Freitag, 15. Oktober 2021

Letztes Update:02:54:57 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Erkennen Sie Lahnstein: Der Lahnsteiner Hof stand an der Brückenstraße

Drucken

Wer rätselt mit bei Folge 52?

Lahnstein. „Hotel Restauration Lahnsteiner Hof“ ist auf dem Gebäude zu lesen, das die Postkarte der letzten Rätselfolge zierte. Es stand auf dem Grundstück, das heute vom Globus-Getränkemarkt mit seinem geräumigen Parkplatz eingenommen wird.

Das Hotel mit Restaurant wurde von verschiedenen Pächtern betrieben, unter anderem von Wilhelm Frank (vor 1936), Hans Born (vor 1956), Karl Schmidt (1957-1970) und Manfred Kaiser (1973-1978). 1978 wurde die Gaststätte von Dietmar Schickel und Michael Sefeloge zu einer Diskothek ausgebaut, die bis 1984 unter dem Namen „Double S“ bekannt war. Nach der Betriebsaufgabe wurde das Gebäude abgerissen.

Auf dem Gelände sollte nach dem Willen der Stadtväter ein gemeinsames Rathaus für die neue Stadt Lahnstein gebaut werden. Die Planungen wurden aus Geldmangel nicht ausgeführt. Neben dem „Lahnsteiner Hof“ stand seit 1962 eine Esso-Tankstelle, die von Hans-Georg Zimmermann geführt wurde.

Dann wurde sie von Globus übernommen und zusammen mit einem Reifencenter und einer Waschstraße geführt und in den 1990er Jahren an die Koblenzer Straße verlagert. Auf dem Gelände steht heute der Neubau des Globus-Getränkecenter.

Der Dank für die aktuelle Vergleichsaufnahme geht an Christa Ollrich.

Jetzt wird der Standort eines ehemaligen Hotels gesucht. Was befindet sich hier heute? Wer miträtseln möchte, maile bitte ein aktuelles Foto an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder schicke es per Post an das Stadtarchiv Lahnstein, Kirchstraße 1, 56112 Lahnstein.

Die beste Vergleichsaufnahme wird mit der Auflösung im nächsten Monat veröffentlicht. Auch freut sich Stadtarchivar Bernd Geil über das Zusenden oder Mitteilen weiterer Bildvorschläge.

Feierliche Eröffnung des Lahnsteiner Kinderheilwalds

Drucken

Am Weltkindertag wurde mit Gästen gefeiert

Lahnstein. Seit dem Jahr 2017 verfolgt die Stadt Lahnsteiner als einer der größten kommunalen Waldbesitzer in Rheinland-Pfalz das Projekt eines Kur- und Heilwalds nach international anerkannten medizinisch-therapeutischen Kriterien. Nun wurde ein großer und ganz besonderer Meilenstein erreicht: Am Weltkindertag, dem 20. September, wurde der Kinderheilwald als Teil des Kur- und Heilwalds Lahnstein feierlich eröffnet.

Oberbürgermeister Peter Labonte begrüßte die Gäste: „Wir eröffnen heute in Lahnstein – zeitgleich mit Heringsdorf – unseren Kinderheilwald. Die Städte Heringsdorf in Mecklenburg-Vorpommern und Lahnstein in Rheinland-Pfalz haben früher als alle anderen in Deutschland und Europa erkannt, dass Wälder ein erhebliches Potenzial für öffentliche Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention haben. Lahnsteins und Heringsdorf übernehmen die Vorreiterrolle in Deutschland und Europa!“

Von Anfang an wurde in einer eigenes vom Oberbürgermeister eingesetzten Projektgruppe Wert darauf gelegt, unterschiedliche Qualitätsstufen der Waldnutzung abzugrenzen: Erholungswald, Kurwald, Heilwald und eben der Kinderheilwald. In seinen verschiedenen Funktionsbereichen und den 21 Stationen können Kinder in ihrer gesundheitlichen Entwicklung gefördert werden, indem sie spielerisch auf einem Parcours Aufgaben erfüllen: Beim Suchen, Laufen, Klettern, Balancieren, Werfen, bewusstem Atmen, Hören, Riechen, Fühlen, Tasten und Schmecken werden alle Sinne angesprochen.

