Donnerstag, 25. April 2019

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Rund um die Kita: Veranstaltung der Rhein-Lahn-Akademie stieß auf großes Interesse

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Rhein-Lahn-Kreis. Ein großer Erfolg war die erste Veranstaltung der Rhein-Lahn-Akademie, die sich dem Thema „Rund um die KiTa“ widmete. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren gekommen und zeigten sich – so die Stimmen im Anschluss an die Veranstaltung – sehr zufrieden mit der praxisnahen Vermittlung dieses komplexen Themas durch die Fachreferenten der Kreisverwaltung.

Landrat Frank Puchtler, der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Kreishaus begrüßte, hob die Bedeutung der täglichen Arbeit in den Kindertagesstätten hervor. Er machte dabei deutlich, dass die Einbindung und Information aller Beteiligten – ob Mitarbeiter der Kindertagesstätten und der Träger oder ehrenamtlich aktive Mitglieder von Elternausschüssen, Räte und Kirchenvorständen – eine wichtige Aufgabe sei, die dabei helfe, die jungen Menschen früh auf ihren Lebensweg vorzubereiten.

Die Referenten Guido Wolf und Mathias Maus erläuterten zunächst zahlreiche grundsätzliche Fragen „rund um die KiTa“, machten aber auch die finanziellen Aspekte der Kinderbetreuung deutlich. Auch wurden die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen, die die Arbeit der Kindertagesstätten bestimmen, verdeutlicht und erklärt, welche Zuständigkeiten im Kindergartenbereich herrschen. Im Vortrag wurde ebenfalls auf die verschiedenen Fördermöglichkeiten hingewiesen. Der rege Austausch im Anschluss zeigte, dass die Veranstaltung auf eine positive Resonanz gestoßen war. Dabei nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die Möglichkeit, konkrete Fragen zu ihrer Einrichtung vorzubringen, wobei der Leiter der Rhein-Lahn-Akademie, Benjamin Braun, deutlich machte, dass das Jugendamt der Kreisverwaltung selbstverständlich allen allen Beteiligten jedoch auch über die Veranstaltung hinaus mit Rat und Tat zur Verfügung steht.

Die nächste Veranstaltung der Rhein-Lahn-Akademie findet am Donnerstag, 26. Juli 2018, um 19 Uhr ebenfalls im Kreishaus des Rhein-Lahn-Kreises, Insel Silberau 1, 56130 Bad Ems statt. Thema ist „Rund um die Sicherheit“. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Potenzialstudie soll Limeskastell Pohl für die Zukunft sichern

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Rhein-Lahn-Kreis. 24.000 Euro stellt das Land Rheinland-Pfalz für die Erstellung einer „Potenzialstudie zu den Leuchtturmprojekten des Limes in Rheinland-Pfalz“. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, so der Pohler Ortbürgermeister Prof. Thomas Steffen. Seit langem schon ist es sein Wunsch, dass die Entwicklung des Pohler Limeskastells auch für die Zukunft gesichert wird.

„Das Limeskastell in Pohl ist einer der Eckpfeiler im rheinland-pfälzischen Teil des Limes“, so Landrat Frank Puchtler. Alljährlich zieht die 2011 errichtete authentische Rekonstruktion eines römischen Kleinkastells Tausende von Besuchern in den Taunusort Pohl, ob bei Großveranstaltungen wie dem Erlebnistag „Limes-Live“ oder den vielen anderen Veranstaltungen, die das Eintauchen in die Welt der Römer, Kelten und Germanen in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung ermöglichen.

Die Potenzialstudie soll Vorschläge zur touristischen Entwicklung machen und konkrete Handlungsempfehlungen zu den Geschäftsmodellen und zu einem gemeinsamen Marketing geben. Konkret sind im Bewilligungsbescheid beispielsweise die Verknüpfung von unterschiedlichen touristischen Angebote, die Entsaisonalisierung, die Steigerung der Übernachtungszahlen,  die Entwicklung innovativer Projekte unter Nutzung moderner Medien sowie die Prüfung der Vermarktung über den Verein Deutsche Limesstraße angesprochen. Die Studie wird die gesamte rheinland-pfälzische Limesregion berücksichtigen, wobei die beiden „Leuchttürme“, das Limeskastell in Pohl und die Römerwelt in Rheinbrohl im Mittelpunkt stehen.

„Limeskastell und Römerwelt als lokale Attraktionen bieten die Möglichkeit, ein authentisches touristisches Erlebnisangebot zu entwickeln, von die ganze Region profitieren kann. Die Vernetzung der touristischen Angebote und der Touristiker über die Ortsgrenzen hinweg ist ein wichtiger Baustein, um Rheinland-Pfalz noch attraktiver für die Gäste zu machen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt.

Stein schenkt nicht nur Kindern Trost und Hoffnung

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Braubacher Kindergottesdienst-Team platzierte Symbol von EKD-Tagung im Beet neben Kirche


BRAUBACH/RHEIN-LAHN. (3. Juli 2018) Über ein ganz besonderes Mitbringsel von der Gesamttagung für Kindergottesdienst (Kigo) in der Evangelischen Kirche Deutschlands hat sich jetzt das Kigo-Team in Braubach gefreut: Stellvertretend für die gesamte Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wurde ihm ein Stein zugelost, der als Symbol für eine ermutigende Kinderkirche gedacht ist.


