Montag, 21. Oktober 2019

Letztes Update:07:05:15 AM GMT

region-rhein.de

RSS

SPD Rhein-Lahn

Drucken

60 Minuten SPD: ÖPNV soll mit ‚Mobilfalt‘ weiter verbessert werden

Kreisvorsitzender Mike Weiland zeigte Verbesserungsschwerpunkte aus Sicht der SPD auf

Verbesserungen im ÖPNV und bei der hausärztlichen Versorgung sind die Themen, die dem SPD-Kreisvorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden im VG-Rat Loreley Mike Weiland im Rahmen seiner Dörfer-Tour durch die Verbandsgemeinde Loreley, aber auch bei den Terminen gesamten Kreis, am häufigsten als Wünsche der Bürgerinnen und Bürger begegnen. Aus diesem Grund widmete sich die jüngste Ausgabe von „60 Minuten SPD“ in Weisel, die auch auf Einladung des SPD-Ortsvereins um den Vorsitzenden Volker Bernhard stattfand, jetzt des Themas „Mobilfalt – zukunftsfähiger ÖPNV im ländlichen Raum“. Als Fachreferent war hierzu Stephan Pauly, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Rhein-Mosel, zu Gast. „Wir müssen noch einige Stellschrauben drehen, um den ÖPNV im Kreis zu verbessern und noch attraktiver zu machen“, stieg Mike Weiland in die Veranstaltung ein.

Konkret bedeutet das seitens der SPD: Die Einhaltung der Richtlinien 30/60 Minuten, verbesserte und mehr Direktverbindungen, um die Fahrzeiten insgesamt kürzer zu machen, eine bessere Anbindung der Schulen und das Marketing muss intensiver betrieben werden. „Ganz besonders aber muss die Preisgestaltung für den Fahrgast spürbar günstiger werden“, so Mike Weiland weiter. Dies gelte einerseits auf den Strecken innerhalb des Rhein-Lahn-Kreises als auch für den lange überfälligen durchgängigen Tarif über die Ländergrenze nach Hessen bis Wiesbaden/Frankfurt. „Nur wenn der ÖPNV bezahlbar und attraktiv ist, wird er auch genutzt“, so der Kreisvorsitzende. Um aber die Grenzen zwischen günstigerem und dem immer wieder in größeren Städten viel diskutierten kostenlosen ÖPNV abstecken zu können, bat Weiland Stephan Pauly um eine Kostenschätzung, wenn der Rhein-Lahn-Kreis den ÖPNV komplett finanzieren und die Menschen kostenfrei fahren könnten. Dann würde sehr schnell klar, was geht und was nicht geht.

Um die 68 Linien im Rhein-Lahn-Kreis bedienen zu können, brachte der Rhein-Lahn-Kreis laut Pauly im Jahr 2014 rund 10,9 Mio. Euro jährlich auf. 2016 waren es 14,3 Mio. Euro. Im Jahr 2018 kostete der ÖPNV den Kreis etwa 17,5 Mio. Euro. Hier sei der Kreis Vorreiter aller Landkreise im nördlichen Rheinland-Pfalz gewesen und habe mit der Linienbündelung im Jahr 2014 begonnen, für Busunternehmen attraktive und weniger attraktive Linien zusammen zu legen, um überhaupt noch alle Linien aufrecht erhalten zu können. Wenn alle Linienbündel im Jahr 2020 überplant und in Betrieb sind, wird der Rhein-Lahn-Kreis laut Stephan Pauly etwa 22 Mio. Euro für den ÖPNV ausgeben. Um diese vorhandenen Angebote, ohne weitere Verbesserungen, kostenlos anbieten zu können, müsse man die Summe der jährlich eingenommenen Fahrgelder der Nutzer von rund 11 Mio. Euro sowie weitere Leistungen mit einbeziehen und käme auf etwa 44 Mio. Euro oder mehr, wenn der ÖPNV im Kreis komplett kostenlos sein solle – eine Summe, die weit mehr als das doppelte der aktuellen Ausgaben darstelle.

