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Mit viel Musik aus Braubach verabschiedet

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Gottesdienst und Empfang für Markus Bomhard sorgen für manche Abschiedsträne


BRAUBACH/RHEIN-LAHN. (10. September 2018) Seinen Dienstort hat Pfarrer Markus Bomhard bereits nach den Schulferien gewechselt: von der Kanzel in Braubach auf die Schulbänke in Bad Ems und Nastätten. Jetzt wurde dem ehemaligen Gemeindepfarrer in der Rosenstadt noch einmal ein gebührender und sehr musikalischer Abschied während eines Gottesdienstes in der Markuskirche und eines Empfangs in der Barbarakirche bereitet.

„Wir verabschieden ihn singend“, sagte Dekanin Renate Weigel in der voll besetzten Markuskirche, auf deren Empore der Posaunenchor und in deren Altarraum der Kirchenchor Platz genommen hatten zusammen mit Dekanatskantor Markus Ziegler am Klavier, um die vielen Lieder – allesamt aus dem Begleitheft zum Evangelischen Gesangbuch EGplus – zu begleiten. Und auch Bomhard selbst griff noch einmal zur Gitarre, um den facettenreichen Gesang zu begleiten und die Gemeinde in Bewegung zu bringen.

Einfach habe er sich die Entscheidung nicht gemacht, vom Gemeindedienst in Braubach in den Schuldienst zu wechseln, zumal die neue Stelle des Schulpfarrers für ein Jahr befristet ist. Er habe dabei auf die Stimme Gottes gehört, sagte Bomhard und erinnerte an die Kampagne „Unerhört!“ der Diakonie, die zum Zuhören statt Verurteilen aufruft. Sie macht auf Hilfsbedürftige aufmerksam, die „im Geschrei des Lauten unerhört bleiben, auch wenn es noch solch ein Gequassel ist“. Dazu zählte er das Geschrei, Menschen, die in Deutschland Hilfe suchen, ganz weit wegschließen zu wollen „von unserem satten Tisch, anstatt ihn zu verlängern“, so der Theologe.

Reden wollte er in seiner Abschiedspredigt aber auch von den Menschen in Braubach und am Rhein, die ihm ans Herz gewachsen seien. „Ich bin reich beschenkt worden in dieser Kirchengemeinde“, sagte Bomhard und nannte beispielhaft die musikalischen Gruppen. Einzig auf Bauprojekte, von denen allein fünf in seine achtjährige Amtszeit fielen, könne er gut verzichten. So gern er Pfarrer in Braubach gewesen sei, fühle er sich von Gott befohlen für seinen Wechsel. „Ich möchte Gott nicht unerhört lassen; das ist nicht bequem, aber verheißungsvoll“.

„Die Bewegung wohnt dir inne“, sagte Dekanin Renate Weigel, als sie an die Professionen erinnerte, die sich Bomhard als Theologe, Diakoniewissenschaftler, Supervisor, Therapeut und Berater in seinem Leben bereits angeeignet hat. Passend zu seiner jetzigen Aufgabe in den Schulen mit ihren Lernenden wünschte sie ihm: „Bleibe einer von ihnen“. Sie sei froh, dass Bomhard als Bruder und Mitlernender im Dekanat erhalten bleibe, erklärte die Dekanin, bevor sie Bomhard von seinem Gemeindedienst entpflichtete und segnete.

Viele evangelische Gemeindeglieder und Mitarbeitende, unter denen manches Tränchen floss, nutzten die Gelegenheit, sich persönlich für Bomhards Dienst zu bedanken und ihm und seiner Frau für den neuen Lebensweg alles Gute zu wünschen. Dazu zählten auch Vertreter aus der Politik wie Bürgermeister Werner Groß und Innenminister Roger Lewentz, der aus Kamp-Bornhofen nach Braubach gekommen war. Dort leben wie in Filsen und Osterspai in der Mehrzahl katholische Christen; die drei Gemeinden gehören aber ebenso zur Kirchengemeinde Braubach.

