Mittwoch, 17. Juli 2019

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41. „CDU im Dialog“ zu Besuch beim Aero-Club Nastätten

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Eine lebendige Gesellschaft lebt vom regen Austausch miteinander. Aus diesem Grund hat die CDU-Kreistagsfraktion in 2014 „CDU im Dialog“ ins Leben gerufen, um regelmäßig - auch außerhalb von Wahlkampfzeiten - mit Bürgern und Vertretern verschiedener Institutionen ins Gespräch zu kommen. Vorsitzender Matthias Lammer, MdL und die beiden Stellvertreter Günter Groß und Udo Rau luden diesmal nach Nastätten zum Aero-Club ein.

CDU-Kreis- und Fraktionsvorsitzender Matthias Lammert konnte auf dem Segelflugplatz in Nastätten bei hochsommerlichen Temperaturen Politiker aller parlamentarischen Ebenen vom Bundestag bis zum Gemeinderat zur 41. „CDU im Dialog“- Veranstaltung begrüßen. Neben dem Bundestagsabgeordneten Dr. Andreas Nick waren der Bürgermeister der VG Nastätten Jens Güllering, Stadtbürgermeister Jochen Rzeniecki, einige Ortsbürgermeister und zahlreiche weitere Kommunalpolitiker anwesend.

„Heute sieht man wirklich was“, so Lammert. Vorsitzender Thomas Paulsen informierte die Gäste über den Flugbetrieb und alles, was damit zu tun hat. Schon 1951 gründete sich ein Aeroclub Wiesbaden, der wegen des nahen Rhein-Main-Flughafens sein Fluggelände auf der Platte aufgeben musste und 1974 nach Nastätten umsiedelte. Folgerichtig nannte man sich nach einigen Eingewöhnungsjahren Aeroclub Nastätten und wechselte vom hessischen zum rheinland-pfälzischen Landesverband. Heute zählt der Club rund 85 Aktive, darunter 18 Fluglehrer, und noch wesentlich mehr Förderer. Etwa 30 Jugendliche sprechen für eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Was immer wieder zu Erstaunen füht ist die Tatsache, dass die Ausbildung schon mit 14 Jahren möglich ist.

„Segelfliegen ist Persönlichkeitsbildung“, so Thomas Paulsen. Der Nachwuchs rekrutiert sich überwiegend aus dem Blauen Ländchen und muss auch eine Menge Theorie büffeln. Die Verantwortlichen des Vereins erklärten den Gästen auch, das Gelände und Gebäude inzwischen Eigentum des Clubs sind. Auch dieses Eigentum muss – wie die Flugzeuge selbst – in Schuss gehalten werden. Der ACN (Aero Club Nastätten) fliegt aktuell in der ersten Bundesliga und ist somit jedes Wochenende im Sommer auf der Jagd nach Punkten. Im Rahmen der sich anschließenden Diskussion erfuhren die Anwesenden, dass für Segelflieger Flughöhen bis 3000 m gestattet sind. Darüber hinaus erläuterte Paulsen, dass der Club weiterhin auf Motorflugzeuge verzichtet und dass es eine Bordtoilette nicht gibt, was wiederum zu angeregten Diskussionen führte.

Ein Rundgang durch die Werkstatt, den Briefing-Raum, zum Vereinsheim und auf den Grillplatz mit den bescheidenen Übernachtungsmöglichkeiten rundeten die Informationen rund um den ACN ab. Man lernte die Hallen kennen, die Schleppfahrzeuge mit dem Rettungswagen, die Motorwinde für 1000 m Schleppstrecke und den Platz mit zwei Start- und Landebahnen. Auch die zunehmende Drohnengefahr und die Praxis des „Wandersegelflugs“ wurden angesprochen.

Bürgermeister Jens Güllering dankte in seinem Schlusswort für die Fülle an Informationen, fand die Jugendarbeit des Clubs vorbildlich und nannte den Segelflug ein Hobby mit Sport und viel gemeinsamer Arbeit.

Die nächste CDU-im-Dialog-Veranstaltung findet in der Verbandsgemeinde Bad-Ems-Nassau am 20. August statt.

Marion Krätz bezieht Stellung zum Gesundheitsstandort Bad Ems-Nassau

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Nicht erst seit den Medienberichten um den Gesundheitsstandort Bad Ems bezieht die CDU Bad Ems-Nassau Stellung. „Von Seiten der Landesregierung fehlt bis dato ein klares Bekenntnis“, so Oliver Krügel, Fraktionssprecher der CDU Bad Ems. Er stellte bereits im Dezember vergangen Jahres mit der Fraktion den Antrag zur Einberufung einer Sondersitzung des Stadtrates. Medial hat dies landesweit für Aufmerksamkeit gesorgt - bis zum Bericht in den Nachrichten des SWR-Hörfunks. Aus dieser Sondersitzung resultierte die verabschiedete Resolution aller politisch gewählten Kräfte der Stadt und Verbandsgemeinde Bad Ems zum Gesundheitsstandort. Auf Initiative der Bad Emser Ärzteschaft, unter Federführung von Frau Dr. Simons, wurde ein Initiativkreis Gesundheit gegründet. Dieser hat in den vergangenen Monaten regelmäßig getagt und sich mit verschiedenen Verantwortlichen der Paracelsus-Gruppe sowie des Elisabeth Vinzenz Verbundes getroffen.
Insbesondere die Übernahme der Paracelsus-Gruppe durch die Porterhouse AG war ein erster Lichtblick. Nach abgeschlossenem Insolvenzverfahren setzt die Paracelsus Gruppe weiterhin auf den Standort Bad Ems. „Dies ist wichtig und hat Signalwirkung für den Gesundheitsstandort“, so Marion Krätz. Sie verfolgte bereits vor ihrer Nominierung zur Bürgermeisterkandidatin die Ereignisse medial und durch Gespräche mit politischen Weggefährten. Die Detailinformationen von Franz Lehmler (VG) und Oliver Krügel (Stadt) haben ihren Gesamteindruck bestätigt. Die neue Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau braucht eine starke Stimme gegen landespolitische Nachlässigkeiten. „Anders lässt es sich nicht erklären, warum Lahnstein insbesondere als Standort der chemischen Industrie zum neuen Standort eines Großkrankenhauses werden soll“, wenn es nach den Planungen des Elisabeth Vinzenz Verbundes geht. Ersten Planungen zufolge soll die Pneumologische Klinik (Lungenheilkunde) aus der Hufelandklinik nach Lahnstein ziehen. „Während einige hundert Meter Luftlinie entfernt die Industrie Emissionen in die Luft bläst, soll die Lungenheilkunde aus der Kurstadt Bad Ems dorthin verlagert werden“. Nach der Einschätzung Krügels nicht akzeptabel. Petra Wiegand, Fraktionssprecherin der CDU Nassau, meint dazu: „Wir brauchen als eine große Verbandsgemeinde eine eigenständige und unabhängige Grundversorgung vor Ort“, denn auch Nassau droht Unheil mit der geplanten Verlagerung der geriatrischen Abteilung des Marienkrankenhauses nach Lahnstein. „Wir benötigen eine starke Stimme, die sich ohne Rücksicht auf innerparteiliche Befindlichkeiten in Mainz für die neue Verbandsgemeinde als Gesundheitsstandort einsetzt und diese Kontakte mitbringt. Dieses Profil erfüllt Marion Krätz von allen Kandidaten als Einzige“, so Krügel weiter.
„Mit dem ersten Tag meiner Wahl, noch vor der offiziellen Ernennung, werde ich sofort die Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler anschreiben und mich für den Gesundheitsstandort Bad Ems - Nassau einsetzen.“ Zudem möchte sich Krätz für die kassenärztliche Versorgung engagieren. Hier gilt es Nachwuchs in unsere lebenswerte Region zu holen.
Nicht erst seit den Medienberichten um den Gesundheitsstandort Bad Ems bezieht die CDU Bad Ems-Nassau Stellung. „Von Seiten der Landesregierung fehlt bis dato ein klares Bekenntnis“, so Oliver Krügel, Fraktionssprecher der CDU Bad Ems. Er stellte bereits im Dezember vergangen Jahres mit der Fraktion den Antrag zur Einberufung einer Sondersitzung des Stadtrates. Medial hat dies landesweit für Aufmerksamkeit gesorgt - bis zum Bericht in den Nachrichten des SWR-Hörfunks. Aus dieser Sondersitzung resultierte die verabschiedete Resolution aller politisch gewählten Kräfte der Stadt und Verbandsgemeinde Bad Ems zum Gesundheitsstandort. Auf Initiative der Bad Emser Ärzteschaft, unter Federführung von Frau Dr. Simons, wurde ein Initiativkreis Gesundheit gegründet. Dieser hat in den vergangenen Monaten regelmäßig getagt und sich mit verschiedenen Verantwortlichen der Paracelsus-Gruppe sowie des Elisabeth Vinzenz Verbundes getroffen.
Insbesondere die Übernahme der Paracelsus-Gruppe durch die Porterhouse AG war ein erster Lichtblick. Nach abgeschlossenem Insolvenzverfahren setzt die Paracelsus Gruppe weiterhin auf den Standort Bad Ems. „Dies ist wichtig und hat Signalwirkung für den Gesundheitsstandort“, so Marion Krätz. Sie verfolgte bereits vor ihrer Nominierung zur Bürgermeisterkandidatin die Ereignisse medial und durch Gespräche mit politischen Weggefährten. Die Detailinformationen von Franz Lehmler (VG) und Oliver Krügel (Stadt) haben ihren Gesamteindruck bestätigt. Die neue Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau braucht eine starke Stimme gegen landespolitische Nachlässigkeiten. „Anders lässt es sich nicht erklären, warum Lahnstein insbesondere als Standort der chemischen Industrie zum neuen Standort eines Großkrankenhauses werden soll“, wenn es nach den Planungen des Elisabeth Vinzenz Verbundes geht. Ersten Planungen zufolge soll die Pneumologische Klinik (Lungenheilkunde) aus der Hufelandklinik nach Lahnstein ziehen. „Während einige hundert Meter Luftlinie entfernt die Industrie Emissionen in die Luft bläst, soll die Lungenheilkunde aus der Kurstadt Bad Ems dorthin verlagert werden“. Nach der Einschätzung Krügels nicht akzeptabel. Petra Wiegand, Fraktionssprecherin der CDU Nassau, meint dazu: „Wir brauchen als eine große Verbandsgemeinde eine eigenständige und unabhängige Grundversorgung vor Ort“, denn auch Nassau droht Unheil mit der geplanten Verlagerung der geriatrischen Abteilung des Marienkrankenhauses nach Lahnstein. „Wir benötigen eine starke Stimme, die sich ohne Rücksicht auf innerparteiliche Befindlichkeiten in Mainz für die neue Verbandsgemeinde als Gesundheitsstandort einsetzt und diese Kontakte mitbringt. Dieses Profil erfüllt Marion Krätz von allen Kandidaten als Einzige“, so Krügel weiter.
„Mit dem ersten Tag meiner Wahl, noch vor der offiziellen Ernennung, werde ich sofort die Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler anschreiben und mich für den Gesundheitsstandort Bad Ems - Nassau einsetzen.“ Zudem möchte sich Krätz für die kassenärztliche Versorgung engagieren. Hier gilt es Nachwuchs in unsere lebenswerte Region zu holen.

Marion Krätz überzeugte bei Podiumsdiskussion mit Werbering Nassau

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Die erste Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde Bad Ems – Nassau wurde im Nassauer Kulturkeller bei heißen Temperaturen erfolgreich durchgeführt. Vorsitzender Paul Schoor zeigte sich erfreut über die hohe Teilnehmerzahl trotz der fachbezogenen Fragen und dankte den Organisatoren des Werberings. „Marion Krätz konnte zeigen, dass Sie durch Ihre bisherigen beruflichen Erfahrungen bereits viele Aufgaben in Touristik und Wirtschaft betreut und erledigt hat. Sie kommt von außerhalb und wird keine Stadt oder Ortsgemeinde bevorzugen, weil Sie dort wohnt oder Verpflichtungen hat. Diese Neutralität und Erfahrung besitzen die anderen Kandidaten nicht“, so Paul Schoor und Oliver Krügel. Die gesamte Mannschaft freut sich deshalb auf den weiteren Wahlkampf und die nächsten Diskussionsrunden.
Die erste Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde Bad Ems – Nassau wurde im Nassauer Kulturkeller bei heißen Temperaturen erfolgreich durchgeführt. Vorsitzender Paul Schoor zeigte sich erfreut über die hohe Teilnehmerzahl trotz der fachbezogenen Fragen und dankte den Organisatoren des Werberings. „Marion Krätz konnte zeigen, dass Sie durch Ihre bisherigen beruflichen Erfahrungen bereits viele Aufgaben in Touristik und Wirtschaft betreut und erledigt hat. Sie kommt von außerhalb und wird keine Stadt oder Ortsgemeinde bevorzugen, weil Sie dort wohnt oder Verpflichtungen hat. Diese Neutralität und Erfahrung besitzen die anderen Kandidaten nicht“, so Paul Schoor und Oliver Krügel. Die gesamte Mannschaft freut sich deshalb auf den weiteren Wahlkampf und die nächsten Diskussionsrunden.

Marion Krätz: Ortgemeinden und Städte brauchen finanziellen Spielraum

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vlnr: Lutz Zaun, Karl-Friedrich Merz, Marion Krätz, Patrick Becker, Gebhard Linscheid

Ein Treffen mit den Ortbürgermeistern Patrick Becker, Becheln, Gebhard Linscheid, Winden, Karl Friedrich Merz, Obernhof und Lutz Zaun, Nievern, nahm Bürgermeisterkandidatin Marion Krätz wahr, um sich über die aktuelle Situation der Ortsgemeinden auszutauschen. Alle waren sich darin einig, dass der Handlungsspielraum der Ortsgemeinden wegen der hohen finanziellen Belastungen immer geringer wird. Als Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau will Marion Krätz diesem Trend entgegenwirken. „Durch eine umsichtige Haushaltsführung möchte ich die Umlagebelastung so gering wie möglich halten und so den Städten und Ortsgemeinden die nötige Luft zum Atmen lassen“, erklärte Marion Krätz.

Kirchenpräsident will mehr und sachlichere Kommunikation

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Volker Jung äußert sich im Sommergespräch auch zu Flüchtlingspolitik und dem Umgang des DFB mit Mesut Özil


FRANKFURT/RHEIN-LAHN. (9. August 2018) Die Kommunikation mit Kirchenmitgliedern, Flüchtlingspolitik und der Umgang mit Mesut Özil waren Themen bei einem ersten Sommergespräch mit dem Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Volker Jung. Fast 50 Vertreter weltlicher und kirchlicher Medien nahmen an der Premiere des Formats in Frankfurt teil.

Es war das erste „Sommergespräch“, zu dem Jung ins Dominikanerkloster in Frankfurt eingeladen hatte. Jung selbst, gerade zurück aus seinem Urlaub, erklärte zunächst, was ihn in den vergangenen Wochen besonders beschäftigte. „Was wir da gerade im Mittelmeerraum erleben, ist ein humanitäres Desaster“, sagte der Kirchenpräsident und erinnerte an die Reise nach Malta von  Manfred Rekowski, dem Vorsitzenden der Kammer für Migration und Integration der EKD. Angesichts der europaweiten Diskussion um die Aufnahme von Flüchtlingen betrachte Jung mit Sorge, wie „die Werte, auf die sich Europa immer wieder berufen hat, nun zerstört werden“.

Gerade jetzt wäre eine europäische Integrationspolitik dringend nötig, stattdessen gehe es in den Debatten zunehmend um Emotionen und weniger um Fakten. Problematisch sei, so Jung, dass die CSU versuche, der AfD die Themen zu entreißen. Dies verursache vor der Landtagswahl in Bayern und der Europawahl 2019 einen bedenklichen Rechtsruck. Statt Realpolitik gäbe es nur noch Symbolpolitik. Die Kirchen aber hätten bereits seit 2014 immer wieder aus Sicht der betroffenen Menschen, die Schutz suchen, ihre politischen Forderungen formuliert.

Unmöglich fand es Jung, an dem Fußballer Mesut Özil festmachen zu wollen, ob Integration in Deutschland gelungen ist oder nicht. Die Reaktionen brächten ihn eher zum Nachdenken, ob Deutschland nicht vielleicht doch ein „Rassismus-Problem“ habe. Den Fall empfinde er nicht als eine Frage von Integration, sondern eine der Kommunikationskultur des DFB. Von diesem hätte er erwartet, dass er sich schützend hinter Özil stellt anstatt ihn zu verurteilen. Auch wenn Özils Bekenntnis zu Erdogan sicherlich problematisch sei, so hätten die DFB-Funktionäre allein schon aus Sportsgeist den Fußballer aus der Kritik nehmen sollen. Aber, so Jung, „man hat beim DFB wohl gedacht, wenn der Ball rollt, ist das Foto schnell vergessen“.

Mehr Sachlichkeit in digitalen Medien

Gerade in den sozialen Netzwerken gäbe es derzeit eine unschöne Entwicklung. Jung, der selbst einen Facebook-Account betreibt, beobachte, dass es in Diskussionen kaum noch um Fakten gehe. Er selbst wünscht sich auch im Umgang mit rechtspopulistischen Themen mehr Sachlichkeit. So lehne er eine pauschale Verurteilung der AfD ab, obwohl es gerade von Kirchenvorständen den Wunsch gebe, seitens der Kirchenleitung eine klare Richtschnur zu erhalten. In der Auseinandersetzung mit der AfD sei aber die sachliche Diskussion von Argumenten wichtig.

Jung bezeichnete sich selbst als „zerrissen“, ob er weiterhin Facebook nutzen soll. Angesichts datenschutzrechtlicher Probleme kämen ihm schon Zweifel. „Allerdings kommt man nicht umhin, Facebook zu nutzen, um viele Menschen zu erreichen“, betonte der Kirchenpräsident. Er sehe es positiv, dass die EKHN auf vielen Kanälen kommuniziere, sowohl ganz klassisch traditionell auf Gemeindeebene mit Gottesdiensten und Hausbesuchen. Aber auch die mediale Kommunikation sei sehr wichtig, um mit den Mitgliedern in Kontakt zu bleiben. Dazu gehören Verkündigungssendungen im Radio ebenso wie interaktive Gottesdienste via Internet oder die Kommunikation in den sozialen Netzwerken. Jung: „Ich sehe die größte Herausforderung darin – und da dürfen wir uns nicht viel Zeit lassen – Kommunikation zu intensivieren."

Enttäuschend sei für ihn der Rückgang der Kirchenmitglieder, wie ihn die kürzlich vorgelegte Statistik aufweise. „Da kann man nichts schönreden“, so der Theologe. Was man dagegen tun könne, sei schwierig zu beurteilen. Er halte es mit dem Religionssoziologen Detlef Pollack, der den Kirchen attestierte, eigentlich nichts falsch zu machen. Es gebe eben derzeit eine religiöse Indifferenz, den Menschen sei Kirche egal geworden, so Pollack. „Wenn wir schon nichts falsch machen, was machen wir denn richtig?“, fragte der Kirchenpräsident und gab die Antwort gleich selbst: „Wir setzen auf vielfältige Kommunikationswege. Da können Menschen auch außerhalb der Gemeinde andocken.“ Mehr Kommunikation, auch digital, lautet Jungs Devise.

 

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