Das Treffen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus ganz Deutschland in Stuttgart stand unter der Überschrift „Aus gutem Grund“ und lieferte zahlreiche Impulse für die Gestaltung der Kinderkirche in den eigenen Gemeinden. Auch das evangelische Dekanat Nassauer Land war mit einem Dutzend Personen vertreten, die zwischen Diez und Lahnstein in ihren Gemeinden Kirche mit Kindern gestalten. Dem Nachwuchs im Kindergottesdienst zu vermitteln, wie sie den Dingen auf den Grund gehen können, war einer der Leitgedanken. Dazu zählt auch die Beschäftigung mit der Natur und Handwerken im Freien. Dabei wurden unter anderem die tröstlichen Gedanken aufgegriffen, wie sie im Bibelvers „Ich will deinen Grund mit Saphiren legen“ zum Ausdruck kommen. Vielen Kindern blieben Situationen nicht erspart, die ihnen Angst machen wie Krankheiten, die Trennung der Eltern, Unfrieden in der Familie oder Ausgrenzung unter Gleichaltrigen.

Einen solchen wie mit Saphiren gestalteten Stein hatte Denise Lutz bei der Verlosung überreicht bekommen. Der blaue Stein bekam mit dem Braubacher Team genau die richtigen Besitzer. Denn zum Einen steht schon seit einiger Zeit ein kleines Beet direkt neben der Kirche in der Verantwortung des Kindergottesdienstes. „Das ist der ideale Ort für den Stein“, sagte Jutta Metz, als sie mit den Kindern das natürliche Symbol platzierte. „Hier ist er öffentlich sichtbar.“ Das sei für einen Stein, der als Symbol des Trostes und der Hoffnung gedacht ist, genau richtig. Zum Anderen könne die Gemeinde und das Kindergottesdienst-Team den Blick auf die Hoffnung gerade gut gebrauchen, wenn sie sich auf die Suche nach einem neuen Gemeindepfarrer machen müsse, weil Pfarrer Markus Bomhard in diesem Sommer in den Schuldienst wechselt.

 

Verbandsgemeinde Nastätten

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Rede und den Programmablauf der gestrigen Feier zur Verabschiedung und Einführung der Wehrleitung der Verbandsgemeinde Nastätten

Eröffnung Kapelle

Bürgermeisterchor, 1 Lied

Begrüßung

Guten Abend verehrte Gäste,

nach einem sehr gelungenen musikalischen Auftakt, begrüße ich Sie alle heute Abend ganz herzlich im Bürgerhaus einer der 32 Perlen im Blauen Ländchen.

Herzlich Willkommen im Bürgerhaus der Gemeinde Miehlen.

Erlauben Sie mir ganz zu Beginn den Hinweis, dass es am heutigen Abend durchaus dazu kommen kann, dass Fotos gemacht werden. Sollten Sie nicht damit einverstanden sein, dass diese in Print- oder Online-Medien veröffentlicht werden, achten Sie bitte selbst darauf, sich rechtzeitig vor der Fotoaufnahme neben oder hinter ihrem Sitznachbarn zu verstecken. Der Datenschutz lässt grüßen.

Ebenfalls darf ich Sie bereits jetzt höflich daran erinnern, dass Sie nach Beendigung der Veranstaltung daran denken, ihre Handys wieder ein-, bzw. den Flugmodus wieder auszuschalten.

(Soweit die zwei formellen Hinweise zu Beginn)

Meine Damen und Herren,

ich freue mich, Sie alle hier am heutigen Abend willkommen zu heißen. Schön, dass Sie meiner Einladung zur Verabschiedung der bisherigen Wehrleitung und Einführung der neuen Wehrleitung der Verbandsgemeinde Nastätten so zahlreich gefolgt sind.

Ganz besonders und ausdrücklich an erster Stelle begrüße ich heute Abend alle Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden sowie die Funktionsträger der Feuerwehr im Blauen Ländchen.

Ebenfalls heiße ich sehr herzlich den Staatssekretär im Ministerium des Innern und für Sport Herrn Günter Kern willkommen.

Begrüßen darf ich auch den Landrat des Rhein-Lahn-Kreises Herrn Frank Puchtler,

meinen Vorgänger als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nastätten und Ehrenbürger unserer Verbandsgemeinde Raimund Friesenhahn,

die Mitglieder des Verbandsgemeinderates und die Beigeordneten der Verbandsgemeinde,

den Stadtbürgermeister und die Ortsbürgermeister,

sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung.

Mein Gruß gilt ebenfalls dem stellvertretenden Kreisfeuerwehrinspekteur Markus Grün, der heute in Vertretung des KFI anwesend ist. In diesem Zusammenhang begrüße ich auch die ehemaligen Funktionsträger der Feuerwehr auf Kreisebene, stellvertretend nenne ich Herrn Gerd Holzhäuser und darf ausdrücklich den ehemaligen Wehrleiter und ehemaligen KFI Gerd Grabitzke entschuldigen, der in einer Email herzliche Worte zur Verabschiedung gefunden hat, heute jedoch auf Grund einer sehr lange geplanten Veranstaltung leider nicht teilnehmen kann.

Ebenso begrüße ich die Wehrleiter und stellvertretenden Wehrleiter der Nachbar-Verbandsgemeinden, der Stadt Lahnstein und der Stadt Lorch. Herzlich Willkommen.

Ein besonderer Willkommensgruß auch an die ehemaligen Wehrleiter der Verbandsgemeinde Nastätten Hubert Schmidt und Ewald Groß.

Ich freue mich über die Anwesenheit der Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes, der Jugendfeuerwehr und der Vertreter verschiedener Behörden sowie befreundeter Hilfsorganisationen wie zum Beispiel der Polizei und des THWs.

Damit die heutige Veranstaltung auch im Nachgang ins rechte Licht gerückt wird und noch lange in Erinnerung bleibt, haben wir die Presse eingeladen, herzlich Willkommen und schon heute vielen Dank für die gewohnt gute Berichterstattung.