Blumig und musikalisch wurde dem Schulpfarrer während eines Empfangs in der Barbarakirche gedankt. Jutta Metz, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands, überreichte zusammen mit dem Team des Kindergottesdienstes einen bunten Apfelbaum. Bomhards großes Engagement für Kinder und Jugendliche würdigten etwa Dekanatsjugendreferent Andreas Barth und der Leiter der evangelischen Kindertagesstätte Jörg Weyerhäuser. Dank und gute Wünsche übermittelten auch Vertreter der vielen Gemeindegruppen, die für die lebendige Gemeinde sprechen, die Bomhard verlässt.

Die Vakanzvertretung übernimmt Pfarrer Detlef Wienecke von der evangelischen Kirchengemeinde Oberlahnstein. In einer Gemeindeversammlung am Sonntag, 23. September können die Gemeindeglieder nach dem Gottesdienst um 10 Uhr mit Dekanin Renate Weigel dann weitere Fragen zur Zukunft der Gemeinde stellen.

CDU-Ortsverband Nievern

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Bürgermeisterkandidatin Marion Krätz besuchte das Bad Ems Center im Gemarkungsbereich Nievern

Mit einem Besuch des Bad Ems Centers informierte sich Bürgermeisterkandidatin Marion Krätz in einem Gespräch mit dem Investor Peter Bestmann , Ortsbürgermeister Lutz Zaun und dem CDU-Ortsvorsitzenden und langjährigen Ortsbürgermeister Franz Lehmler über die dort angesiedelten Gewerbebetriebe und deren Situation.

Investor Peter Bestmann berichtete über die langjährigen Bemühungen zur Ansiedlung von Betrieben in diesem Bereich. Die von Lutz Zaun und Franz  Lehmler  entsprechend kommentiert wurden.

Marion Krätz freute sich über den regen Betrieb in den dort angesiedelten Geschäften.  Mit der kürzlich errichteten SB- Waschanlage habe man ein Alleinstellungsmerkmal in der hiesigen Region, so Peter Bestmann. Im Verlauf des Gespräches wurden Möglichkeiten erörtert, dort weitere Betriebe im Rahmen des Einzelhandelskonzeptes der Verbandsgemeinde anzusiedeln.

Marion Krätz betonte mit dem Besuch ihr großes Interesse an der Erhaltung der heimischen Betriebe und der Neuansiedlung von Geschäften mit durchaus auch neuen Geschäftsideen.

Im Verlauf des Gespräches wurde festgestellt, dass sich unmittelbar neben dem Gewerbegebiet der Bauhof der Stadt Bad Ems und die Abwasserkläranlage der Verbandsgemeinde befindet, für die die Gemeinde Nievern weder einen Cent Grundsteuer noch Gewerbesteuer erhält und damit auch einen großen Solidaritätsbeitrag für die gesamte Region leistet.

Abschließend versicherte Marion Krätz noch einmal ihr großes Interesse am Erhalt der Gewerbebetriebe in der ganzen Verbandsgemeinde sowie Neuansiedlungen im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten. Die Grundlage vom angenehmen Wohnen sei auch das Vorhandensein eines attraktiven Angebots heimischer Betriebe, dafür werde sie sich besonders einsetzen, so Marion Krätz in ihrem abschließenden Statement.

Amtliche Bekanntmachungen der Ortsgemeinde Kamp-Bornhofen

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Luftbild von unserer Gemeinde  -  Lahnsteiner Anhängeleiter bot gute Plattform beim Feuerwehrfest

Ein Luftbild von unserer Gemeinde Richtung Süden. Foto: Jürgen Dedekind

Frank Kalkofen

Ortsbürgermeister

Heizung-Sanitär-Solar: Sven Wollnitzke ist seit 10 Jahren Unternehmer -  Betriebsjubiläum eines heimischen Handwerksbetriebs am 22.09.2018

Sie feiern ihr 10-jähriges Betriebsjubiläum: das Team von Sven Wollnitzke.

Zehn Jahre ist es schon her, dass sich unser Mitbürger Sven Wollnitzke selbständig gemacht und die Firma „Heizung-Sanitär-Solar“ gegründet hatte. Seitdem agiert der junge Unternehmer sehr erfolgreich mit modernen Bädern und energiesparenden Heizungen und hat sich in diesen Technikbereichen etabliert. Sven Wollnitzke beschäftigt in seinem Betrieb mittlerweile 11 Mitarbeiter (7 Gesellen, 2 Lehrlinge, 2 Bürokräfte).

