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Es geht wieder los – Aktivitäten geplant beim Niederlahnsteiner Carneval Verein

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Die Chancen stehen gut für den Sommerspaziergang zu dem der Niederlahnsteiner Carneval Verein (NCV) seine Mitglieder und Freunde am Sonntag, 11. Juli 2021 einlädt.

Natürlich ist diese Sommeraktion, die statt des traditionellen Sommerfestes durchgeführt wird, entsprechend der Corona-Verordnung geplant. Start ist um 14:00 Uhr auf dem Kirchplatz, um dann rund 7 ½ Kilometer bei 200 Höhenmetern gemeinsam in Gruppen zu verbringen.

Viel Spaß und Überraschungen gibt es auf dem Weg. Kosten für Erwachsene 7 €, für Kinder 5 €. Anmeldung bis 03.07.2021 unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder telefonisch bei der Vorsitzenden Anna Sauer unter 02621 6207678.

Weitere Details auf der Homepage www.ncv-lahnstein.de.

Zweite „Kulturnutzerstudie für die Region Koblenz-Mittelrhein“ startet am 01. Juli 2021

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Auch in Lahnstein werden Kulturnutzer*innen online befragt

Lahnstein. Mittels einer Online-Befragung sollen die Bedürfnisse sowie Freizeitinteressen von Kulturnutzerinnen und -nutzern aus der Region Koblenz-Mittelrhein erfragt werden. An dieser Kulturnutzerstudie nehmen neben Lahnstein die Kommunen Andernach, Boppard, Höhr-Grenzhausen, Koblenz, Mayen, Montabaur, Neuwied und Sinzig teil.

Bevölkerungsbefragung. Ziel ist die Erkundung von Gründen für oder gegen kulturelle Teilhabe, Präferenzen, Qualitätsansprüche, gruppen-dynamische Praktiken und optionale Interessen. Daraus sollen sich konkrete Aufschlüsse und Hinweise für die Gestaltung des Kulturangebots und für die kulturelle Entwicklung in den Kommunen ergeben.

Da sich die Gesellschaft in einem rasanten Wandel befindet, gibt es gewichtige Gründe die Heterogenität von Kulturakteuren und Rezipienten sowie deren Interessen, Präferenzen, Kulturnutzungsgewohnheiten und deren Veränderungen erneut in den Blick zu nehmen. Dies gilt umso mehr auch hinsichtlich der durch die Covid-19-Pandemie bedingten Auswirkungen.

Durch die Kulturnutzerstudie erhoffen die teilnehmenden Städte sich ein möglichst umfassendes Bild davon, wie wichtig Kultur und aktive Freizeitgestaltung im Leben der Menschen der Region sind und welche Schwerpunkte es zu setzen gilt.

Die im Vergleich zur ersten Studie im Jahr 2017/18 erweitert angelegte Kulturnutzerstudie soll Erkenntnisse über die publikums- und nutzerspezifische Nachfrage sowie Aufschluss über die kulturellen Bedürfnisse und möglicherweise fehlende Angebote geben. Hierzu werden sowohl die Bereiche kulturelle Bildung, Vor-Ort-Kultur als auch die Möglichkeiten eigener kultureller Aktivitäten evaluiert.

Der Fragebogen wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Koblenz / Institut für Kulturwissenschaft, der Fachdienststelle Kommunalstatistik und Stadtforschung sowie dem Kultur- und Schulverwaltungsamt der Stadt Koblenz entwickelt.

Die Ergebnisse der Befragung werden Ende des Jahres 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Fragebogen wird ab dem 01. Juli 2021 online über https://www.lahnstein.de/freizeit-kultur/kulturnutzerstudie/ zugänglich sein.

Baumaßnahmen der DB Netz AG Ende Juni / Anfang Juli

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Bereich Niederlahnstein

Lahnstein. Nach Mitteilung der DB Netz AG werden im Bereich Niederlahnstein in den Nächten von Dienstag, 29. Juni bis Freitag, 02. Juli 2021 Gleisbaumaßnahmen durchgeführt, die aus betrieblichen Gründen in den Fahrpausen der Nachtzeit stattfinden müssen.

Dadurch kann es zu Lärmbelästigungen kommen. Die beauftragten Unternehmen sind allerdings bemüht, diese so gering wie möglich zu halten. Die Deutsche Bahn bittet die betroffenen Anwohner um Verständnis.

Vor 125 Jahren wurde Albrecht Claus geboren: Bürgermeister von Oberlahnstein 1949-1961

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Lahnstein hat Geschichte, Folge 654

Lahnstein. Von 1949 bis 1961 leitete Dr. jur. Albrecht Claus die Geschicke der Stadt Oberlahnstein. Geboren wurde er am 29. Juni 1896, also vor 125 Jahren, in Thale am Harz als Sohn des Generaldirektors des dort ansässigen Eisenhütten- und Emaillierwerks.

Nach dem Abitur an einem Berliner Gymnasium diente Albrecht als Soldat im Ersten Weltkrieg. Mit einer schweren Verletzung am rechten Unterarm wurde er entlassen. Hernach studierte er Rechtswissenschaften, promovierte und erlangte die Befähigung zum höheren Verwaltungsdienst. Stationen seiner kommunalpolitischen Laufbahn bei verschiedenen Kreisverwaltungen und Regierungen waren unter anderem die Stelle als kommissarischer Bürgermeister im brandenburgischen Rheinsberg und als Regierungsrat in Merseburg, unterbrochen von einem knapp zweijährigen Auslandsaufenthalt zu wissenschaftlichen Studien in den USA. Seines Posten als Landrat in Quedlinburg (1932-1933) wurde er auf Betreiben der NSDAP enthoben, da er kein Parteimitglied war. Auch vom Oberpräsidium Kiel (1933-1934) wurde er zum Polizeipräsidium Bochum strafversetzt. Im Zweiten Weltkrieg diente er abermals, bis er Ende 1943 Regierungsdirektor in Bromberg / Westpreußen wurde. Nach dem Zusammenbruch flüchtete Dr. Claus von Bromberg nach Merseburg, wo er zunächst von der amerikanischen, später der russischen Besatzungsbehörde angestellt wurde. Als die Verhältnisse untragbar wurden, schlug er sich in die Westzonen und ließ sich mit einfachen Arbeiten zuletzt in Kassel nieder.

1948 bewarb sich Dr. Claus um die Bürgermeisterstelle in Oberlahnstein und wurde unter 162 Bewerbern vom Stadtrat einmütig, bei Stimmenthaltung der Kommunisten, zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt.

Primär sah er seine Aufgabe in der Behebung der Wohnungsnot. Die Stadt ließ selbst mehr als 70 Wohnungen errichten. Neue Baugebiete wurden in Friedland, Friedrichssegen und im Süden der Stadt (St. Martin-Siedlung) erschlossen.

Eine große städtische Leistung war auch die Errichtung von vier Schulgebäuden, die innerhalb von acht Jahren in Oberlahnstein entstanden, um die Schulraumnot der Nachkriegszeit zu beheben. Nach dem Neubau der Goethe-Schule, dem Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Gymnasiums und der Erweiterung der Kaiser-Wilhelm-Schule wurde in der Amtszeit von Dr. Claus auch die Erweiterung der Volksschule Friedrichssegen begonnen, die sein Nachfolger Johannes Schoofs im Oktober 1961 einweihen durfte.

Mit seinem italienischen Urlaubsort Broni wollte Dr. Claus eine Städtepartnerschaft eingehen, doch blieben die Bemühungen fruchtlos. Als die seit 1955 bestehenden freundschaftlichen Kontakte zwischen dem Oberlahnsteiner Gymnasium und einer Schule in Kettering/England zum regelmäßigen Schüleraustausch führten, schlug Dr. Claus seinem britischen Amtskollegen eine Partnerschaft zwischen beiden Städten vor. Diese ersten Bemühungen wurden vom Ketteringer Stadtrat 1959 sofort gutgeheißen, der gewünschte Erfolg stellte sich allerdings erst Jahre später unter Bürgermeister Fritz Berlin ein.

Mit Ablauf seiner zwölfjährigen Amtszeit wurde der inzwischen 65-jährige Dr. Albrecht Claus im Mai 1961 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Er lebte mit seiner Frau und seinem Sohn im Weihertal.

Als er von einem Spaziergang am Abend des 07. Januar 1963 nicht zurückkehrte, meldete ihn seine Familie als vermisst. Bei einer großangelegten Suchaktion beteiligten sich auch Angehörige der Bundeswehr. Erst zwei Jahre später wurde seine Leiche in unwegsamen Oberlahnsteiner Waldgelände im Distrikt „Hohl“ entdeckt. Während seine leiblichen Überreste identifiziert wurden, konnten die Todesumstände nie geklärt werden. „Es ist anzunehmen, dass der damals Schwerkranke den Tod selbst herbeigeführt hat“, heißt es in der Todesbescheinigung. Für einen Unglücksfall sprechen Glatteis und Eiseskälte in jener Nacht des Verschwindens.

Besuch beim „Forestival“ im Süßgrund in Lahnstein-Friedrichssegen

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Bürgermeister Dornbusch machte eine Kunstwanderung durch die Natur

Lahnstein. Am vergangenen Wochenende fand im wunderschönen und meist sehr sonnigen Tal im Süßgrund in Lahnstein-Friedrichssegen der „Forestival PopUp Artists Art Walk 2021“ statt. Bei diesem stellten regionale und internationale Künstler und Künstlerinnen ihre Werke entlang der Wege im Wald und der Wiesen aus, sodass das Publikum mit Kunstschaffenden und Kunstwerken in Interaktion treten konnte.

Auch Lahnsteins Bürgermeister Adalbert Dornbusch genoss auf einem Rundweg in Begleitung von zwei kunstinteressierten Lahnsteiner Bürgerinnen diese Art der Kunstschau. Gemeinsam erfreute man sich an den unterschiedlichsten Bildern, Skulpturen und Installationen inmitten der Natur. Anschließend stattete der Bürgermeister mit seiner Begleitung den regionalen und internationalen Künstlern  und Künstlerinnen einen Besuch auf dem Gelände der Imkerei im Süßgrund (vormals Jugendzeltplatz) ab, um sich bei ihnen für ihre gelungene Interaktion von Besuchern, Kunst und Natur zu bedanken.

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