Mittwoch, 27. Mai 2020

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„Münzmeister“ Willi Peter Brunner prägte im Martinsschloss Papst und Bundeskanzler

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Hilfsprojekte in aller Welt initiiert

Lahnstein. Zu den beliebten Heimatfesten der 1980er und 1990er Jahre wurden im Auftrag des Kur- und Verkehrsvereins Erinnerungsmedaillen aus Kupfer und Silber von der Lahnsteiner Rittergilde auf dem Festplatz geprägt. Hergestellt wurden die Prägestempel in der Münzwerkstatt von Willi Peter Brunner, der vor zehn Jahren starb. Brunner war von Beruf Stahlreliefgraveur. Er wohnte zwar in Braubach, hatte aber im Lahnsteiner Martinschloss sein Atelier und machte das Schloss, in dem schon im Mittelalter Gold- und Silbermünzen geprägt wurden,  nach rund 600 Jahren wieder zur Münzprägestätte.

Geboren wurde Willi Peter Brunner am 31.10.1933 in Darmstadt. Er besuchte die Werkkunstschule Offenbach und die Grafiker-Hochschule Stuttgart. Parallel dazu studierte er Kirchenmusik.

Als er dann als Beauftragter des Amtes für Kirchenmusik für Hessen und Nassau in den Bad Emser Raum berufen wurde, arbeitete er parallel dazu auch als Stahlstich- und Reliefgraveur.

In der Region war er auch unter dem Spitznamen „Fliegender Karajan“ bekannt, denn er leitete seit 1965 den Posaunenchor Dausenau, später den Posaunenchor Braubach.

1971 machte er sich mit dem Schwerpunkt Medaillen selbstständig in einem Braubacher Keller als Einmann-Betrieb.1976 zog er ins Martinsschloss. Hier wurde ein ehemaliger Getreidespeicher zum Atelier umgebaut. Um Graveure ausbilden zu können, gründete er eine Firma und beschäftigte bis zu acht Auszubildende.

Brunner sah sich als freischaffender Künstler. Medaillen und Plaketten, Jubiläumsteller und Schmuckstücke gravierte er in seiner Kunstwerkstatt, unter anderem gab er dem damaligen Papst oder dem Bundeskanzler den richtigen Schliff.

Die Münzwerkstatt Brunner stellte während ihres Bestehens sehr viele Medaillen mit Lahnsteiner Motiven her, wie z.B. Jakobustaler, „Turmtaler“ der Turmgarde, 50 Jahre Partnerschaft Lahnstein-Kettering, Erinnerungsmedaillen für Abiturfeiern und für das Carneval Comité Oberlahnstein auch Karnevalsorden Die Grobarbeit erledigte er mit Schablone; erst danach begann die künstlerische Arbeit bis ins kleinste, feinste Detail. Kleinere Medaillen wurden mit einer historischen Prägepresse im Martinsschloss hergestellt, größere Aufträge anderswo geprägt.

In verschiedenen örtlichen Gremien hat Brunner mitgearbeitet, etwa im Kur- und Verkehrsverein Lahnstein und im Braubacher Verkehrsverein. Außerdem gehörte er dem Vorstand der Braubacher SPD an. Sein besonderes Engagement galt dem rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda. Hierfür saß er mehr als 20 Jahre im Vorstand des Braubacher „Fördervereins Ruanda“, der im Distrikt Kayonza half mehrere Schulen zu bauen und renovieren, ein Krankenhaus und mehrere Handwerksbetriebe einzurichten. Aber auch den Menschen in Asien und Lateinamerika wollte Brunner helfen und startete Hilfsprogramme weltweit. Alle seine Projekte waren auf Hilfe zur Selbsthilfe angelegt. Für sein Engagement im Partnerland Ruanda erhielt er im Juni 2003 die Landesverdienstmedaille. Der KVL ehrte Brunner 1996 mit dem Hexenkrug.

