Dienstag, 25. Juni 2019

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Faire Bälle beim Spielefest in Lahnstein

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Torwandschießen und Quiz als Aktion für den Fairen Handel bei den Kids sehr beliebt

Lahnstein. Der Lahnsteiner Kinder-, Jugend- und Vereinstag am 18. Mai auf dem Salhofplatz war ein voller Erfolg für die Veranstalter und Teilnehmer. Auch die Initiatoren des Torwandschießens hatten alle Hände voll zu tun.

Mit Unterstützung des BUND und ELAN Mainz hat die Stadtverwaltung Lahnstein wiederum auf die Fair-Trade-Stadt-Lahnstein aufmerksam gemacht. Der Handel mit Bällen aller Art stellt ein noch immer sehr sensibles Thema dar, denn die weit überwiegende Anzahl der weltweit verkauften Bälle jeglicher Art ist handgenäht, bei für hiesige Verhältnisse unvorstellbar niedrigem Lohn. Dabei ist nicht auszuschließen, dass viel Kinderarbeit in der Produktion steckt.

Daher nahm die Stadtverwaltung Lahnstein den Lahnsteiner Kinder-, Jugend- und Vereinstag zum Anlass, auf diese Thematik mit einem Torwandschießen aufmerksam zu machen. Zusammen mit Achim Trautmann vom BUND RheinlandPfalz und Marie van Vliet, Promoterin von ELAN Mainz, wurden die Infomaterialien und die Torwand besorgt und aufgebaut.

Marie van Vliet arbeitete anhand der Infomaterialien mit den Kindern. Sehr anschaulich konnten die jungen Teilnehmer anhand aufgeschnittener Bälle und beim Quiz die Herstellung dieser Bälle und die Bedingungen für die Näherinnen erfahren.

Aber auch das Fußballspielen kam nicht zu kurz. Viele Jungen und Mädchen hatten den ganzen Tag ordentlich Spaß an der Torwand. Natürlich gab es für jedes Kind eine faire süße Belohnung fürs Mitmachen. Sogar manche Eltern versuchten ihr Glück.

So war es eine runde Sache für alle, die Kinder waren begeistert und konnten spielerisch etwas lernen, aber auch der Gedanke des fairen Handel(n)s sowie der Fair Trade Stadt Lahnstein wurde konkret gelebt.

Lahnstein hat Geschichte (545)

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Vor 50 Jahren: Austausch der Partnerschaftsurkunde zwischen Vence und Oberlahnstein

Lahnstein. „Zwischen den Städten Vence – der alten Römerstadt an der Cote d`Azur und Oberlahnstein – der alten kurmainzischen Stadt am Zusammenfluss von Rhein und Lahn soll in aller Zukunft bestehen FREUNDSCHAFT IN FREIHEIT.“ So beginnt die Partnerschaftsurkunde, die am 17. Mai 1969 im Rahmen einer Festwoche zur Vollendung der Sanierung des Salhofs von den Bürgermeistern beider Städte mit ihrer Unterschrift vollzogen wurde. Mit einem gemeinsamen Verbrüderungseid zogen sie einen Schlussstrich unter einen dreijährigen Gedankenaustausch und verkündeten den offiziellen Beginn einer Partnerschaft zwischen Vence und Oberlahnstein. Bedenkt man, dass der Zweite Weltkrieg und die anschließende Zeit der französischen Besatzung (bis 1956) erst wenige Jahre zurücklagen, so war diese Verbrüderung ein großer Schritt nach vorne – ein Beitrag zur Völkerverständigung und zur Schaffung eines vereinten Europa.