Montags bis freitags werden die 68 Linien im Kreis im 2-Stunden-Takt betrieben. Samstags und sonntags sowie an Feiertagen sei dies laut Pauly jedoch nicht möglich, weil der ÖPNV im Kreis auf Kita- und Schülerverkehre abgestellt sei. Beispielsweise für Weisel bedeutet dies aber auch, dass selbst an Wochentagen der Busverkehr nur zwischen etwa 7 und 16 Uhr erfolgt – ein Angebot, das etwa für viele Berufstätige nicht ausreichend ist. Gerade aber wurde den Kreisgremien ein neues Modell andiskutiert, das im Werra-Meißner-Kreis bereits erfolgreich läuft: „Mobilfalt“, also Mobilität und Vielfalt, ist dort ein Erfolgsrezept, das den bestehenden ÖPNV in einem noch etwas weniger dicht bewohnten Flächenlandkreis als dem Rhein-Lahn-Kreis ergänzt und erweitert. Unter dem Begriff „Ridesharing“ ist eine bedarfsorientierte Mitfahrerzentrale 24 Stunden, rund um die Uhr, besetzt. Der herkömmliche Bus- und Bahnverkehr wird mit dem Individual-PKW-Verkehr verknüpft und ist somit keine Schwächung oder Konkurrenz zum ÖPNV, sondern eine Stärkung durch bürgerschaftliches Engagement. Bürger können jederzeit ihre regelmäßigen oder unregelmäßigen Autofahrten anderen Mitfahrern anbieten und erhalten dafür eine Kostenerstattung je Kilometer. Sowohl PKW als auch Mitfahrende sind versichert. Die Mitfahrerzentrale bringt Angebot und Nachfrage zusammen. Steht kein PKW mit einer Fahrt zur Verfügung, kann ein Taxi zum ÖPNV-Tarif die Fahrt übernehmen. Vorteil dieses Systems ist zudem, dass die Busunternehmen meist gar keine kleinen Fahrzeuge für den Individualverkehr anbieten können. Somit sind private PKW als Ergänzung des ÖPNV, die ohnehin fahren und Menschen mitnehmen können, gerade im ländlichen Bereich, wo man sich oft untereinander auch noch kennt, eine Möglichkeit zur Verbesserung der Situation. „Gerade in Zeiten des Klimawandels kann man so den ÖPNV auch noch ressourcenschonend organisieren“, waren sich Mike Weiland und Weisels SPD-Vorsitzender Volker Bernhard nach der Veranstaltung einig. Die mögliche Alternative kam bei den Besuchern von 60 Minuten SPD in Weisel übrigens gut an. „Auf Kreisebene werden wir das Projekt weiterverfolgen und versuchen, sobald wie möglich in den Echtbetrieb zu bringen“, so Mike Weiland abschließend.

SPD Fraktion im Kreistag fordert konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz

Drucken

Klimaschutz ist nicht nur ein wichtiges Thema – es ist vor allem auch ein dringliches Thema. „Die Zeit des ,man müsste‘ und ,man sollte‘ sind endgültig vorbei, wir müssen lieber heute als morgen anfangen, konkrete Projekte umzusetzen“, fordert die SPD-Fraktion im Kreistag rund um ihren Fraktionsvorsitzenden Carsten Göller. Dabei ist es wichtig, dass der Kreis, der sich bereits heute im Bereich des Umweltschutzes einige Projekte auf den Weg gebracht habe, weiter ausbaut; es braucht neue und kreative Ideen.

Bürgerinnen und Bürger mitnehmen – ein Klimaschutzmanager soll moderieren

Der Kreis alleine wird aber den Klimaschutz nicht nachhaltig und effizient vorantreiben; ein Bewusstsein bei den Bürger/innen zu schaffen und sie zu beteiligen ist daher von immenser Bedeutung. Dazu beantragt die SPD die Einrichtung einer/s Klimaschutzmanagers/in bei der Kreisverwaltung, die/der als Mittler/in zwischen Land, Energieagenturen, Kommunen und Vereinen agiert sowie als direkte/r Ansprechpartner/in den Bürger/innen zur Verfügung steht, Ideen kanalisiert und schließlich auf den Weg bringt. „So beteiligen wir die Menschen und so gewährleisten wir, dass kreative Ideen aus der Bevölkerung heraus umgesetzt werden. Das ist bedeutet für uns gemeinsam einen modernen Kreis gestalten.“

Zudem fordert die SPD, dass die/der Klimaschutzmanager/in einmal jährlich einen Klimatschutzbericht vorlegt. „Wir müssen unsere Klimaziele betiteln und die Zielerreichung anschließend auch evaluieren, reflektieren und abschließend optimieren“, betont Kreistagsmitglied Theresa Lambrich. „Nur so schaffen wir Verbindlichkeit.“

Konkrete Projekte zum Klimaschutz festlegen angehen

Die SPD Rhein-Lahn hat sich im Rahmen ihrer Klausurtagung zudem selbst einige Ideen auf den Weg gebracht, wie man den Klimaschutz im Rhein-Lahn-Kreis voranbringen könnte, und die sie nun mit einem Antrag im Kreistag verabschieden will. Unter anderem sind dies:

- die Schaffung von Bienenwiesen auf geeigneten Kreisliegenschaften

- Die Einrichtung eines Portals für die Bildung von Fahrgemeinschaften an Schulen.

