Montag, 21. Oktober 2019

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Kreisverwaltung nachmittags geschlossen

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Rhein-Lahn-Kreis. Die Personalversammlung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises findet am Dienstag, 5. November 2019, ab 14 Uhr statt. Daher sind das Kreishaus in Bad Ems sowie die Außenstellen der Kreisverwaltung an diesem Nachmittag für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Kreisverwaltung bittet um Verständnis.

Ausstellung „100 Jahre Frauenwahlrecht“ im Kreishaus

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Rhein-Lahn-Kreis. Mit der Ausstellung „100 Jahre Frauenwahlrecht/ Künstlerinnen porträtieren Wahlrechtskämpferinnen“ verabschiedet sich am Donnerstag, 31. Oktober 2019, die langjährige Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Lahn-Kreises, Alice Berweiler-Kaufmann, aus ihrem Amt. Bei der Veranstaltung, die um 14 Uhr im großen Sitzungssaal des Kreishauses, Insel Silberau 1, 56130 Bad Ems beginnt, wird zugleich ihre Nachfolgerin Dorothee Milles-Ostermann der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Programm des Nachmittags wird ergänzt um  „Damenwahl“, eine frauenpolitische Lese-und Sprechperformance. Die Kreismusikschule begleitet das Programm. Im Anschluss besteht die Gelegenheit zu Gesprächen bei Getränken und kleiner Stärkung.

Zur Ausstellung: Am 19. Januar 1919 konnten Frauen zum ersten Mal in Deutschland wählen und gewählt werden. Es waren die ersten demokratischen, allgemeinen, gleichen geheimen und direkten Wahlen in Deutschland. Die damaligen Kämpferinnen für das Frauenwahlrecht sind allerdings heute fast vergessen. 18 bildende Künstlerinnen aus der Südpfalz, Heidelberg und Frankfurt haben sich daher zusammengefunden, um die Frauenwahlrechtskämpferinnen des frühen 20. Jahrhunderts neu zu porträtieren. Jede der beteiligten Künstlerinnen hat sich für eine Wahlrechtskämpferin entschieden und fertigte ausgehend von einer historischen Fotografie ein Porträt. Die Künstlerinnen von heute verleihen mit ihren Werken den Aktivistinnen von damals neue Präsenz, geben ihnen gleichsam ein Gesicht und erweisen ihnen künstlerische Würdigung. Die Ausstellung wurde bereits im Museum Herxheim, im Stadtmuseum Ludwigshafen und im Museum Blaues Rathaus in Bockenheim mit großem Erfolg gezeigt.

Wer die Ausstellung besuchen, sich von Alice Berweiler-Kaufmann verabschieden und die neue Gleichstellungsbeauftragte Dorothee Milles-Ostermann begrüßen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Anmeldungen erbeten bei der Gleichstellungsstelle des Rhein-Lahn-Kreises, Tel.: 02603/972-285, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Wald ist Klimaschützer und wichtiges Wirtschaftsgut

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CDU schlägt kreisweiten Schulwaldtag für mehr Wertschätzung der Wälder vor

Rhein-Lahn-Kreis. Der Rhein-Lahn-Kreis ist geprägt von seinem Waldreichtum. „Wälder sind echte Multitalente, denn sie bieten unzähligen kleineren und größeren Lebewesen ein perfektes Biotop, sind Naherholungsgebiete und aktive Klimaschützer und bilden einen unverzichtbaren wirtschaftlichen Faktor in nahezu allen Gemeindekassen“, brachte es der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Matthias Lammert auf den Punkt. Bei einem Ortstermin im Gemeindewald in Rettert machte sich die CDU ein Bild von den Auswirkungen des aktuell durch Schädlingsbefall und Trockenheit bedingten Bäumesterbens. Volker Emmel, 1. Beigeordneter aus Rettert, erläuterte zu Beginn gemeinsam mit der 2. Beigeordneten Sandra Ewigleben die Situation im Wald, zeigte mehrere schadhafte Stellen und verdeutlichte: „Insbesondere die Fichten sind massiv betroffen. Die Auswirkungen für die Waldbesitzer sind fatal. Insbesondere Kommunen stellt die Situation absehbar vor enorme finanzielle Herausforderungen, die sie alleine nicht bewältigen können.“ Man war sich einig, dass der ökologische und auch ökonomische Wert des Waldes stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden müsse. „Ein kreisweiter Schulwaldtag für alle Schülerinnen und Schülern könnte anregen, den Wald in seiner Vielfalt zu erkunden. Was man kennt, das schützt man auch. Die Natur vor der Haustür ist spannend und Umweltbildung soll Spaß machen“, schlug Vorstandsmitglied Martin Gasteyer aus Nastätten in der anschließenden Sitzung des CDU Kreisvorstandes vor.