Anfang der 1960er Jahre begann das negative Denken gegen den lange propagierten Erbfeind zu verblassen und die Stimmen, die für eine Normalisierung der deutsch-französischen Beziehungen plädierten, wurden lauter. Nachdem der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer 1963 den deutsch-französischen Vertrag unterzeichneten, traten auch in Oberlahnstein Überlegungen zu einer Aussöhnung mit Frankreich und die Suche nach einer französischen Partnerstadt auf. Die Suche wurde auch vom Vorstand des Freundeskreises Rheinland-Pfalz – Burgund empfohlen. Der Stadtrat von Oberlahnstein beauftragte daraufhin Bürgermeister Fritz Berlin geeignete Schritte zur Anknüpfung entsprechender Verbindungen einzugehen. Auf Einladung der Stadt besuchten 130 Mädchen und Jungen aus der Nähe von Lille das Rhein-Lahn-Eck. Dieser Schüleraustausch beflügelte den Stadtrat zur Suche nach einer geeigneten Partnerstadt in Burgund, doch blieb dies aus unterschiedlichen Gründen ohne Erfolg. Als im Frühjahr 1967 Oberlahnsteiner Schüler unter Leitung von Studienrat Kurt Wittich in Vence (heute ca. 17.800 Einwohner) in der südfranzösischen Provence weilten, bekundete der dortige Bürgermeister ernsthaftes Interesse an der Partnerschaft mit einer deutschen Stadt. Darauf erklärte sich der Stadtrat von Oberlahnstein bereit, mit der Stadt Vence eine Partnerschaft einzugehen. Vor Abschluss der offiziellen Partnerschaft sollte den Bürgern genügend Zeit gelassen werden, einander durch intensiven Gedankenaustausch und gegenseitige Besuche näher zu kommen. Die Besuche wurden in Oberlahnstein vom Partnerschaftsausschuss des Verkehrsvereins und in Vence vom dort inzwischen gebildeten Partnerschaftskomitee organisiert und betreut. Im August 1968 besuchte eine Gruppe aus Vence das Rhein-Lahn-Eck. Der Präsident des Vencer Komitees, Michel Flament, bescheinigte den Oberlahnsteinern eine großartige Gastfreundschaft. Daraufhin startete er in Vence eine Informationskampagne, die das Interesse an Kontakten und Besuchsprogrammen nach Oberlahnstein beträchtlich förderte. Schließlich wurden die französischen Partnerschaftsgäste im Mai 1969 in Oberlahnstein begrüßt und der feierliche Akt vollzogen. Der Vertrag wurde am 29. März 1970 in Vence anlässlich des Besuches einer Lahnsteiner Delegation mit Oberbürgermeister Rolf Weiler neuerlich urkundlich bekräftigt.

Der Städtepartnerschaft wurde im November 1969 durch Gründung eines Vereins eine selbständige Rechtsposition und präzise Aufgabe erschaffen. Unter Vorsitz von Johannes Knauf und seinen Nachfolgern Günter Krämer (ab 1982, von 1984-2008 arbeitsteilig mit Wolfgang Blüm), Wolfgang Blüm (1984-2008 arbeitsteilig, dann Präsident bis zu seinem Tod 2018) und Hans Rothenbücher (ab 2008 Vizepräsident, ab 2018 Präsident) wurden in den vergangenen 50 Jahren die gesellschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen beiden Städten und Ländern gepflegt. Seither dient der Partnerschaftskreis den Lahnsteiner Schulen, Verbänden und Vereinen als Ansprechpartner für deren durchaus eigenständige Kontakte nach Vence. Erfolgreich finden regelmäßig Schüleraustausche und Sprachkurse statt, aber auch Gemäldeausstellungen, wo u. a. der langjährige Ehrenpräsident Karris Elard Schmidt seine Werke mit ausstellte. Neben den Partnerschaftsreisen bietet der Partnerschaftskreis seinen Mitgliedern Vorträge, Filmabende, Wanderungen, Tagesfahrten und viele gemeinsame Feiern.

1978 wurde sie zu einer Dreierpartnerschaft unter Einbeziehung der westafrikanischen Stadt Ouahigouya erweitert, um gemeinsam das Ziel einer langfristigen Entwicklungspartnerschaft auf Grundlage des Dialogs der Kulturen zu verfolgen. Hierfür setzte sich besonders Oberbürgermeister Karl-Heinz Groß ein.

Die „Partnerschaft Lahnstein – Vence – Ouahigouya“ wird seit dem Tod von Wolfgang Blüm von Präsident Hans Rothenbücher geleitet. Vizepräsidentin für Ouahigouya ist Anne-Marie Tensorer-Blüm, Vizepräsidentin für Vence Christoph Caspari. Zum Stadtjubiläum im Juni 2019 werden offizielle Vertreter von Vence und Ouahigouya am Rhein-Lahn-Eck zu Gast sein und das 50-jährige Bestehen der Partnerschaft feiern.

Erkennen Sie Lahnstein? (Folge 31)

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Als die Koblenzer Straße noch Kopfsteinpflaster hatte

Lahnstein. Das Rätselfoto der letzten Folge zeigte die Koblenzer Straße vor 40 Jahren. Links stand das Verwaltungsgebäude der Drahtwerke C. S. Schmidt. 1861 im Mückenberg gegründet, breitete sich das Unternehmen ab 1898 an der Koblenzer Straße gewaltig aus, mit Zweigstellen auf Hohenrhein und im thüringischen Schwarzhausen. „Draht-Schmidt`sche“ galt in den 1950er Jahren als größter Arbeitgeber von Niederlahnstein. In den letzten beiden Jahrzehnten erfolgten ein massiver Arbeitsplatzabbau sowie kürzlich ein Standortwechsel.