- Unterstützung von „Umwelt Arbeitsgemeinschaften“ an Schulen, um bei den Schüler/innen ein Bewusstsein für Klimaschutz zu schaffen. Hier könnte man einen „Einsparwettbewerb“ für Müll, Strom und Heizung einführen – das eingesparte Geld wiederum könne für schuleigene Projekte zu Verfügung gestellt werden

- Vereine bei der Durchführung „Plastikfreie Feste“ unterstützen und beraten.

Kirmes Niederneisen

Drucken

Am Freitag, 20.09.2019 startet die Kirmes um 18.00 Uhr am Niederneiser Sportpark mit dem Baumstellen der Kirmesgesellschaft. Nach erfolgreicher Arbeit und einem Kaltgetränk am Getränkestand neben dem Baumloch startet um 20.00 Uhr eine Bembel-Party mit Tanz und Stimmung in der Turnhalle.

Am Samstag, 21.09.2019 geht es um 15.00 Uhr sportlich los: Kirmesburschen Allstars vs. TuS Allstars auf dem Rasenplatz. Um 20.00 Uhr öffnet der Niederneiser Partypark ab 20.00 Uhr seine Türen für die Kirmes-Party mit dem DJ Team PLT. Aktuelle Charts, Partymusik und weitere Stimmungssongs lassen diesen Abend zum Höhepunkt für die Jugend aus Niederneisen und Umgebung werden. Ganz besonders willkommen sind Kirmesgesellschaften aus nah und fern, die wir mit einem „Willkommens-Körbchen Bier“ herzlich am Eingang begrüßen.

Der Kirmessonntag beginnt wieder traditionell um 11.00 Uhr mit einem Gottesdienst im Festzelt. Wie in den vergangenen Jahren gibt es natürlich auch wieder einen traditionellen Kirmesumzug am Sonntagnachmittag. Unter dem Motto „Kirmes meets Fasching. Wir sind laut, wir sind bunt - heute geht's hier richtig rund" möchten wir in diesem Jahr mit allen Firmen, Vereinen, Fachschaften und sonstigen ansässigen Institutionen durch die Straßen von Niederneisen fahren. Los geht’s um 14.00 Uhr. Im Anschluss erwartet Euch die After-Kirmesumzug-Party mit einem Platzkonzert des Blasorchesters Niederbrechen an der Turnhalle und um 17.00 Uhr beginnt die traditionelle Kirmesverlosung.

Abgerundet wird die Kirmes am Kirmesmontag in den Gaststätten von Niederneisen. Um 20.00 Uhr nehmen wir schweren Herzens Abschied von der Kirmes und feiern die Kirmesbeerdigung an der Aarbrücke.

Ein Drachen zum Verlieben

Drucken

Wenn sich vom 3. bis 6. Oktober auf der Loreley die Tore zum 6. Fantasy- und Mittelaltermarkt öffnen, ist ein waschechter Drache dabei. Mit glühenden Augen, dampfenden Nüstern und einem Maul, aus dem zwei Meter weit das Feuer lodert, erobert das Ungetüm sofort die Herzen der Kinder.

Am ersten Oktoberwochenende kommen sie alle auf dem Loreleyfelsen zusammen: Elben und Elfen, Ritter und Burgfrauen, Orks und Wikinger Rollenspieler aller Coleur, Hexen und Teufel. Die illustere Mannschaft trifft sich zum sechsten Mal zum Fantasy- und Mittelaltermarkt. An die 80 Stände präsentieren sich auf dem sagenhaften Plateau hoch über dem Rheintal. Angeboten werden Mittelalter- Waren aller Art, Steampunk- Accessoires und Mode, Schmuck, Kostüme und Masken, Keramik, Eisenwaren, Holzprodukte, Spiele, Seifen und Düfte und vieles mehr.

