Mittwoch, 19. Juni 2019

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Pfingsteierkrone am Ölberg wurde gesucht

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Neues Bilderrätsel

Lahnstein. Auf dem Rätselbild der letzten Folge war die Pfingsteierkrone am Ölberg zu sehen. Spiel und Tanz unter der Eierkrone sind ein alter Pfingstbrauch aus dem 14. Jahrhundert, der sich in Oberlahnstein bis Mitte des 20. Jahrhunderts erhalten hat. Ursprünglich wurde sie auf dem Marktplatz am (Alten) Rathaus über Pfingsten aufgehängt. Unter der Eierkrone spielten am Tage die Kinder, gegen Abend tanzte und sang die Jugend und bis zum Läuten der Abendglocke um 22 Uhr die älteren Bewohner. Mit dem Wachsen der Stadt reichte der Platz nicht mehr aus. Folglich wurden mehrere Eierkronen von Straßen- und Nachbarschaftsgemeinschaften angefertigt. Bekannt sind noch die Standorte am Bürgerturm in der Frühmesserstraße, Burgstraße, Adolfstraße und eben am Ölberg bei Malermeister Hermann Schmitt, wo die Aufnahme um 1950 entstand. Ölberg heißt im Volksmund die Stelle an der oberen Burgstraße im Kreuzungsbereich Ostallee, weil hier die Ölbergkapelle stand. Im Hintergrund links kann man noch die Mauer erkennen, hinter der - wie auf einer Verkehrsinsel etwas erhöht - die Kapelle stand. Sie wurde als Verkehrshindernis angesehen und 1972 abgerissen. Wo einst die Kinder tanzten, beherrscht heute der fließende und ruhende Autoverkehr die Straße. Die Sichtachse der Burgstraße ist inzwischen verbaut, aber die Häuser auf dem Foto von 1950 stehen noch.

Auf das Bilderrätsel gingen mehrere richtige Einsendungen ein. Ein Dank gilt Hildegard Dexelmann für die hier gezeigte Aufnahme von heute.

Das neue Rätselbild zeigt einen Kiosk, aber wo stand dieser?

Aktuelle Vergleichsbilder können an das Stadtarchiv Lahnstein geschickt werden ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ). Die beste Aufnahme wird mit der Auflösung veröffentlicht. Weitere Bildvorschläge sind willkommen.

Schon vor 100 Jahren wurde in Lahnstein Fußball gespielt

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Stadtarchiv erhielt alte Fotografie von Niederlahnstein

Lahnstein. Dort, wo sich heute der Wohnmobilparkplatz „Kränchen“ befindet, wurde viele Jahrzehnte lang Fußball gespielt. Das alte Foto, das ein Lahnsteiner Mitbürger im Internet erworben und dem Stadtarchiv Lahnstein zur Verfügung gestellt hat, zeigt eine Jugendfußballmannschaft in ihren dunklen Trikots. Diese tragen das Wappen der Stadt Niederlahnstein – das Kurtrierer rote Kreuz und den Schiffsanker . Einige junge Männer hatten den „F. C. Deutschland 1911 Niederlahnstein“ gegründet, aus dem der „Sportverein 1911 Niederlahnstein“ hervorging. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Kränchen, eine ehemalige Bleichwiese,  sportgerecht ausgebaut. 1923 wurden die Vereinsfarben der Niederlahnsteiner in grün-weiß geändert, weshalb man ihnen den Spitznamen „Laubfrösche“ gab.

Das Foto dürfte um 1919 entstanden sein, da der Spieler mit der Locke Wilhelm Schmidt (5.v.r.) dem Jahrgang 1905 angehörte. Im Hintergrund sind mittig der Nassau-Sporkenburger Hof und rechts die alte Barbarakirche zu erkennen.

Wer weitere Spieler identifizieren kann, möge sich an das Stadtarchiv Lahnstein (Tel. 02621/914-296 oder Email Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) wenden.

Vor 10 Jahren starb Prof. Heinrich Fisch

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Lahnstein. Maßgeblich beteiligt an der Aufarbeitung der Geschichte des Dritten Reichs in Lahnstein war Prof. Heinrich Fisch, der vor zehn Jahren starb. Fisch betrachtete es immer als seine Aufgabe, als Zeitzeuge über seine Heimat und die Jugendarbeit dort zu berichten, vor allem über den starken Einfluss der katholischen Jugendarbeit. 1988 war er maßgeblich an der vielbeachteten und gut besuchten Ausstellung „Jugend zwischen Kreuz und Hakenkreuz“ in Lahnstein beteiligt. Sie wurde organisiert von ehemaligen Mitgliedern der „Sturmschar“, einer Gruppe des katholischen Jungmännerverbandes, die 1936 von den Nationalsozialisten verboten wurde und anschließend im Untergrund den aussichtslosen Versuch startete, Widerstand zu leisten. Eindrucksvoll wurde in der Ausstellung vermittelt, dass die kirchliche Jugend trotz aller Schikanen und Unterdrückung durch die Gestapo im Glauben Kraft, Mut und Begeisterung fand, durchzuhalten. Über die Ausstellung hat Fisch in verschiedenen Zeitungen und auch im Kreisheimatjahrbuch 1990 Resümee gezogen.

