Dienstag, 20. August 2019

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Spendenlauf an Singhofens Schulen bringt 4100 Euro für Mabira

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Afrika-Woche und 40-Jahr-Feier an Grundschule und Oranienschule fördern Ausbildungsprojekt im Partnerdistrikt des Dekanats Nassauer Land


SINGHOFEN/RHEIN-LAHN. (12. August 2019) Bildende Nachwirkungen hatten das Schulfest der Grundschule und die Feier zum 40-jährigen Bestehen der Oranienschule in Singhofen: stolze 4100 Euro, die dabei „erlaufen“ wurden, kommen einem Ausbildungsprojekt in Mabira in Tansania, dem Partnerdistrikt des evangelischen Dekanats Nassauer Land, zugute.

Die Leiter der beiden Schulen Raimund Krämer (Grundschule) und Roswitha Zenker (Oranienschule) übergaben den Spendenscheck an die Vertreter des Dekanats-Arbeitskreises Nassau-Mabira Berthold Krebs und Dietmar Menze. Letzterer hatte im Rahmen der dem Fest voran gestellten Afrika-Woche den Kindern gezeigt, wie deren Altersgenossen in dem tansanischen Gebiet leben. Zwei Informationen beeindruckten insbesondere: Die Klassen haben dort eine Größe um die 80 Schülerinnen und Schüler, und anschließend legen viele noch etliche Kilometer zurück, um Trinkwasser für ihre Familien von verschmutzten Wasserstellen in ihre Familien zu transportieren.„Ich mache solche Vorträge öfter, aber die Aufmerksamkeit und das Interesse der Schüler hier fand ich schon sehr faszinierend“, erinnerte sich Menze während der Spendenübergabe. „Es war wichtig, dass nicht nur das Lehrpersonal über Afrika erzählt“, unterstrich Krämer die Wirkung des Vortrags.

Zenker erinnerte an den erfolgreichen Spendenlauf rund um die Mehrzweckhalle für den Partnerdistrikt, an dem etwa 150 Kinder teilnahmen, die Spendenzwischen fünf und 300 Euro für ihre Runden akquirierten. Das Engagement der beiden Bildungseinrichtungen, von deren Kindern und Angehörigen, für das Beate Bubinger von der Grundschule die Idee lieferte, soll auch der Bildung in Mabira zu Gute kommen. Dietmar Menze stellte den beiden Schulleitern das auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Projekt MAVEC vor, mit dem Dank einer handwerklichen Ausbildung jungen Menschen eine Einkommens- und Lebensperspektive in ihrer Heimat geboten wird anstatt in Europa ihr Glück zu versuchen. „Wichtig ist uns, dass das in der Ausbildung erworbene Know-how im Land und den Heimatdörfern bleibt und dort weiter gegeben wird“, erläuterte Menze das Projekt, das mit der Afrika-Woche in Singhofen und dem Jubiläumfest unterstützt wird. „Wir setzen dabei aufs Gedeihen der kleinen zarten Pflanze des Mittelstandes“, so Menze. „Die wirtschaftliche Entwicklung der Partner muss von unten aufgebaut und entwickelt werden“, ergänzte Berthold Krebs.