Die freie Bewegung im Wald fördert zudem Konzentration und Aufmerksamkeit, Kreativität, motorische und koordinative sowie psychische Fähigkeiten, Interaktion in der Gruppe und Verständigung ohne Sprache.

Gerade erkrankten Kindern soll es so kindgerecht möglich werden, schneller zu gesunden und gesund zu bleiben. Denn auch Ruhe und Sinneswahrnehmung sollen erfahren werden können.

Und die Kinder sind nicht allein im Wald: Überall begleitet und hilft ihnen das Maskottchen des Kinderheilwalds, der Waldwichtel Till. Er zeigt, was an den verschiedenen Aufgabenstationen zu tun ist. So können die Kinder sich gleich selbst versuchen und brauchen kaum oder keine Anleitung durch „Große“ mehr, wodurch auch das Selbstvertrauen gestärkt wird.

Nachdem Kinder der Grundschule Friedrichssegen eine musikalische Einlage „Ich mag die Bäume“ darboten, hielt Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte seine Ansprache. „Ich freue mich, dass wir den europaweit gemeinsam mit Heringsdorf einzigartigen Kinderheilwald – nicht zuletzt durch die Unterstützung großzügiger Sponsoren – nun heute realisieren konnten“, so Labonte. „Mein Dank geht an allen Mitwirkenden für ihr unermüdliches Engagement, besonders den Mitgliedern der Projektgruppe, die sich alle ehrenamtlich in den Dienst der Sache gestellt.“ Er dankte auch den Sponsoren des Kinderheilwalds, insbesondere Frau und Herrn Könsgen von der Rhein-Taunus-Krematorium GmbH.

Auch Rhein-Lahn-Nixe Sira I. freute sich über die Eröffnung des Kinderheilwalds und das tolle neue Angebot in Lahnstein.

Landrat Frank Puchtler sieht auch eine Chance für die Entwicklung der Kinder: „Der Kinderheilwald bietet jungen Menschen die Chance, in frischer Natur zu starken Persönlichkeiten zu reifen.“

Der Präsident der SGD Nord, Wolfgang Treis, hob nicht nur die Bedeutung des Kinderheilwalds an sich hervor, sondern dankte auch Oberbürgermeister Peter Labonte für dessen Einsatz und die Voraussicht, ein solch wegweisendes Projekt voranzutreiben.

Leo Cremer, Forstamtsleiter i.R. und Teil der Projektgruppe, betonte, wie wichtig das Naturerlebnis in der Entwicklung für Kinder sei. Früher seien diese viel mehr draußen gewesen als heute, Natur und Wald seien längst nicht mehr Orte für Spiel und kindliche Entwicklung. „Da wundert es nicht, dass immer mehr Kinder an körperlichen und seelischen Erkrankungen leiden“, so Cremer, für den der Kinderheilwald ebenso eine Herzensangelegenheit ist wie für Labonte. Abschließend zitierte Cremer die Kinderbuchautorin Cornelia Funke: „Wir müssen vor allem dafür sorgen, dass Kinder raus in die Natur kommen!“

Zu den zahlreichen Gästen gehörten neben den Mitgliedern der Projektgruppe wie Dr. Jörg Henning und Andreas Nick auch Vertreterinnen und Vertretern von Landesforst und dem Forstamt Lahnstein, der Stadtverwaltung und der verschiedenen Fraktionen sowie Lahnsteiner Schulen und Kindergärten. Der Tag wurde auch für Kinder aus dem Ahrtal zu etwas Besonderem: Sie wurden zur Eröffnung eingeladen, um wieder mal einen unbeschwerten Tag genießen zu können – und sie hatten sichtlich Freude an den verschiedenen Geräten.

Der Kinderheilwald ist ein zutiefst soziales Projekt. Er setzt ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Zukunftsorientiertheit, steht jedem offen und kann von allen besucht und kostenfrei genutzt werden.

