Montag, 18. Januar 2021

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Krankenhaus Lahnstein setzt auf Corona-Schnelltests

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Das St. Elisabeth Krankenhaus Lahnstein setzt seit kurzem auch Corona-Expressuntersuchungen zum Nachweis von Covid-19-Erkrankungen ein.

Lahnstein. Alle Patientinnen und Patienten, die im Lahnsteiner St. Elisabeth Krankenhaus behandelt werden, werden auf Corona getestet. So schützt das Haus Mitpatienten und die eigenen Mitarbeiter vor einer Ansteckung im Krankenhaus und der weiteren Verbreitung. „Bei geplanten Operationen kann der Test vor dem eigentlichen Krankenhausaufenthalt erfolgen“, erläutert der Ärztliche Direktor Privatdozent Dr. Arian Mobascher im Gespräch. „aber natürlich kommen auch immer wieder Notfälle ins Haus.“ Diese wurden bisher 24 Stunden – also bis zum Vorliegen eines negativen Corona-Testergebnisses – isoliert untergebracht.

Seit Ende Oktober hat das Klinikum nun ein Schnelltestgerät mit sehr genauem Nachweisverfahren im Einsatz, das innerhalb einer Stunde Aufschluss über eine Corona-Infektion gibt. Da die Nachfrage nach den Tests im Markt äußerst groß ist, ist das Kontingent an Testmaterial limitiert, weshalb der Schnelltest in der Regel nur bei Patienten mit Krankheitssymptomen Anwendung findet. „Wir sind sehr froh, das Gerät bei uns im Einsatz zu haben. Es beschleunigt die Abläufe und gibt uns und den Patienten schneller sichere Informationen zum Corona-Virus“, so der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin Prof. Dr. Thomas Marth. „Mit dem Gerät können wir künftig auch Tests zu vielen anderen Keimen schneller durchführen, beispielsweise Influenza oder MRSA, und sind damit eines von wenigen Krankenhäusern in der Region, denen das möglich ist.“

Dramatische Dimensionen des Bahnunfalls in Niederlahnstein

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Oberbürgermeister Labonte nimmt Stellung

Lahnstein. Mit großer Sorge hat die Stadtverwaltung auf das jetzt erst bekannt gewordene volle Ausmaß und die mehr als dramatische Dimension des Bahnunfalls reagiert.

Eine am Abend des 3. November 2020 von der DB Netz AG übermittelte, über 400 Seiten umfassende Dokumentation der Erstmaßnahmen nach dem Bahnunfall weicht erheblich von den wesentlichen Grundlagen vom Sanierungskonzept der DB Netz AG vom 28. September 2020 ab.

So sind nicht 100.000 Liter Dieselöl, sondern insgesamt 180.000 Liter ausgelaufen und ins Erdreich gelangt. Davon sollen 40 bis 50 % noch immer im Boden sein!

Oberbürgermeister Peter Labonte geht nunmehr davon aus, dass sich vermutlich also nicht nur 30.000 bis 50.000 Liter Dieselöl im Erdreich befinden sondern die Rede ist nunmehr sogar von über 90.000 Liter. Aber wohl keiner weiß, wo genau sich der Diesel befindet.

Aufgrund dieser dramatischen Wendung zweifelt Labonte die Sanierungsvorschläge der DB-Netz AG an!

Labonte: „Auch die von der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises erteilte Sanierungsgenehmigung, die ursprünglich auf einer ganz anderen Ausgangsbasis und unter ganz anderen Rahmenbedingungen erteilt wurde, muss jetzt von den Fachbehörden kritisch hinterfragt werden“.

„Aus meiner Sicht“, so Oberbürgermeister Labonte, „stellen sich jetzt folgende Fragen:

  1. Ist die Art der Sanierung (Herstellung der Anlagen zur hydraulischen Sicherung nach dem 1 Sanierungskonzept der DB Netz AG) überhaupt bei diesen großen Mengen noch zielführend und ausreichend für die Sicherung einer noch größeren Menge von ausgelaufenem Diesel
  1. Ist nun der Zeitfaktor der Sanierungsmaßnahmen von etwa 5 bis 7 Jahren überholt?“

Oberbürgermeister Labonte befürchtet hier eine „unendliche Geschichte“ und er ist sehr besorgt und erwartet, dass die Stadt in die anstehenden Entscheidungen stärker als bisher mit einbezogen wird. Dieser Forderung ist die DB Netz und die Kreisverwaltung nunmehr nachgekommen. Die Kreisverwaltung hat zugesagt, die Stadt Lahnstein zukünftig zu den wöchentlichen Telefonkonferenzen mit Bahn und Genehmigungsbehörden beizuziehen.

Auch die DB Netz hat mit Schreiben vom 5. November 2020 auf diese Forderung reagiert und auch eine Teilnahme der Stadtverwaltung Lahnstein an den wöchentlichen Jour-Fixe-Terminen sowie einem Treffen der DB mit eigenen Gutachtern und Fremdgutachtern in Aussicht gestellt.

Mit großer Sorge registriert Oberbürgermeister Labonte aber besonders den dramatischen Hinweis in der Abschlussbemerkung der jetzt vorgelegten Dokumentation, wonach eine sehr große Menge an Dieselöl im Boden verblieben ist und über den Pfad Boden-Grundwasser „Ein hohes bis sehr hohes Gefährdungspotential besteht.“ Hier sind es insbesondere die Bereiche, in denen das Dieselöl in die Terrassensedimente eingedrungen ist und bei steigenden Grundwasserständen oder weiteren Absinken des Diesels mit einem Kontakt des Grundwassers zu rechnen ist.

Labonte: „Wir brauchen Sanierungsverfahren, die funktionieren und keine Gefährdungen im Umfeld bestehen.“

Die Stadt hat mittlerweile auch den hier beauftragten Rechtsanwalt mit eingeschaltet und um rechtliche Beurteilung und Einschätzung gebeten.

Peter Labonte: „Bei erster Durchsicht der Dokumentation kann man zu dem Ergebnis gelangen, dass die DB Netz AG seit dem Unfallergebnis vom 30. August 2020 offenbar nicht immer mit offenen Karten gespielt hat und es ausschließlich das vorrangige Ziel des Unternehmens war, den Bahnbetrieb möglichst schnell wieder aufzunehmen“.

„In diesem Zusammenhang“, so Labonte weiter, „kann man den Eindruck erhalten, dass sowohl die Stadt Lahnstein, als auch die Genehmigungsbehörden bewusst getäuscht werden sollten.“

Dies begründet er wie folgt:

1)    Um das Schadensereignis (man ist immerhin knapp an einer riesigen Katastrophe für die Stadt vorbei geschrammt) klein zu reden, vermied man zunächst das Wort „Entgleisung“. In ersten Pressemeldungen wurde bahnseits von einem Feuerwehreinsatz im Bereich des Bahnhofs Niederlahnstein gesprochen, der den Bahnverkehr beeinträchtigt.

2)    Zunächst wurde auch davon gesprochen, dass der entgleiste Zug mit Bio-Diesel statt Dieselöl beladen gewesen war und hiervon bis zu 150.000 Liter ausgelaufen seien. Ein der Dokumentation beigefügter Frachtbrief und die Wagenpapiere weisen als Beladung eindeutig „Dieselkraftstoff“ mit dem Zusatz „umweltgefährdend“ aus.

3)    Aus dem ausgelaufenen „Bio-Diesel“ wurde kurz nach dem Unglück „Diesel“ und aus den ausgelaufenen 150.000 Liter relativ schnell ca. 100.000 Liter.

4)    Tatsächlich haben die Verantwortlichen bereits zu diesem Zeitpunkt gewusst, dass rd. 180.000 Liter Diesel ausgelaufen sind. Warum wurde dies – trotz mehrfachen Rückfragen – verschwiegen?

5)    Im Gutachten heißt es, dass im Rahmen der vorlaufenden Arbeiten die Entscheidung getroffen wurde, die auf dem Areal befindlichen drei Oberleitungsmasten und die Gleise 4 und 8 nicht zurückzubauen. Wer hat diese Entscheidung in Abstimmung mit wem getroffen? Waren die zuständigen Behörden in diesen Entscheidungsprozess involviert?

6)    Nach Durchführung der Erstmaßnahmen (und nach der Wiederaufnahme des Fahrbetriebes) wurde kolportiert, dass 10 % bis 30 % des ausgelaufenen Diesels im Erdreich verblieben seien. Dabei wurde zu diesem Zeitpunkt nach wie vor die Sprachregelung verwandt, dass rd. 100.000 Liter Diesel ausgelaufen seien. Auch das der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises vorgelegte Sanierungskonzept fußt nach meinem Kenntnisstand auf diesen Annahmen.

7)    Der vom Rhein-Lahn-Kreis beauftrage Hydrogeologe hatte in einer gemeinsamen Besprechung (6. Oktober ) davon gesprochen, dass nicht wie im Sanierungskonzept beschrieben 20.000 Liter bis 30.000 Liter Diesel (bei 100.000 Liter Dieselöl = 20 bis 30 %) sondern im „Worst Case“ bis zu 50 % des ausgelaufenen Diesels im Erdreich verblieben  sind (bedeutete damals 50.000 Liter). Die DB Netz AG hatte hierzu keinerlei Stellungnahmen abgegeben.

8)    Die Dokumentation stellt nun dar, dass die im Boden verbliebene Dieselmenge zwischen ca. 70.000 und 90.000 Liter liegt. Demnach wurden im Rahmen der Erstmaßnahme lediglich 50 % bis 60 % aus dem Boden entfernt und die Einschätzung des Hydrogeologen stellt sich im Nachhinein als zutreffend heraus. 

Der Lahnsteiner OB fragt sich, ob dies den zuständigen Behörden bewusst war oder wurden diese ebenfalls in die Irre geführt? Und: wäre dem Abschluss der Erstmaßnahmen unter diesen Voraussetzungen überhaupt zugestimmt worden?

Labonte abschließend: „Für mich grenzt die ganze Geschichte an einen Skandal und unter Umständen auch ein Fall für die Staatsanwaltschaft.“

Auswirkungen der neuen Corona-Bekämpfungsverordnung in Lahnsteiner Verwaltung

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Lahnstein. Wegen steigender Infektionszahlen und hoher Inzidenzwerte haben Bund und Länder sich auf eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen ab dem 02. November 2020 verständigt, was in der aktuell gültigen 12. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz umgesetzt wurde. Dies hat auch Konsequenzen für einige städtische Einrichtungen.

Generell gilt für die Rathäuser und Außenstellen wie Jugendkulturzentrum, Servicecenter, Stadtarchiv, Stadtbücherei, Stadthallenverwaltung mit Ticketservice

Theaterbüro der Städtischen Bühne und Touristinformation, dass ein Betreten nur nach vorheriger Terminabsprache möglich ist.

Das Hallenbad ist bis auf weiteres geschlossen.

Die im November geplanten Aufführungen der Städtischen Bühne – „Ein Herz aus Schokolade“ und „Die Sternstunde des Josef Bieder“ können nicht stattfinden. ,„Selbstverständlich sehen wir die Notwendigkeit Kontakte zu reduzieren und Begegnungen auszuschließen, trotzdem fällt es schwer, den Spielbetrieb wieder einzustellen und hinter den Kulissen weiter zu arbeiten und zu proben, ohne Gewissheit, wann und wie es wieder weitergehen wird“, so Ulrike Krapp vom Lahnsteiner Theater. Bereits erworbene Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit und können zu möglichen Nachholterminen genutzt werden. Informationen hierzu erteilt das Theater Lahnstein unter 02621 640645 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Auch die Lahnsteiner Stadthalle muss zunächst ihre Pforten schließen. Die meisten Veranstaltungen sind ohnehin ins nächste oder gar übernächste Jahr verschoben worden, aktuell ist jedoch das für den 21. November geplante Lulo-Reinhardt-Gitarrenfestival von der Absage betroffen.

Im Jugendkulturzentrum entfallen alle Angebote und Veranstaltungen zumindest bis zum Jahresende. Betroffen davon sind die Repair-Cafés am 09. November und 14. Dezember 2020, der Internettreff für Senioren, das interkulturelle Frauencafé sowie die interkulturelle Männerrunde. Auch der Jugendtreff ist geschlossen.

Die Modalitäten für einen Besuch in der Stadtbücherei bleiben wie seit dem 26. Oktober bestehen: Besucher werden nur einzeln und nur nach Terminvergabe eingelassen. Dann hat man 15 Minuten Zeit, um in den Regalen zu stöbern. Mit Ablauf des Zeitfensters muss man die Bücherei wieder verlassen. Termine könnten unter 02621 914-292 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. vereinbart werden.

Das Stadtarchiv kann vormittags, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr, nach vorheriger Terminabsprache unter 02621 914-296 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , einzeln oder von Personen des selben Haushaltes, besichtigt werden.

Die Spielplätze in Lahnstein sind nach wie vor geöffnet, allerdings gilt hier die Maskenpflicht für Erwachsene. Auch sollte sich, wenn möglich, an das Abstandsgebot gehalten werden. Das gleiche gilt für die Skaterbahn am Lahnufer.

Die Sporthallen sind grundsätzlich geschlossen. Eine Ausnahme gilt für Profisportler. Hierfür ist, nach Absprache und Genehmigung, die Halle im Einzelfall zugänglich.

Draußen befindliche Sportanlagen wie das Rhein-Lahn-Stadion dürfen für den Sport alleine oder zu zweit – oder für in einem Haushalt lebende Personen – genutzt werden. Generell ist ein Kontaktsport wie z.B. das Laufen in einer Laufgemeinschaft oder das Spielen von Fußball u.ä. untersagt.

Die Kontaktdaten für Terminvereinbarungen finden sich auf der städtischen Homepage unter www.lahnstein.de/aktuelles/coronavirus.

Online-Petition gestartet: Verschuldete Kommunen senden Hilferuf

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Lahnstein. Vielen Kommunen, so auch der Stadt Lahnstein, steht das Wasser bis zum Hals. Elf der bundesweit 20 am höchsten verschuldeten Städte und Landkreise liegen in Rheinland-Pfalz. Grund für die strukturelle Unterfinanzierung ist eine mangelnde Gegenfinanzierung der von Bund und Land jahrzehntelang an die Kommunen übertragenen Pflichtaufgaben, wie z. B. im Bereich der Schulen und Kindertagesstätten. Die Corona-Pandemie verschärft die prekäre Haushaltslage noch zusätzlich drastisch.

Am Dienstag, 3. November 2020, ist der Startschuss für die digitale Unterschriftenaktion „Petition Heimat“ gefallen. In den kommenden sechs Wochen sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, sich für eine bessere Zukunft ihrer Heimat stark zu machen. Mit  wenigen Klicks im Internet kann jeder helfen, Druck auszuüben, damit die Verantwortlichen sich nicht länger ihren Pflichten entziehen.

Die entsprechende Internet-Petition ist an die rheinland-pfälzische Landesregierung und die Fraktionsvorsitzenden im Landtag adressiert. Im Mittelpunkt des geforderten Maßnahmenpaketes steht eine auskömmliche Finanzausstattung der Kommunen, um die gesetzlich übertragenen Aufgaben auch wahrnehmen zu können, sowie eine Lösung des Altschuldenproblems. Immer mehr Gemeinden, Städten und Landkreisen droht der Verlust eigener Gestaltungsfähigkeit. Denn trotz vielfältiger eigener Sparmaßnahmen bekommen die finanzschwachen Kommunen die massiven Probleme einfach nicht mehr in den Griff.

Wie wichtig die Kompetenz der Kommunen zur Lösung von gesellschaftspolitischen Problemen ist, zeigt aktuell die Corona-Pandemie. Gleichzeitig wird die Erfüllung der Aufgaben für die örtliche Gemeinschaft aber zusehends eingeschränkt. Spürbar wird dies für den Bürger vor allem durch Einschnitte bei der Instandsetzung von Straßen, der Gesundheitsvorsage, dem öffentlichen Nahverkehr sowie bei Kultur, Sport, Freizeit- und Bildungsangeboten. Dies kann und darf nicht sein, führt es doch mittlerweile dazu, dass die von der Verfassung garantierte Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Gemeinden, Städten und Landkreisen mit besonders hohen sozialen Lasten nicht mehr gewährleistet werden kann.

