Sonntag, 24. März 2019

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Reparieren statt wegwerfen

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Monatliches Repair-Café im Lahnsteiner Jugendkulturzentrum

Lahnstein. Jeden zweiten Montag im Monat treffen sich ehrenamtliche Bastler und Schrauber im Lahnsteiner Jugendkulturzentrum, um defekte ElektrokleingerÀte, die  ihrem Besitzer noch am Herzen liegen, wieder herzurichten.

Repariert wird hier nur, was gewerbliche WerkstĂ€tten nicht mehr annehmen, zum Beispiel KĂŒchenmaschinen, Staubsauger oder auch elektronisches Spielzeug. Der Gedanke dahinter ist, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten und der „WegwerfmentalitĂ€t“ entgegenzuwirken. Außerdem begegnen sich im Repair-CafĂ© die unterschiedlichsten Menschen und kommen miteinander ins GesprĂ€ch.

Die nÀchsten Termine: 11.02. / 11.03. / 08.04. / 13.05., jeweils von 17 bis 20 Uhr

Jugendkulturzentrum Lahnstein,  Wilhelmstraße 59, Lahnstein

Foto: Alexandra SchÀfer/Stadtverwaltung Lahnstein

Vor 10 Jahren starb Hans-GĂŒnther Christ

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Erforscher und Kenner der Friedrichssegener Heimatgeschichte

Lahnstein. Vor zehn Jahren starb Hans-GĂŒnther Christ. Der pensionierte Bahnbeamte hatte sich seit 1994 ganz der Geschichte und Entwicklung des ehemaligen Bergarbeiterdorfs Friedrichssegen verschrieben.

Sein Geburtsort Friedrichssegen setzte sich aus den Ortsteilen „Tagschacht“, „Kölsch Loch“, „Neue Welt“ und „Ahl“ zusammen. In der Wohnanlage „Tagschacht“ zwischen dem ehemaligen Bergarbeiterfriedhof und dem 1913 geschlossenen Hauptmaschinenschacht wurde Hans GĂŒnther Christ am 14. Februar 1929 geboren. Er musste miterleben, wie die Bewohner mangels Arbeit wegzogen und die GebĂ€ude nach und nach verfielen. Mit seinen beiden BrĂŒdern besuchte er die 1929 neuerbaute Volksschule. Ein altes Versprechen, die fast vergessene Bergbaugeschichte aufzuarbeiten und den Nachkommen sichtbar zu machen, setzte er ab 1994 mit ca. 14 Gleichgesinnten in die Tat um. Sie grĂŒndeten den Arbeitskreis Grube Friedrichssegen. ZunĂ€chst wurden zahlreiche Archive und Fotoalben der MitbĂŒrger durchforstet, um Standorte und Aussehen der GebĂ€ude zu dokumentieren. 1997 gab der Arbeitskreis eine 392 Seiten starke Chronik des Bergbaudorfs heraus. Sodann begannen sie mit der „Erschließung“ und Markierung der Wege. Der 1937 letztmals belegte Bergmannsfriedhof, der nach den Bestimmungen der Forst- und Denkmalbehörde „renaturiert“, also der Natur zurĂŒckgegeben wird, wurde vom Arbeitskreis wieder begehbar ist.

Als AchtjĂ€hriger musste Hans GĂŒnther Christ die Sprengung der Simultankirche miterleben. Von der Natur ĂŒberwuchert schauten nur einige Ziegelsteine und eine der beiden großen EingangssĂ€ulen heraus. Christ und seine Mitstreiter trugen die Schuttschichten ab, legten das Fußbodenornament frei und bauten aus den Resten neugotischen Bruchsteinmauerwerks die Kirche in ihren Grundmauern wieder auf. Mehrere StolleneingĂ€nge (Felixstollen, Heinrichstollen und Carlstollen) wurden vom Arbeitskreis freigelegt. Der Felixstollen wurde sogar auf 1017 Meter begehbar gemacht. Vor dem Carlstollen wurde ein Rastplatz errichtet, auf dem auch eine Lore („Grubenhunt“) an den Verlauf der 2500 Meter langen Trasse der Grubenbahn vom Bahnhof zum Tagschacht erinnert. Eine weitere Lore wurde auf Schienen nahe des Ortsteils „Olsborn“ aufgestellt.