Am 3.2.2009 verstarb Willi Peter Brunner. Er hinterließ seine Ehefrau Johanna, Tochter Konstanze und vier Enkel.

Tennensportplatz im Rhein-Lahn-Stadion Lahnstein soll zum Kunstrasenplatz werden

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Finanzierung steht

Lahnstein. Intensiv beriet der Haupt- und Finanzausschuss in seiner letzten Sitzung über das geplante Vorhaben des FSV Rot-Weiß, den Tennensportplatz im Rhein-Lahn-Stadion in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln.

Im Rahmen der Etatberatungen für den Haushalt 2019 hatten sich die städtischen Gremien bereit erklärt, für die Maßnahme insgesamt 200.000 Euro bereit zu stellen. Zwischenzeitlich konnte die Finanzierungslücke über Landes- und Kreismittel sowie Eigenmittel des Vereins geschlossen werden. Nun ging es darum über die nächsten Schritte, insbesondere über Rahmenbedingungen für einen Erbbaurechtsvertrag zwischen Stadt und Verein zu sprechen. Auf Grundlage der Beratungsergebnisse soll nun ein Vertrag erarbeitet werden, der dann im Rahmen der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im März und des Stadtrates im April abschließend beraten werden soll.

Weiteres Thema war die aktuelle Diskussion um die Abschaffung von Ausbaubeiträgen in Rheinland-Pfalz und die damit im Zusammenhang stehende Frage, wie mit anstehenden Ausbaumaßnahmen umgegangen werden soll. Hierzu kam man überein, dass die aktuell geplanten Projekte umgesetzt werden sollten. Im Rahmen der kommenden Ratssitzung soll abschließend über das Thema entschieden werden.

Weiteres Thema war die Haushaltsgenehmigung für das Jahr 2019, die zwischenzeitlich von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion als Aufsichtsbehörde erteilt wurde. Die wesentlichen Gesichtspunkte der Genehmigung wurden dem Ausschuss zur Kenntnis gegeben.

Weiterhin informierte Oberbürgermeister Labonte über den aktuellen Stand zum Heilwaldprojekt.

Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung ging es um die Frage, ob die Stadt Lahnstein gegen ein Urteil Berufung einlegen wird.

Weitere Informationen zu den städtischen Gremien, den Mandatsträgern und anstehende Sitzungstermine finden sich auf der städtischen Homepage unter www.lahnstein.de (Rubrik Verwaltung, Rat und Gremien).

Dinoparty in der Rhein-Lahn-Halle

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Die beliebten plüschigen Dinos des Niederlahnsteiner Carneval Vereins (NCV) begeistern seit vielen Jahren das junge närrische Publikum und laden zur Party ein.

Diese findet in der Rhein-Lahn-Halle in der Schillerstraße statt. Die „Dinos“ - von den Kindern heiß geliebt - sind der Jugendwart des NCV Michael "Kosti" Kost sowie der erste Vorsitzende Uwe Unkelbach. Und die beiden bekommen in diesem Jahr Nachwuchs, also Unterstützung!

Frisch aus dem Dino-Ei geschlüpft sind Tobias Steffens und Jannik Kost, die ebenso im Dinokostüm die Kinder unterhalten werden. Das große Helferteam um diese vier sowie der Kinder- und Jugendelferrat bietet den jungen Gästen viele Spiele zum Mitmachen und Tanzen. Die Kindergruppen des NCV und befreundeter Vereine werden ebenso wieder ihre Tänze vorführen.

Foto: Am Montag waren die Dinos auf "Promotiontour" und besuchten im Stadteile Niederlahnstein Schule und Kindergärten.

Kurzum: Der NCV bietet kleinen und großen Kindern eine super Party, den Eltern und Großeltern wird das auch gefallen!

Die große NCV-Kinder-Dino-Karnevalsparty findet am Samstag, 23. Februar 2019 um 14:00 Uhr in der Rhein-Lahn-Halle in Lahnstein (Schillerstraße) statt. Der Eintritt beträgt pro Person 3,-- Euro.

Ehrung für die besten Sportler/innen des Jahres 2018

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Über 5000 Lahnsteiner im Vereinssport aktiv

Lahnstein. Die Konkurrenz ist groß und sie schläft nicht. 5.081 Menschen sind aktuell in Lahnstein in 25 Sportvereinen aktiv. Gemessen an der Einwohnerzahl der Stadt Lahnstein (rund 19.000) ist das mehr als ein Viertel! Die besten von ihnen wurden nun von der Stadt und dem Stadtverband der sporttreibenden Vereine ausgezeichnet.

Nach sportlichem Auftakt durch die Mini Rope-Skipper der Turngemeinde Oberlahnstein begrüßte die Vorsitzende des Stadtverbandes Annerose Thörmer und gedachte gemeinsam mit den zahlreichen Gästen dem 2018 verstorbenen, ehemaligen Vorsitzenden Edi Wolf, der sich Zeit seines Lebens auch für den Sport in Lahnstein engagiert eingesetzt hatte.

Oberbürgermeister Peter Labonte dankte in seinem Grußwort den erfolgreichen Sportlern und all denjenigen, die sich im Hintergrund engagieren. „Wir sind stolz auf Sie alle“, so Labonte. Er betonte wie wichtig Sport für jeden Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft im Allgemeinen ist. „Die Hauptsache ist, dass Sie sich die Freude am Engagement erhalten, Sie weiterhin so aktiv sind und gesund  bleiben.“

Gute Nachrichten hatte auch der Sportkreisvorsitzende Werner Hölzer mitgebracht. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Pläne für den Kunstrasenplatz im Rhein-Lahn-Stadion durch den Kreis noch in diesem Jahr gefördert werden. „Wir stehen immer in den Startlöchern, um Euch zu helfen“, richtete er sich an die Sportler. Ein Viertel der Zuschüsse gingen nach Lahnstein, das sei wichtig, denn hier werde Leistungssport auf höchstem Level betrieben. Die wichtigste Erkenntnis seiner aktiven Zeit als Leistungssportler sei aber gewesen: „In jeder Niederlage hat ein charakterlicher Sieg gelegen.“

Vor den Ehrungen zeigte die Capoeira-Gruppe aus Friedrichssegen, was sich hinter der exotischen Bezeichnung verbirgt. Sie präsentierte einen teils spektakulären Mix aus Tanz, Musik und Kampfkunst, für den es keine Medaillen gibt, bei dem aber trotzdem alle gewinnen.

Die Ehrungen begannen in diesem Jahr mit der Auszeichnung des ehrenamtlichen Engagements. Stellvertretend für alle, die sich ohne großes Aufhebens im Hintergrund engagieren, wurde Max Mitscherling, die „gute Seele“ der Rudergesellschaft Lahnstein, geehrt.

Sportler des Jahres wurde erneut Rhönrad-Turner Luca Christ vom VfL Lahnstein, der – neben vielen nationalen Titeln – auch seinen Weltmeistertitel verteidigen konnte. Da er zurzeit Wettkämpfe in Neuseeland bestreitet, nahm seine Schwester und Trainerin die Auszeichnung für ihn entgegen. Bei den Frauen ging der 1. Platz an Ruderin Katharina Niel von der Rudergesellschaft Lahnstein. Sie wurde Europameisterin in der Altersklasse U23 im Zweier ohne Steuerfrau. Die beste Mannschaft des Jahres waren die drei 1000-Meter-Staffelläufer der Turngemeinde Oberlahnstein: Moritz Engel, Erik Putz und Florian Weiß.

Neben Urkunden und Medaillen erhielten die Erstplatzierten jeweils auch einen  Geldpreis gesponsert durch die Nassauische Sparkasse, die Sparda Bank Südwest und die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg.