Heinrich Fisch wurde am 8. Mai 1925 als Sohn von Johann und Anna Margarete Fisch, geb. Braun, in Oberlahnstein geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums wurde er 1943 wie alle wehrtüchtigen Kameraden seines Jahrgangs in den Reichsarbeitsdienst in Ockfen/Saar eingezogen. Über seine Zeit als Soldat in 1943/44 in Frankreich, die schweren Luftangriffe auf Ober- und Niederlahnstein, wobei sein Vater am 26.12.1944 im Bahnhof Niederlahnstein starb, den Kriegseinsatz in Russland, seine Verwundung und Gefangennahme im März 1945 und die anschließende fünfjährige russische Kriegsgefangenschaft hat er 50 Jahre später ein Buch veröffentlicht. Diese 262 Seiten starke, 2002 erschienene Biographie „Gratwanderung“ ist im Buchhandel erhältlich und in der Archivbibliothek einsehbar. Im Titel spiegelt sich sein Konflikt zwischen Gewissen und Pflicht, zwischen Widerstand und Anpassung, den er in dem Buch eindrucksvoll schildert.

Nach seiner Freilassung zur Jahreswende 1949/50 studierte Heinrich Fisch Ökonomie, Soziologie, Pädagogik, Wirtschafts- und Sozialgeschichte an den Universitäten in Fribourg, Bonn und Frankfurt. 1953 machte er Examen und promovierte 1957 an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Frankfurt mit der Dissertation „Adam Ferguson und seine Gedanken zur Gesellschaft und Wirtschaft“. Im gleichen Jahr heiratete er Hiltrud Bausch aus Oberlahnstein und lebte mit ihr in Bonn, wo er als Gymnasiallehrer und Fachleiter für Sozialwissenschaften arbeitete. Seinen Kontakt zur ehemaligen Lahnsteiner Jugendgruppe, zu der auch Johannes Knauf und Johannes Meuser gehörten, hielt er zeitlebens aufrecht.

Heinrich Fisch publizierte mehrere Bücher zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte, z.B.  die Bände Physik, Wirtschaft und Sozialwissenschaften in der Reihe „Abiturwissen“. 1983 wurde er Honorarprofessor für Politische Wissenschaft mit Schwerpunkt Sozialpolitik an der Universität Bonn. In seiner 1996 erschienenen Veröffentlichung „Ist der Sozialstaat noch zu retten?“ analysierte er kritisch gesellschaftliche Steuerungssysteme.

Am 24. April 2008 verstarb er in seiner Wahlheimat Bonn.

Verkauf städtische Liegenschaften in Lahnstein

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Grundstücke Friedensstraße

Lahnstein. Die Stadt Lahnstein beabsichtigt, zwei Grundstücke in der „Friedensstraße“ (Gemarkung Niederlahnstein, Flur 1, Flurstück-Nr. 1352/4 und Flurstück-Nr. 1354/4) zu veräußern.

Genauere Angaben zu dem Grundstück finden Sie auf der Internetseite der Stadt Lahnstein

(http://www.lahnstein.de/wirtschaft/staedtische-immobilien-grundstuecke/)

oder können bei der

Stadtverwaltung Lahnstein, Fachgebiet Grundstücks- und Gebäudemanagement

Herr Michael Hohn

Kirchstraße 1, 56112 Lahnstein

( 02621 914-164, 2 02621 914-330

E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. | www.lahnstein.de

angefragt werden.

Sitzung des Fachbereichsausschusses 4

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Lahnstein. Zu Beginn der Fachbereichsausschusssitzung 4 am 5. Juni 2018 stellte das Ingenieurbüro Karst aus Nörtershausen den Vorentwurf der Planung zum Bebauungsplan Nr. 48 „An der alten Markthalle“ vor. Es wurde eine Empfehlung ausgesprochen, dass der  Stadtrat die Verwaltung beauftragen soll, in dieser Angelegenheit die weiteren Schritte einzuleiten.

Weiterhin beschloss der Ausschuss die Auftragsvergabe des 1. Ausschreibungsblockes für die Hochbauarbeiten und die technische Gebäudeausstattung zum Neubau der 6-gruppigen Kindertagesstätte in der Schillerstraße, für fünf Gewerke zur Betoninstandsetzung der Stadthalle Lahnstein sowie zur Beschaffung von 13 Parkscheinautomaten.

Im Anschluss daran wurde über den Erlass einer Gestaltungssatzung für die Stadtkerne der Stadt Lahnstein beraten. Im Rahmen eines Arbeitskreises sollen die Details der Gestaltungssatzung festgelegt werden.

Abschließend informierte die Verwaltung über den Sachstand zur Sanierung der tragenden Holzkonstruktion der Kindertagesstätte Kastanienplatz und der geplanten Errichtung von zwei Wohngebäuden.

Weitere Informationen zu den Lahnsteiner Gremien, den Mandatsträgern und anstehende Sitzungstermine finden sich auf der städtischen Homepage unter www.lahnstein.de (Rubrik Verwaltung, Rat und Gremien

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