Quasi selbst vorgestellt haben sich zu Beginn der Feier die Feuerwehrkapelle Dahlheim unter der musikalischen Leitung von Andreas Göttert sowie der Bürgermeisterchor der Verbandsgemeinde Nastätten, heute unter der Leitung von Dieter Breiden. Auch euch ein herzliches Willkommen und vielen Dank für die musikalische Umrahmung.

Begrüßen darf ich auch ganz viele fleißige Feuerwehrkameradinnen und –kameraden, die sich bei der Vorbereitung, bei der Durchführung und beim Abbau des heutigen Festabends beteiligen. Schön, dass ihr da seid, schön, dass wir uns auch hier wieder so toll auf euch verlassen können und vielen Dank für eure Mitwirkung. Dieser Dank gilt ebenso Frau Beeres, die eigentlich Sachbearbeiterin in der Verbandsgemeindeverwaltung ist, in diesen Tagen aber eher das Aufgabenspektrum einer Eventmanagerin abgedeckt hat. Herzlichen Dank für die tolle Vorbereitung.

Viele Gäste erfordern eine lange Begrüßung, seien Sie alle Willkommen, auch wenn ich Sie nicht alle persönlich erwähnt habe.

Ganz bewusst nicht erwähnt habe ich bisher die Hauptdarsteller des heutigen Abends.

Meine Damen und Herren, begrüßen wir alle gemeinsam ganz herzlich die amtierende Wehrleitung der Verbandsgemeinde Nastätten Stefan Wöll und Michael Schmidt sowie das Team der künftigen Wehrleitung Stephan Allmeroth, Alexander Schäfer sowie Dominik Ried, alle mit Familien, Freunden und Weggefährten.

Liebe Männer der Wehrleitung: Heute ist euer Abend. Herzlich Willkommen.

 

Verehrte Gäste.

Wir hören nun erneut den Bürgermeisterchor der Verbandsgemeinde Nastätten. Viel Vergnügen.

Bürgermeisterchor, 2 Lieder

 

Entpflichtung – Verabschiedung - Ernennung

Nochmal einen ganz herzlichen Dank dem Bürgermeisterchor, der – wenn ich da richtig informiert bin – der einzige Bürgermeisterchor in ganz Rheinland-Pfalz ist.

Verehrte Gäste.

Kurz, nachdem ich im September 2014 zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nastätten ernannt wurde, teilte mir Stefan Wöll und Michael Schmidt mit, dass sie zwar für eine erneute Wahl, die unmittelbar bevorstand, zur Verfügung stehen, jedoch das Amt spätestens zur Hälfte der Amtszeit abgeben werden. Das war für mich schon etwas ernüchternd. Noch neu als Bürgermeister hatte ich bisher nur Gutes über die beiden gehört. Ich wusste aus unzähligen Gesprächen und Schilderungen, dass die beiden für das Feuerwehrwesen im Blauen Ländchen bis dato Großes geleistet hatten. Und dann der Hinweis, spätestens in fünf Jahren ist Schluss.

Aber meiner Verwunderung folgte schnell die Erkenntnis, dass die vielen Schilderungen über die Arbeitsweise von Stefan und Michael zutreffend sind. Denn unter anderem hatte ich davon gehört, dass beide nichts dem Zufall überlassen. Alles wird sorgfältig vorbereitet und bis zu Ende gedacht. Und so war es dann auch mit dem Wechsel der Wehrleitung. Ganz schnell überzeugten mich beide, dass es vor dem Hintergrund ihrer Absicht das Amt aufzugeben notwendig sei, ganz bald einen zweiten Stellvertreter zu wählen und dann etwas später sogar einen dritten. Dies aber nicht, weil beide sich in den letzten Jahren ihrer Amtszeit die Aufgabe erleichtern und die Arbeit verteilen wollten. Nein, der Wunsch auf Erweiterung der Wehrleitung lag in der klaren Absicht, frühzeitig mögliche Nachfolger an die Aufgabe heranzuführen, den Wechsel von langer Hand vorzubereiten und – auch hierbei – nichts dem Zufall zu überlassen.

Gesagt getan. Ich war schnell überzeugt und habe dem Haupt- und Finanzausschuss und dem Verbandsgemeinderat eine Änderung der Hauptsatzung vorgeschlagen, um auch die formellen Voraussetzungen für die geschilderten Schritte zu schaffen.

Und auch hier – und später noch öfter - merkte ich schnell, wie besonders das Verhältnis zwischen Politik und Feuerwehr im Blauen Ländchen ist und ganz besonders welches Vertrauen die Wehrleitung bei den Mitgliedern der Gremien genießt. Ohne Probleme nahm der Rat den Vorschlag zur Erweiterung der Wehrleitung an und die Wahl und Ernennung eines weiteren Stellvertreters konnte zeitnah erfolgen. Und hierbei handelt es sich um Stephan Allmeroth, der seit dem 1. Januar 2015 das Team der Wehrleitung als Stellvertreter ergänzt.

Die drei haben sich ungewöhnlich schnell aneinander gewöhnt und sich in hervorragender Weise bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ergänzt. Stefan Wöll und Michael Schmidt mit einer gehörigen Portion Erfahrung und Stephan Allmeroth mit neuen Ideen.  Auch aus den Einheiten gab es kaum und wenn nur positive Rückmeldungen über das neue Führungs-Trio. Eine Situation, die sich wohl jeder Bürgermeister wünscht und die so noch hätte lange bestehen bleiben können.

Doch natürlich war mir klar, dass Stefan und Michael ihren Plan genau so umsetzen, wie angekündigt.  Sicher habe ich es anders erhofft, aber andererseits hätte mich ein Kurswechsel bei der Gradlinigkeit beider erstaunt.