Vor 200 Jahren wurde der Historienmaler Peter Molitor geboren

Drucken

Bekannter Künstler nahm Altersruhesitz in Oberlahnstein – Lahnstein hat Geschichte, Folge 667

Lahnstein. Am 19.September 1821 wurde der Historien- und Porträtmaler Peter Joseph Molitor als Sohn eines angesehenen Bäckers und Stadtratsmitglieds in Koblenz geboren.

Molitor war nach privaten Unterweisungen in Koblenz bereits mit 16 Jahren zum Kunststudium nach Düsseldorf gegangen. Nach ersten Studiensemestern, unter anderem auch in München, war er um 1850 einem Ruf seines Düsseldorfer Lehrers Ernst Deger nach Koblenz gefolgt, um an der Ausgestaltung der Kapelle von Schloss Stolzenfels mitzuwirken.

Am 2. Mai 1854 heiratete er in Koblenz Amalia Schneider, mit der er 1857 nach Stolzenfels zog. In Koblenz wurde am 1855 Tochter Anna Maria Antonia und in Stolzenfels 1857 Sohn Franz geboren. 1859 waren die Molitors wieder nach Düsseldorf gezogen, wo Franz später – wie einst der Vater – an der Kunstakademie studierte.

Bekannt wurde Peter Molitor vor allem durch seine Sakralkunst. Er schuf unter anderem Wandbilder für die Maximilianskirche in Düsseldorf und die Pfarrkirche St. Maxim in Klotten. Sein bekanntestes Werk sind die Wandfresken im Hauptschiff der Wallfahrtskirche St. Nikolaus in Koblenz-Arenberg.

Um seinen Stil kunstgeschichtlich einordnen zu können, muss man sowohl seine künstlerische Herkunft als auch die damalige Zeit berücksichtigen. Der Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie, Friedrich Wilhelm von Schadow, war eine der Leitfiguren der Nazarener, einer romantisch-religiösen Kunstrichtung deutscher, mehrheitlich katholischer Künstler zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Hinzu kommt, dass nach 1870 in Preußen der Kulturkampf wütete, in dem alles betont christliche – speziell katholische – von der Regierung bekämpft wurde.

Eben diese betont katholische Haltung verschaffte Peter Molitor den Auftrag der Arenberger Schwestern. Im Mittelschiff der Arenberger Wallfahrtskirche porträtierte er sich in der Figur des kreuztragenden Simon von Cyrene als bekennender Christ. Fünf Vorzeichnungen für Arenberg und ein Selbstporträt des damals 56 Jahre alten Künstlers gelangten 1991 als Geschenk in das Mittelrhein-Museum in Koblenz. Sohn Franz hatte diese Arbeiten seinem Lahnsteiner Schüler Wilhelm Zilz geschenkt, dessen Enkelin sie dem Koblenzer Museum vermachte.

Im August 1897 hatte Familie Molitor in Oberlahnstein in der Wilhelmstraße 2 ein neuerbautes Haus bezogen. Dort verstarb Peter Molitor bereits nach neun Monaten, am 15. Mai 1898, an den Folgen eines Schlaganfalls. Seine Witwe Amalia wohnte bis zu ihrem Tod im Januar 1923 in Oberlahnstein. Sohn Franz erbte das Haus.

Auch Franz Molitor blieb der Sakralkunst verbunden. Neben Altarbildern und Vorlagen für Andachtsbilder, etwa für Gebetbücher, schuf er Porträts, Stillleben, Genreszenen und Landschaftsbilder, für die er Motive aus der heimischen Landschaft wählte, darunter die Wenzelskapelle und der Spießborn. Als treuer Helfer von Dr. Robert Bodewig, Reichlimeskommissar und Vorsitzender des Lahnsteiner Altertumsvereins, zeichnete er ehrenamtlich die vor- und frühgeschichtlichen Funde für dessen wissenschaftliche Veröffentlichungen.

