Samstag, 19. Juni 2021

Letztes Update:12:30:28 PM GMT

region-rhein.de

Pfarrgemeinderäte Bad Ems / Nassau und Lahnstein bereiten Fusion vor.

Drucken

Bildung einer katholischen Großpfarrei neuen Typs von Arnstein bis Lahnstein – Tagung per Videokonferenz

Die katholischen Pfarreien St. Martin Bad Ems / Nassau und St. Martin Lahnstein fusionieren zu einer neuen Großpfarrei zum 01. Januar 2022. Viele Stunden Arbeit im Hintergrund wurden von den bisherigen einzelnen Ausschüssen, Pfarr- und Verwaltungsräten, Arbeitsgruppen und Hauptamtlichen schon investiert, bevor es eine erste gemeinsame Sitzung der Pfarrgemeinderäte zur Beratung der „Vereinbarung zur bischöflichen Entscheidung über die Neuordnung der Katholischen Pfarreien St. Martin Bad Ems / Nassau und Sankt Martin Lahnstein“ kam. Der erste Teil konnte dann auch unter Pandemiebedingungen mit einer Videokonferenz bis auf wenige Änderungswünsche festgelegt werden. So wird die neue Pfarrei den Namen „St. Martin und St. Damian Rhein-Lahn“ tragen, in Anlehnung auf den bisherigen Heiligen Martin, den beide Pfarreien ja besaßen. Den heiligen Damian (de Veuster), der ja der Ordensgemeinschaft der Arnsteiner Patres angehört hat, in den Namen aufzunehmen, war beiden Räten ein Bedürfnis, weil die Arnsteiner Patres in den fast 100 letzten Jahren in der Region zwischen Obernhof und Lahnstein sehr segensreich gewirkt haben und hierfür galt es, ein Zeichen zu setzen und daran bei der Neugründung zu erinnern.

Beide Pfarrgemeinderäte sind sich einig, dass die Kirche vor Ort als Ansprechpartner sehr wichtig ist. Es wird weiterhin versucht, ein flächendeckendes Angebot für die Gläubigen zu bieten. Die Ortsauschüsse sollen hierfür mit eigenen Kompetenzen und Freiräumen ausgestattet werden. Und auch die Büros bleiben in Lahnstein und Bad Ems erhalten, wobei der Sitz des Zentralen Pfarrbüros in Lahnstein und die Pfarrkirche der neuen Pfarrei die St. Martin Kirche in Bad Ems ist, da diese relativ zentral in der Mitte der Pfarrei und auch in der Kreisstadt liegt.

Allerdings werden im Laufe der Zeit hier immer wieder Veränderungen notwendig sein und alternative Gottesdienstangebote durch hauptamtliche pastorale Mitarbeiter*innen und engagierte Ehrenamtliche und entwickelt werden. Hier wird auch die Lokale Kirchentwicklung eine wichtige Rolle spielen.

Weiterhin sind noch einige Detailfragen zu klären, die dann in der nächsten Sitzung nach Tagung der Lenkungsgruppe wiederum beraten und beschlossen werden. Ob dies vielleicht schon wieder in einer Präsenzsitzung erfolgen kann, wird sich dann zeigen. Dennoch scheint der Zeitplan bis zum Jahresende haltbar, um die Gründungsvereinbarung dem bischöflichen Ordinariat in Limburg vorlegen zu können und dann die Urkunde für die Errichtung der neuen Pfarrei zu erhalten.