Und so kam irgendwann der Tag, ich glaube es war im Herbst 2016, als Stefan Wöll mir mitteilte, dass er und Michael das Amt der Wehrleitung zum 30.6.2018 beenden wollen und zu diesem Tag um Entpflichtung bitten. Auch deshalb sind wir heute hier. Bei einer solchen Ankündigung im Herbst 2016 ist natürlich der Juni 2018 gedanklich noch weit weg. Aber auch hier waren es Stefan Wöll und Michael Schmidt, die mit Akribie und Konsequenz den Wechsel weiter vorangetrieben haben. Immer wieder haben beide betont, dass sie sich nicht in die Personalauswahl für die neue Wehrleitung einmischen werden. Ein Wesenszug, der nicht nur nachvollziehbar sondern den Nachfolgern gegenüber mehr als loyal ist und genau so auch von beiden umgesetzt wurde.

Aber dennoch haben beide mit den eben von mir beschriebenen Schritten alles dafür getan, dass die besten Voraussetzungen für eine gute Nachfolge vorlagen.

Für mich war zunächst die Frage wichtig, wer wird denn der neue Stefan? Zwar hatten wir mit Stephan Allmeroth einen weiteren Stellvertreter gewählt, ein Automatismus zur Nachfolge war damit jedoch nicht gegeben. Denn schließlich hätte ja auch die Zeit in der Wehrleitung mit der extrem hohen Taktung, den hohen Ansprüchen und der Aufgabenfülle auch abschreckend wirken können.  Aber zum Glück erklärte mir Stephan recht bald, dass aus dem langjährigen Stefan mit F künftig einfach nur ein Stephan mit PH wird.

Und dieser Stephan mit PH hatte dann natürlich die Aufgabe, sein Team zusammenzustellen. Da die Voraussetzungen vorlagen, konnten die wahlberechtigten Wehrführer vor ziemlich genau einem Jahr einen weiteren Stellvertreter wählen, der zum 1. Juni 2017 sein Amt angetreten hat. Alexander Schäfer.

Im April dieses Jahres trafen sich dann die Wehrführer zur Wahl des neuen Wehrleiters. Und gleichzeitig wurde mit Dominik Ried ein neuer stellvertretender Wehrleiter gewählt, der heute ernannt wird. Und auch diese beiden Wahlen wie auch die von Alexander Schäfer zeigten eindrucksvoll, dass die gute Vorbereitung, die erfolgte Kommunikation der einzelnen Schritte und auch die permanente Präsenz der genannten Personen in den Einheiten zu einem enorm großen Rückhalt und zu fast immer einstimmigen Wahlergebnissen führten.

Meine Damen und Herren,

ich habe bewusst diesen Weg des Wechsels etwas ausführlicher geschildert. Nicht, weil es nichts anderes zu berichten gäbe. Das Gegenteil ist der Fall. Ich das deshalb so gemacht, weil allein an diesem Beispiel deutlich wird, wie Stefan Wöll in seinen 19 Jahren als Wehrleiter und Michael Schmidt in den 15 Jahren als Stellvertretender Wehrleiter gearbeitet haben.

Immer an der Sache orientiert, immer das Ganze im Blick, immer mit hoher Leidenschaft und vollem Einsatz und immer mit der notwendigen Portion Menschlichkeit.

Liebe Gäste,

ich glaube es ist alles andere als übertrieben wenn ich sage, dass dieser Einsatz einzigartig war und seines Gleichen sucht.

19 Jahre Wehrleiter, das sind gerundet über 6.900 Tage bzw. 15 Jahre Stellvertreter und damit 5.400 Tage, von denen gewiss kaum einer oder sogar kein einziger ohne einen Termin, ein Telefonat oder zumindest ein Gedanke an die Feuerwehr im Blauen Ländchen zu Ende gegangen ist.

Eine Zeit, in der viele persönliche Ansprüche und Aktivitäten im Hintergrund standen. Nicht nur wenn der Pipers ging, sondern auch wenn der Bürgermeister anrief, ein Wehrführer oder Funktionsträger eine Frage hatte, ein Konzept fortzuschreiben war, eine Wehrführerdienstversammlung vorbereitet wurde, ein Werkstatttermin zu vereinbaren war, oder oder oder.

Vieles wurde in all den Jahren umgesetzt. Zur Vorbereitung hatte ich mit dem ein oder anderen gesprochen um noch mehr Hintergründe zu erfahren. Unzählige Stichworte wurden mir genannt. Und gleichzeitig hat jeder gesagt, dass all das Geleistete gar nicht aufzählbar sei.

Deshalb will ich nur einige wenige Stichworte der Amtszeit nennen.

Wie zum Beispiel die Einführung eines Wandertages der Führungskräfte und das Treffen der Alterskameraden. Beides Punkte, bei denen die Gemeinschaft, die Geselligkeit und das Miteinander im Vordergrund stehen. Eigenschaften, die für eine funktionierende Feuerwehr von großer Bedeutung sind. Nicht allein durch die genannten Aktivitäten sondern auch durch viele andere Schritte ist es den beiden Wehrleitern hervorragend gelungen, aus 32 Einheiten und in Verbindung mit den beiden Säulen Jugendfeuerwehr und Alterskameraden eine Feuerwehr zu machen. „Mach dich stark“ – so lautet das Motto für unsere Feuerwehr im Blauen Ländchen. Und dieses Starkmachen, das haben Stefan und Michael nicht nur immer gesagt, sondern sie haben es vorgelebt und mit tollen Ideen gefördert.