Daher wurden der Verwaltungstrakt als auch die dahinter liegenden Lagerhallen 2018/19 abgerissen. Hier befindet sich seit diesem Jahr eine neue Filiale des Discounters Lidl und die Firmenzentrale der Bäckerei Kugel sowie Parkplätze.

Das Vergleichsfoto von heute machte Karl Lieg. Herzlichen Dank.

Unser neues Rätselbild ist genau 25 Jahre alt. Lahnstein feierte damals mit Festzug sein silbernes Stadtjubiläum. Wo entstand das Foto mit der Rhein-Lahn-Nixe Elfi I. im offenen Gefährt? Senden Sie uns ein aktuelles Foto an Email Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Die beste Vergleichsaufnahme veröffentlichen wir mit der Auflösung in vier Wochen. Für weitere Bildvorschläge sind wir dankbar.

Vor 50 Jahren: Untere Burgstraße in Lahnstein wird zur Fußgängerzone

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Lahnstein. Die Burgstraße in Lahnstein war noch in den 1960er Jahren zwischen Hochstraße und Adolfstraße eine vielbefahrene Einbahnstraße Fachgeschäfte reihten sich Haus an Haus. Im Frühjahr 1969 fanden umfangreiche Kanalarbeiten statt, bei denen sie neue Versorgungsleitungen erhielt. Nach deren Abschluss im Mai 1969 wurde dieser Straßenabschnitt zu Lahnsteins erster Fußgängerzone erklärt Dabei wurde das Kopfsteinpflaster durch Verbundsteinpflaster ersetzt und auf Bürgersteige verzichtet.

Am Dienstag, den 13. Mai 1969, dem ersten Tag des Oberlahnsteiner Heimatfestes, wurde die neugestaltete Burgstraße als Ladenstraße der Bevölkerung übergeben. Nachdem die kleine Jutta Walldorf im Beisein von Bürgermeister Fritz Berlin das Band zerschnitten hatte, begingen die Festgäste als erste die neueingeweihte Burgstraße. Die untere Burgstraße „bietet sich nun dem kauffreudigen Publikum als Einkaufsstraße ohne Verkehrsgefährdung an, schrieb die Presse, und weiter: „Verkaufsstände, Blumenkübel und Sitzgelegenheiten auf der Straße werden dazu beitragen, daß hier die angenehme Atmosphäre einer echten Kaufstraße entsteht, die auch das Stadtbild wesentlich bereichert.“

Neben den festlichen Veranstaltungen des Heimatfestes führte der Gewerbeverein einen Schaufenster-Dekorationswettbewerb durch, bei dem neben Geldpreisen auch eine Reise nach Vence zu gewinnen war.

Das Verbundsteinpflaster  wurde 2003 erneuert, nachdem darüber in einem Bürgerentscheid entschieden wurde.

Fußballausstellung SC 09 Oberlahnstein und SV 1911 Niederlahnstein jetzt am Kaiserplatz

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Stadtarchiv zeigt Fotos und mehr auf Stellwänden und Vitrinen

Lahnstein. Das anlässlich des Stadtjubiläums geplante, aber wegen Dauerregens abgesagte Lokalderby wird in diesem Jahr wohl nicht mehr stattfinden. Die dazu erstellte Ausstellung über die Geschichte der beiden Fußballrivalen Sportclub 09 Oberlahnstein und Sportverein 1911 Niederlahnstein aber kann nun im Stadtarchiv am Kaiserplatz besichtigt werden.

Auf zwei Schautafeln beidseitig sind zahlreiche beschriftete Mannschaftsfotos von 1909 bis zum Zusammenschluss 1973 zu sehen. Ergänzt durch zahlreiche Tabellen und Presseberichte  ist die Zeit der Lokalderbys, der Erfolge und Misserfolge beider Vereine nachlesbar. Ergänzt wird die Ausstellung durch erhaltene Fußballtrikots der „Laubfrösche“ aus Niederlahnstein und der „Blau-Weißen“ aus Oberlahnstein. Auch sämtliche erschienenen Festschriften beider Vereine, aber auch der Alten Herren in Nord und Süd, liegen zur Einsicht aus. Helmut Wissing, ehemaliger Spieler des SV 1911 Niederlahnstein, hat zwei dicke Fotoalben mit Bildern seines Vereins zur Verfügung gestellt, die ebenfalls betrachtet werden können. Die Einsicht ist zu den Öffnungszeiten des Archivs im Untergeschoss der Kaiser-Wilhelm-Schule ab sofort bis zum 19. Juni (montags bis freitags) möglich.

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