Wenn der Gordische Knoten der strukturellen Unterfinanzierung der Kommunen in Rheinland-Pfalz tatsächlich zerschlagen werden soll, muss dort angesetzt werden, wo die Finanzverantwortung für die Städte und Gemeinden liegt: bei der Landesregierung.

Die Kommunen benötigen daher umgehend eine ausreichende Finanzierung der ihnen übertragenen staatlichen Pflichtaufgaben, so dass sie ein Mindestmaß an freiwilligen Leistungen wahrnehmen können, ohne dies über neue Kredite zu finanzieren.

„Daher bitte ich die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ganz herzlich, sich an der Petition zu beteiligen. Wir müssen unsere Heimat auch in Zukunft für alle Generationen lebenswert gestalten können“, appelliert Oberbürgermeister Peter Labonte.

Für alle die sich beteiligen möchten ist die Online-Petition unter folgendem Link: http://www.change.org/petitionheimat zu finden.

Niederlahnsteiner Carneval Verein

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Anna Sauer an der Spitze des Niederlahnsteiner Traditionsvereins

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde Anna Sauer zur neuen Vorsitzenden des Niederlahnsteiner Carneval Vereins (NCV) gewählt. Sie ist die erste Frau in diesem Amt in der 70-jährigen Vereinsgeschichte des NCV.

Zur Person: Anna Patrizia Sauer wurde im Mai 1987 geboren und wuchs in einer „alten“ Niederlahnsteiner Karnevalsfamilie auf. Vater Winfried gehört seit über 50 Jahren dem NCV an und führt fast ebenso lange die Kasse. Mutter Marita unterstützt ihn in allen Belangen und ist selbst Mitglied der NCV-Fußgruppe. Auch Bruder Lukas gehört zum Aktivenkreis und ist meist mit der Kamera zu sehen.

Anna gehört zu den Jubilaren, die dieses Jahr für 25-jährige Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet wurden. Und aktiv ist sie auch schon seit ihren Kindertagen. Sie fing 1995 im Kinderballett an, war im Kinderelferrat und fünf Jahre Kinder- und Jugendelferratspräsidentin, bevor sie als Erwachsene elf Jahre den NCV-Bajazz verkörperte. 2012 stand sie erstmals als Rednerin auf der Bühne bevor sie in der vergangenen Fastnachtskampagne mit einem zeitkritischen, aber auch humorvollen Vortrag in die Bütt stieg und unter anderem das Thema des 70-jährigen Vereinsjubiläums aufgriff.

Dass Anna Sauer spontan sein kann, bewies sie im Jahr 2014, als Elferratspräsident Günter Groß während der Kampagne wegen eines Trauerfalls ausfiel. Anna moderierte damals souverän die zweite Karnevalssitzung und begleitete den Elferrat und die Aktiven als Elferratspräsidentin durch die restliche Kampagne. Einer der Höhepunkte ihrer karnevalistischen Laufbahn war im Jahr 2017. Mit Prinz Dirk I. von Blitz und Funken (Dirk Ely) regierte sie als Lahno-Rhenania Anna I. das Lahnsteiner Narrenvolk.

Ihr Ziel ist es, dass der Verein weiterhin mit der Zeit geht und dabei stets seinen Ursprung und seine Traditionen im Blick und als Fundament behält. Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sind ihr ein großes Anliegen. „Ich möchte unser Engagement in der Lahnsteiner Fastnacht nach außen tragen und die Menschen damit erfreuen. Auch mit mir als Vorsitzende sollen die Freundschaft und Geselligkeit, die im NCV großgeschrieben werden, weiterhin ein wichtiger und fester Bestandteil sein.“ Anna Sauer möchte die Verantwortlichkeiten im Vorstand transparenter gestalten, damit Mitglieder und Aktive klare Ansprechpersonen haben. Das alles geht für sie nur mit tatkräftiger Unterstützung, weshalb sich Anna sehr darauf freut gemeinsam mit ihren neuen und erfahrenen Vorstandskolleginnen und -kollegen den NCV in Zukunft zu gestalten.

Foto: NCV

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