Mittwoch, 23. Januar 2019

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Noch freie Plätze beim Qualifizierungslehrgang für Kindertagespflegepersonen

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Rhein-Lahn-Kreis. Noch sind einige Plätze frei beim neuen Qualifizierungslehrgang für Kindertagespflegepersonen, der ab Februar 2019 von der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises angeboten wird.

Auf die Aufgaben einer Kindertagespflegeperson bereitet der Lehrgang die Teilnehmer mit insgesamt 210 Unterrichtseinheiten und 40 Stunden Hospitation vor und eröffnet ihnen so auch neue berufliche Perspektiven. An 25 Samstagen in einem Zeitraum von anderthalb Jahren werden Grundkenntnisse in Pädagogik, kindlicher Entwicklung, Kommunikation und eine entsprechende pädagogische Haltung vermittelt, um eine hochwertige Betreuung zu gewährleisten. Des Weiteren sind die steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Erstellung eines Businessplans Thema des Kurses.

„Insbesondere bei den unter Dreijährigen hat sich die Kindertagespflege in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Betreuungsangebot entwickelt und zunehmend an Bedeutung gewonnen, da nach wie vor viele Eltern auf der Suche nach einer verlässlichen und flexiblen Betreuung für ihre Kinder sind“, erläutert Jutta Pötter, zuständige Sachbearbeiterin des Jugendamts der Kreisverwaltung. Zentraler Auftrag der Kindertagespflege ist, so Jutta Pötter, die Förderung der Entwicklung des Kindes und die frühkindliche Bildung: „Kindertagespflege hat nichts mit ,Babysitten´ in den eigenen vier Wänden zu tun!“

Der Kurs wird vom Kreisjugendamt in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule durchgeführt und vom Landesministerium für Bildung und dem Rhein-Lahn- Kreis gefördert. Für weitere Informationen steht die Fachberatung Kindertagespflege des Rhein-Lahn-Kreises, Frau Jutta Pötter, Tel: 02603/972-510, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. zur Verfügung.

Damit der Bioabfall nicht in der Tonne festfriert

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Rhein-Lahn-Kreis. Immer, wenn die Temperaturen sinken, häufen sich bei der Kreisverwaltung die Reklamationen wegen nur teilweise oder gar nicht geleerter Biotonnen bzw. Restabfallbehälter. Der Grund dafür, dass die Tonnenleerung nicht mehr richtig funktioniert, ist einfach: Fällt nachts die Außentemperatur unter den Gefrierpunkt, friert feuchter Abfall innerhalb weniger Stunden an der Tonnenwand fest. Da hilft dann bei der Entleerung auch kein kräftiges Rütteln mit der Schüttvorrichtung am Sammelfahrzeug.

Damit die Abfallentsorgung in der frostigen Jahreszeit möglichst reibungslos abläuft, rät die Abfallwirtschaft des Rhein-Lahn-Kreises: Wenn möglich sollten die Abfallgefäße nahe an die Hauswand oder unter einem Dach stehen. Wer eine Garage besitzt, kann auch das Gefäß über Nacht dorthin stellen und es erst am Abfuhrtag früh morgens an die Straße rollen. Dies schützt in vielen Fällen vor dem Festfrieren des Inhalts.

Außerdem sollten die Abfälle so trocken wie möglich in die Tonnen eingefüllt werden. Es gilt: Je weniger Nässe sich in der Tonne sammelt, desto geringer ist die Gefahr, dass der Abfall, insbesondere der Bioabfall, festfriert. Auch sollte der Tonnenboden im Winter mit zusammengeknülltem Zeitungspapier oder Pappe ausgelegt werden. Und die Bioabfälle sollten nur in Papiertüten oder eingewickelt in Zeitungspapier in die Tonne gegeben werden, um so die Feuchtigkeit zu binden.

Wichtig ist es, den Tonneninhalt nicht einzustampfen. Wird der Abfall in die Tonne hineingedrückt, kann er sich zudem noch verkeilen und rutscht nicht mehr heraus. Ist der Tonneninhalt bereits gefroren, sollte dieser mit einem Spaten vorsichtig von der Gefäßwand gelöst werden. Wenn sich die Tonnen wegen des festgefrorenen Inhalts nicht oder nur teilweise in die Müllwagen auskippen lassen, werden sie erst beim nächsten Abfuhrtermin geleert.

Weitere Informationen rund um die Abfallbeseitigung geben die  Abfallwirtschaftsberater des Rhein-Lahn-Kreises, Tel.: 02603/972-301.

Braubacher Hoffnungszeichen wollen Menschen helfen

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Wer kennt sie nicht, die Aufrufe zum ehrenamtlichen Engagement. Wenn es dann konkret wird, fehlen selten guten Ideen, aber oft genug Menschen, die sich für eine gute Idee auch einsetzen.

Als Markus und Amal Fischer ihren zehnten Hochzeitstag feierten, wollten beide eine Idee in die Tat umsetzen, mit der sie sich schon längere Zeit beschäftigt hatten: Menschen zu helfen. An Markus' vierzigsten Geburtstag bat er Ver­wandte, Freunde und Kollegen nicht um die üblichen Geschenke, sondern um Unterstützung bei der Verwirklichung dieser Idee. Der Grundstein für den Verein "Braubacher Hoffnungszeichen" war gelegt. Mit einer Spende der Gründer von 2.500 Euro nahm der Verein nun seine Arbeit auf.

"Wir wollten etwas Nachhaltiges schaffen" erklärt Markus Fischer. "Etwas, das über den Tag hinaus wirkt. Daher haben wir uns entschlossen, eine Wohltätigkeitsorganisation ins Leben zu rufen, die das Ziel hat, langfristig dem Gemeinwohl zu dienen." Und Amal Fischer ergänzt: "Im Mittelpunkt unseres Engagements stehen immer die Menschen. Die Braubacher Hoffnugszeichen sind ein Versprechen an die Menschen, vor allem auch an die Ärmsten der Armen. Wir organisieren Hilfe von Menschen für Menschen."

Die "Braubacher Hoffnungszeichen" sind zwischenzeitlich offiziell in das Vereinsregister eingetragen und als gemeinnütziger Verein von der Finanzverwaltung anerkannt. "Wir werben um Spenden und fördern die Arbeit des Vereins selbst finanziell und ideell", beschreiben Amal und Markus Fischer ihre Aufgabe als Vorstand des Vereins. Alle finanziellen Mittel gehen an gemeinnützige Projekte von Organisationen in der Stadt Braubach und zum Teil auch Hilfsprojekte im Ausland.

"Auch in Braubach gibt es Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Ihnen möchten wir helfen", sagt Markus Fischer. "Über die Fördervereine von Schulen und Kindergärten aber auch über das Sozialamt der Verbandsgemeinde können wir zum Beispiel viele Projekte in unserer Stadt unterstützen." Dort wo jemand unverschuldet in Not gerät, fördert der Verein Organisationen und Projekte vor Ort, um die Not zu lindern.

Schwerpunkt der Auslandsarbeit des Vereins ist der Libanon, das Heimatland von Amal Fischer. "Ich habe dort selbst die Witwen- und Waisenarbeit meiner Heimatgemeinde, der evangelischen Kirchengemeinde Beirut, kennengelernt. Deshalb ist es mir ein Herzensanliegen, gerade hier zu helfen." Eine der ersten Spenden ging daher auch dorthin zur Unterstützung der Johann-Ludwig-Schneller-Schule im Libanon. Die Schule liegt zwischen Beirut und Damaskus. Dort leben rund 150 Kinder und Jugendliche, die auf ein verantwortungsvolles Leben in der Gesellschaft vorbereitet werden.

"Mit unserer Unterstützung möchten wir Zeichen der Hoffnung und des Friedens von Braubach aus in alle Welt senden", so Markus Fischer. "Bei unserer ehrenamtlichen Arbeit sind wir aber auf weitere Spenden angewiesen." Wer mithelfen möchte, kann spenden, auf das Konto des Vereins bei der Nassauischen Sparkasse IBAN DE43 5105 0015 0656 2209 85.

CDU Braubach fordert: Straßenausbaubeiträge abschaffen

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Wer kennt es nicht? Auf den Straßen in den Dörfern und Städten entstehen durch den zunehmenden Verkehr und die Witterungseinflüsse nach und nach Schlaglöcher, die Fahrbahn wird schlechter und muss grundlegen saniert werden. Abhilfe kann der Ausbau der Straßen schaffen. Aber direkt danach kommt die Rechnung zur Beteiligung der Anlieger an den Kosten. Kommunen haben von Grundstückseigentümern Straßenausbaubeiträge zu verlangen, wenn sie dadurch einen Teil der Kosten für die Erweiterung oder grundlegende Sanierung einer Straße decken müssen.

Die CDU Braubach unterstützt die Forderung der CDU Landtagsfraktion und der Kommunalpolitischen Vereinigung an die Landesregierung, die Straßenausbaubeiträge in Rheinland-Pfalz abzuschaffen. So hat Bayern die Beiträge gerade abgeschafft und Baden-Württemberg, Berlin und Hamburg verzichten ebenfalls seit Jahren darauf.