Anlässlich seines 10-jährigen Betriebsjubiläums laden Sven Wollnitzke und sein Team die heimische Bevölkerung zu einem Fest auf seinem Betriebsgelände im Klostergarten herzlich ein für Samstag, 22. September 2018, ab 10.00 Uhr. Hier haben dann interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger die Möglichkeit, das Betriebsgelände zu besichtigen und sich über seine Angebote zu informieren. Die Geselligkeit soll beim Betriebsfest natürlich nicht zu kurz kommen. So wird für das leibliche Wohl bestens gesorgt und die musikalische Umrahmung übernehmen die Kolping-Kapelle (nachmittags) und die Band Real-Sound (abends), bei der er selbst seit vielen Jahren aktiv mitwirkt.

Frank Kalkofen

Ortsbürgermeister

Jubiläum gefeiert: 20 Jahre Weinstube Kurt Salzig -  Gastro-Kulturerbe „Heck“ fester Bestandteile der Gemeinde

Vergangenen Samstag feierten zahlreiche Gäste das 20-jährige Jubiläum der „Heck“ mit Kurt Salzig, von der Gemeinde gratulierten Ortsbürgermeister Frank Kalkofen und Beigeordneter Peter Hohl. Foto: Gisela Hohl

Darauf kann er sehr stolz sein und sichtlich gerührt feierte Kurt Salzig vergangenen Samstag sein 20-jähriges Betriebsjubiläum mit vielen Gästen aus nah und fern. Er ist gelernter Koch und absolvierte seine Ausbildung in den Bopparder Hotels Spiegel und Lilie von 1980 bis 1983. Nach dem Wehrdienst ist er 1984 im elterlichen Betrieb „Weinstube Salzig“ eingestiegen und hat diesen 1998 übernommen. Nebenbei betrieb er von 1990 bis 2015 auch eine Edelobst-Brennerei. Berüchtigt war sein „Grüner“ nach einem Rezept seines Vaters, der den Betrieb 1954 eröffnete. Neben der Gäste-Beherbergung in 13 Betten macht er auch Catering für Partys zu Hause. Wie er zurückblickend selbst sagt durchlebte er Höhen und Tiefen im harten Gastro-Geschäft. So war es auch eine weise Entscheidung, als er vor 3 Jahren einen Halbtagsjob quasi nebenan bei der heimischen Kirchengemeinde St. Nikolaus annahm: Als Kinder-Koch Kurt kümmert er sich um das leibliche Wohl unserer Kindergartenkinder, die mit seinen Mittagessen sehr zufrieden sind.

Kurt Salzig ist 54 Jahre alt, hat 2 Kinder und eine Enkelin. Seine zahlreichen Stammgäste kommen teilweise seit 50 Jahren in seine „Heck“. Und die ist weit über die Ortsgrenzen hinaus bis hoch an die See auch ein beliebter Treff für Motorradclubs. Die Biker schätzen die spontane Lagerfeuer-Romantik am Rheinufer, wo dann auch schon mal alles Treibholz, was Vater Rhein so anspült, verbrannt wird. Überhaupt ist die urige Atmosphäre mit offenem Kamin gerade in der kühleren Jahreszeit anziehend. Und: Wenn die Hütte im Winter voll ist und Kurt in der Küche wirbelt kann es schon mal sein, das der Gast dann selbst stocht! Zu seinen Spezialitäten zählen zweifelsohne das Rumpsteak und die Raubritterhaxe; aber neben deftiger Hausmannskost kann Kurt auch anders, denn seine erlesenen Buffets sind ebenfalls sehr beeindruckend.

Namens der Bürgerschaft unserer Gemeinde gratulierte der Ortsbürgermeister dem Jubilar ganz herzlich und wünschte ihm weiterhin viel Erfolg in seiner „Heck“.

