Dienstag, 09. März 2021

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Feierliche Taufe in Lahnstein

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Flusskreuzfahrtschiff „AmaMora“ offiziell geweiht

Lahnstein. Es war ein Spektakel der Extraklasse, als das Flusskreuzfahrtschiff „AmaMora“ in Lahnstein anlegte. Bereits zum zweiten Mal fand in den Oberlahnsteiner Rheinanlagen eine Schiffstaufe der Reederei AmaWaterways statt, die auch dieses Mal keine Mühen und Kosten scheute, dieses besondere Ereignis im feierlichen Rahmen durchzuführen.

„Wir sind sehr stolz, dass die Reederei Lahnstein erneut als Taufort ausgesucht hat. Solch ein Ereignis ist schon etwas ganz Besonderes“, meinte Petra Bückner, Leiterin der Lahnsteiner Touristinformation, die die Kontakte zur Reederei pflegt und die Veranstaltung seitens der Stadt mit organisiert hat.

Vor der malerischen Kulisse des Mittelrheintals wurde das ankommende Schiff zu den Klängen des Shanty-Chors begrüßt. Die Gäste schritten über einen „blauen Teppich“ an Land und wurden stilecht von Lahnsteins Bürgermeister Adalbert Dornbusch und Rhein-Lahn-Nixe Maren I. in Empfang genommen.

Auch die Eigentümer der Reederei Rudi Schreiner und seine Ehefrau Kristin Karst zeigten sich begeistert und freuten sich, die Schiffstaufe erneut in Lahnstein durchführen zu können. Libbie Rice, die Taufpatin des Schiffes, fand in ihrer Ansprache ebenfalls sehr herzliche Worte und war sichtlich gerührt die „AmaMora“ taufen zu dürfen. Auch sie dankte der Stadt Lahnstein ausdrücklich für ihre Unterstützung.

Bürgermeister Adalbert Dornbusch freute sich in seiner Begrüßung über die zahlreich erschienen Gäste und die Möglichkeit „diesen einmaligen Moment, nämlich die Schiffstaufe der „AmaMora“, mit Ihnen erleben zu dürfen. In den vergangenen Jahren haben bereits über 5000 Schiffsgäste Lahnstein und auch die Kerzenführung auf unserer schönen Burg Lahneck erlebt und kennen inzwischen unsere schöne Stadt. Wir sind daher sehr froh und auch ein bisschen stolz, dass Sie - liebe Kristin Karst, lieber Rudi Schreiner – die Stadt Lahnstein erneut als Ort für die Taufe ausgewählt haben und freuen uns, Sie alle hier begrüßen zu dürfen“, so Bürgermeister Dornbusch weiter.

In seinen abschlieĂźenden Worten wĂĽnschte er dem neuen Schiff und seiner Besatzung nun allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Nachdem sich die Ehrengäste ins Goldene Buch der Stadt eingetragen hatten, wurden zum Zeichen der gegenseitigen Verbundenheit die Flaggen von Stadt und Reederei ausgetauscht, bevor die eigentliche Taufzeremonie – beginnend mit dem Segen für das Schiff von Pfarrer Armin Sturm – vollzogen wurde.

(Fotos: Alina Hillesheim)

Niederlahnsteiner Carneval Verein e.V.

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Michael „Kosti“ Kost macht die 60 voll

Das karnevalistische „Universal-Talent“ des Niederlahnsteiner Carneval Vereins (NCV) – dessen Mitglied er seit über vier Jahrzehnten ist - feiert heute den 60. Geburtstag. Gemeint ist Michael Kost, Spitzname „Kosti“, gebürtiger Lahnsteiner, wohnhaft in Boppard, im Lahnsteiner Karneval und als „Scheunenvater“ eines Kurses der Kinderfreizeit in Braubach ist er bekannt wie ein bunter Hund. Er begann als Tänzer im Marschtanz- und Showballett in den 70er Jahren.  Viele Jahre gehörte er dann dem Männerballett an und ist heute Mitglied der Tanzgruppe „Family und friends“. Auch gehört er seit Jahrzehnten dem Elferrat an, in der vergangenen Kampagne wieder in der Funktion des Vizepräsidenten. Im Vorstand bekleidet er das Amt des Jugendwarts, organisiert mit seinem Team die beliebte Kinder-Dinoparty und schlüpft nur zu gern in das grellgrüne Dino-Plüschkostüm – dem flauschigen Freund aller Kinder. Besonders erwähnenswert sind seine Auftritte mit Freund Uwe Unkelbach als „Die Chaoten“ – der Comedy-Nummer der NCV-Karnevalssitzungen. Herzlichen Glückwunsch an unseren „Kosti“, der den Karneval liebt und lebt wie kaum ein anderer und sich selbst immer wieder gern „auf die Schippe nimmt“.

Foto: privat

Vor 175 Jahren: Einsturz des Horchheimer Turms der Lahnsteiner Johanniskirche

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Nordostturm wurde nicht wieder aufgebaut

Lahnstein. Die Johanniskirche an der Lahnmündung in Lahnstein gilt als älteste Emporenkirche am Mittelrhein. Sie wurde als romanische Pfeilerbasilika mit Seitenschiffemporen um 1130 erbaut. Ihr 38 Meter hoher Westturm wurde bereits um 1000 begonnen. Auf der Nordseite, auf der 1906/07 ein Kloster angebaut wurde, stand bis 1844 ein kleinerer, schlanker Seitenturm, der noch auf alten Stichen zu sehen ist. Wegen seiner Lage wurde er „Horchheimer Turm“ genannt, war doch noch bis in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts, die Johanniskirche im Mittelalter nicht nur Mutterkirche für die St. Barbarakapelle in Niederlahnstein, sondern auch für die Kirche St. Maximin in Horchheim. Der Horchheimer Turm wurde als Flankierungsturm über dem östlichen Joch des nördlichen Seitenschiffs um 1180 im spätromanischen Stil erbaut. Nach einer zeitgenössischen Abbildung war er „reich gegliedert, mit Linsenen, Rundbogenfriesen und Kleeblattblenden versehen. Rund- und Spitzbögen wechselten in unregelmäßiger Weise ab. In den Giebeln des Rautendachs dreiteilige Fenster mit überhöhter Mitte, sämtlich in Kleeblattrahmen.“

Im 30-jährigen Krieg (1618-1648) wurde die Kirche verwüstet. Eine barocke Wiederherstellung erfolgte um 1665. Ende des 18. Jahrhunderts befand sich die Kirche erneut in schlechter baulicher Verfassung. Die Niederlahnsteiner hatten ihre Barbarakapelle inzwischen zur Pfarrkirche ausgebaut und die Johanniskirche nur noch im Sommerhalbjahr benutzt.

Während der Revolutionskriege lagerten in dem sehr kalten Winter 1794/95 österreichische Truppen in der zum Wachthaus umfunktionierten Kirche. Sie verbrannten alles brennbare Holz und rissen dafür auch das Dachgebälk heraus. Die Ausschlachtung des Gebäudes kam einer Zerstörung gleich. Anschließend verfiel das dachlose Bauwerk und wurde vernachlässigt. 1843 übernahm die Regierung erste Schritte für den Wiederaufbau. Die Gemeinde Niederlahnstein erhielt die Erlaubnis, in den Gemeinden des Herzogtums Kollekten für den Bau ihrer Kirche abzuhalten. Auf Veranlassung der nassauischen Regierung erstellte Bauassistent Preußer in Niederlahnstein Pläne, Zeichnungen und Kostenberechnungen. Nach dem Vermessen riet Preußer den Horchheimer Turm durch Eisenbänder in sich und mit dem Kirchenschiff unverzüglich zu verankern, da er sehr baufällig sei. Doch bevor etwas unternommen wurde, brach der schlanke Turm am 29. Juli 1844 zusammen. Unter seinen Trümmern begrub der Turm die anstoßende Sakristei.

Erst nach dem Einsturz stieg das Interesse an der Ruine. Der Koblenzer Baumeister Johann Claudius von Lassaulx bot auf Anordnung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. die Wiederrichtung des Turmes oder die vollständige Wiederherstellung der Basilika an. Der König hatte kurz zuvor Schloss Stolzenfels zu seiner Sommerresidenz ausgebaut und schaute als Nachbar auf die Ruine. Er versprach, sich an der Hälfte der Baukosten zu beteiligen, andernfalls die Ruine aufzukaufen, um sie nach seinen Wünschen zu restaurieren. Während die Gemeinde Niederlahnstein zum Verkauf bereit war, da ihr der Ausbau der Barbarakirche wichtiger war, war die nassauische Regierung in Wiesbaden anderer Meinung: Die Gemeinde dürfe ein so ehrwürdiges Denkmal nicht veräußern und müsse bereit sein, für seine Erhaltung etwas zu tun. Da kein Konsens gefunden wurde, machten Regierung und Oberpräsidium gemeinsam dem preußischen König ein drittes Angebot: Der König bezahlt komplett die Wiederherstellung der Johanniskirche nach eigenen Wünschen, aber die Johanniskirche nebst Geläut und Friedhof bleibt im Eigentum der Gemeinde und „darf nicht zu einem dem katholischen Gottesdienst fremden Gebrauch zugeführt werden“. Dieses Angebot lehnte der König ab.

So vergingen weitere Jahre. Am 30. März 1848 wurden die Steine des eingestürzten Turmes versteigert. Erst 1853 rührte sich die nassauische Regierung wieder, indem sie Haushaltsmittel für 1854 in Aussicht stellte, neue Restaurierungspläne zeichnen und die Kirche nun bewachen ließ, um eine weitere Zerstörungen zu verhüten.

Doch erst 1855 - durch die Einschaltung des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung, und ausschließlich finanziert durch Mittel der Regierung des Herzogtums Nassau, konnte 1856 der Teil-Wiederaufbau begonnen und 1866 vollendet werden. Der Wiesbadener Baurat Eduard Zais strebte dabei eine stilreine Wiederherstellung an und ließ alle Zusätze des Hochmittelalters und der Barockzeit entfernen. Der Wiederaufbau des Horchheimer Turms unterblieb, ebenso der Wiederaufbau der Sakristei und des Zugangs auf der Nordseite des nördlichen Seitenschiffs.

Flusskreuzfahrtschiff legt in Lahnstein an

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Rhein-Lahn-Nixe Maren I. bei Schiffstaufe dabei

Bereits zum zweiten Mal fand in Lahnstein eine Schiffstaufe statt. Ein besonderes Erlebnis, dass die international agierende Reederei AmaWaterways in den Rheinanlagen von Oberlahnstein durchfĂĽhrte.

Vor der malerischen Kulisse des Mittelrheintals wurde das ankommende Schiff von den Klängen des Shanty-Chores sowie einer in mittelalterlichen Kostümen auftretenden Tanzgruppe begrüßt.

Dier Gäste erreichten das Ufer über einen blauen Teppich – sehr schön mit Blumen verziert. Bürgermeister Dornbusch und Rhein-Lahn-Nixe Maren I. begrüßten die an Land kommenden Gäste, die sichtlich beeindruckt von der Kulisse waren.
Pfarrer Armin Sturm segnete und taufte die AmaMORA.
Nachdem das Schiff – stilecht mit einer Flasche Champagner – getauft wurde, bestand für die Gäste die Möglichkeit, sich auf dem Schiff einmal umzusehen.

Partnerschaftskreis Lahnstein-Kettering e.V.

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Zum Praktikum auf die englische Insel

Eine Woche verbrachte Catherina Perscheid in Lahnsteins Partnerstadt Kettering in Mittelengland. Catherina ist 16 Jahre jung und besucht das Gymnasium auf dem Asterstein – vorher das Marion Dönhoff Gymnasium. Sie bewarb sich für ein Praktikum in England, inspiriert durch Schwester Hannah, die vor 3 Jahren ein solches dort absolvierte.

So verbrachte Catherina eine interessante Woche an der Kettering Buccleuch Academy. „Mein erster Tag dort war sehr schön - wie die folgenden auch - die Lehrer sind super freundlich und mit den Kindern zu arbeiten hat viel Spaß gemacht. Ich war in der 1. Klasse eingesetzt, mit Kindern im Alter von 5 Jahren.“, berichtet Catherina. Während des Praktikums in der Schule korrigierte sie Arbeiten, klebte Blätter ein und übte mit den Kleinen für das bevorstehende Sportfest an ihrem letzten „Arbeitstag“.

Ihre Gastfamilie, Geraldine und Alan Cockshoot – vielen Lahnsteinern durch den Karneval und den Austausch der Partnerschaftskreise bestens bekannt – zeigte ihr die Stadt Kettering, die Catherina gar nicht so groß erwartet hatte und das Umland. Auch ein Besuch in London mit Sightseeing und Shopping stand auf dem Programm. Außerdem ging es zum Popcorn-Grillen zu den Pfadfindern und zuhause wurde Kuchen gebacken. „Später tauschten wir noch ein paar Rezepte aus und wir führten ein langes Gespräch über alles Mögliche. Während meines ganzen Aufenthalts fühlte ich mir sehr wohl und werde auf jeden Fall zurückkommen. Ich hatte eine sehr schöne Zeit und würde es direkt wieder machen“, so die begeisterte Catherina.

Am RĂĽckreisetag wurde Catherina von BĂĽrgermeisterin Keli Watts begrĂĽĂźt. Mit dabei die Vorstandsmitglieder des Ketteringer Partnerschaftskreises: Vorsitzender Greg Titcombe mit Gattin Josie, Sarah Frankham, Geraldine und Alan Cockshoot sowie Patty Birge, die Schwester der BĂĽrgermeisterin.

UnterstĂĽtzt wird dieses Praktikum von der Jim-Collier-Stiftung in Kettering. Die Partnerschaftskreise vermitteln Gastfamilien und Praktika. Weitere Infos gibt es bei Ute GroĂź, stellv. Vorsitzende Partnerschaftskreis Lahnstein-Kettering (Tel. 2834, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschĂĽtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).

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