Montag, 25. Juni 2018

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Volksbank Rhein-Lahn-Limburg: Mit 2017 sehr zufrieden

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„Mit dem Ergebnis des Jahres 2017 sind wir zufrieden“.  So lautete der Tenor bei der Vertreterversammlung der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg eG im Marmorsaal des Kurhauses in Bad Ems. Die Vorstandsmitglieder Klaus Merz und Matthias Berkessel ließen vor über 300 Vertretern, Gästen und Mitarbeitern das Jahr 2017 Revue passieren und berichteten neben dem Jahresabschluss 2017 ebenfalls über anstehende strategische Projekte.

Die Bilanzsumme der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg eG mit ihren rund 40.000 Mitgliedern und rund 90.000 Kunden beläuft sich zum Jahresende auf 1,883 Mrd. €, was einer Steigerung von 7,2 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Kundeneinlagen incl. der in Aktien-, Renten- und Immobilienfonds, anderen Wertpapieren sowie Bausparen, Lebens- und Rentenversicherungen angelegten Geldern summierten sich auf insgesamt 2,314 Mrd. €. Die Summe aller vergebenen Kredite belief sich zum Bilanzstichtag auf 1,436 Mrd. €. Hinzu kommen vermittelte Kredite in der Größenordnung von fast 450 Mio. €. Auch die Kommunen im Geschäftsgebiet können sich über das gute Abschneiden einer der größten Steuerzahler freuen: rund 2,3 Mio € zahlte die Bank an Gewerbesteuer.

Klaus Merz beleuchtete die wirtschaftliche Entwicklung des abgelaufenen Jahres. Amerika mit Präsident Trump und seiner „America First-Politik“, die Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland, zähen Brexit-Verhandlungen, anstehender Regierungsbildung in Italien sowie dem drohenden Handelskrieg bestimmten und bestimmen die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die deutsche Wirtschaft – so Merz – war gekennzeichnet durch einen weiterhin stabilen Wachstumskurs mit den daraus resultierenden positiven Folgen. Als bisherige und auch künftige Herausforderungen bezeichnete Vorstandsmitglied Merz die Themen Niedrigzins, Regulatorik, Demografie und Digitalisierung.

Vorstandsmitglied Matthias Berkessel ging in seinem Vortragsteil neben den Bilanzzahlen auf den Erfolgsfaktor „Mitarbeiter“ ein. 421 Mitarbeiter, durchschnittlich 22 Auszubildende und weitere 38 Praktikanten waren 2017 für die Bank tätig. Über 1.000 Seminartage wurden in die Weiterbildung investiert. Vorstandsmitglied Berkessel bezeichnete die Bank als verlässlichen Arbeitgeber und als gesellschaftlich engagierte Größe in der Region. Finanziell unterstützte die Volksbank in 2017 durch Spenden in einer Größenordnung von über 150 T€. Hinzu kommen Sponsoringunterstützungen und seit zwei Jahren die Crowdfundingplattform, über die Vereine weitere Spendenmitttel akquirieren können.

Die Omnikanalstrategie der Bank, die sich in erster Linie an den geänderten Kundenbedürfnissen orientiert – eingebettet in das Thema Digitalisierung rundeten die Ausführungen von Vorstandsmitglied Berkessel ab.

Am Ende seiner Ausführungen ging Matthias Berkessel auf das Raiffeisenjahr ein. „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele“ zitierte er Friedrich-Wilhelm Raiffeisen, den Begründer der Genossenschaftsidee. Zur Erinnerung an die Vertreterversammlung und den 200. Geburtstag gab es für alle Vertreter und Gäste ein 5-Liter Fässchen Bier mit dem Konterfei Raiffeisens.

Aufsichtsratsvorsitzender Harald Lang berichtete über die Tätigkeiten des Aufsichtsrates und über das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung bevor die Vertreter einstimmig Vorstand und Aufsichtsrat entlasteten und die Verwendung des Jahresabschlusses beschlossen.  Die Mitglieder der Bank können sich nun über eine Dividende in Höhe von 6 Prozent freuen. Die turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Mitglieder Hans Beresko, Wolfgang Brandhoff, Stefan Laßmann, Ulrich Münch, Walter Schupp wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Nach dem offiziellen Teil saßen Vertreter, Gäste und Mitarbeiter der Bank bei herrlichem Sommerwetter noch einige Stunden unter den Kolonaden und im Garten des Kurhauses zusammen.