Donnerstag, 20. September 2018

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Straßensperrungen werden nach und nach wieder aufgehoben Hochwasser geht zurück

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Lahnstein. Mit dem Rückgang des Wassers normalisiert sich auch der Stadtverkehr in Lahnstein allmählich wieder. Bauhof und Feuerwehr reinigen zurzeit die Straßen, die nach und nach wieder freigegeben werden können. Die im Volksmund genannte „kleine Umgehung“ Nauling/Johannesstraße in Richtung Lahnbrücke ist wieder frei. Die Johannesstraße in Richtung Lahnmündung muss noch gesäubert werden. Kleinere Seitengassen zur Lahn hin und die Oberlahnsteiner Rheinanlagen stehen aber noch zum Teil unter Wasser.

(Foto: Alina Hillesheim/Stadtverwaltung Lahnstein)

Magisches Wintermärchen wurde wahr

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Crowdfunding der Volksbank ermöglichte Musical-Aufführung
(Koblenz/Lahnstein 09.01.2018)
Eine sagenhaft verzaubernde Geschichte brachten rund 40 Kinder in Lahnstein auf die Bühne. Mit ihrem Musical-Wintermärchen „Die Liga der jungen Zauberer“ – geschrieben von Corinna Schmitz aus Koblenz – entzückten sie mit ihren Texten, Liedern, Bühnenbild und aufwendigen Kostümen ihr Publikum in der vollbesetzten Lahnsteiner Stadthalle. Sieben neue Zauberschüler werden im legendären Internat von Alberty Valley abgenommen. Nach und nach wird ihnen klar, dass sie es sein werden, die das Geheimnis der verzauberten Glaskugel lüften und den ganzen Ort von einem alten bösen Fluch retten werden.

Die kleinen Musical-Darsteller sind allesamt Schüler bei der „Music Arts Musical Academy“ in Lahnstein. Dank Unterstützung des Fördervereins „Musicalfreunde Bühnenreif Lahnstein“ und der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG konnte dieses Märchen – der öffentliche Auftritt vor Publikum auf einer richtigen Bühne - wahr werden.

Sagenhafte 5.048 Euro haben die Initiatoren über die Crowdfunding-Plattform vbkm.viele-schaffen-mehr.de an Spenden einwerben können. Judith Sauerborn, Marketingleiterin der Volksbank Koblenz Mittelrhein, besuchte die Premiere und brachte auch gleich den Spendenscheck mit. Ohne diese Finanzspritze hätte eine solche Aufführung nicht realisiert werden können, denn aus eigener Kraft wäre das Geld für die Saalmiete und Ausstattung für den noch recht jungen Verein kaum zu stemmen gewesen, erläuterte Marc Eschenauer, Vorstand des Fördervereins, und dankte der Volksbank Koblenz Mittelrhein für die tatkräftige Hilfe.

Heimat war Hauptthema zum Jahresbeginn

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Rück- und Ausblick auf Stadtentwicklung

Lahnstein. Die gute Stube der Stadt Lahnstein war zum Neujahrsempfang bestens gefüllt. Der Einladung von Stadt und Kur- und Verkehrsverein (KVL) zum traditionellen Start in das Jahr folgten viele Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Bürgerschaft. Neben Innenminister Roger Lewentz, konnten sich Hausherr Oberbürgermeister Peter Labonte und Mitveranstalter Günter Groß (Vorsitzender des KVL) unter anderem über den Besuch von Josef Oster (MdB), Horst Gerheim (3. Kreisbeigeordneter des Rhein-Lahn-Kreises), Dr. Ralf Geis (Präsident des Verwaltungsgerichts Koblenz) sowie sämtlicher Beigeordneter der Stadt Lahnstein und zahlreicher Vertreter aus der Kommunalpolitik freuen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von dem fünfköpfigen Ensemble "Voice Shake".

Nach dem Jahresrückblick aus Vereinssicht durch Günter Groß, nahm Oberbürgermeister Labonte die Zuhörer auf eine Reise in die Zukunft mit und sprach die großen Themen an, die Lahnstein in den nächsten Jahren bewegen werden.

