Freitag, 22. Mńrz 2019

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SPD-Fraktion im VG-Rat Loreley

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SPD begr├╝├čt Ausschreibung des Managementplans f├╝r das Welterbetal

In sch├╝tzenswerter Landschaft m├╝ssen gr├Â├čere Infrastrukturprojekte wie Verkehrsma├čnahmen oder auch Hotelprojekte welterbevertr├Ąglich gestaltet werden. Um dies schneller beurteilen und Entwicklungsr├Ąume f├╝r das Mittelrheintal aufzeigen zu k├Ânnen, schreibt das Land unter Federf├╝hrung des Ministeriums des Innern und f├╝r Sport und dem in unserer Region beheimateten Staatsminister Roger Lewentz mit dem so genannten Managementplan f├╝r das Welterbetal alle bisher vorhandenen Strategiepl├Ąne fort und f├╝hrt diese zusammen. Dazu wurde jetzt die entsprechende Ausschreibung auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvorsitzender Mike Weiland (Kamp-Bornhofen) sowie seine Stellvertreter Karl-Heinz Lachmann (Kaub) und Ottmar Kappus (Weisel) begr├╝├čen dies ausdr├╝cklich. "Damit gelingt es unter anderem, den n├Ąchsten Schritt zur absolut notwendigen Planung und zum Bau der Ortsumgehung Braubach zu beschreiten", freut sich Mike Weiland, der seitens der SPD mit den Aktiven das Projekt schon viele Jahre eng bekleidet und nach vorne bringt. Aber auch angedachte Hotelprojekte beispielsweise auf den Rheinh├Âhen lassen sich so einfacher in Puncto Welterbevertr├Ąglichkeit bewerten, was auch f├╝r kommunalpolitische Entscheidungen eine Unterst├╝tzung sei, begr├╝├čen Karl-Heinz Lachmann und Ottmar Kappus das Vorgehen der Landesregierung.

Die rheinland-pf├Ąlzische Landesregierung ist hier jedoch nicht alleine unterwegs. Daher bedurfte es im Vorfeld in den vergangenen Monaten einer ausreichenden und sorgf├Ąltigen Abstimmung mit allen Partnern, die eben auch gewisse Zeit in Anspruch genommen hat. "Klar ist, dass es gerade in Braubach nicht schnell genug gehen kann, denn die Altstadt gerade im Bereich der Oberallee- und der Brunnenstra├če rund um das Obertor, die dortigen B├╝rgerinnen und B├╝rger verdienen schon lange eine Entlastung vom Verkehr", betonen Mike Weiland und Rita Wolf (Braubach). Da aber die aktuell einzig m├Âgliche Verkehrsf├╝hrung der angedachten Umgehung von der Dachsenh├Ąuser Stra├če durch den Marksburg-Berg oberhalb der Bahntrasse im Rheintal ankommen und von dort ├╝ber eine Rampe in die B 42 m├╝nden soll, kann sie nicht gerade als unauff├Ąlliger landschaftlicher Eingriff gesehen werden. Daher bedarf es einer genauen Bewertung.

Gemeinsam mit dem Land Hessen, dem Ministerium f├╝r Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal hat das Ministerium des Innern und f├╝r Sport die Ausschreibung f├╝r die Erstellung des Managementplans mit integrierter Kulturlandschaftsvertr├Ąglichkeitsstudie f├╝r das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal gestartet. Mike Weiland fordert vom neuen Managementplan: "Der Plan muss den Gemeinden und St├Ądten Luft zum Atmen lassen und die positive Entwicklung des Tales weiter erm├Âglichen und sogar f├Ârdern, denn davon ist die Zukunft unserer Heimat abh├Ąngig." Es sollen daher insbesondere Perspektiven und konkrete Ma├čnahmen f├╝r die weitere Entwicklung der Welterbest├Ątte zum Beispiel in den Bereichen Denkmal- und Kulturlandschaftsschutz, Wohnen, Tourismus, Wirtschaft oder Verkehr aufgezeigt werden. Nach Vorstellung der SPD muss der Plan eine im Sinne des Welterbes 'positive Machbarkeits-Liste' und darf keine 'negative Verhinderungs-Liste' werden.

Nicht zuletzt sollen daher im Managementplan auch die Planungen zur Bundesgartenschau 2031 ber├╝cksichtigt werden. Innenminister Roger Lewentz, ebenfalls intensiver und langj├Ąhriger Unterst├╝tzer der Ortsumgehung Braubach und Ideengeber der BUGA 2031, ist sich sicher, dass das Tal mit dem neuen Managementplan eine fundierte und mit der UNESCO abgestimmte Grundlage erhalten wird, um die weitere Entwicklung des Mittelrheintals voranzutreiben."

Der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises und Vorsitzende des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal Frank Puchtler befindet, dass man den Managementplan als Fundament f├╝r die weitere Arbeit im Mittelrheintal sehen k├Ânne, um zielorientiert, flexibel und unter der Leitlinie ÔÇÜGemeinsame St├Ąrke nutzenÔÇś die Entwicklung vorantreiben zu k├Ânnen.

Aufgabe eines solch verbindlichen Planes ist es nach den Richtlinien der UNESCO, zentrales Planungsinstrument f├╝r den Schutz, die Nutzung, die Pflege und die erfolgreiche Weiterentwicklung von Welterbest├Ątten zu sein, m├Âgliche Risiken zu analysieren und Strategien zu deren Vermeidung aufzuzeigen.

Braubachs ehemalige Stadtb├╝rgermeisterin Rita Wolf kommt abschlie├čend noch einmal auf die Situation in Braubach zur├╝ck: "Viele verkennen, dass neben dem Engagement der B├╝rgerinitiative "Braubach lebenswerter e.V." um Helmut Veit es dem politischen Druck von Roger Lewentz und Mike Weiland in der Schlussphase der Entscheidungsfindung beim Landesbetrieb Mobilit├Ąt zu verdanken ist, dass in der Braubacher Ortsdurchfahrt j├╝ngst ├╝berhaupt Tempo 30 angeordnet werden konnte. "Sie erwartet sich mit dem Managementplan unter der Regie von Roger Lewentz daher den n├Ąchsten Schritt f├╝r eine positive Entwicklung der Wein- und Rosenstadt und des Mittelrheintals.