Ebenso war ihnen die Sicherheit unserer Einsatzkräfte ein ganz großes Bedürfnis. Mit unglaublicher Kleinarbeit, immer wieder neuen Abstimmungen mit Verwaltung und Arbeitskreis und mit einem hohen Fachwissen wurde ein Konzept für die PSA unserer Feuerwehrleute erarbeitet, eingeführt und umgesetzt. Nicht, damit jeder eine neue schöne Jacke bekommt. Nein, damit unsere Feuerwehrfrauen und –männer im Einsatz den bestmöglichen Schutz haben. Das gilt auch für das System des Atemschutznotfalltrupps, welches wir seit nicht ganz zwei Jahren in der Umsetzung haben. Erst im April dieses Jahres konnten wir uns gemeinsam in Berlin deren Atemschutznotfallkonzept ansehen. Eine riesige Berufsfeuerwehrwehr, die dieses Konzept sozusagen entwickelt hat. Ganz ehrlich: In der praktischen Umsetzung gibt es kaum Unterschiede zur Umsetzung des Konzeptes im Blauen Ländchen. Auch das ein Beispiel für die Art und Weise, wie ihr beide eure Aufgabe verstanden und wahrgenommen habt.

Einen weiteren Schwerpunkt haben beide immer wieder in der Ausbildung gesehen. Nicht nur die Tatsache, dass ihr beide bis heute selbst als Ausbilder tätig seid zeigt, dass ihr den direkten Kontakt zur Mannschaft pflegt. Auch die Möglichkeiten, die eine Ausbildung bieten kann, habt ihr immer wieder neu aufgezeigt und mit Leben gefüllt. Sei es die TKZ-Heißausbildung für alle unsere Atemschutzgeräteträger, die Ausbildung mit dem Feuerwehrführerschein bis 7,5 Tonnen oder die TH-Ausbildung an PKW bei Opel oder LKW bei Daimler. Auch in diese Facette des Feuerwehrwesens habt ihr viel Gedankenarbeit und viel Zeit eingesetzt, um unseren Einsatzkräften eine sehr gute Grundlage für die Arbeit in der Feuerwehr zu geben.

Abschließend will ich nicht unerwähnt lassen, dass ihr beide euch sehr intensiv in die Erarbeitung unseres Konzeptes zur Steigerung der Attraktivität in der Feuerwehr eingebracht habt. Immer wieder habt ihr mir in unseren Gesprächen deutlich gemacht, dass wir nicht nur Material, sondern in erster Linie auch Personal für unsere Feuerwehr brauchen. Und das nicht nur heute, sondern auch in Zukunft. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund haben wir uns auf den Weg gemacht und das Konzept zur Steigerung der Attraktivität erarbeitet. Wir haben damit definitiv Neuland betreten und auch hier etwas eingeführt, was – zumindest bisher - selten bis gar nicht in dieser Ausprägung im Land Rheinland-Pfalz vorhanden ist.

Und ebenfalls will ich in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt lassen, dass euch die Verbindung zur Jugendfeuerwehr und damit zur Nachwuchsarbeit ein besonderes Anliegen war und ist. Zuletzt beim Verbandsgemeindejugendfeuerwehrtag vor drei Wochen in Holzhausen und zwei Wochen zuvor beim Zeltlager in Nastätten wurde deutlich, wie sehr ihr euch für unseren Nachwuchs mit höchstem persönlichen Einsatz eingebracht habt. Aus diesem Grund habt ihr mehr als berechtigt seitens der Jugendfeuerwehr eine tolle Auszeichnung erhalten.

Ich könnte jetzt noch viele Beispiele nennen oder Stationen der Amtszeit von beiden Aufzählen. Aber es gibt heute Abend ja noch mehr Redner.

Lieber Stefan Wöll, lieber Michael Schmidt

„Wenn die Passion fehlt, fehlt alles. Ohne Leidenschaft ist nichts zu erreichen“, so sagte es der italienische Schriftsteller Alberto Moravia.

An Passion fehlt es euch bestimmt nicht. Eure Passion und Leidenschaft ist ohne Zweifel die Feuerwehr. Ihr seid im wahrsten Sinne des Wortes mit der Feuerwehr gewachsen und zusammengewachsen.

„Ohne Leidenschaft ist nichts zu erreichen“, waren die Worte von Moravia.

Ihr beide habt mit großer Leidenschaft viel erreicht.

Die gut funktionierende Zusammenarbeit der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde, die qualitativ hochwertige Ausbildung und gute technische Ausrüstung sind fundamentale Voraussetzungen für ein funktionierendes Feuerwehrwesen, die die Feuerwehrkameradinnen und –kameraden und damit auch wir, insbesondere euch zu verdanken haben.

Ihr wusstet immer was die Feuerwehren brauchen. Ihr habt euch stets dafür eingesetzt, den Standard der Feuerwehr so hoch wie möglich zu halten. Dabei habt ihr aber auch immer den Blick auf das Mögliche gelegt. Es gab nie überzogene Forderungen. Ihr habt es hervorragend verstanden, Mittler zwischen Verwaltung, Politik und Feuerwehr zu sein und auf allen Seiten immer für Verständnis des jeweiligen Partners geworben.

Um es mit einfachen aber deutlichen Worten zu sagen:  Ihr wart ein Glücksfall für die Verbandsgemeinde Nastätten. PAUSE

Im Namen der Verbandsgemeinde danke ich euch für die langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit und euer außergewöhnliches Engagement. Diesen dank will ich auch ganz persönlich von mir aussprechen. Ich konnte mich immer auf euch verlassen. In den letzten vier Jahren haben wir in einem wie ich finde freundschaftlichen Verhältniss zusammengearbeitet. Ich fand diese Zusammenarbeit immer sehr angenehm und bedanke mich für eure Loyalität und eure Unterstützung, mir gegenüber und gegenüber der gesamten Verwaltung der Verbandsgemeinde Nastätten. Auch meine Mitarbeiter hatten immer gerne mit euch zu tun.

Ich danke aber nicht nur euch beiden. Ich danke auch euren Familien. Ich weiß, dass gerade eure Eltern euch immer den Rücken frei gehalten haben. Egal was zu Hause anstand, wenn die Feuerwehr gerufen hat, konntet ihr gehen. Auch dafür an dieser Stelle liebe Frau Wöll, lieber Herr Wöll und lieber Hubert Schmidt, herzlichen Dank.

Euch beiden wünsche ich für die Zukunft alles Gute. Es ist heute ein Abschied aus einer Funktion. Ihr werdet beide aber auch weiterhin der Feuerwehr im Blauen Ländchen zur Verfügung stehen.

Als Wehrleiter und Stellvertreter habt ihr der Feuerwehr und der Verbandsgemeinde  viel gegeben. Gerne würde ich wenigstens ein wenig davon zurück geben. Doch dazu kommen wir später.

Entpflichtung Wehrleitung

Ich darf euch beide nun zu mir bitten, damit ich euch die Entlassungsurkunden aushändigen kann.

Aushändigung Urkunde

Frau Beeres reicht Urkunden an.

Text vorlesen

  1. Stefan Wöll
  2. Michael Schmidt

Übergabe Geschenk

Wir standen vor der Herausforderung, ein passendes Geschenk für euch zu finden. Zum Andenken an 19 Jahre Wehrleiter und 15 Stellvertreter haben wir eine Feuerwehr-Figur mit entsprechender Gravur anfertigen lassen. Wir hoffen, diese findet einen schönen Platz bei euch. Doch damit nicht genug. Da ihr ja künftig sicher etwas mehr Zeit haben werdet, das Feuer aber auch weiterhin eine Rolle in eurem Leben spielen soll, haben wir uns für eine Grillausrüstung für euch beide entschieden. Bestehend aus einer beschrifteten Grillschürze und einer mit Namen versehenen Grillzange. Damit wünschen wir euch viele gesellige Stunden im Kreise von Freunden, Verwandten und Bekannten.

Zusätzlich lade ich euch alle, also Wehrleitung alt und Wehrleitung neu zum Grillen bei mir zu Hause ein. Die Grillausrüstung braucht ihr dafür nicht mitzubringen. Das übernehme ich an diesem Abend. Den Termin sprechen wir später ab.

Verpflichtung Wehrleitung

„Schließt sich eine Tür, öffnet sich eine andere“. Abschied und Neuanfang liegen oft eng beieinander. So auch heute.

Durch die Verabschiedung von Stefan Wöll und Michael Schmidt öffnet sich die Tür für Stefan Allmeroth und Dominik Ried, sowie Alexander Schäfer. Es gilt eine große Lücke zu füllen, die Stefan und Michael hinterlassen. Aber ich bin absolut davon überzeugt, dass ihr geeignete Nachfolger sein werdet und ein tolles Wehrleitungsteam für die Feuerwehr im Blauen Ländchen bildet.

Mit dieser Meinung bin ich nicht alleine, denn ihr seid nicht ohne Grund von den Wehrführern gewählt worden. Ihr genießt das Vertrauen der Feuerwehreinheiten in der Verbandsgemeinde und ihr genießt mein Vertrauen, weshalb ich euch jetzt gerne ernennen werde. Bitte kommt zu mir.

Lieber Alexander. Da du bereits im vergangenen Jahr zum Stellvertretenden Wehrleiter ernannt wurdest und diese Funktion behältst, bekommst du heute keine neue Urkunde. Dennoch oder gerade deshalb gehörst du zum Team der neuen Wehrleitung und deshalb darf ich auch dich mit auf die Bühne bitten.

Lieber Stephan, lieber Dominik, lieber Alexander.

Ihr seid Männer die das Ehrenamt leben.  Alle drei ward ihr Wehrführer bzw. Stellvertretende Wehrführer. Ihr habt in der Feuerwehr vor der heutigen Ernennung verschiedene Funktionen übernommen. Und neben eurer Tätigkeit in der Feuerwehr seid ihr alle drei im Ortsgemeinderat eurer Heimatgemeinde tätig. Menschen wie ihr braucht die Gesellschaft. Dafür schon mal meinen herzlichen Dank.

Wir kommen nun zur Ernennung und beginnen mit dem neuen Wehrleiter der Verbandsgemeinde Nastätten. Die Ernennung erfolgt durch Urkunde, deren Inhalt ich verlese.

Frau Beeres reicht Urkunden an.

Text vorlesen

Nun erfolgt die Ernennung des neuen Stellvertretenden Wehrleiters, Herrn Dominik Ried

Frau Beeres reicht Urkunden an.

Text vorlesen

Da es sich bei den Ämtern um ein Ehrenbeamtenverhältnis handelt, erfolgt nun die Vereidigung. Dazu sprechen mir beide die Eidesform unter Erhebung der rechten Hand nach.

Sie, meine Damen und Herrn bitte ich, sich von ihren Plätzen zu erheben.

Eidesformel

Meine Damen und Herren, vor Ihnen steht die neue Wehrleitung der Verbandsgemeinde Nastätten. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit und wünsche euch stets gute Entscheidungen. Bitte geht mit eurem neuen Amt verantwortungsvoll um und bringt unsere Einsatzkräfte von Übungen und Einsätzen stets Gesund zurück. Meinen herzlichen Glückwunsch zum neuen Amt.

Neben den Urkunden übergebe ich euch gleichzeitig die formelle Übertragung der Einsatzleitung und die Beauftragung zur Durchführung von Wahlen der Führungskräfte.

Briefe übergeben

Da ihr in Zukunft öfter mal bei mir und noch öfter bei euren 699 Feuerwehrfrauen und –männern sein werdet, darf ich als kleines Trostpflaster noch ein paar Blumen an eure Frauen überreichen.

Übergabe Blumen

Wir hören nun ein Musikstück der Feuerwehrkapelle Dahlheim.

Intermezzo Kapelle

Ansage Ehrungen

Ich hatte vorhin gesagt, dass ich gerne ein Stück von dem Zurückgeben möchte, was ihr der Verbandsgemeinde gegeben habt. Die materiellen Geschenke habe ich euch eben überreicht. Aber damit soll es nicht genug sein.

Wir haben uns erlaubt, sowohl für dich lieber Stefan als auch für dich, Michael Ehrungen beim Land zu beantragen.

Das war nicht so ganz einfach. Denn schließlich habt ihr beide bereits einige Ehrungen in der Vergangenheit erhalten. Aber dennoch ist es uns dank der Unterstützung auch von Herrn Innenminister Lewentz gelungen, für euch beide ganz besondere Auszeichnungen zu beantragen.

Zunächst darf ich Herrn Staatssekretär Kern bitten, die Auszeichnung von Stefan Wöll vorzunehmen.

Staatssekretär Kern

Nun bitte ich Herrn Landrat Puchter, die Auszeichnung von Herrn Michael Schmidt vorzunehmen.

Landrat Puchtler

Lieber Staatssekretär Kern, lieber Landrat Puchlter, vielen Dank für die Redebeiträge und die Übergabe der von uns beantragten Ehrungen.

Meine Damen und Herren,

jetzt könnte man ja meinen, damit ist alles erledigt. Nicht ganz.

Ich komme nochmal auf die bisherige Wehrleitung Michael Schmidt und Stefan Wöll zurück. Beide haben ihre Aufgabe nie als Einzelleistung gesehen. Für beide war immer die Teamarbeit wichtig. Für Stefan Wöll war Michael Schmidt bis heute engster Vertrauter und Mitspieler. Beide haben sich hervorragend ergänzt und menschlich toll harmoniert.

Auch wenn Teamarbeit auf einer Ebene abläuft, musste einer den Kopf des Ganzen bilden. Das war bis heute über 19 Jahre Stefan Wöll. Eine Amtsdauer, die bisher noch kein Wehrleiter in unserer Verbandsgemeinde absolviert hat.

Am 8.3.1982, also genau an seinem 16. Geburtstag, ist Stefan Wöll in die Feuerwehr eingetreten. Ich habe keine Ahnung, ob er damals schon den Plan hatte, Wehrleiter zu werden. Als Feuerwehrmann einer kleinen Einheit hat sich Stefan im Laufe der Jahre fortgebildet. Seine Lehrgangsliste umfasst 4 Seiten. Am 25.2.1996 wurde er zum stellvertretenden Wehrleiter ernannt und am 24.06.1999 zum Wehrleiter. Stefan Wöll hat in seiner Führungslaufbahn mit allen bisherigen Bürgermeistern der Verbandsgemeinde, mit Erwin Damrau, mit Raimund Friesenhahn und bis heute mit mir zusammengearbeitet.

Nicht selten kam es vor, dass, wenn ich irgendwo außerhalb der Verbandsgemeinde und sogar außerhalb des Kreises unterwegs war und sagte ich komme aus Nastätten, die Leute entgegneten, das ist doch da, wo der Stefan Wöll Wehrleiter ist.

Stefan hat die Feuerwehr der Verbandsgemeinde würdig vertreten und ihr weit über das Blaue Ländchen nicht nur ein Gesicht verliehen, sondern auch zu einem hervorragenden Ruf verholfen.

Vor dem Hintergrund all dieser Verdienste und der bisher einzigartig langen Amtszeit von Stefan Wöll darf ich ihm heute noch eine ganz besondere Auszeichnung zu Teil werden lassen.

Lieber Stefan, bitte komm nochmal zu mir auf die Bühne.

In Absprache mit den Vertretern der Politik und der neuen Wehrleitung darf ich dich mit Wirkung zum 1.7.2018 zum ersten Ehrenwehrleiter der Verbandsgemeinde Nastätten ernennen. PAUSE

Es ist mir eine besondere Ehre, dir heute diesen Ehrentitel verleihen zu dürfen. Ich mache das sehr gerne, weil ich zu 100 Prozent davon überzeugt bin, dass diese Würdigung deiner Verdienste mehr als berechtigt ist.

Ich darf die Urkunde verlesen.

Urkunde gibt Frau Beeres

Verlesen.

 

Ansage Gratulanten

Wir kommen nun zu den Gratulanten. Zunächst bitte ich den Stellvertretenden KFI Markus Grün ans Mikrofon.

Kreisfeuerwehrverband Ralf Elenz in Vertretung für den Vorsitzenden Michael Dexheimer

Jugendfeuerwehr Jörg von der Heydt

Vertreter der Stadt- und Ortsbürgermeister Norbert Hißnauer

Vertreter der im VG-Rat vertretenen Fraktionen Axel Harlos

Sofern weitere Gäste das Wort für Glückwünsche wünschen, besteht jetzt die Gelegenheit.

Ansage bisheriger Wehrleiter und Stellvertretender Wehrleiter

Ansage neue Wehrleitung

Ansage Zapfenstreich

Meine Damen und Herren,

wir kommen nun zum letzten Programmpunkt des heutigen Abends, bevor es natürlich trotz vorgerückter Stunde, noch einen Imbiss gibt.

Auch wenn es der letzte Programmpunkt ist, so denke ich, dass es der festliche Höhepunkt des heutigen Abends sein wird.