Von 2017 bis 2030 wird das Förderprogramm zum Stadtumbau West mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 20 Millionen in Oberlahnstein laufen. Ein beachtliches und für die Größe von Lahnstein bislang einzigartiges, städtebauliches Entwicklungsprogramm, das mit den Bürgern gemeinsam erarbeitet und zum Erfolg geführt werden soll. Passend dazu brachte Innenminister Roger Lewentz den nächsten Förderbescheid aus dem Programm in Höhe von 1,125 Millionen Euro mit nach Lahnstein und erhöhte den Fördersatz von ursprünglich 80% auf 90%.

Labonte rief auch darüber hinaus zur aktiven Gestaltung der eigenen Heimat auf, denn mit der wachsenden Bevölkerung wachsen auch die Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Er nannte als Beispiele den massiven Ausbau der Kinderbetreuungsplätze und der Ganztagsschulen. „Während in Deutschland inzwischen ganze Dörfer wegen Leerstand von Auktionshäusern versteigert werden, wächst Lahnstein und das ist toll, aber keineswegs selbstverständlich", so der Stadtchef. „Die Zukunft unserer Stadt positiv zu gestalten, ist keine "One-ManShow", sondern ein Gemeinschaftsprojekt. Wir brauchen dazu vor allem die Lahnsteinerinnen und Lahnsteiner, ihre Anregungen, ihre konstruktive Kritik, ihre Ideen". Konkret nannte er drei große Vorhaben, bei denen Bürgerbeteiligung besonders wichtig werden wird: der Stadtumbau West, die Bundesgartenschau 2031 und die Ausweisung eines Heil- und Gesundheitswaldes im Lahnsteiner Stadtwald. „Der Erfolgsfaktor ist immer der Mensch", beendete Labonte seine Neujahrsansprache und leitete damit zu Festredner Dr. Mathias Jung über.

Dieser beleuchtete das Thema Heimat, das im Augenblick viel diskutiert wird und aktueller denn je zu sein scheint. Jung ging auf verschiedene Heimatbegriffe ein und verdeutlichte das jeweilige Verständnis anhand unterschiedlicher Geschichtsepochen bis in die Gegenwart. Den kurzweiligen Vortrag quittierten die Zuhörer mit lang anhaltendem Applaus, bevor sich der gemeinsame Umtrunk anschloss.

Wallfahrtsziel Allerheiligenberg

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Wallfahrtsziel Allerheiligenberg sollte Ende des 19. Jahrhunderts belebt werden -  Relief des ersten Stationenweges wurde nun wieder aufgestellt

Lahnstein. Als die Oplatenpatres vor einigen Jahren ihr Allerheiligenbergkloster in Niederlahnstein verließen, machte man einen interessanten Fund: Ein etwa 90x60 cm großes, koloriertes Relief tauchte auf, das Maria und die Apostel beim biblisch bezeugten Pfingstereignis zeigt. Es ist im Stil des 19. Jahrhunderts gehalten und stammt aus einer der damals sehr verbreiteten Serienanfertigungen von Heiligenfiguren und Devotionalien aller Art.

Das Bild wurde jetzt auf Betreiben der Kolpingfamilie St. Barbara in der dritten Rosenkranzkapelle aufgestellt. Diese steht dort, wo die Allerheiligenbergstraße nach steilem Anstieg scharf nach rechts abbiegt.

Damit befindet sich die historische Plastik (Bildhauerkunst) an einem Ort, zu dem sie passt. Sie ist nämlich eines der Bilder, die 1875 zum Schmuck der neuen 15 Kapellen des Rosenkranz-Stationenweges angebracht wurden. Diese Darstellungen wurden 1935 durch die heute noch vorhandenen Gemälde im Beuroner Stil ersetzt. Sie gingen bis auf das jetzt wieder sichtbare Werk verloren.

