Dienstag, 07. April 2020

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Hochwasser Vorbereitungsmaßnahmen in Lahnstein laufen an

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Lahnstein. Die aktuelle Hochwasserlage am Rhein lässt einen Höchststand von 6,75 m am Pegel Koblenz erwarten. Im Laufe des Donnerstages ist bereits mit fallendem Pegel zu rechnen. Aktuelle Infos dazu gibt es unter http://www.hochwasser-rlp.de.

Feuerwehr und Stadtverwaltung Lahnstein haben sich in einer Lagebesprechung am Morgen über die nächsten Schritte abgestimmt. Auch wenn eine dramatische Lage nicht erwartet wird, laufen dennoch jetzt zahlreiche Maßnahmen an. So wird u. a. in der Bodewigstraße und der Sophiengasse mit dem Stegebau begonnen, in weiteren ggf. betroffenen Straßen wird das notwendige Material bereitgestellt, um bei Bedarf gewappnet zu sein.

Um sich auf die aktuellen Entwicklungen einstellen zu können, wird es regelmäßige Einsatzbesprechungen geben. Infos hierüber wird es unter https://www.lahnstein.de/aktuelles/hochwasser/ geben. Bei darüber hinaus gehenden Fragen können sich die Bürgerinnen und Bürger unter 02621/914-202 an die Verwaltung wenden.

Ob und ggf. welche Straßensperrungen im Stadtgebiet notwendig werden, wird sich in den nächsten Stunden zeigen. Die Anwohnerinnen und Anwohner werden dringend gebeten, entsprechende Beschilderungen zu beachten Weiterhin sollte bis auf Weiteres nicht in Ufernähe geparkt werden.

Vor 75 Jahren starb Heimatschriftsteller Walter Schweter

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Lahnstein. „Wo gibt es wohl in der weiten Welt einen besseren Ort für Bubenforschungsreisen, als meine liebe Vaterstadt mit den unzählbaren Schlupfwinkeln in den krummen Gassen und altersgrauen Mauern und Türmen. Und hängen über den Dächern nicht die felsigen Rebenhänge mit ihren Zacken und Spalten und ihrem Burggemäuer und liegt dahinter nicht, sich weit und wonnig dehnend, ein Hochwald, wie man ihn sich schöner gar nicht denken kann?“ Die gemeinte Stadt ist Oberlahnstein, wo früher noch viel Wein angebaut wurde. Und hier kam Walter Schweter, aus dessen Erzählung „Matthias Distelkamps Abenteuer und andere Wandererlebnisse“ diese Zeilen stammen, kam er am 05. Juli 1879 zur Welt. Als Sohn des Försters war es ihm vergönnt, ab 1888 mit seinen sechs Geschwistern im Oberlahnsteiner Forsthaus aufzuwachsen. Die weiten Wege zu den Hofnachbarn, zur Volksschule in Friedrichssegen, zum Gymnasium nach Oberlahnstein, zum Realprogymnasuium nach Bad Ems und zur Lehrstelle bei Schroeder und Stadelmann machte er alle zu Fuß. Er lernte Landschaft und Natur kennen und lieben. Ebenso prägten ihn der Umgang mit der einfachen Landbevölkerung, den Waldarbeitern des Vaters, den Bergleuten von Friedrichssegen, aber auch mit den „feinen“ Jagdgästen des Försters, den „hochgestellten“ Ausflüglern der Kurstadt Bad Ems. Sie machten aus ihm einen schlichten, bescheidenen und dennoch selbstbewussten und äußerst naturverbundenen Menschen.

Nach der Ausbildung und einem Militärjahr in Ehrenbreitstein übernahm er Arbeitsstellen in Görlitz, Heilbronn und Ludwigshafen. Ab 1904 in Darmstadt ansässig, heiratete er dort. Aus der Ehe gingen vier Töchter hervor. Neben seiner Tätigkeit als kaufmännischer Korrespondent bei der Chemiefirma Merk und ausgedehnten Wanderungen durch deutsche Lande, war er oft in Oberlahnstein und schrieb seine Wander- und Jugenderinnerungen nieder. Seine Erzählweise ist sehr bildhaft und schlicht, aber auch warmherzig mit feinem Humor durchzogen. Man wird auf ihn aufmerksam und ab 1913 druckt die „Dorflinde“, eine Zeitschrift des Odenwaldclubs, seine Erzählungen, die häufig auch Werbung machen für Schweters Heimat am Rhein-Lahn-Eck. 1917 ist er regelmäßiger Mitarbeiter der Zeitschrift „Deutschland“ in Leipzig, veröffentlicht auch immer häufiger in regionalen und überregionalen Zeitungen und Zeitschriften, sowohl in Monatszeitschriften heimischer Geschichtsvereine als auch in den Beilagen der „Emser Zeitung“ und dem „Lahnsteiner Tageblatt“. 1920 erschien sein erstes Buch „Waldgeschichten“. 1924 zwingt ihn ein Kriegs- und Berufsleiden“ seinen Beruf aufzugeben und er widmet sich ganz der Schriftstellerei. Es folgten 16 weitere, bekannt gewordene Bücher, wie z. B. „Das Wanderbuch eines fröhlichen Gesellen“, „Die Geschichte eines Dorfes (Frücht)“ oder „Flick und Flock und andere Tiergeschichten“, herausgegeben zumeist im Selbstverlag seiner Darmstädter Buchhandlung. Bei den Erzählungen handelt es sich auch um Märchen wie „Sieben Jahre bei den Zwergen“ oder Theaterstücke  wie „Das Schützenfest“.

