Donnerstag, 25. Februar 2021

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Touristinformation Lahnstein war beim Deutschen Welterbetag mit von der Partie

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Lahnstein. "Welterbe Weltoffen Willkommen" - Ein schönes Motto hatte das Land Sachsen-Anhalt für dieses Wochenende zu seinem Landesfest in Quedlinburg gewählt.

Gleich drei Jubiläen wurden gefeiert, die Königserhebung Heinrich des I vor 1100 Jahren, die UNESCO – Anerkennung vor 25 Jahren und die friedliche Revolution vor 30 Jahre. Natürlich ließ es sich auch der Lahnsteiner Touristinformation nicht nehmen und war mit einem Informationsstand bei den Feierlichkeiten vor Ort.

Die Eröffnung des bundesweiten Welterbetages wurde im Beisein von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und Oberbürgermeister Frank Ruch vorgenommen. Drei Tage lang war ganz Sachsen-Anhalt in Quedlinburg zur Gast.

Da sich auch der Geschäftssitz der deutschen Welterbestätten in Quedlinburg befindet, war es selbstverständlich, das Claudia Schwarz als Präsidentin der Unesco Welterbestätten Deutschland das Welterbedorf initiierte, indem auch das Welterbegebiet „Oberes Mitelrheintal“ nicht fehlen durfte.

„Zahlreiche Besucher waren aus unserer Region in Quedlinburg zu Gast“, so Petra Bückner,  von der Lahnsteiner TI. Die Ruppertsklamm sowie der Historische Themenweg erfreuten sich großer Beliebtheit und auch Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff zeigte großes Interesse und informierte sich über den schönen Mittelrhein.

Im Vordergrund standen, neben den Burgen und Schlössern nach wie vor die Themen Wandern, „Rheinsteig “ und Radfahren. „Die Möglichkeiten, Sportliches mit Kultur und Genuss zu verknüpfen, prägen unsere Region und das Welterbe Oberes Mittelrheintal“, so Petra Bückner.

Insgesamt besuchten 150 000 Besucher die schöne Stadt Quedlinburg an diesem Wochenende.

Lahnsteiner Touristinformation hat die DTV i-Marke Zertifizierung wieder erfolgreich bestanden

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Lahnstein. Mit der Einführung der neuen i–Marke durch den Deutschen Tourismusverband e.V. wurde im Jahre 2006 ein neues Qualitätssiegel für moderne Touristinformationen (TI) geschaffen. Das rote Hinweisschild mit dem charakteristischen „i“ für Informationsstelle führt Urlauber auf dem schnellsten Wege zu der vorbildlichen Gäste-Service-Stelle.

Denn nur Touristinformationen, die über eine sehr gute Beratungsqualität verfügen, umfangreiche touristische Informationen und zusätzliche Dienstleistungen für Gäste anbieten, können diese Auszeichnung erhalten. Die Servicestandards für die i-Marke hat der DTV bundesweit festgelegt. Nicht alle TI´s genügen diesen Ansprüchen. Bundesweit können sich über 700 touristische Einrichtungen über diese Auszeichnung freuen, denn sie alle wurden erfolgreich „mit der Brille des Gastes“ anhand eines standardisierten, bundesweit einheitlichen Kriterienkatalogs unter die Lupe genommen.

Zunächst überprüft der DTV, ob die Lahnsteiner TI die 14 Mindestkriterien erfüllt. Dabei geht es um Infrastruktur, zum  Beispiel die Ausschilderung der Touristinformation auf Zufahrtswegen. Außerdem muss das Personal qualifiziert sein, so hat mindestens ein Mitarbeiter eine Weiterbildung in den vergangenen

zwei Jahren absolviert. Vor allem geht es um Service – die Touristinformation hat beispielsweise kostenlose touristische Grundinformationen über den Ort und Region bereitzuhalten.

Auch die Touristinformation Lahnstein hat sich zum dritten Mal diesem deutschlandweit anerkannten Qualitätscheck durch unabhängige Prüfer gestellt.

Nachdem die 15 Mindestkriterien erfüllt sein müssen, um überhaupt  an der Zertifizierung teilnehmen zu können, erfolgt die Prüfung über 40 Kriterien und nicht zu vergessen, das Mystery-Gespräch vor Ort.

Hierdurch wird die Angebots- und Leistungsqualität der Touristinformation mit der Brille des Gastes anhand eines standardisierten bundesweit einheitlichen Kriterienkatalog unter die Lupe genommen.

Angefangen von Öffnungszeiten und Internetpräsentation, Google-Suche, auch die Hinweisbeschilderung innerhalb der Stadt und auf Radwegen und Darstellung im Internet weiter über Social-Media-Tätigkeiten und vieles mehr.

Der DTV vergibt die Lizenz und die damit verbundene Nutzung der i-Marke für die kommenden drei Jahre.