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Kur- und Verkehrsverein Lahnstein e.V.

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Rhein-Lahn-Nixe Maren I. beim NCV-Ordensempfang

Gerne folgte die amtierende Rhein-Lahn-Nixe Maren I. der Einladung des Niederlahnsteiner Carneval Vereins (NCV) zum Ordensempfang. FĂŒr Maren war diese Veranstaltung ein Heimspiel, ist sie doch eine Aktive im NCV. Seit vielen Jahren tanzt sie im Showballett und ist zudem Trainerin des MĂ€nnerballetts.


Foto: Rhein-Lahn-Nixe Maren I. mit dem 2. Vorsitzenden des NCV Michael GĂŒls (rechts) und NCV-ElferratsprĂ€sident und KVL-Vorsitzendem GĂŒnter Groß sowie den GardemĂ€dels Klara und Sira. (Foto: KVL)

Ordensempfang des NCV

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Aktive, Freunde und Gönner des Niederlahnsteiner Carneval Vereins (NCV)  kamen ins CafĂ© „Jules Verne“ zum traditionellen Ordensempfang. Seit vielen Jahren stellt Familie Kugel nicht nur die RĂ€umlichkeiten zur VerfĂŒgung, sondern sorgt gleichzeitig fĂŒr das Wohl der GĂ€ste. Der 2. Vorsitzende Michael GĂŒls und ElferratsprĂ€sident GĂŒnter Groß - der 1. Vorsitzende Uwe Unkelbach konnte krankheitsbedingt nicht dabei sein - freuten sich die ersten Sessionsorden zu verleihen.

Foto: Den Orden erhielten (v.r.) die EhrenelferrÀte "humoris causa" Johannes Lauer und Martin Michels, die Ehrenmitglieder Toni Schlösser und Eberhard Kautz, EhrenelferratsprÀsident Volker Huster und NCV'ler Horst Petry - eingerahmt von Damen der Tanzgarde.

Dieser Orden zeigt eine Wunderlampe passend zum Motto: „Der NCV feiert 1001 Nacht, es wird geschunkelt und gelacht “. Entworfen wurde das SchmuckstĂŒck sowie das Zugabzeichen wieder von Michael Sturmes, der zugleich seit vielen Jahren Leiter der Kappenfahrt ist. Mit diesen wunderschönen Orden wurden NCV-Aktive, Ehrenmitglieder, Sponsoren und EhrenelferrĂ€te "humoris causa" ausgezeichnet.

An diesem Abend fand ebenfalls die Mitgliederehrung fĂŒr langjĂ€hrige Zugehörigkeit zum Verein statt (weiterer Bericht folgt).

Foto: NCV-Schatzmeister Winfried Sauer wurde fĂŒr 50 Jahre Mitglied im Verein geehrt. Er erhielt die besondere Ehrennadel in Gold, seine Frau Marita freute sich ĂŒber einen Blumenstrauß. (v.r. ElferratsprĂ€sident GĂŒnter Groß, Saskia WĂŒst, Klara Lambertin, Sira SchĂ€ffer, Marita Sauer, Winfried Sauer, Saskia Laros, 2. Vorsitzender Michael GĂŒls und Jennifer Stoll.