„Steigende Baukosten führen teils zu ruinös hohen Ausbaubeiträgen für die Anlieger. Einmalige Straßenausbaubeiträge können den Betroffenen in Einzelfällen mehrere 10.000 Euro kosten. Vor allem Familien mit Kindern und älteren, oft alleinstehenden Menschen mit niedrigem Einkommen, können das kaum aufbringen. Sie müssen Schulden machen oder im schlimmsten Fall ihre Immobilie verkaufen“, so der CDU-Ortsvorsitzende Markus Fischer. "Aber gerade für diese Menschen muss doch die Erhaltung von Wohneigentum bezahlbar bleiben."

Und Stadtbeigeordneter Rolf Heep ergänzt "Straßenausbaubeiträge bringen ein erhebliches Konfliktpotential mit sich. Das reicht von Auseinandersetzungen zwischen Bürgern und Verwaltung im Hinblick auf die Höhe der Beiträge, ihre Berechtigung und die Art ihrer Berechnung bis hin zu teuren Gerichtsverfahren."

In der Stadt Braubach hat man einen ersten Schritt gewagt und von den Einmalbeiträgen auf moderate wiederkehrende Beiträge umgestellt. Das könne aber nur der erste Schritt sein, so die Braubacher Union. Am Ende müsse die Abschaffung der Ausbaubeiträge und die Kompensation der Einnahmeverluste durch das Land stehen, sind sich die Lokalpolitiker sicher.

"Mehr Geld für kommunale Straßen, mehr Gerechtigkeit gegenüber den Bürgern, weniger Verwaltungsbürokratie und weniger Rechtsstreite. Das sind die Vorteile der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge und der Bereitstellung entsprechender Landesmittel für den Straßenausbau in den Kommunen", resümiert CDU-Ortsvorsitzender Markus Fischer und sieht die CDU damit in guter Gesellschaft mit vielen Unterstützern bis hin zum Bund der Steuerzahler in Rheinland-Pfalz.

Schulen im Rhein-Lahn-Kreis strategisch weiterentwickeln

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CDU fordert Aktualisierung der Schulentwicklungsplanung

Rhein-Lahn-Kreis. Bestmögliche Bildungseinrichtungen sind ein wichtiger Standortfaktor, insbesondere im ländlichen Raum. Die CDU Kreistagsfraktion fordert daher in einem Antrag für den kommenden Kreistag eine Evaluierung und, falls es angebracht ist, im nächsten Schritt auch die Anpassung der Schulentwicklungsplanung im Rhein-Lahn-Kreis.

„Das bestehende Konzept ist nun 10 Jahre alt. Zwischenzeitlich hat sich landesweit bildungspolitisch viel getan und die gesamte Schullandschaft hat sich verändert. Zahlreiche Impulse des alten Konzeptes sind in unserem Kreis gar nicht oder nicht wie vorgeschlagen umgesetzt worden. Wir wollen daher wissen wohin die Reise nach heutigen Erkenntnissen geht, wenn wir die Schulen im Kreis unterstützen und weiterentwickeln möchten“, sagt der Fraktionsvorsitzende im Kreistag Matthias Lammert, MdL.

Verbunden mit hohem zeitlichem und finanziellem Aufwand erstellte der Schulexperte Wolf Krämer-Mandeau vor über einem Jahrzehnt das immer noch gültige Schulentwicklungskonzept für den Rhein-Lahn-Kreis, welches dann 2008 vom Kreistag beschlossen wurde. Viele Kommunen im gesamten Bundesgebiet gingen damals den gleichen Weg und sehen rückblickend den tatsächlichen Kosten-Nutzen-Effekt kritisch. Das umfangreiche Werk enthält Statistiken, Kalkulationen, Grafiken und Empfehlungen, die als Entscheidungsgrundlage für die politischen Gremien dienen sollen, wenn es um Fragen zur Zukunftsfähigkeit der Schulen im Landkreis geht. Dazu Lammert: „Es stellt sich die Frage, ob dieses Arbeitspapier überhaupt noch sinnvoll anwendbar ist oder ob es nicht an der Zeit für eine Fortschreibung ist. Unabhängig von den neuen Schulformen und Bildungsangeboten sind spätestens auf Grund der Fusionen von Verwaltungseinheiten an Rhein und Lahn veränderte Bedingungen in den örtlichen Bereichen eingetreten.“ Den Christdemokraten zur Folge gelte es Synergien und Chancen bestehender Standorte bestmöglich zu nutzen. Nur so könne man mit gezielten Investitionen die Bildungslandschaft im Kreis stärken.

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