Wieder ganz normales Theater ab Oktober

Drucken

Ab Oktober gilt die 2G+-Regel

Lahnstein. Endlich wieder Theater im Nassau-Sporkenburger Hof: Mit der Uraufführung „Vertigo – Aus dem Reich der Toten“ wurde kürzlich die neue Spielzeit in Lahnstein eröffnet. Im Moment noch mit Abstand zwischen den Sitzplätzen und Maskenpflicht, wird ab dem 01. Oktober 2021 der Besuch im Theater noch ein Stückchen normaler.

Es gilt dann die 2G+-Regel des Landes Rheinland-Pfalz, die den Geimpften, Getesteten oder Genesenen den Zutritt zur Veranstaltung gewährt. Je nachdem, in welcher Warnstufe sich der Rhein-Lahn-Kreis befindet, haben jedoch höchstens 25 nicht-immunisierte Personen mit tagesaktuellem Schnelltest (kein Selbsttest) Zutritt zur Veranstaltung. Dadurch entfällt die Abstands- und Maskenpflicht für alle Zuschauer*innen. So werden ab dem 01. Oktober wieder alle Plätze belegt werden können.

Auch bei der Veranstaltung „Mit siebzehn hat man noch Träume“ in der Stadthalle Lahnstein gilt die 2 G+ Regel und die Abstände zwischen den Plätzen entfallen. Ob eine Maske am Platz getragen werden muss, wird tagesaktuell je nach Warnstufe und Anzahl der nicht-immunisierten Personen entschieden.

Mit Hilfe der Luca-App werden alle Besucher*innen zur lückenlosen Kontaktverfolgung registriert. Der Luftreiniger im Theater sorgt zudem dafür, dass fast 100 Prozent aller Viren aus der Luft gefiltert werden. So steht einem sicheren und unterhaltsamen Theaterbesuch nichts mehr im Wege.

Spendenaktion für Kinder im Ahrtal

Drucken

Das St. Elisabeth Krankenhaus Lahnstein unterstützt Hochwasseropfer an der Ahr.

Lahnstein. Der Duft von frischen Waffeln hat kürzlich viele Mitarbeitende sowie Patientinnen und Patienten in die Cafeteria des St. Elisabeth Krankenhauses gelockt. Dort wurden Waffeln zu Gunsten der Hochwasseropfer an der Ahr gebacken. „Viele unserer Mitarbeitenden waren im Ehrenamt in den Katastrophengebieten tätig“, so Geschäftsführer Olaf Henrich, „wir wollten aber auch hier aus Lahnstein einen kleinen Beitrag leisten.“ Schnell fiel die Wahl auf eine Waffelbackaktion, um auch den Spendern etwas Gutes zu tun.

Insgesamt wurden 205,55 Euro „erbacken“ – wobei der Preis pro Waffel frei gewählt werden konnte. Die Klinikleitung hat den Betrag auf 500 Euro aufgerundet, der dann an den Kinderschutzbund Kreisverband Ahrweiler gespendet wurde.

„Da wir bei der Bewältigung der Probleme gerade am Anfang stehen, freuen wir uns sehr über die Spende des St. Elisabeth Krankenhauses“, so die erste Vorsitzende des Vereins Ulrike Ring-Scheel. Nicht nur die Aufbauarbeiten im Ahrtal, vor allem die Bewältigung der Traumata werden sich über Monate und Jahre ziehen – gerade für Kinder und Jugendliche eine schwierige Situation, „denn es geschieht in einem Umfeld, das einem Kriegsgebiet gleicht: keine Infrastruktur, keine Menschen, kein Leben“, führt Ring-Scheel aus. „Womit die Kinder tagtäglich den Horror wieder vor Augen haben und die Erinnerung an die Unglücksnacht präsent bleibt.“ Die Spende des Krankenhauses wird vom Kinderschutzbund nun vor allem für die Finanzierung von Unterstützungs- und Freizeitangeboten eingesetzt, aber auch für Therapeuten, Pädagogen und als Direkthilfe für betroffene Familien.

„Wir sind froh, mit dieser Aktion zumindest einen kleinen Beitrag leisten zu können“, meint Henrich abschließend.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL