Mittwoch, 23. Oktober 2019

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Gesund führen im Krankenhaus

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Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen durch Landesprojekt „Führung im Krankenhaus II“. Auftaktworkshop im St. Elisabeth Krankenhaus Lahnstein.

Lahnstein. Deutschlandweit hat man mit einem Fachkräfteengpass in den Pflegeberufen zu kämpfen. Das rheinland-pfälzische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie bemüht sich u. a. mit der „Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative 2.0“ um die Schaffung attraktiver Beschäftigungsbedingungen. Ein Aspekt der Arbeit ist die Stärkung der Führungskompetenzen von Leitungskräften. In diesem Zusammenhang hat Ende September im St. Elisabeth Krankenhaus in Lahnstein ein Workshop zum Thema „Transformationale Führung“ stattgefunden, zu dem Pflegekräfte aus ganz Rheinland-Pfalz eingeladen waren.

„Wir waren gerne Gastgeber der Veranstaltung“, so Pflegedirektor Mario Schneider, „weil wir unsere eigenen Mitarbeiter auch kontinuierlich dazu anhalten, auf ihre eigene Führungspraxis und Gesundheit zu achten.“ Ein Landesprojekt, das nach einer dreitägigen Schulung zusätzlich sechs Einzelcoachings für jeden Teilnehmer bietet, entspricht daher genau dem Führungs- und Fortbildungsverständnis des St. Elisabeth Krankenhauses und der Katholischen Kliniken Lahn.

Theoretischer Workshop mit viel Praxisanteil
Im Initial-Workshop haben die Teilnehmer gelernt, wie sie als Vorbild vorangehen, attraktive Ziele setzen, die eigenen Mitarbeiter individuell fördern und zu mehr Eigeninitiative und Kreativität ermutigen. „Wer gerne zur Arbeit kommt und sich dort wertgeschätzt fühlt, bleibt auch gesund“, meint Hendrik van‘t Hoff-Haas, Stationsleiter bei den Katholischen Kliniken Lahn. „Und das gilt für unsere Mitarbeiter und uns selbst gleichermaßen.“ Nach der Vermittlung der theoretischen Grundlagen zum transformationalen Führungsstil gab es daher im Workshop immer wieder Praxisübungen und Best Practise Beispiele für den Transfer in den Arbeitsalltag.

In den folgenden Monaten werden nun für jede Führungskraft sechs Einzelcoachings stattfinden. Hier geht es dann um die individuellen Ziele in Bezug auf gesundes Arbeiten und Mitarbeiterführung und um die Fragestellung, wie Strategien und Maßnahmen alltagstauglich angepasst werden können, um auch die letzten Hürden zu überwinden. „Die Ergebnisse des Vorgängerprojektes zeigen, dass die teilnehmenden Stations- und Pflegedienstleitungen ihr Führungsverhalten deutlich verbessert haben und ihre alltäglichen Arbeitsbedingungen und –belastungen heute stressfreier bewältigen können“, so Schneider. „Das wiederum ist allen Mitarbeitern und damit letztlich dem gesamten Haus zu Gute gekommen und davon gehen wir auch diesmal aus.“