Großes Theater unter Bäumen. Dort tritt mehrmals täglich der Drache Fangdorn auf. In dem Stück um Elfen, Räuber, Ritter und einen sagenhaften Schatz ist es der Drache, der mit seinen imposanten Flammen das Böse besiegt. Sehr zur Freude vor allem der jüngeren Zuschauer. „Kinder lieben den Drachen“, erklärt Veranstalter Henri Bibow. „Er ist unglaublich imposant. Das Feuer aus dem Maul, der Dampf aus den Nüstern und sein Gebrüll lassen selbst Erwachsene staunen und Kinder reißt es vom Hocker. Am Ende dürfen sie den Drachen sogar streicheln und kuscheln.“ Das sei ein großartiges Erlebnis.

Die Hexe Roxana klettert in ein 5 Meter hohes Spinnennetz und zeigt eine atemberaubende Artistik. Bei eintretender Dunkelheit ist sie auch mit Feuer unterwegs. Puppenspieler Petronius Paternoster zeigt mit seinen holzköpfigen Darstellern kleine Märchenstücke. Die Gruppe Luscinia erweckt die Gauklerpuppe Phillip zum Leben: die Marionette lernt, zur Musik zu jonglieren und schließlich auch mit Feuer zu tanzen. Am Ende der Show läuft sie tobend und springend über den Platz. „Ein Wunder“, rufen die verblüfften Zuschauer. Ein paar Gestalten ziehen auf Stelzen umher, andere zeigen Falken und Eulen, eine Theatertruppe spielt witzige Schwänke und natürlich darf auch gute Musik nicht fehlen. „Unser Ziel ist es, eine außergewöhnliche Mischung anzubieten“, erklärt Bibow. Man könne einen Tag lang durch die Zeiten wandeln und „dürfte überall etwas Neues entdecken. Nicht nur den Drachen. Stelzenläufer, maskierte Teufel und Hexen.“ Es sei ein Programm für die ganze Familie, so der Veranstalter, „Aber in den Drachen verlieben sich fast alle.“

Geöffnet ist der Markt auf der Loreley mit all seinen Programmen von Donnerstag bis Sonntag jeweils von 11- 19:00 Uhr. Der Eintritt kostet 8,00 Euro für Erwachsene und 4,00 Euro für Kinder. Fantastisch gekleidete Gestalten können den Einlass für 6,00 Euro passieren.

Querschnitte Innere Medizin

Drucken

Zum zweiten Mal veranstaltete die Klinik für Innere Medizin des St. Elisabeth Krankenhauses Lahnstein ihre Tagung zu internistischen und gastroenterologischen Erkrankungen.

Lahnstein. „Auch diesmal konnten wir rund 140 Ärzte und medizinisches Fachpersonal zum interdisziplinären Informationsaustausch bei uns begrüßen“, so Chefarzt Prof. Dr. Thomas Marth, der die Veranstaltung mit 13 Fachvorträgen organisierte.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Kongresses standen onkologische Erkrankungen, da sich die Konzepte zur Behandlung von Krebsleiden im kontinuierlichen Wandel befinden. Experten aus ganz Deutschland waren angereist, um die wichtigsten Erkenntnisse der letzten Jahre zu Diagnostik und Therapie vorzustellen. Lebhaft diskutierten die Redner mit dem interessierten Fachpublikum über moderne Therapieansätze für den Magen-Darmtrakt, Bauchspeicheldrüse und Leber.

Nach einer kurzen Pause ging es – getreu dem Motto der Veranstaltung „Querschnitte“ - weiter mit Vorträgen zu unterschiedlichen Themen, die die Innere Medizin betreffen. Vorträge zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen waren genauso dabei wie Fachbeiträge renommierter Spezialisten zu den Bereichen Kardiologie, Diabetologie, Rheumatologie, Nephrologie, Naturheilmedizin sowie zwei Fallberichte.

Bei allen Vorträgen wurde deutlich, dass für die Behandlung der Patienten die enge Zusammenarbeit und Abstimmung aller spezialisierten, internistischen Fachärzte bedeutend ist – nur dann ist eine optimale Versorgung möglich. „Es freut mich, dass unsere Programmzusammenstellung auf so reges Interesse gestoßen ist“, so Marth. „Es bestätigt, dass das Konzept der Veranstaltung geeignet ist, niedergelassene und im Krankenhaus tätige Ärzte aus der Region zusammen zu bringen.“

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL