Donnerstag, 24. September 2020

Letztes Update:06:38:38 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Matthias Lammert beim CDU Bundesparteitag in Leipzig

Drucken

"Deutschlands starke Mitte" ist Leitmotiv

Leipzig/Rhein-Lahn-Kreis. Rund 1.000 Delegierte, darunter mit Matthias Lammert, MdL, Jutta Krekel, Ute Hahmann-Keitsch und Udo Rau auch vier Vertreter des CDU Kreisverbands Rhein-Lahn, verfolgten am vergangenen Wochenende einen spannenden 32. Parteitag der CDU Deutschlands in Leipzig.

Zahlreiche Anträge aus Rheinland-Pfalz wurden angenommen, darunter zum Beispiel der Antrag auf Einführung eines Deutschlandjahrs, in dem junge Menschen nach Abschluss der Schule ein Jahr Dienst in einer sozialen, kulturellen oder Sport-Einrichtung leisten, oder der Antrag für einen 12-Punkte-Plan für schnelleres Planen und Bauen, den der Landesverband Rheinland-Pfalz gemeinsam mit anderen Verbänden eingereicht hatte. Dadurch sollen Genehmigungsverfahren für Bauvorhaben beschleunigt und kurzfristigere Investitionen in Betriebe und Infrastruktur ermöglicht werden.

Der CDU-Kreisvorsitzende Matthias Lammert, MdL freute sich über die geschlossene Debatte und hob die engagierte Rede der Parteivorsitzenden hervor. Annegret Kramp-Karrenbauer habe deutlich gemacht, wohin die CDU mit Deutschland gehen wolle: „In einen modernen Staat, der für Wohlstand sorgt, in dem wir auf Forschung und Entwicklung setzen und alle Bürgerinnen und Bürger mitnehmen wollen,“ so Lammert.

Auch der CDU-Spitzenkandidat aus Rheinland-Pfalz Christian Baldauf zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Parteitags: „Wir haben uns intensiv mit vielen verschiedenen Sachthemen beschäftigt und Lösungsansätze für herausfordernde Probleme dieser Zeit beraten. Damit haben wir Christdemokraten eine entscheidende Vorarbeit geleistet, etwa mit Anträgen zu Planungsbeschleunigung oder verpflichtenden Sprachtests“, erklärte Baldauf.

Neben Annegret Kramp-Karrenbauers Grundsatzrede standen auch Grußworte u. a. der Bundeskanzlerin Angela Merkel, des Generalsekretärs Paul Ziemiak, des Unions-Fraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus und des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder auf der Tagesordnung. Letzterer begeisterte die Delegierten am Abschlusstag sichtlich und ermutigte die Partei, geschlossen die Herausforderungen der Zukunft konsequent anzugehen.

Kreisverwaltung wegen Weihnachtsfeier geschlossen

Drucken

Rhein-Lahn-Kreis. Wegen der diesjährigen hausinternen Weihnachtsfeier der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung sind das Kreishaus des Rhein-Lahn-Kreises und sämtliche Nebenstellen der Kreisverwaltung am Mittwoch, 11. Dezember 2018, ab 13 Uhr für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Kreisverwaltung bittet um Verständnis.

Vorweihnachtlicher Basar im Kreishaus

Rhein-Lahn-Kreis. Der beliebte Weihnachtsverkauf der Stiftung Scheuern im Kreishaus findet am Donnerstag, 28. November 2018, und Freitag, 29. November 2019, im Foyer der Kreisverwaltung, Insel Silberau 1, 56130 Bad Ems, statt. Angeboten werden insbesondere weihnachtlicher Schmuck, Handwerkliches und andere schöne Dinge, passend zu Vorweihnachtszeit. Die reichbestückten Stände sind im Foyer im Erdgeschoss aufgebaut. Erneut  dabei auch in diesem Jahr ist der Weltladen aus Bad Ems. Die Stände sind donnerstags von etwa 10 bis 16 Uhr, freitags dann von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Seit 70 Jahren ist Adolf Krämer als Organist aktiv

Drucken

95-Jähriger aus Niederwallmenach wird für seinen einzigartigen Einsatz in Kirchengemeinden geehrt


NIEDERWALLMENACH/RHEIN-LAHN. (26. November 2019) Das dürfte selbst bundesweit eine Ausnahme sein: Seit 70 Jahren ist Adolf Krämer offiziell in den Diensten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau als nebenamtlicher Organist tätig. Der 95-jährige Vollblutmusiker aus Niederwallmenach wird am kommenden Samstag, 30. November um 10 Uhr für seinen außerordentlichen Einsatz in einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche von Oberwallmenach geehrt.

