Mittwoch, 05. August 2020

Letztes Update:03:29:32 PM GMT

region-rhein.de

Gutes bewahren und darauf aufbauen

Drucken

St. Elisabeth Krankenhaus Lahnstein stellt Chefärzte der Anästhesie und Chirurgie vor. Beides bekannte Gesichter.

Lahnstein. Bereits seit 2011 ist er als leitender Oberarzt im Haus tätig, nun ist er zum Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin benannt worden: Dr. med. Markus Breßler. Der 48-Jährige ist – obwohl er jetzt in Koblenz wohnt – Lahnsteiner durch und durch und hat nach seinem Abitur am Johannes-Gymnasium auch seinen Zivildienst hier auf der DRK Rettungswache absolviert. Nur zum Studium hat es ihn nach Bochum verschlagen; als Arzt im Praktikum (bis 2004 ein vorgeschriebenes 18-monatiges Praktikum vor der Zulassung als Mediziner) kehrte er aber schon in die Region zurück und arbeitete im Gemeinschaftsklinikum Kemperhof Koblenz, wo er auch bis 2011 erst als Assistenz- und später Facharzt praktizierte. Während dieser Zeit erwarb er auch die Zusatzbezeichnungen spezielle Schmerztherapie, Intensiv- und Notfallmedizin.

Als sich dem Mediziner die Gelegenheit bot, nach Lahnstein zu wechseln, hat Dr. Breßler diese gerne ergriffen: „Das Haus bietet die Möglichkeit, nah am Patienten zu sein und eng zusammen zu arbeiten.“ Von seinem Vorgänger Dipl. med. Ralf Terczki hat er laut eigenen Worten eine hochqualifizierte und motivierte Abteilung mit acht Ärztinnen und Ärzten übernommen, die mit viel Engagement zusammenarbeiten. „Insofern gilt es für mich, Gutes zu bewahren und darauf aufzubauen“, erläutert Dr. Breßler im Gespräch. Die Abteilung breiter aufstellen wolle er - beispielsweise könne er sich den Aufbau eines Notarztstandortes oder einer Palliativstation vorstellen.

Gerade in der Anästhesie und Intensivmedizin gelte: „Man behandelt immer den gesamten Menschen, nicht nur ein Organsystem. Das reizt mich“, meint Dr. Breßler. „Außerdem sind sowohl die Anästhesie als auch die Intensivmedizin schnelle Medizin. Heißt, man sieht sehr schnell eine Wirkung, muss aber auch manchmal sehr schnell agieren.“

Matthias Griesel ist der zweite Chefarzt den das St. Elisabeth Krankenhaus vorstellt. Wobei auch er im Haus kein Unbekannter ist, denn bereits seit Anfang 2018 leitet er gemeinsam mit Dr. med. Matthias Bausch die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. „Da Dr. Bausch seit über 20 Jahren in und um Lahnstein für sein Wirken im St. Elisabeth Krankenhaus bekannt war, hatten wir eine gemeinsame Übergangsphase bis zu dessen Ruhestand vorgesehen, um die Kontinuität in der Patientenversorgung zu gewährleisten“, erläutert Interims-Geschäftsführer Dr. Jan Schlenker. Griesel ergänzt: „Ich freue mich, die Klinik nun in seiner Tradition fortführen und weiter entwickeln zu können.“

Griesel, der ursprünglich aus Hessen stammt und im dortigen Marburg studierte, fühlt sich schon lange im Großraum Koblenz zuhause und war gut 20 Jahre im Evangelischen Stift St. Martin in Koblenz tätig. Seine chirurgische Laufbahn hat er dort als Arzt im Praktikum in der Unfallchirurgie begonnen und in der Allgemein- und Viszeralchirurgie als Assistenzarzt die Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie abgeschlossen. Nach seiner Ernennung zum Oberarzt erwarb er dann die Anerkennung zum Facharzt für Viszeralchirurgie.

Und auch er hat den Schritt nach Lahnstein nie bereut. „Das familiäre Umfeld, die kurzen Entscheidungswege und das gute Miteinander aller Berufsgruppen sind ein echter Mehrwert in der Patientenversorgung“, meint Griesel. „Medizin und Pflege arbeiten hier wirklich als Team gemeinsam für unsere Patienten, die mit ihrer Erkrankung und ihren Sorgen an jeder Stelle des Behandlungs- und Versorgungsprozesses im Mittelpunkt stehen.“

Der Chirurg Griesel schätzt zudem die Möglichkeit, im St. Elisabeth Krankenhaus seine Patientinnen und Patienten von der Diagnosestellung über die OP bis zur stationären und späteren ambulanten Nachbetreuung mit seinem Team persönlich betreuen zu können. Besonders wichtig ist ihm dabei die enge Kooperation mit den niedergelassenen Haus- und Fachärzten der Region.

Gefragt nach der Ausrichtung seiner Klinik antwortet er: „Das Leistungsspektrum ist bereits sehr breit aufgestellt.“ Behandelt werden vor allem gutartige und bösartige Erkrankungen der Organe des Bauchraumes (Darm, Magen, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse) sowie der Schilddrüse- und Nebenschilddrüsen, wobei Griesel seine besondere Expertise in der Behandlung von Dickdarm- und Mastdarmkrebs, der Chirurgie bei Sodbrennen und Zwerchfellbruch sowie in der operativen Behandlung bei Bauchwand- und Leistenbrüchen sieht. Wenn möglich wird dabei die schonende minimal-invasive Methode der “Schlüssellochchirurgie“ verwendet.

Griesel ist sich sicher, dass „wir mit den im St. Elisabeth Krankenhaus inzwischen etablierten modernen Operationsverfahren und einer sehr guten technischen Ausstattung so auch außerhalb eines Ballungszentrums eine moderne chirurgische Medizin auf hohem Niveau anbieten können.“

Beide Chefärzte freuen sich auf ihre offizielle Einführung, die aufgrund der Regularien rund um Corona in den Herbst verschoben wurde.