Das wiedergefundene Andachtsbild regt dazu an, einen Blick auf die Bemühungen der Niederlahnstein Katholiken um den Allerheiligenberg während der letzten 150 Jahre zu werfen. Es ist dabei zunächst die Errichtung des aufwändigen Kapellenwegs unter der Regie des damaligen Pfarrers Joseph Wolf (seit 1853 in Niederlahnstein, dort gestorben 1886) zu erwähnen. Das große Werk war nur dank der großen Opferbereitschaft der Gläubigen ausführbar. Diese Gebefreudigkeit war vermutlich nur vorhanden wegen der sehr weit verbreiteten Neigung unter den damaligen Katholiken, alte Formen volkstümlicher Frömmigkeit wie Prozessionen und Wallfahrten neu zu beleben und beispielsweise Wegkreuze, Bildstöcke und Kapellen neu zu errichten.

Beeindruckt von den imposanten Arenberger Anlagen seines Freundes Pfarrer Kraus, plante der Niederlahnsteiner Pfarrer weiter über den Stationenweg hinaus: Er wollte den Allerheiligenberg, ein uraltes Wallfahrtsziel, zu neuem Leben erwecken. Dort befanden sich zu seiner Zeit nur ein kleiner Bauernhof auf pfarreigenem Grund und ein verfallendes Kapellchen aus dem 17. Jahrhundert. Wolf und seine Nachfolger trieben das Projekt eifrig voran. Eine Lourdesgrotte, eine Darstellung des Grabes Christi und eine Kreuzigungsgruppe wurden geschaffen. Als Krönung der gesamten Anlage wurde 1901 die neue Allerheiligenkapelle eingeweiht. 1919 errichteten Hünfelder Oblatenpatres ein Kloster auf einer von der Kirchengemeinde erworbenen Parzelle nahe bei dem imposanten Gotteshaus. Dieses blieb Pfarreigentum.

Zu einem Ansturm von Pilgern wie in alten Zeiten kam es allerdings nie mehr. Aber bis heute besuchen Wandersleute und andere interessierte Menschen den Berg, die den herrlichen Ausblick auf das Rhein-Lahn-Eck genießen, einen Ort für Besinnung und Gebet nutzen oder dort Hochzeit feiern wollen. Gelegentlich gibt es auch Gottesdienste der einheimischen Katholiken.

Zu beständigeren Beziehungen zwischen den Lahnsteinern und dem Allerheiligenberg kam es, als sich nach dem Zweiten Weltkrieg viele von ihnen bei der Kapelle ansiedelten. Diese Verbindungen bestehen auch nach dem Abzug der Patres und der Privatisierung ihres Grundstücks weiter. Frauen und Männer aus der Allerheiligenbergsiedlung und ihre Nachbarn unterstützen die Pfarrei, wenn Gottesdienste angeboten werden. Darüber hinaus hilft der Förderkreis Allerheiligenberg der Kirchengemeinde durch praktische und finanzielle Unterstützung, die Kapelle und deren Umgebung in guten Zustand zu erhalten.

Sternsinger bringen Segen ins Rathaus

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Aktion gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit

Lahnstein. Rund 60 Kinder in 18 Sternsingergruppen sind dieser Tage in der Stadt Lahnstein unterwegs und verkünden den Segen Gottes. Am Montagmorgen besuchten sie das Lahnsteiner Rathaus in der Kirchstraße und wurden dort von Oberbürgermeister Peter Labonte empfangen. Zum 60. Jubiläum der Sternsingeraktion steht diese bundesweit unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit - in Indien und weltweit.“

„Die Stadt Lahnstein hat sich schon vor einigen Jahren ganz offiziell durch eine Resolution im Stadtrat gegen Kinderarbeit und den Erwerb von Produkten, die von Kindern hergestellt wurden, ausgesprochen“, informiert Labonte. Daher war es nur selbstverständlich, dass Anliegen der Sternsinger mit einer Spende zu unterstützen und auch für die fleißigen Kinder gab es eine kleine Überraschung.

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