Frank Kalkofen

Ortsbürgermeister

Ortsbürgermeister in Urlaub vom 20. bis 25.09.2018

In der Zeit von Donnerstag, 20.09.2018, bis einschließlich Dienstag, 25.09.2018, befinde ich mich im Urlaub. Die Vertretung übernimmt in dieser Zeit Erster Beigeordneter Mike Weiland.

Frank Kalkofen

Ortsbürgermeister

Sprechstunde des Ortsbürgermeisters

Die nächsten Sprechstunden des Ortsbürgermeisters im Rathaus, 1. Etage, finden am Freitag, 14.09.2018, 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr, und am Dienstag, 18.09.2018, 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr, statt.

Frank Kalkofen

Ortsbürgermeister

CDU will Sauerbrunnen im Schwall aufwerten

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Antrag für nächste Stadtratssitzung

Nastätten. Die CDU möchte, dass die in früherer Zeit angestoßenen und derzeit ruhenden Planungen zur Instandsetzung der Zapfstelle des Sauerbrunnens im Nastätter Schwall wieder aufgenommen werden. „Eine neue Zapfstelle würde die gesamte Brunnenanlage aufwerten und bestenfalls sogar eine Signalwirkung für spätere Weiterentwicklungen des aktuell maroden Areals rund um den Brunnenhof entfalten“, sagt Horst Fäseke, CDU-Ratsmitglied und Beigeordneter der Stadt Nastätten. Wenn die Kosten für eine neue Zapfstelle ermittelt sind, soll der Stadtrat beraten und entscheiden, ob die notwendigen Haushaltsmittel für die Erneuerung der Brunnenanlage veranschlagt werden. Durchaus denkbar seien öffentliche Fördermöglichkeiten für das Projekt, beispielsweise aus dem Leader-Programm, so die CDU in ihrem Antrag.

„Der Nastätter Gemarkungsteil Schwall ist ein wichtiger Naherholungsraum für Bürger der Stadt und auch umliegender Gemeinden. Besucher finden dort eine für die Region vergleichsweise stark ausgebildete touristische Infrastruktur mit abwechslungsreichen Freizeitmöglichkeiten“, sagt CDU-Sprecher Dr. Roland Romer. Schwimmbad, Reiterhof, Angelsee oder Sauerbrunnen liegen im idyllischen Mühlbachtal in engem räumlichen Bezug und sind das Ziel zahlreicher Familien bei Radtouren oder Spaziergängen. Entlang der alten Hessenstraße führt vom Hintertaunus der überregionale Sprudelweg ins Blaue Ländchen. Dieser Wanderweg verdankt seinen Namen der Tatsache, dass seine Route mehrere Sauerbrunnen ansteuert. Eines der Zwischenziele ist der Sauerbrunnen im Nastätter Schwall. „Leider präsentiert sich die Brunnenanlage in keinem attraktiven Zustand. Die Öffnungen der Zapfstelle sind extrem niedrig und können bei hohem Wasserpegel im Auffangbecken nicht benutzt werden. Auch verliert das Sauerwasser auf dem Weg zur Oberfläche zu viel Druck und Kohlensäure. Das ist sehr schade und das wollen wir ändern“, so Fäseke.

Weiland/Göller: 'Weiße Flecken' im Breitband im Kreis schließen

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Lewentz sagt bis zu 10 Mio. Euro Unterstützung für Gigabit-Kreis zu

Mit dem bislang erfolgreichen Breitbandausbau als Pilotprojekt hat der Rhein-Lahn-Kreis einen wichtigen Meilenstein geschafft. Etwa 97 Prozent des Kreisgebiets sind mit mindestens 30 MBit/s versorgt. "Nun gilt es in der 2. Stufe die so genannten 'Weißen Flecken' im Breitbandausbau im Rhein-Lahn-Kreis zu schließen", sind sich SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland und Kreistagsfraktionsvorsitzender Carsten Göller einig und bringen dazu einen Antrag zur nächsten Kreistagssitzung ein.

"Der Erfolg unseres Breitbandprojekts zeigt sich auch in den guten Ergebnissen des Kreises in einer Studie der Prognos AG für das ZDF", zeigt sich Landrat Frank Puchtler erfreut. Der Kreis sei dort auf einem hervorragenden Platz 95 von 401 gelandet und damit vor Koblenz (Platz 157) oder dem Rhein-Hunsrück-Kreis (Platz 99).

"Auf diesen guten Werten darf sich aber weder ein Kreis, noch eine Verbandsgemeinde ausruhen", betont SPD-Bürgermeisterkandidat für die VG Bad Ems-Nassau Uwe Bruchhäuser. Noch immer sind zahlreiche Gewerbegebiete, alle Schulen im Kreis und viele Außengebiete nach wie vor nicht ausreichend an das schnelle Netz angeschlossen. "Diese 'weißen Flecken' sind aber wichtiger Bestandteil für die wirtschaftliche Entwicklung des Kreises und die Bildung unserer Kinder", betont Bruchhäuser weiter. Gerade bei den Schulen ist nach Ansicht von Mike Weiland der bislang erfolgte Ausbau von 30 MBit/s bis zur Schultür in keiner Weise ausreichend. Die Bandbreite bis lediglich zur Schultür dürfe im Klassenraum nicht zum Engpass werden. Alle Grundschulen und alle weiterführenden Schulen sowie die beiden Berufsbildenden Schulen im Kreis müssen daher laut SPD direkt mit Glasfaser angeschlossen werden. "Ziel müssen mindestens 30 MBit/s in jedem Raum sein", formuliert Carsten Göller.

Eine ähnliche Situation herrscht oft noch in den Gewerbegebieten des Kreises. Wenn viele Nutzer gleichzeitig große Datenmengen senden und empfangen wollen, reichen die vorhandenen Kapazitäten nicht aus. In Zeiten von Industrie 4.0 und vielfältigen digitalen Entwicklungen im Handel und Dienstleistungsbereich, muss auch hier dringend Glasfaser zu jedem Unternehmen verlegt werden. Oftmals können Unternehmen nur auf schnellen digitalen Wegen Qualität, Kundenservice und Ausfallsicherheit gewährleisten.

Minister Lewentz sagt bis zu 10 Mio. Euro Unterstützung des Landes für 2. Stufe zu

Der für den Breitbandausbau zuständige Innenminister Roger Lewentz sagt dazu seine volle Unterstützung zu. Der Fokus des bislang erfolgten Ausbaus habe im Schwerpunkt auf den Städten und Gemeinden des Kreises gelegen. Dies sei aber bloß die 1. Stufe des Breitbandausbaus gewesen. Auf Grundlage der jetzt novellierten Bundesförderrichtlinie kann und muss in Verbindung mit der Förderrichtlinie des Landes auch hier ein Ausbau erfolgen.

Der Rhein-Lahn-Kreis hat unter Nutzung seines KI 3.0-Budgets in Höhe von 4.783 Mio. Euro und einer zusätzlichen Landesförderung von 4.979.351 Euro die 1. Stufe im Rahmen eines Pilotprojektes mit Zielbandbreiten von mind. 30 MBit/s realisiert. Laut Roger Lewentz verfügen nun über 40.000 Anschlüsse im Kreis über Bandbreiten von mindestens 30 MBit/s. Bei einem Ortstermin zum Breitbandausbau in Nassau hat Minister Roger Lewentz jetzt Landrat Frank Puchtler Unterstützung für die 2. Stufe angeboten. Die noch verbliebenen 'weißen Flecken' mit über 3.500 Haushalten können dann mit Zielbandbreiten von mindestens 1 GBit/s für jeden Teilnehmer ausgebaut werden.

"Das Land Rheinland-Pfalz würde ein neues Kreiscluster und eine Antragstellung im Rahmen des novellierten Bundesförderprogramms mit einer Ko-Finanzierung in Höhe von maximal 10 Mio. Euro im Rhein-Lahn-Kreis unterstützen", erklärt Roger Lewentz. Hierbei handelt es sich erneut um die Basisfördersatzbeteiligung des Landes von 40 %. Bundesmittel gibt es 50 %. Die restlichen 10 % müssen vom Kreis erbracht werden. Darüber hinaus werde das Land den Kreis auch wie bisher in allen Schritten der Antragsstellung und im Verfahren helfen. Das Verfahren wird nach derzeitiger Schätzung und Erfahrungen bis Ende 2021 dauern.

3. Stufe soll folgen und den Ausbau zum Gigabit-Kreis vollenden

Doch damit nicht genug: Perspektivisch bietet Roger Lewentz auch eine 3. Stufe des Ausbaus an. Damit sollen dann auch jene Teilnehmer im Rhein-Lahn-Kreis, die heute bereits auf Bandbreiten von mindestens 30 MBit/s zurückgreifen können, sei es aufgrund eigenwirtschaftlichem Ausbau oder aufgrund des Ausbaus in Stufe 1, Gigabit-Bandbreiten erhalten. Hierbei handelt es sich dann um den Ausbau der so genannten 'grauen Flecken'. Roger Lewentz betont: "Der Bund muss die beihilferechtliche Grundlage hierfür schaffen. Bisher ist ein geförderter Ausbau nur in jenen Gebieten möglich, in denen mindestens 95 Prozent der Haushalte über weniger als 30 MBit/s verfügen." Der Bund habe das hierfür notwendige Verfahren zur Notifizierung einer Beihilferegelung bei der EU-Kommission unter Einbindung der Länder bereits gestartet. Das Land werde sich für ein Förderregime einsetzen, das weiterhin eine Aufteilung zwischen Bund, Land und Kommunen vorsieht. Es sei davon auszugehen, dass frühestens ab dem Jahr 2020/21 ein hierauf angepasstes Bundesförderprogramm in Kraft treten könne, das die Länder mit eigenen Programmen verstärken können. Das Land werde seiner Ko-Finanzierungsverpflichtung nachkommen und habe bereits mit einen Gesamtverfügungsrahmen in Höhe von 565 Mio. Euro für den neuen Haushalt angemeldet. Der Bund beabsichtigt, bis zu 12 Mrd. Euro für ganz Deutschland in einem Fonds zur Verfügung zu stellen. Der Fonds wurde per Gesetz errichtet. Es bleibe laut Roger Lewentz derzeit abzuwarten, wie der Bund die erforderliche Mittelausstattung des Fonds realisieren wird.

"Diese Kosten lassen sich auf die Jahre gesehen, die der Ausbau in Anspruch nehmen wird, auf kommunaler Seite darstellen", zeigt sich Carsten Göller überzeugt und begrüßt wie auch Mike Weiland seitens der SPD das großzügige Unterstützungsangebot des Landes. "Der Breitbandausbau und die digitale Infrastruktur werden für die positive Entwicklung des ländlichen Raums in Zukunft überlebenswichtig sein - für Unternehmen und Private zugleich", betont Mike Weiland und Frank Puchtler ergänzt, das er dieses Vorhaben im Miteinander und engagiert mit der kommunalen Familie angehen möchte.

Die SPD-Kreistagsfraktion wird das Angebot des Landes im nächsten Kreistag mit folgenden 5 Punkten zum Thema machen:

  1. Die Kreisverwaltung wird beauftragt, die erforderlichen Schritte für ein Förderprojekt der noch verbliebenen „weißen Flecken“ beim Bund und beim Land einzuleiten.
  2. Der Kreistag beschließt, alle kreiseigenen Schulen direkt mit Glasfaser zu erschließen und in jedem Raum mindestens 30 Mbit/s zur Verfügung zu stellen. Außerdem ruft er die übrigen Schulträger im Kreis dazu auf, dies im Rahmen eines gemeinsamen Projekts ebenfalls umzusetzen.
  3. Die Kreisverwaltung wird beauftragt, alle erforderlichen und rechtlich zulässigen Maßnahmen für einen Glasfaserausbau für jedes Gebäude im Kreis weiter voranzutreiben.
  4. Die Städte, Gemeinden und Verbandsgemeinden werden aufgerufen, sich auch weiterhin in einem kreisweiten Breitbandprojekt zu engagieren.
  5. Die Kreisverwaltung wird beauftragt, für den weiteren kreisweiten Ausbau eine koordinierende Funktion einzunehmen und mit den Städten, Gemeinden und Verbandsgemeinden entsprechende Beschlüsse vorzubereiten.

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