Meine Damen und Herren, freuen Sie sich mit mir nun auf die Aufführung des großen Zapfenstreiches, der zu Ehren unserer bisherigen langjährigen Wehrleitung von der Feuerwehrkapelle Dahlheim und Fackelträgern unserer Feuerwehreinheiten dargeboten wird.

Zuvor einige Erläuterungen.

Der Große Zapfenstreich ist ursprünglich eine feierliche, abendliche Militärzeremonie der Bundeswehr. Daneben wird er aber auch im zivilen Bereich gelegentlich aufgeführt zur Ehrung verdienter Persönlichkeiten bei ihrem Ausscheiden aus dem Amt.

Das militärische Zeremoniell des Großen Zapfenstreiches hat seinen Ursprung darin, dass in Soldatenlagern auf ein bestimmtes Signal hin die Schankfässer geschlossen wurden. Dies war in der Tat wirklich ein Schlagen auf den Zapfen des Fasses durch die Wachsoldaten, was zur Folge hatte, dass es ab diesem Zeitpunkt nichts mehr zu trinken gab.

Im 17. Jahrhundert wurde dieser Zeitpunkt durch ein Trompeten bzw. Fanfarensignal befohlen. Ebenfalls im 17. Jahrhundert fügte sich zu diesem Signal noch ein kleiner Marsch, mit dem die Spielleute durch das Lager zogen.

Im Jahr 1813 ordnete Friedrich Wilhelm III. an, dem Signal und dem Marsch ein geistliches Lied, ein Gebet in Choralform, anzufügen. Damit war die Grundform des Zapfenstreiches geschaffen.

Heute ist der „Große Zapfenstreich“ eine Zusammenstellung der Zapfenstreiche mehrerer Heeresgattungen. Das erklärt auch die Kombination eines Musikkorps mit Spielleuten, also Trommlern und Pfeifer.

Er umfasst heute

  • das Locken zum Zapfenstreich durch den Spielmannszug
  • den Zapfenstreichmarsch
  • 3 Trompetensignale
  • das Zeichen zum Gebet
  • das Gebet („Ich bete an die Macht der Liebe“)
  • das Abschlagen nach dem Gebet
  • und schließlich die Nationalhymne

Die ganze Zeremonie ist eingebettet in eine kleine Serenade zu Beginn. Das Blasorchester spielt heute die „Festmusik“ von Richard Wagner und den „Petersburger-Marsch“, der seit den 1830er Jahren bei der Militärmusik zu den häufig gespielten Präsentiermärschen gehört. Die Ehrenformation wird ein- und ausmarschieren unter den Klängen des „Yorkscher Marsches“ von Ludwig van Beethoven.

Licht im Saal löschen

Verehrte Gäste,

bitte bewahren Sie während der gesamten Zeremonie Ruhe. Gespräche würden den festlichen Charakter unangenehm stören. Heben Sie sich auch Ihren Applaus für die Darbietungen bis ganz am Ende auf. Es würde uns sehr freuen, wenn Sie sich alle bei der abschließenden Nationalhymne von den Plätzen erheben und kräftig mitsingen. Vielen Dank.

Im Anschluss beginnt der gesellige Teil des Abends mit Umtrunk und Imbiss.

Ich danke Ihnen für Ihre Teilnahme und Ihre Aufmerksamkeit bei den Reden und der Moderation.

Nun viel Vergnügen beim Großen Zapfenstreich.

 

Amtliche Bekanntmachungen der Ortsgemeinde Kamp-Bornhofen

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Obere Bornstraße vom 9.-14. Juli gesperrt

Telekom verlegt Leitungen für schnelles Internet

Bereits für November letzten Jahres angekündigt aber damals verschoben hat die Telekom nun Anfang dieser Woche begonnen, die Leitungen für schnelles Internet von der Rheinuferstraße über die komplette Bornstraße bis zum Verteilerkasten rechts neben dem Börnchen zu verlegen. Während bei den Tiefbauarbeiten im Bürgersteig im unteren Bereich bis zur Kreuzung Marienstraße eine halbseitige Straßensperrung ausreicht muss der obere Bereich der Bornstraße von der Kreuzung Marienstraße bis zur Einmündung in die Forststraße wegen der unübersichtlichen Kurvenverhältnisse komplett gesperrt werden. Die im Auftrag der Telekom bauausführende Firma wird diesen Bereich in der nächsten Woche vom 09.-14.07.2018 bearbeiten.

Frank Kalkofen

Ortsbürgermeister

Führungen im historischen Ortskern mit Dr. Winfried Monschauer

Nächster Termin am Freitag, 03. August 2018, 17.00 Uhr

In Absprache mit unserem Verein für Heimatgeschichte werden in den Sommermonaten monatlich Gästeführungen im historischen Ortskern angeboten. An diesen sehr interessanten Führungen von Dr. Winfried Monschauer können natürlich auch Einheimische gerne teilnehmen. Die nächste Führung erfolgt am Freitag, 03. August 2018 und zum Abschluss der Gästeführung besteht die Möglichkeit, das Heimatmuseum im Rathaus zu besichtigen. Zur Teilnahme an einer solchen Führung ist eine Anmeldung in unserer Tourist-Info im Rathaus erforderlich, gerne auch telefonisch unter der Nummer 9373. Die Teilnehmergebühr für die Führung beträgt pro Person 2,50 €.

Frank Kalkofen

Ortsbürgermeister

Sprechstunde des Ortsbürgermeisters

Die nächsten Sprechstunden des Ortsbürgermeisters im Rathaus, 1. Etage, finden am Freitag, 13.07.2018, 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr, statt.

Frank Kalkofen

Ortsbürgermeister

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