Alle Platzierungen:

Männer:

1. Platz: Luca Christ, Rhönrad, VfL

2. Platz: Benedikt von Grönheim, Judo, VfL

3. Platz: Ole Kamphuis, Judo, VfL

Frauen:

1. Platz: Katharina Niel, Rudern, RGL

2. Platz: Sarah Jaeger, Rope-Skipping, TGO

3. Platz: Jutta Wöhner, Rope-Skipping, TGO

Mannschaft:

1. Platz: Moritz Engel, Erik Putz, Florian Weiß, 1000-Meter Staffel, TGO

2. Platz: Johanna Giehl, Timea Klaedtke, Yannick Schalm, Rhönrad, VfL

3. Platz: Patrice Budka, Ole Kamphuis, Benedikt von Grönheim, Judo, VfL

Ehrenamt:

Max Mitscherling, Rudergesellschaft Lahnstein

Lahnsteiner Stadtbücherei dient als Inspiration

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Adenauer Kollegen informieren sich vor Ort

Lahnstein. Wer etwas Neues machen will, informiert sich. Das ist nicht nur im Privaten so, sondern auch in der öffentlichen Verwaltung. Deswegen besuchten nun die Adenauer Büchereimitarbeiterin Helga Kaul in Begleitung des Stadtbürgermeisters Arnold Hoffmann, ihre Lahnsteiner Kolleginnen und schauten sich vor Ort die Räumlichkeiten am Kaiserplatz an.

Foto: Tauschten sich in den Vorzeige-Räumlichkeiten der Stadtbücherei Lahnstein am Kaiserplatz aus, v.l.n.r.: Arnold Hoffmann (Bürgermeister der Stadt Adenau), Helga Kaul (Stadtbücherei Adenau), Heike Handlos (Stadtbücherei Lahnstein), Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte und Silvia Rüdell (Stadtbücherei Lahnstein). (Foto: Alexandra Schäfer/Stadtverwaltung Lahnstein)

Eine ganze Reihe von Fragen hatten die Adenauer mitgebracht, angefangen vom Umbau des Gebäudes bis hin zur eigentlichen Büchereiarbeit. „Der Blick über den eigenen Tellerrand kann einen weiterbringen, gerade wenn große Veränderungen anstehen“, weiß Büchereileiterin Heike Handlos. „Wir haben uns vor dem Umzug in die neuen Räume auch bei anderen Einrichtungen umgeschaut und schlau gemacht. Deswegen ist es für uns eine Selbstverständlichkeit nun das Gleiche für Kollegen zu tun, die in einer ähnlichen Situation sind wie wir damals.“

Abgesehen davon, dass die großen, lichtdurchfluteten Räume und das neue Mobiliar eine wesentlich angenehmere Atmosphäre bieten, ermöglichen sie auch die Umsetzung lange gehegter Wünsche. Etwa die Aufstellung einer Schmökergarnitur inmitten der Bücherregale. Oder der ganz eigene Lesebereich für Kinder, ausgestattet mit gemütlichen Sitzsäcken. „In den beengten Räumlichkeiten am Schillerplatz war das undenkbar gewesen“, erinnert sich Handlos zurück; damals waren rund 15.000 Medien auf 65 Quadratmetern untergebracht. Mit dem gewonnenen Platz kommen auch neue Ideen, für Veranstaltungen, zur Leseförderung oder Workshops. Und so tauschte man sich auch zum neuen Lahnsteiner Bibliothekskonzept aus, das dem Stadtrat 2017 vorgestellt und von diesem für die nächsten fünf Jahre als Arbeitsgrundlage verabschiedet wurde.

Auch Oberbürgermeister Peter Labonte schaute bei dem Arbeitstreffen in der Stadtbücherei vorbei. „Als ehemaliger Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau interessiert es mich natürlich was dort geplant wird und es freut mich, wenn Lahnstein dabei als Inspiration dienen kann.“ Er skizzierte den Lahnsteiner Weg von der Idee zur Gebäudeumnutzung, über Förderangelegenheiten bis hin zur heutigen Stadtbücherei. „Aus der Praxis für die Praxis ist die beste Art sich zu helfen“, so Labonte.

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