Vor dem Hintergrund des Klimaschutzes, der Energiewende, der Verminderung der Bodenerosion, dem Erhalt und der Verbesserung der Biodiversität sowie dem Trink- und Hochwasserschutz gewinnen die Aufforstung der abgestorbenen Waldflächen und die intelligente Weiterentwicklung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zukünftig an Bedeutung. Verbandsgemeindebürgermeister Jens Güllering schlägt vor: „Es sollten Förderanreize für die Erstaufforstung ausgebaut und Hemmnisse im Verfahren abgebaut werden. So könnten geeignete Flächen im öffentlichen Eigentum verstärkt aufgeforstet werden. Waldförderung ist unmittelbar auch Wirtschaftsförderung im ländlichen Raum und trägt zur Stärkung der Handlungsfähigkeit der kleinen Kommunen bei.“ Die rheinland-pfälzische Landesregierung sollte analog zu Bayern, das in fünf Jahren 30 Millionen Bäume pflanzen will, eine Aufforstungsinitiative starten. Die CDU hat diesbezüglich auf Landesebene eine Initiative unter dem Motto `4 Millionen Bäume für 4 Millionen Rheinland-Pfälzer` gestartet“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Matthias Lammert.

Neben der aufwändigen Aufforstung und den damit verbundenen absehbaren Risiken für die Kassen der Waldbesitzer und Gemeinden gibt es noch weitere ganz konkrete Gefahren, auf welche Antworten gefunden werden müssen. Dazu Marcel Willig „Kommunen und Privatbesitzer benötigen schnelle Unterstützung bei der Verkehrssicherung durch trockene und absterbende Bäume an Straßen und Waldwegen. Hier gilt es keine Zeit zu verlieren.“

Im Rahmen des Kreisparteitages am Freitag, 18. Oktober 2019 in Altendiez werden die Christdemokraten aus dem Rhein-Lahn-Kreis die Erfahrungen aus dem Besuch in Rettert aufgreifen und weitere Schritte in die Wege leiten.

Traditioneller SPD-Stand auf dem Blaufärbermarkt 2019

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Auch wenn die Wetteraussichten nicht so rosig waren wie das letzte Jahr, hat sich der SPD-Ortsverein nicht davon abhalten lassen mit seinem, mittlerweile etablierten und beliebten Stand, teilzunehmen.

Mit viel guter Laune konnten wieder Original Thüringer Bratwürstchen angeboten werden. Neben fair gehandelten alkoholfreien Getränken,  Apfel-Kirschsecco der Heime Scheuern gab es Bier vom Hof „Schauferts“ aus Schönborn.

Darüber hinaus wurde gänzlich auf Plastik verzichtet. Die essbaren Strohhalme kamen bei den „kleinen“ Gästen besonders gut an.

Viele fleißige Helferinnen und Helfer haben diesen schönen Sonntag ermöglicht. Danke dafür. Der SPD-Ortsverein Nastätten bedankt sich besonders bei den vielen Gästen für wirklich tolle Stunden in Sonne, Regen und Wind.

Er freut sich darauf, sie auch im nächsten Jahr wieder begrüßen zu können.

SPD Rhein-Lahn

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Landtagspräsident informierte sich über Pläne des 2. Bauabschnitts zur Umgestaltung des Loreley-Plateaus

Auf Einladung des SPD-Fraktionsvorsitzenden im VG-Rat Loreley Mike Weiland war jetzt der Präsident des rheinland-pfälzischen Landtages Hendrik Hering auf der Loreley zu Gast. Gemeinsam mit dem hiesigen Landtagsabgeordneten Roger Lewentz nutzte Mike Weiland auch in seiner Eigenschaft als SPD-Kreisvorsitzender die Gelegenheit eines Spaziergangs durch den neugestalteten Kultur- und Landschaftspark, um dem Gast aus Mainz die weiteren Ideen zur Realisierung des 2. Bauabschnittes vorzustellen. „Bereits für den ersten Abschnitt wurden der Verbandsgemeinde hohe Bundes- und Landesmittel bereitgestellt, die sich zur Aufwertung der Loreley schon heute mehr als gelohnt haben“, zeigt sich Mike Weiland dankbar. Die Kommunalpolitik hoffe daher auch künftig auf die Unterstützung von Land und Bund, damit es weitergehen kann.

Hendrik Hering, der die Loreley auch aus früheren Zeiten gut kennt, zeigte sich vom neuen Park begeistert: „Hier wurde ein erster wichtiger und richtiger Schritt unternommen, die Loreley wieder zu dem Mythos- und Anziehungspunkt im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal zu machen, wie es sich für einen solchen Ort mit touristischer und internationaler Bekanntheit und Bedeutung gebührt.“ Auch Roger Lewentz zeigt sich überzeugt: „Bis zur BUGA 2029 werden sich sowohl der Park als auch die Besucherzahlen noch äußerst positiv weiterentwickeln, wenn man jetzt nach diesem ersten Aufschlag dranbleibt.“

