Donnerstag, 19. September 2019

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"Nette Nachbarn" Bad Ems-Nassau informierten sich über Hilfsmittel

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Rhein-Lahn-Kreis. Der Name ist „Programm“ bei den „Netten Nachbarn“ – kurz „NeNa’s“: Ehrenamtlich tätige Damen und Herren verschenken etwas von ihrer Zeit, indem sie ältere, alleinstehende, hilfebedürftige Menschen zu Hause oder auch in Senioren- und Pflegeheimen besuchen. Sie begleiten bei Spaziergängen oder Besorgungen, erledigen auch schon mal einen Einkauf oder unterstützen durch Handreichungen und Hilfestellungen. So ergänzen sie immer wieder die Hilfen durch Profis wie etwa die ambulanten Pflegedienste oder die Pflege- oder Betreu-ungskräfte im Seniorenheim. Einmal im Jahr tun sie gemeinsam auch sich selbst etwas Gutes.

Der alljährliche Ausflug stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Information. So gab es im MEDI-Haus in Mülheim-Kärlich allerhand zu entdecken, was den Alltag von Menschen mit Behinderung oder Pflegebedarf und deren pflegenden Angehörigen das Leben etwas leichter gestalten kann: die unterschiedlichsten Rollatoren, einen Sessel mit Aufstehhilfe oder einen Treppenlifter konnten die „NeNa’s“ direkt ausprobieren. Selbstverständlich gab es auch ein mit vielen hilfreichen Dingen ausgestattetes Bad oder Schlafzimmer zu sehen – oder eine mit Rollstuhl nutzbare Küche. Auf großes Interesse stießen die vielen „kleinen Helfer“ – zum Beispiel das farblich kontrastreiche Essgeschirr, eine „Anti-Rutsch-Matte“ für den Esstisch oder die besonders ausgeformten Bestecke, die auch für Menschen mit Demenz hilfreich und erleichternd sein können. Dank einer Spende der G. und I. Leifheit-Stiftung durften sich die Ehrenamtlichen nach vielen interessanten Eindrücken noch im Eiscafé etwas verwöhnen lassen, bevor es wieder zurück an die Lahn ging.

Im gesamten Rhein-Lahn-Kreis finden sich solche Projekte, die durch das Seniorenbüro „Die Brücke“ des Rhein-Lahn-Kreises organisiert und von den Pflegestützpunkten fachlich begleitet werden. Auch in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau sind es überwiegend engagierte, rüstige Ruheständlerinnen und Ruheständler, die anderen Menschen noch etwas Gutes tun möchten. Die Aktiven selbst werden jedoch selbst immer älter und kommen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. So haben sich in letzter Zeit immer mehr Aktive aus Altersgründen oder auf Grund der eigenen gesundheitlichen oder  familiären Situation aus ihrem freiwilligen „Dienst“ verabschiedet und zumindest Bad Ems droht aktuell regelrecht zu verwaisen. Daher suchen die „Netten Nachbarn“ dringend neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die bereit sind, älteren hilfe- und pflegebedürftigen Menschen etwas von ihrer Zeit zu schenken.

Neben den Besuchen zu Hause oder in Senioren-Einrichtungen treffen sich die „NeNa’s“ regelmäßig zum Austausch und zur Planung von Einsätzen. Diese Treffen finden in der Regel in den „geraden“ Monaten am ersten Dienstag im Monat um 14 Uhr in der „Kaffeekanne“ – der AWO-Begegnungsstätte in Nassau – statt. Nähere Informationen gibt es bei Uschi Rustler vom Seniorenbüro des Rhein-Lahn-Kreises „Die Brücke“, Tel. 02603/972-336, und Stefan Hauser (Pflegestützpunkt Bad Ems), Tel.: 02603/5750.

BBS Lahnstein verabschiedet Absolventen der Polizeiklasse und der Berufsoberschule

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Rhein-Lahn-Kreis. Insgesamt 21 Absolventen der Höheren Berufsfachschule für Polizeidienst und Verwaltung in Lahnstein haben jetzt das Zeugnis der Fachhochschulreife und damit die Eintrittskarte zum Studium auf dem Hahn erhalten. Zugleich übergab der Leiter der Berufsbildenden Schule (BBS), Dietmar Weber, auch die Zeugnisse an 22 weiteren Schülerinnen und Schülern der Berufsoberschule 1, der Berufsoberschule 2 und der Dualen Berufsoberschule, die die Fachhochschulreife bzw. Allgemeine Hochschulreife erreicht haben.

In einer Feierstunde – im Beisein von Vertretern der Polizei, Eltern, Freunden und Lehrern und umrahmt von der Musikgruppe der BBS Lahnstein –betonte Schulleiter Weber besonders den Wert der vielfältigen Bildung in der heutigen Zeit. Kern seiner Rede war die Frage „In welche Welt entlassen wir unsere Schülerinnen und Schüler?“ Hier gelte es zu erkennen, dass es nicht nur um die Erfüllung von Lehrplänen und das Erreichen von schulischen Zielen gehe, sondern vordringlich um das Engagement für die Gesellschaft. Dies zeigten momentan gerade aktuelle Entwicklungen im Tun junger Menschen.

Hier sei der diesjährige Schülersprecher Sebastian Kohl durch sein Verhalten und seine Leistungen besonders aufgefallen, weshalb ihm sowohl der Preis der Ministerin für soziales Engagement als auch ein weiterer Buchpreis überreicht wurde.

Dabei habe der Unterricht in der höheren Berufsfachschule Polizeidienst und Verwaltung besondere Akzente gesetzt, wie der Klassenleiter Dr. Georg Bruchhof anschließend betonte. Er erinnerte an die Studienfahrt nach München, den Schwerpunkt der NS-Zeit im Geschichtsunterricht und den Besuch unterschiedlicher Gedenkorte, außerdem die Fahrt nach Bonn ins Haus der Geschichte und das Regierungsviertel.

Annette Coors, Klassenleiterin der Berufsoberschule 1, thematisierte den Begriff „Reife“ im Zusammenhang mit dem Abschluss „Fachhochschulreife“. Sie hob hervor, dass es notwendig sei, neben Kenntnissen in der digitalen Welt auch die realen Kontakte zu pflegen. Erst in der Auseinandersetzung mit der Meinung und der Person des  Anderen könne eine gereifte eigene Meinung wachsen. Das Ergebnis sei der reife Mensch, der offen für die Meinungen anderer sei.

Dr. Uwe Christoffer, Klassenleiter der Dualen Berufsoberschule, betonte den eisernen Willen und die Beharrlichkeit seiner Klasse, sich nach einem anstrengenden Berufsalltag mit ungewohnten theoretischen Themen auseinanderzusetzen. Nur das könne den Erfolg garantieren. Bei einem anschließenden Sektempfang wurden noch viele Anekdoten der letzten Monate ausgetauscht.

Kräuterküche lockt in Klingelbacher Luthergarten

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Ernte der engagierten Beet-Paten wird am 27. Juli mit Gesundheitsberater erstmals in leckeren Gerichten verarbeitet


KLINGELBACH/RHEIN-LAHN. (16. Juli 2019) Es war im 500. Gedenkjahr zur Reformation 2017, als die evangelische Kirchengemeinde Klingelbach den Entschluss fasste, zwischen Pfarrhaus und Kirche einen Luthergarten anzulegen. Der wird seitdem mit Leben erfüllt. Nach zwei Tauffesten im Jahr 2018 ist nun ein informativer und unterhaltsamer Kochnachmittag angesagt mit Kräutern, die im Luthergarten wachsen.

Ralf Skähr-Zöller, Inhaber der Projektstelle für innovative Angebote für jüngere Seniorinnen und Senioren, lädt mit der Kirchengemeinde am Samstag, 27. Juli um 15 Uhr zur Kräuterküche im Luthergarten. Der Nachmittag beginnt mit einer Einführung in die Kräuterkunde. Anschließend wird gemeinsam geschnippelt, geredet, gelacht und angerichtet, bevor sich die Teilnehmenden ihr Werk schmecken lassen. „Begleitet von Gesang, Musik und Lesungen soll der Nachmittag fröhlich verlaufen“, sagt Skähr-Zöller, der nicht nur Diplom-Religionspädagoge ist, sondern auch Gesundheitsberater (GGB) sowie Koch. Somit sorgt ein echter Kenner des Fachs dafür, wie die im Luthergarten wachsende Kapuzinerkresse, Basilikum, Dill, Fenchel, Ysop, Oregano und andere Kräuter zu einem gesunden Gaumenschmaus zubereitet werden können.

Zu verdanken ist das abwechslungsreiche Gedeihen in dem jungen Garten den engagierten Beetpaten. Das Kräuter-Beet wurde etwa von den Landfrauen der Verbandsgemeinde angelegt und mit vereinten Kräften mit den von ihnen auch gespendeten Kräutern bepflanzt und eingesät. Die Landfrauen waren schon aktiv, als die Idee zum Luthergarte geboren wurde. So veranstalteten sie bereits 2017 einen Weihnachtsmarkt, um aus dessen Erlös Pflanzen für den Garten zu spenden.

Mehr Informationen und Anmeldung für die Kräuterküche im Luthergarten bei Ralf Skähr-Zöller unter Telefon 02603-5099271 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

SGD Nord: Hochwasserschutzmaßnahmen in der Ortsgemeinde Sauerthal

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Rund 200.000 Euro Fördermittel an die Verbandsgemeinde Loreley

Dr.Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, überreichte im Auftrag von Umweltministerin Ulrike Höfken einen Bewilligungsbescheid in einer Gesamthöhe von 198.600 Euro an Bürgermeister Werner Groß (Verbandsgemeinde Loreley). Die Fördersumme wird für  Hochwasserschutzmaßnahmen in der Ortsgemeinde Sauerthal eingesetzt.

„Mit dieser Summe fördert das Land Rheinland-Pfalz die Kosten dieser Hochwasserschutzmaßnahme zu 60 Prozent“, so SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann. Bei der Übergabe des Bescheids betonte er die gute Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Loreley.

„Ich freue mich über einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur verbesserten Sicherheit bei Starkregen. Die Ortsgemeinde Sauerthal weiß die Förderung des Landes zu schätzen“, so der Bürgermeister Werner Groß.

In den vergangenen Jahren kam es in der Ortsgemeinde Sauerthal, Verbandsgemeinde Loreley, häufig zu Abflussproblemen bei Starkregenereignissen. Diese führten in der Ortslage teils zu erheblichen Schäden auch an Privateigentum. Bei Starkregen schwillt der Bach in kurzer Zeit an und führt große Mengen an Holz und Geröll mit sich. Dies führte dann zur Verstopfungen der Rohre. Dagegen wurde zunächst in 2014 ein Geröllfangnetz angebracht. Nachdem es im Juni 2016 in kurzer Abfolge erneut dreimal zu Schäden kam, wurden Baumaßnahmen durchgeführt. Eine der Baumaßnahmen ist z. B. die Lenkung des Wasserlaufs durch sogenannte Leitwände und die Verwendung besserer Rohre. Damit soll das Wasser sicher abfließen können. Die Maßnahmen sind mittlerweile abgeschlossen.

Zudem erfolgt derzeit die Aufstellung eines Konzeptes zur Hochwasser- und Starkregenvorsorge für die gesamte Verbandsgemeinde Loreley.

Hierzu fand u. a. am 09.04.2018 ein Bürgerworkshop in der Ortsgemeinde Sauerthal statt. Die Ergebnisse des Workshops fließen in das Konzept ein. Das Hochwasserschutz- und Starkregenvorsorgekonzept wird auch durch das Land zu 90 Prozent gefördert.

Die SGD Nord hat die Planung zu der Baumaßnahme und die Erstellung des Vorsorgekonzepts fachlich begleitet und die entsprechenden Förderanträge bearbeitet.

Die SGD Nord begleitet das Hochwasserschutzkonzept fachlich in enger Abstimmung mit der Verbandgemeindeverwaltung Loreley. Dazu zählte auch die technische Beratung bei der Planung und Umsetzung dieser Maßnahme sowie die finanzielle Abwicklung der Förderung.

Weitere Informationen unter: www.sgdnord.rlp.de

K 50: Rhein-Lahn-Kreis investiert in Asphaltverstärkung bei Niedertiefenbach

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Rhein-Lahn-Kreis. Umfangreiche Asphaltarbeiten sind in den nächsten Wochen auf der Kreisstraße 50 zwischen Niedertiefenbach und der Kreisstraße 51 bei Roth vorgesehen. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Substanzerhaltung wird der Asphalt auf der K 50 erneuert und dabei verstärkt. Wie der Landesbetrieb Mobilität Diez (LBM Diez) weiter mitteilt, wird voraussichtlich am 22. Juli mit den Bauarbeiten begonnen. Die Dauer der Arbeiten werden voraussichtlich 6 Wochen betragen.

Die Gesamtlänge der Straßenbaumaßnahme beträgt 1,7 km. Die Bauarbeiten werden wegen der Bus-Anbindung von Roth in zwei Bauabschnitten ausgeführt. In den Sommerferien wird der untere Abschnitt zwischen Niedertiefenbach und der südlichen Zufahrt nach Roth saniert und hierfür gesperrt. Für die Sperrungen wird eine Umleitungsstrecke über Rettert und Holzhausen an der Haide eingerichtet. Im Anschluss wird dieser Abschnitt nach den Sommerferien wieder frei gegeben und steht für die Anbindung von Roth und damit auch für die Busse  wieder zur Verfügung. In dieser Zeit finden die Asphaltarbeiten im 2. Bauabschnitt zwischen den beiden Anschlüssen von Roth statt.

Die Baukosten betragen, so Landrat Frank Puchtler rund 415 Tausend Euro und werden vom Rhein-Lahn-Kreis und durch Zuwendungen des Landes Rheinland-Pfalz finanziert.

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