Samstag, 20. Juli 2019

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SPD will Klimaschutz an Schulen voranbringen - Antrag im Kreis gestellt

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Die SPD im Kreis hat die Diskussionen rund um Klimaschutz und Nachhaltigkeit der vergangenen Monate aufgegriffen und einen ersten Antrag zum Thema in die Kreisgremien eingebracht. Die Fraktion um Carsten Göller fordert die Errichtung kostenloser Trinkwasserbrunnen, an denen Trinkflaschen aufgefüllt werden können in allen Schulen und das Aufstellen von Sammelbehältern vor allem für Einweg-Pfandflaschen, um mit dem gesammelten Geldern Umweltschutzprojekte oder Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit umzusetzen.

In den zurückliegenden Monaten haben vor allem junge Leute die Themen Klima-, Natur- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit in den Vordergrund gestellt. „Der Klimawandel ist real und er wird das Leben im Rhein-Lahn-Kreis verändern“, sind der SPD-Kreisvorsitzende Mike Weiland und Kreistagsmitglied Gabi Laschet-Einig überzeugt. Sicherlich werden einzelne Maßnahmen den Klimawandel nicht von heute auf morgen umkehren, aber viele kleine Schritte ergeben nach Auffassung der SPD eine große Bewegung. Daher möchte die SPD-Fraktion in den Kreisschulen die Maßnahmen umsetzen.

Die SPD knüpft dabei an ein Förderprogramm für öffentliche Trinkwasserbrunnen an, das vom rheinland-pfälzische Umweltministerium Anfang Juli vorgestellt wurde. An diesen Brunnen sollen die Menschen kostenfrei Trinkwasser in ausgezeichneter Qualität bekommen können und nicht nur direkt trinken, sondern auch ihre Trinkfalschen auffüllen können. Mit Hilfe dieser Trinkwasserbrunnen können Emissionen, die bei der Herstellung und beim Transport vor allem von Einweg-Plastikfalschen anfallen, aktiv eingespart werden

Sicherlich werden Einweg-Pfandflaschen oder Pfandflaschen im allgemeinen nicht sofort aus unseren Schulen verschwinden. Um dennoch aktiv etwas im Bereich Umweltschutz zu tun, regt Fraktionsvorsitzender Carsten Göller an, dem Beispiel der BBS in Lahnstein zu folgen. Dort steht im Eingangsbereich eine große Tonne, um Pfandflaschen und -dosen zu sammeln. Das so gesammelte Geld wird anschließend für Projekte an der ruandischen Partnerschule in Nzuki eingesetzt. Die Schülerinnen und Schüler leisten somit einen aktiven Beitrag in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Mit dem Aufstellen einer solchen Tonne an allen Schulen, sofern sie nichts bereits vorhanden sind, können die Schulen Gelder sammeln, die anschließend in Umweltschutzprojekte oder bei Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit eingesetzt werden. Die Entscheidung soll aber immer von der Schülerschaft selbst getroffen werden. Ziel beider Maßnahmen ist es, junge Menschen aktiv einzubinden und Angebote zu ihren Forderungen zu machen.