Klare Prioritäten für die SPD

Für die SPD Loreley gibt es daher beim 2. Bauabschnitt ganz klare Prioritäten: Die Verbandsgemeinde muss die mit dem Pächter vertraglich festgelegten Verpflichtungen erfüllen, dass dieser sich möglichst bald sowohl im Bistro des Besucherzentrums als auch in der Gastronomie des ehemaligen Turner- und Jugendheimes engagieren kann. Daher steht für die SPD der Gebäudeumbau des ehemaligen Turner- und Jugendheimes zum Gastronomiebetrieb einschließlich Anbau mit öffentlicher Sanitäranlage an erster Stelle. Danach gilt es, die Fertigstellung des Mythosraumes inklusive Dachkonstruktion und Innenausbau mit technischen Anlagen und Sanitärräumen umzusetzen, was schlussendlich auch Voraussetzung für die Realisierung der dortigen Ausstellung ist. Dann sollen die vier Ausstellungspunkte an den mythischen Orten im Park hergestellt werden. „Sowohl von Gästen als auch von Einheimischen werden wir immer wieder angehalten, dass eine Loreley-Statue ein Muss für den neuen Park ist“, hebt Mike Weiland die bereits lange von der SPD erhobene Forderung erneut hervor. Darüber hinaus sollen eine Multifunktionsfläche als erweiterter Besucherparkplatz für PKW inklusive einer ausreichenden Zahl barrierefreier Stellflächen, Wohnmobilstellplätze mit entsprechenden Anlagen, die künftig auch Einnahmen für die Pflege des Kultur- und Landschaftsparks generieren sollen, sowie ein barrierefreier Bussteig den 2. Bauabschnitt abschließen.

Mängel beseitigen

Erst vor wenigen Monaten wurde durch die Verbandsgemeinde ein neuer Parkscheinautomat aufgestellt. Dieser funktioniert allerdings nicht bzw. nicht ordnungsgemäß und verursacht beim Personal der Tourist-Information im Besucherzentrum derzeit nur Mehraufwand. Dieser Zustand muss schnellstens abgestellt werden, denn hier gehen der Verbandsgemeinde derzeit wichtige Einnahmen verloren und generell muss im Rat über die Parkgebührenstruktur gesprochen und eine Entscheidung getroffen werden. Abschließend gilt es, die seit rund 20 Jahren in Betrieb befindlichen Gerätschaften im Besucherzentrum Stück um Stück zu erneuern, denn gerade die gestiegenen Besucherzahlen müssen allen Ansporn für einen reibungslosen Betriebsablauf in der Gastronomie und im gesamten Gebäude sein.

Ein Kinderspielplatz soll nach Ansicht der SPD aufgrund der Gesamtfinanzsituation der Verbandsgemeinde erst einmal als zweitrangig betrachtet werden, denn an der Rodelbahn ist bereits auf privater Initiative ein kleiner Spielplatz entstanden. „Die Verbandsgemeinde muss für den 2. Bauabschnitt nun zügig aussagekräftige Unterlagen zusammentragen, um im Hinblick auf Zuschüsse mit Land und Bund über ein Gesamtpaket verbindlich sprechen zu können“, so Mike Weiland. Zu groß dürfe das Maßnahmenpaket mit Blick auf Baumaßnahmen und Finanzierung auch nicht werden, sondern realistisch. Schließlich könne mit Blick auf die bevorstehende BUGA 2029 auch noch die eine oder andere Maßnahme zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff genommen werden.

Projektsteuerer soll unterstützen

Für die SPD ist es wichtig, künftig wieder einen kompetenten Projektsteuerer an der Seite der Verbandsgemeindeverwaltung zu wissen, da man hier den an sich für Tourismus zuständigen Mitarbeiter, der bislang ausgezeichnete Arbeit und ein hervorragendes Engagement gezeigt habe, nicht mit dem Projekt ‚Loreley‘ alleine stehen lassen dürfe. Ihm müsste man unter die Arme greifen. Das Land hatte zur Vorbereitung des 2. Bauabschnittes schon im vergangenen Jahr einen Projektsteuerer beim Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal finanziell unterstützt, was aber kurze Zeit später scheiterte, weil es hier Differenzen in der gewählten Konstellation mit Ansiedlung beim Zweckverband und Leistungserbringung für die Verbandsgemeinde mit dem Ergebnis gab, dass der Projektsteuerer seine Tätigkeit wieder kündigte.

Im Zuge des Nachtragshaushaltes 2019 wurden vom Rat Mittel in Höhe von 425.000 Euro zuzüglich Nebenkosten für den geplanten Ankauf weiterer Flächen auf dem Loreley-Plateau bereitgestellt. „Auch das ist viel Geld, aber eine richtige Entscheidung“, erläutert Mike Weiland die Zustimmung seiner Fraktion zu dem Vorhaben zum Abschluss des Besuchs von Hendrik Hering gegenüber dem Landtagespräsidenten und dem Wahlkreisabgeordneten Roger Lewentz. Nur so könne sich die Verbandsgemeinde – anders als in früheren Kaufverhandlungen – zu einem noch angemessenen Preis Entwicklungsflächen auf dem Plateau sichern, um die Loreley in eine gute Zukunft zu führen.

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