Mittwoch, 11. Dezember 2019

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Braubacher Hoffnungszeichen unterstützen Wohnungslosenhilfe

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Gerade in der kalten Jahreszeit schmerzt es uns, wenn wir Menschen sehen, die offenbar ohne Wohnung sind, und die Nacht auf der Straße verbringen müssen. Der Hilfe für diese Menschen widmet sich in Lahnstein das Haus Christophorus der Caritas. Wohnungslose Menschen aus Lahnstein und der Region finden dort Obdach, wenn sie sonst keine Bleibe haben oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Amal und Markus Fischer vom Verein Braubacher Hoffnungszeichen wollen diese Arbeit unterstützen.

Mit einer Spende von 300 Euro fördert der Braubacher Wohltätigkeitsverein die Arbeit der Wohnungslosenhilfe in Lahnstein. Joachim Grämer ist seit sieben Jahren Leiter des Wohnheims: "Zehn Personen können wir in unserem Haus unterbringen. Meist sind es alleinstehende Männer, manchmal auch Paare. Außerdem haben wir vier weitere Plätze für wohnungslose Männer unter 25 Jahren, die in einer eigenen Wohngruppe leben. Alle Plätze sind zurzeit belegt. Die Folgen der Wohnungsnot machen sich auch bei uns bemerkbar. Menschen im Alter von 22 bis 67 Jahren leben bei uns", berichtet Grämer.

Weitere Übernachtungs- und Wohnheime gibt es in Koblenz, Leutesdorf und Limburg. Die Grundversorgung finanzieren die Sozialbehörden durch Tagesvergütungssätze für die Unterbringung, Verpflegung und Bekleidung. Alles darüber hinaus finanziert die Caritas aus eigenen Mitteln, die daher auf Spenden angewiesen ist: "Wenn unsere Bewohner beispielsweise eine neue Brille benötigen oder medizinischen Bedarf. Das finanziert die Krankenkasse nicht oder nur mit hohen Zuzahlungen. Hier müssen wir einspringen, da unsere Bewohner häufig völlig mittellos sind." Hier kann nun die Spende der Braubacher Hoffnungszeichen helfen. Auch wenn kulturelle Angebote für die Bewohner geplant werden, kann der unerwartete Geldsegen durch die Braubacher Hoffnungszeichen helfen.

"Unser vorrangiges Ziel ist die Beendigung der Wohnungslosigkeit und die Stabilisierung der persönlichen Lebensverhältnisse der Menschen", erläutert Einrichtungsleiter Joachim Grämer. "Wir stellen also nicht nur die Unterkunft und sichern die materielle Existenz der Menschen. Ganz konkret arbeiten wir auch an der Entwicklung neuer Zukunftsperspektiven, der gesellschaftlichen Integration und versuchen die Menschen wieder auf den Einstieg in die Arbeitswelt vorzubereiten. Oft baucht es auch spezielle Fachdienste wie die allgemeine Lebensberatung, Familienberatung, Suchtberatung oder die Schuldnerberatung, um den Menschen zu helfen, wieder auf eigenen Beinen zu stehen."

Markus Fischer, Vorsitzender der Braubacher Hoffnungszeichen, freut sich, "dass wir mit unserer Unterstützung etwas Gutes bewirken können. Die Menschen, die wir im Haus Christophorus kennenlernen durften, haben es verdient, dass wir ihnen einen Platz in unserer Gesellschaft geben, eine neue Chance, wieder Fuß zu fassen." Und seine Stellvertreterin Amal Fischer ergänzt: "Die segensreiche Arbeit, die die Mitarbeiter der Caritas hier leisten, wollen wir gerne fördern."