„Wir freuen uns sehr über die Aussage, dass wir mit einem hohen Beratungsniveau sowie mit einem soliden analogen Leistungsangebot überzeugen“, so Petra Bückner von der Lahnsteiner Touristinformation.

Höhere Anforderungen sowie die steigende Erwartungshaltung der Gäste haben eine ständige Überarbeitung und Ergänzung der Kriterien zur Folge.

Hinzu kommt die Servicequalität, die ebenfalls inzwischen einen sehr hohen Stellenwert im touristischen Bereich eingenommen hat. Es ist eine Leistung, die Menschen für andere Menschen erbringen. Zwischenzeitlich haben alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Touristinformation alle erfolgreich die Ausbildung zum Q-Coach absolviert, die Auszeichnung zeigt, dass die Vorgehensweise und die eingeleiteten Maßnahmen der richtige Weg ist.

Basierend auf der detaillierten Auswertung des DTVs werden die übermittelten Empfehlungen als Unterstützung der eigenen Leistung wertend und entsprechend gesetzt. Klares Ziel ist die kontinuierliche Optimierung in Hinblick auf die Bedürfnisse der Gäste und Leistungsträger vor Ort.

Das Qualitätssiegel i-Marke ist ein Aushängeschild für die Touristinformation und ein weiterer Schritt zu noch mehr Service–Qualität.

„Diese Zertifizierung bestätigt auch das gute Feedback der Gäste“, so Petra Bückner, die bereits jetzt schon mit ihrem Team, Karl Krämer, Tanja Stienemeier und Thomas Schön, an der Umsetzung für die kommende Saison arbeitet.

Lahnsteins älteste Apotheke begeht Jubiläum - 150 Jahre Jerusalem`s Apotheke

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Lahnstein Wer vor 150 Jahren eine Apotheke eröffnen wollte, musste die Genehmigung bei seinem Landesherrn einholen. In nassauischer Zeit gab es keine Apotheke in Lahnstein. Wer Medikamente brauchte, musste nach Braubach fahren, wo seit 1818 – damals nassauische Amtsstadt - eine Apotheke nachweisbar ist.

1865 trat der Gemeinderat von Oberlahnstein an die Regierung mit der Bitte heran, dass auch Oberlahnstein eine Apotheke erhalte. Die Regierung in Wiesbaden beauftragte daraufhin den Apotheker Friedrich Wilhelm, der seit 1851 die Braubacher Apotheke betrieb, eine Apotheke in Oberlahnstein zu errichten. Nach einigem Zögern richtete er im heutigen Salhof eine Filialapotheke ein, da er Braubach nicht verlassen wollte. Das rasche Wachstum der Stadt Oberlahnstein veranlasste ihn dann doch, 1869 ganz überzusiedeln und in einem Neubau eine Apotheke zu eröffnen. Diese befand sich an der Ecke Westallee/Adolfstraße und wurde noch im gleichen Jahr vom königlich-preußischen Oberpräsidium zu einer selbstständigen  Apotheke erhoben.

Ab 1888 führte sein gleichnamiger Sohn Dr. Friedrich Wilhelm die Apotheke und verlegte sie 1901 an den heutigen Standort. Dazu kaufte er zwei alte Gebäude an der Hochstraße/ Blankenberg, ließ sie abreißen und errichtete das geräumige Anwesen. 1906 verkaufte Dr. Wilhelm die Apotheke dem Apotheker Heinrich Sonderkamp aus Euskirchen, der sie wiederum 1910 an Wilhelm Jerusalem verkaufte. Insofern ist die „Jerusalem`s-Apotheke“, wie sie heute noch nach ihrem damaligen Besitzer heißt, die älteste Apotheke von Lahnstein.

Die Ausstattung stammt unverändert aus dem Jahr 1925, als der Kundenbereich umgebaut, in Holz getäfelt und mit wertvollem Delfter Porzellan ausgestattet wurde Zwar wurde die Einrichtung am 11. November 1944 durch eine vor dem Haus niedergehende Bombe zerstört, doch blieb das zu Anfang des Krieges im Keller sichergestellte Porzellan erhalten und wurde 1949 wieder eingeräumt.

1963 übernahm Max Schlosser die Apotheke, der Vater der heutigen Inhaberin. Zuvor war Max Schlosser seit 1957 bei Herrn Jerusalem angestellt. Nach Schlossers Tod 1972, wurde die Apotheke an Diethelm Gilles verpachtet. 1978 übernahm Schlossers Tochter Doris die Apotheke, die sie bis heute betreibt.

Eine Institution in Lahnstein ist die 150 Jahre alte Einrichtung, die gut erhalten geblieben, der Kundenbereich traditionell wie vor 100 Jahren. Einige Eigenpräparate werden auf Wunsch noch hergestellt, ausgefallene Rezepturen und Teemischungen nehmen einen relativ breiten Raum ein. Nach wie vor ziehen die rote Backsteinfassade, die bleiverglasten Blumenfenster, die vielen Standgefäße und Schubladen die Blicke der Kunden an. Auch in den Nebenräumen gibt’s jede Menge Altertümchen zu sehen, wie ein ausgedientes Destilliergerät, Apothekerschränke, Gefäße oder alte broschierte Bücher mit Rezepturen.

Die Stadt Lahnstein gratuliert herzlich zum 150. Geburtstag der Jerusalem-Apotheke, mit einer Festwoche vom 1. bis 7. Juli. Bereits am Samstag, den 29. Juni gefiert wird. Stadtarchivar Bernd Geil hält um 19 Uhr einen öffentlichen Vortrag in der Hospitalkapelle, zu dem Doris Schlosser herzlich einlädt.

Die Fotos zeigen Wilhelm Jerusalem (rechts im Bild) und Mitarbeiter in den 1930er Jahren (Foto: Sammlung Schlosser) sowie die heutige Betreiberin Doris Schlosser mit ihrem Team 2019 (Foto: Bernd Geil)


50 Jahre Lahnstein: der Stadtrat

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Das Gremium gibt die Richtung für Lahnstein vor

Lahnstein. Der Stadtrat ist das zentrale Beschlussorgan, das die grundlegenden Entscheidungen trifft und die wesentlichen Rahmenbedingungen für die Verwaltung vorgibt. Er besteht aus 32 gewählten Ratsmitgliedern und dem Vorsitzenden, dem Oberbürgermeister, der neben seiner Funktion als Leiter der Stadtverwaltung auch den Vorsitz im Rat führt. Die Sitzverteilung im Rat ergibt sich aus dem Ergebnis der Kommunalwahl. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre.

Am 8. Juni 1969, einen Tag nach der Gründung der Stadt Lahnstein, wählten rund 13.700 Wahlberechtigte ihren neuen Stadtrat. Anstelle von bisher 19 Vertretern für Niederlahnstein und 25 für Oberlahnstein schrieb die Gemeindeordnung aufgrund der Einwohnerzahl eine Anzahl von 31 Mitgliedern vor. Die Wahl ergab 13 Mandate für CDU, elf für SPD und zwei für FDP sowie drei für die Liste Schmitt/Weiland und zwei für die Liste Burkard. 24 der 31 Mitglieder saßen bereits vor 1969 in einem der Gremien von Niederlahnstein und Oberlahnstein.

Bei den Wahlen zum Stadtrat 1974 errang die CDU 16 von jetzt 35 Sitzen, die SPD zwölf, die FDP zwei, Wählergruppe Weiland zwei, Wählergruppe Burkard einen und die Freie Bürgerliste Lahnstein (FBL) zwei (Heinrich Schmitt und Josef Körber). Die Wahlbeteiligung lag mit 78% sehr hoch - diese wurde bis heute nicht mehr erreicht.

Im Juli 1979 trat erstmals der neugewählte Stadtrat mit deutlich veränderter Sitzverteilung zusammen: CDU und SPD hatten jeweils 15 Sitze. Außer ihnen war nur noch ein Mitglied der FBL im Stadtrat vertreten (Josef Körber), der das Zünglein an der Waage spielen durfte. Die reduzierte Gesamtzahl der Stadtratsmitglieder ist mit dem Bevölkerungsrückgang auf unter 20.000 Einwohner (Hauptwohnsitz) zu verstehen. Die Stimme des Oberbürgermeisters Karl-Heinz Groß gewann in dieser Patt-Situation an politischem Gewicht. Sie nahm noch zu, als bei der Wahl 1984 die SPD stärkste Fraktion mit 14 Sitzen geworden war, gefolgt von CDU mit 13 Sitzen. Je zwei Stimmen entfielen auf die FBL und die neu eingezogenen Grünen, die 1982 einen Ortsverein gegründet hatten.

Mit geändertem Wahlrecht - Kumulieren und Panaschieren waren erstmals möglich - entschieden die Bürger in der Kommunalwahl 1989 neue politische Konstellationsmöglichkeiten. Die SPD wurde mit 13 Stimmen erneut stärkste Partei. Die CDU bekam zwölf, die FBL drei Sitze, die Grünen behaupteten ihre zwei Sitze, die FDP zog mit einem Sitz wieder in den Stadtrat ein.

Die Neuwahl des Stadtrats 1994 brachte der SPD 13, der CDU zehn, der FBL sieben Sitze. Damit hatte die FBL ihre Stimmenanzahl mehr als verdoppelt. Die Grünen behielten ihre beiden Sitze, die FDP musste sich verabschieden. Während der Legislaturperiode gewann die FBL drei Mitglieder hinzu: Edi Wolf (CDU), Beatrice Schnapke-Schmidt und Gerhard Schmidt (Die Grünen) wechselten im Januar 1999 zur FBL.

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