„Ich bräuchte das gar nicht“, sagt der Musiker aus und mit Leib und Seele, „aber gut, dann soll das so sein; und es hat ja auch all die Jahre Spaß gemacht.“ Den abgewandelten Curd-Jürgens-Schlager 60 Jahre und kein bisschen „leise“, passt auf Krämer perfekt, hat ihn der rüstige Senior doch noch um mehr als die Hälfte übertrumpft. Und er wird nicht müde, seinen sonn- und feiertäglichen Arbeitsplatz empor zu steigen. Stunden könnte man dem musikalischen Wirt zuhören, wenn er sich an sein musikalisches Leben erinnert, denn nicht nur in Niederwallmenach, Oberwallmenach und Reitzenhain war Krämer stets ein zuverlässiger Begleiter für den Gemeindegesang und war dort bei Wind und Wetter immer zur Stelle. Auch Vertretungsdienste absolviert er im stattlichen Alter noch, die ihn schon zu Spieltischen von Egenroth über Miehlen bis zum Schloss Stolzenfels führten.

Das musikalische Talent, das ihn im Alter von neun Jahren zu Klavier, aber auch zu Flöte, Trommel, Tambor- und Dirigentenstab, Akkordeon und Orgel trieb, wurde Krämer in die Wiege gelegt. Vater und Onkel waren ebenfalls sehr musikalische Menschen. Ein gestrenger Lehrer brachte ihm vom neunten bis 14. Lebensjahr das Klavierspielen bei. Nach dem Krieg gründete er mit fünf Gleichgesinnten eine Tanzkapelle, die im heimischen Wirtshaus „Zur Sonne“ an jedem Wochenende für Stimmung sorgte. „Du musst am Sonntag die Orgel spielen“, kam der damalige Ortsbürgermeister Ernst Schmidt vor dem ersten Advent 1949 auf den damals 25-Jährigen zu. „Da war ich sehr aufgeregt; es gab in Niederwallmenach noch keine Liturgie, nach der ich hätte spielen können.“ Die Premiere klappte ebenso reibungslos wie die unzähligen Gottesdienste, die in den vergangenen 70 Jahren folgten.

Mehr und mehr verfeinerte der ursprüngliche Pianist sein Pedalspiel, schrieb eine Liturgie und übernahm wenige Jahre später auch den Organistendienst in Oberwallmenach und Reitzenhain. An seinen ersten Auftritt dort erinnert er sich noch gut: „Dort sind die eigentlich schwarzen Tasten weiß – das war gewöhnungsbedürftig.“ Seinen Eignungsnachweis als nebenamtlicher Organist absolvierte Krämer 1964.

Neun Pfarrpersonen hat er in seiner bisherigen Amtszeit erlebt. Je nach Predigtlänge und Straßenverhältnissen war es manchmal knapp, pünktlich an den aufeinander folgenden Einsatzorten zu sein. Und zu Zeiten, als er im heimischen Gasthof noch Tanzmusik machte, ging es oft nahtlos nach einer stärkenden Tasse Kaffee vom Tanzboden über das Vieh füttern rüber zur Orgelbank. „Einmal bin ich über dem Kaffee eingeschlafen und kam zu spät“, erinnert sich Krämer schmunzelnd an die Folgen einer Tanzmusik-Nacht in Sauerthal. Pfarrer Bolle, der von 1951 bis 1979 in Niederwallmenach Dienst tat, war ihm nicht böse und meinte: „Nur wer nix macht, macht auch nix verkehrt.“

Manchmal nahm er den Rhythmus mit ins Gotteshaus und sorgte damit gleichzeitig für ein Plus an Besuchern. Denn hie und da schloss er Wetten ab, die ein oder andere Melodie vom Tanzparkett ins Vor- oder Nachspiel einfließen zu lassen, plaudert das Improvisationstalent mit spitzbübischem Lächeln aus dem Nähkästchen. Ein Erlebnis bleibt ihm in bester Erinnerung: Für den Oktobermarktumzug in Nastätten hatte er auf dem Königininstrument mal eine Ton-Kassette (Krämer: „Das war damals total modern“) mit einem Paul-Lincke-Potpourri aufgenommen. „Ich hatte die Befürchtung, dass das nicht jedem gefallen könnte.“ Pfarrer Bolle hatte jedoch sein Placet gegeben. Und nicht nur ihm und den Zugteilnehmern gefiel es sehr, als der Wagen mit dem von ihm eingespielten Melodien durch die Straßen zog. Der geschäftstüchtige Auftraggeber hatte ohne Krämers Wissen schnell einige Kopien zum Verkauf angefertigt. „Als Ausgleich musste er mir einen ausgeben und die Sache war erledigt.“

Auf einen Lieblingschoral will sich Krämer nicht festlegen lassen. „Das Moll in der Passionszeit gefällt mir genauso wie die schönen Weihnachtslieder in Dur“, so der musizierende Wirt. Ein guter Gottesdienst ist für Krämer einer, der sich musikalisch wie textlich aufs heutige Leben bezieht und nicht nur von alten Geschichten handelt. Ein aktuelles Beispiel: Als ihn Gemeindepfarrerin Claudia Biester sein Lieblingslied aus dem Film „Der dritte Mann“ intonieren hörte, war sie gleich Feuer und Flamme und konzipierte einen Gottesdienst zum Heimatfest in Lautert zu dem bekannten Krimi-Song. Als Nachspiel gab's noch einen Marsch dazu, der mehr als „Dableiber“ denn als Rausschmeißer diente.

„Musik ist mein Leben“, gesteht der 95-Jährige, der seiner Leidenschaft gern hauptberuflich gefolgt wäre; aber das ließ die heimische Landwirtschaft nicht zu. Den Kirchengemeinden soll's recht sein, denn einen zuverlässigeren Organisten als Krämer hätten sie in den vergangenen sieben Jahrzehnten nicht finden können.

Schreibwerkstatt im Advent

Drucken

Mit Dekanat Nassauer Land Zeit der Vorfreude und des Hoffens in Texten umsetzen


RHEIN-LAHN/DIEZ-FREIENDIEZ. (26. November 2019) Eine Schreibwerkstatt mit dem Titel „Advents-schreiben“ bietet das evangelische Dekanat Nassauer Land am Donnerstag, 12. Dezember ab 15.30 Uhr im Gemeindehaus der Jakobusgemeinde in Diez-Freiendiez (Mittelstraße 5a) an. Geleitet wird es von dem gelernten Schreibgruppenleiter Ralf Skähr-Zöller, im Dekanat zuständig für innovative Angebote für jüngerer Seniorinnen und Senioren.

„Die Adventszeit ist eine Zeit der Vorfreude, des Wartens und des Hoffens, eine Zeit der Adventsfeiern, der Weihnachtsmärkte und doch auch eine Zeit der Ruhe“, sagt Skähr-Zöller. „In der Schreibwerkstatt möchten wir der Vorfreude und der Hoffnung dieser Zeit der Erwartung nachspüren.“ In lichtvoller Atmosphäre werden sich die Teilnehmenden Zeit zum Innehalten nehmen. „So können Texte und Gedichte entstehen, für uns selbst oder als kleines Geschenk für andere“, so der Referent. Schönes Papier und weiße Karten bringt der Referent mit. Ein Heft und das Lieblingsschreibgerät können die Teilnehmenden mitbringen. Wer möchte, kann mit ein paar Plätzchen, Keksen oder Nüssen zur adventlichen Schreibwerkstatt beitragen.

Mehr Informationen und Anmeldung bei Ralf Skähr-Zöller unter Telefon 02603-5099271 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Palliativ-Station und Hospiz können sich über große Spende freuen

Drucken

Rhein-Lahn-Kreis. Nicht nur musikalisch war das Benefizkonzert der Kotykov-Chöre Ende September in Arzbach ein herausragendes Ereignis in der Region, es erbrachte auch einen stattlichen Gewinn: Insgesamt 7000 Euro konnten der Organisator des Konzerts, der Vorsitzende des MGV Cäcilia Arzbach, Hans Josef Blatt, gemeinsam mit dem Moderator des Konzertnachmittags, Dieter Grein, jetzt an die Empfänger übergeben. Der Förderverein Stationäres Hospiz Rhein-Lahn und die Palliativ-Station im Paulinenstift Nastätten konnten sich über jeweils 50 Prozent der Summe freuen. Der Schirmherr, Landrat Frank Puchtler, hatte den Erlös des Konzerts noch durch eine beachtliche Summe aus Mitteln der Naspa-Stiftung aufgerundet und freute sich jetzt mit den Spendenempfängern über die große Spende für den guten Zweck. Das Konzert der Kotykov-Chöre hatte rund 300 Mitwirkende, die für eine restlos gefüllte Limeshalle in Arzbach sorgten.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL