Mittwoch, 24. April 2019

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Volksbank Rhein-Lahn-Limburg wächst weiter

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Bilanzsumme beträgt nun fast 2 Milliarden

Die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg lud zum mittlerweile 9. Jahresempfang in die Limburger Stadthalle und rund 450 freuten sich über ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2018. Auch für das bereits angebrochene Jahr rechnet der Vorstand mit einer positiven Entwicklung.

Kay Scheffel – einer der bekanntesten Bauchredner Deutschlands – begeisterte die Gäste mit einer kurzweiligen Bühnenshow. Der aus Niedererbach stammende Künstler brachte das Publikum als Comedian, Kabarettist, Parodist und Bauchredner und -sänger permanent zum Lachen.

Die Vorstandsmitglieder Matthias Berkessel und Klaus Merz berichteten über das Geschäftsjahr und wollten statt zu jammern lieber auf Erfolge verweisen.

Die Volksbank hat 2018 mit einer Bilanzsumme von 1,99 Milliarden Euro abgeschlossen. Das entspricht einer Steigerung von rund 5,7 Prozent und einem Wachstum von mehr als 100 Millionen – und das schon zum zweiten Mal in Folge. Matthias Berkessel bezifferte die Summe aller Geschäfte der Kunden bei der Volksbank und ihren Partnern auf insgesamt über 4,4 Milliarden Euro.

Getragen wurde der Aufschwung vom Kreditgeschäft, das um gut sieben Prozent auf 1,53 Milliarden kletterte. Aber auch die Einlagen haben sich erneut erhöht: um gut 5,5 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro – „obwohl es praktisch keine Zinsen gibt“, erläuterte Berkessel. Um Erträge zu generieren, hätten die Banker auf andere Investitionen ausweichen müssen, was sich dank guter Partner gelohnt habe. Sogar das reine Wertpapiergeschäft sei im katastrophalen Börsenjahr 2018 ordentlich gewesen.

Die entscheidende Frage, ob denn auch etwas übriggeblieben ist, beantwortete er mit einem klaren „Ja“. Der Gewinn liege deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Volksbanken und Sparkassen, sagte Berkessel und fügte an die Bürgermeister gerichtet mit einem zwinkernden Auge hinzu: „Das wird Sie sicher freuen: Wir werden wohl noch mehr Körperschafts- und Gewerbesteuer zahlen müssen als für 2017.“

Der Vorstand dankte neben Kunden und Partnern vor allem den 430 „top ausgebildeten und hoch motivierten“ Mitarbeitern. „Wir blicken voller Optimismus nach vorne und gehen das laufende Jahr mit aller Kraft an“, betonte Klaus Merz. Die Volksbank habe mit Zentren in Limburg und Diez sowie in Lahnstein mit der Nähe zum Oberzentrum Koblenz aber auch einen guten Markt und die richtigen Produkte für alle Lebenssituationen und Lebenslagen. „Was wir nicht liefern können, braucht niemand“, sagte Klaus Merz.

Seiner Meinung nach wird die Nachfrage nach Immobilien auf weiter hohem Niveau bleiben und damit das Finanzierungsgeschäft der Bank unterstützen. Das niedrige Zinsniveau fördere diese Entwicklung zusätzlich. Die von vielen herbeigeredete Zinswende sei auf unbestimmte Zeit abgeblasen. Deshalb sollten Geldanleger in Produkte mit Renditechancen investieren. Die „neue Form des Sparens“ will die Volksbank in 14 Kundenveranstaltungen im kleinen Kreis vorstellen.

Laut Klaus Merz gehen die Besucherzahlen in den Geschäftsstellen seit Jahren deutlich zurück. Deswegen seien im Vorjahr zwar sechs Geschäftsstellen geschlossen worden, alle Mitarbeiter aber weiter an Bord und drei Geschäftsstellen technisch aufgerüstet worden. Mit 28 Filialen sei die Bank im Geschäftsgebiet gut vertreten, erklärte er.

Parallel will die Volksbank ihr Online-Angebot weiter verbessern. Matthias Berkessel verwies auf digitale Angebote und Leistungen vom elektronischen Postfach über die VR-Banking App bis zu „Kwitt“ (Senden und Empfangen von  Geldbeträgen per Smartphone). Dies ändere nichts an der Grundausrichtung: „Die Wahrnehmbarkeit und die Verwurzelung in der Region ist die Basis, die wir nie aufgeben werden“, versprach er.

Dies gelte auch für die Unterstützung der heimischen Wirtschaft sowie von Ehrenämtern und Vereinen. 2018 habe die Bank mehr als 300 Vereine und gemeinnützige Einrichtungen mit mehr als 200 000 Euro gefördert.

Sichtlich stolz berichtete Matthias Berkessel abschließend über den großen Erfolg beim „Limburger Kundenspiegel“, für den Ende 2018 über 800 Personen befragt worden sind. Unter sieben Geldinstituten ging der Branchensieg an die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg, die in allen drei Kategorien (Freundlichkeit, Beratungsqualität und Preis-Leistungs-Verhältnis) den ersten Platz belegte und damit bereits zum 5. Mal in Folge Sieger wurde.

In einer kleinen Talkrunde stellte Vorstandsmitglied Merz die seit nunmehr 100 Tage amtierende Hauptgeschäftsführerin der IHK Limburg-Weilburg Monika Sommer vor, die ihrerseits einiges über die Aktivitäten der IHK zu berichten wusste.