Nach diesem gelungenen Auftaktabend freuen sich die NCV’ler schon jetzt auf die bevorstehenden Veranstaltungen. Diese beginnen am Sonntag, 10. Februar um 14.00 Uhr in der Stadthalle mit der 1. Karnevalssitzung. Karten gibt es bei Schreibwaren Staudt in der Bahnhofstraße und an der "Abendkasse". Die 2. Sitzung am Samstag, 16. Februar ist (leider) ausverkauft. Das rund 5-stĂŒndige Sitzungsprogramm bietet eine bunte Mischung aus BĂŒttenreden, Musik, Gesang, Tanz und Comedy. (Fotos: NCV)

Hoher Besuch im potentiellen Heilwald der Stadt Lahnstein

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Ausweisung wĂ€re ĂŒberregionales Alleinstellungsmerkmal

Lahnstein. Auf Einladung des Lahnsteiner OberbĂŒrgermeisters Peter Labonte haben sich UmweltstaatssekretĂ€r Dr. Thomas Griese und Innenminister Roger Lewentz ĂŒber den Stand der Planungen zum Heil- und Gesundheitswald der Stadt Lahnstein informiert. Die Stadt Lahnstein hat bereits im Jahr 2017 mit ersten Überlegungen zu einer Ausweisung eines Heil- und Gesundheitswaldes in ihrem Stadtwald begonnen. Der Gedanke, WĂ€lder mit ihrem hohen Reichtum an NaturschĂ€tzen zielgerichtet in gesundheitstherapeutische Konzepte einzubinden, ist in Deutschland eher neu. Gleichwohl erhĂ€lt das Thema in der medizinischen Fachwelt eine immer grĂ¶ĂŸer werdende Dynamik. Die Stadt möchte mit ihrer Idee eines Heil- und Gesundheitswaldes im Bereich Lahnstein auf der Höhe vorangehen und nimmt hierbei eine Vorreiterrolle in Rheinland-Pfalz ein.

Die Ausgangsbedingungen im Lahnsteiner Stadtwald hierfĂŒr sind sehr gut, denn der fĂŒr eine Ausweisung vorgesehene Waldkomplex auf Lahnsteins Höhe verfĂŒgt mit strukturreichen alten Eichen- und BuchenbestĂ€nden ĂŒber eine in naturĂ€sthetischer Hinsicht sehr wertvolle und damit sehr geeignete Ausstattung.

Beim gemeinsamen Waldbegang betonte OberbĂŒrgermeister Peter Labonte: „Die Idee wird von allen maßgeblichen örtlichen Akteuren sehr begrĂŒĂŸt. Alle Fraktionen und Gruppierungen des Stadtrates haben ihre Zustimmung zum Projekt signalisiert und wollen die Umsetzung voranbringen.“

Die Vertreter der rheinland-pfĂ€lzischen Landesregierung folgten sehr interessiert den AusfĂŒhrungen des OberbĂŒrgermeisters und der Forstleute - des scheidenden Leiters des Forstamtes Lahnstein, Hans-Leo Cremer, und seines Nachfolgers im Amt, Andreas Nick - zum Stand des Projektes. WĂ€hrend in den vergangenen Monaten die Sammlung von Informationen zur Thematik und die Vernetzung mit möglichen Kooperationspartnern im Vordergrund stand, (die Stadt hat eine Vereinbarung mit der bisher einzigen Heilwaldgemeinde im Bundesgebiet, dem Ostseebad Heringsdorf, abgeschlossen), soll im nĂ€chsten Schritt eine Umsetzungskonzeption erarbeitet werden. Es ist beabsichtigt, hierzu einen Beirat ins Leben zu rufen, der die Realisierung begleiten und koordinieren soll.

Mit der Einrichtung eines nach international geltenden Kriterien zertifizierten Heil- und Gesundheitswaldes wollen die Verantwortlichen vielfÀltige Synergieeffekte erreichen. So könnte der Ortsteil Lahnstein auf der Höhe durch die Anerkennung eines Heilwaldes neue Entwicklungsperspektiven erhalten. Auch im Hinblick auf die geplante Bundesgartenschau 2029 im Welterbe Oberes Mittelrheintal hofft man, mit dem Heilwald ein echtes Alleinstellungsmerkmal zu schaffen.

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