Um dennoch aktiv etwas im Bereich Umweltschutz zu tun, regt Fraktionsvorsitzender Carsten Göller an, dem Beispiel der BBS in Lahnstein zu folgen. Dort steht im Eingangsbereich eine große Tonne, um Pfandflaschen und -dosen zu sammeln. Das so gesammelte Geld wird anschließend für Projekte an der ruandischen Partnerschule in Nzuki eingesetzt. Die Schülerinnen und Schüler leisten somit einen aktiven Beitrag in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Mit dem Aufstellen einer solchen Tonne an allen Schulen, sofern sie nichts bereits vorhanden sind, können die Schulen Gelder sammeln, die anschließend in Umweltschutzprojekte oder bei Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit eingesetzt werden. Die Entscheidung soll aber immer von der Schülerschaft selbst getroffen werden. Ziel beider Maßnahmen ist es, junge Menschen aktiv einzubinden und Angebote zu ihren Forderungen zu machen.

Anästhesie-Ambulanz in neuen Räumen

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Um den Patienten den Zugang zur Anästhesie-Ambulanz des St. Elisabeth Krankenhauses Lahnstein zu erleichtern, ist diese Anfang Juli ins Erdgeschoss umgezogen.

Lahnstein. Wer im Krankenhaus operiert wird, braucht entweder eine Vollnarkose oder eine Teilbetäubung. Daher wird sowohl jeder ambulante als auch stationäre Eingriff von den Kollegen der Klinik für Anästhesie begleitet. Um individuell und in Ruhe alle Möglichkeiten der Narkose zu besprechen und das passende Anästhesieverfahren zu erläutern, findet vor jeder OP eine Untersuchung und ein Aufklärungsgespräch durch die Kolleginnen und Kollegen der Klinik statt – und das noch vor dem eigentlichen Krankenhausaufenthalt.

Bisher waren die Räume der Mediziner im 6. Stock des Krankenhauses. „Sprich, man musste durchs ganze Haus, um uns zu erreichen“, erklärt Dipl.-Med. Ralf Terczki, Chefarzt der Klinik für Anästhesie. Um das zu verbessern und patientenfreundlicher zu gestalten, ist die Anästhesie-Ambulanz nun ins Erdgeschoss umgezogen. So ist diese nicht nur deutlich schneller und leichter für die Patientinnen und Patienten zu erreichen – schließlich ist sie nur wenige Schritte vom Haupteingang entfernt. „Zusätzlich haben wir im 6. Stock durch den Umzug zwei neue Patientenzimmer gewinnen können; also ein echtes Plus für alle!“

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