CVJM investiert ins Leben

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Mehr als 30 neue Lebensretter sind auf Initiative des Jugendverbandes in der Stammzellspenderdatei der Stefan-Morsch-Stiftung registriert

Mehr als 30 neue Lebensretter aus dem Taunus sind seit vergangenen Sonntag in der Stammzellspenderdatei der Stefan-Morsch-Stiftung registriert. Die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke hatten die Mitglieder des CVJM Becheln organisiert. Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung, ist begeistert vom Engagement der Jugendlichen und jungen Erwachsenen: „Hilfe für Leukämiekranke ist eine Investition ins Leben! Danke!“

Jedes Jahr erkranken etwa 11 000 Menschen an Leukämie – allein in Deutschland. Viele davon sind Kinder oder Jugendliche. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich gesunde Spender als mögliche Lebensretter zur Verfügung stellen. In Spenderdateien wie der weltweit vernetzten Stefan-Morsch-Stiftung, sind derzeit fast 34 Millionen Menschen registriert, nichtsdestotrotz ist es oft noch ein Glücksfall, wenn sich ein passender Spender findet. Lisa Emmerich hatte die Stefan-Morsch-Stiftung bei der Vorbereitung des Aufrufs mit ins Boot geholt: „Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich die Chance, dass einem an Leukämie erkrankten Menschen mit Blutkrebs geholfen werden kann.“

Der CVJM hatte zusätzlich auch jedem der kam, angeboten sein Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen. Ein Angebot, das viele Besucher gerne annahmen. So wurden weitaus mehr als 30 Lebensretter an diesem Sonntag gefunden. Neben der stabilen Seitenlagen und den verschiedenen Anwendungen an Druckverbänden, konnten die Besucher die Wiederbelebung, sowohl an einer Erwachsenenpuppe, als auch an einer Kinderpuppe testen. „Die Resonanz war super. Jetzt haben wir hier in Becheln viele neue Lebensretter“, so Nina Birkenstock, die mit ihrem Team über das Erste-Hilfe-Wissen informiert hat.

Neben den zwei Angeboten gab es auch eine riesige Kuchentheke, die nur durch die Hilfe von den Einwohnern in Becheln solch eine große Auswahl bieten konnte. Die eingenommenen Spenden werden von dem CVJM Becheln an die Stefan-Morsch Stiftung gespendet, damit die Typisierung weiterhin kostenlos verlaufen kann.

Die Speichelproben der „frisch“ registrierten Stammzellspender werden jetzt im Labor der Stefan-Morsch-Stiftung analysiert und die für eine Transplantation wichtigen Gewebemerkmale (HLA-Werte) in der Spenderdatei der Stiftung gespeichert. Das bedeutet: Die HLA-Werte, das Alter und Geschlecht sowie weitere transplantationsrelevante Werte werden preudonymisiert hinterlegt. Gemeinsam mit der Spendernummer werden diese an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) übermittelt, um für weltweite Suchanfragen von Patienten zur Verfügung zu stehen.

Die Stefan-Morsch-Stiftung dankt für die Initiative des CVJM „Die Mitglieder haben uns den Weg geebnet, damit wir hier eine so erfolgreiche Typisierungsaktion starten konnten“, so Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Organisation, die seit mehr als 30 Jahren Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke leistet.

Wer möchte, kann sich auch online über die Website www-stefan-morsch-stiftung.de registrieren lassen. Auch Spendengelder sind darüber hinaus willkommen.  Stefan-Morsch-Stiftung – Hilfe für Leukämie-und Tumorkranke: Kreissparkasse Birkenfeld, IBAN: DE35 5625 0030 0000 0797 90, BIC: BILADE55XXX

Die Stefan-Morsch-Stiftung ist die erste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ leistet sie schnelle und persönliche Hilfe für Krebskranke und ihre Familien. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 11 000 Menschen an bösartigen Blutkrankheiten wie etwa der Leukämie. Jeder zweite Patient ist ein Kind oder Jugendlicher. Je nach Leukämieart variieren die Heilungsaussichten. Oft reicht die Behandlung mit Chemotherapie und/oder Bestrahlung aber nicht aus. Dann ist die Übertragung gesunder Blutstammzellen die einzige Hoffnung auf Leben. Eine solche Transplantation ist aber nur möglich, wenn sich ein passender Stammzell- bzw. Knochenmarkspender zur Verfügung stellt. Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich somit die Chance, dass einem todkranken Patienten das Leben gerettet werden kann.