Um 1931/32 trennte er sich von seiner Frau, was in der damaligen Zeit einen Skandal bedeutete. So kam er wieder in die Heimat zurück. Er errichtete zwischen Lollschied und Niedertiefenbach ein Haus, worin er mit seiner Lebensgefährtin, seiner alten Schulfreundin Renate, in bescheidener Abgeschiedenheit lebte. Von hier besuchte er regelmäßig seine alten Freunde in Lahnstein, Frücht, Friedrichssegen, Becheln und den umliegenden Orten, um alte Erinnerungen auszutauschen und neuen Stoff zu sammeln. Von seinem „Haus unter den Eichen“ brachte er eine eigene Monatszeitschrift, die „Deutsche Heimat - Presse- Blätter“ heraus. Auch mit seinen weiteren Erzählungen „Die Heimatwälder rauschen“ und „Im Waldwinkel der Heimat“ hinterließ er uns ein Stück Heimatgeschichte. Am 11. Februar 1945 verstarb er und wurde neben der Früchter Kirche beigesetzt. In Lahnstein wurde 1988 die „Walter-Schweter-Straße“ nach ihm benannt. 13 Werke und mehrere Aufsätze von Schweter sind im Stadtarchiv Lahnstein einzusehen.

Änderung des Landeswaldgesetzes auf den Weg gebracht

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Wichtiger Meilenstein zur Realisierung eines Kur- und Heilwaldes in Lahnstein

Lahnstein. Seit nunmehr gut zwei Jahren verfolgt die Stadt Lahnstein die Ausweisung eines Heil- und Kurwaldes nach international anerkannten Kriterien, der Menschen helfen soll, gesund zu bleiben und wieder gesund zu werden. Es wäre nach Heringsdorf/Insel Usedom der zweite Heilwald dieser Art in der Bundesrepublik Deutschland.

Schirmherr des Projektes ist Innenminister Roger Lewentz, der nunmehr Oberbürgermeister Peter Labonte und eine kleine Delegation zu einem Besuch in Mainz eingeladen hatte, um einen weiteren Meilenstein zur Realisierung des Vorhabens hautnah mitzuerleben. Im Mainzer Landtag wurde am Donnerstag der Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Landeswaldgesetzes eingebracht. Die vorgesehene Gesetzesänderung eröffnet auch in Rheinland-Pfalz zukünftig die Möglichkeit, hierfür besonders geeignete Waldgebiete als Kur- und Heilwälder auszuweisen.

„Wir freuen uns sehr, dass das Land unsere Initiative aufgegriffen hat und die Änderung des Landeswaldgesetzes auf den Weg gebracht hat“, erklärte Oberbürgermeister Peter Labonte am Rande der Landtagssitzung. „Wir haben jetzt eine entsprechende Grundlage, um das für eine Anerkennung der in Aussicht genommenen Flächen erforderliche Waldgutachten sowie das medizinisch-therapeutische Konzept, mit dem die gesundheitsbezogenen Anforderungen nachzuweisen sind, in Auftrag zu geben.“

„Für mich war von Beginn an klar, diese Idee ist eine weitere gute Entwicklungschance für Lahnstein und die Region. Deshalb habe ich diesen Weg mit aller Kraft unterstützt. Gerade für unsere Situation gilt: Der Wald ist als Ort der Ruhe und Erholung von ganz besonderer Bedeutung. Waldluft zu atmen verspricht mehr als Entspannung. Der Wald dient der Gesundheit - und das wird mit der Ausweisung eines Heil- und Kurwaldes anerkannt“, so Innenminister Roger Lewentz als Schirmherr.

Brand einer Mülltonne im Gebäude in Lahnstein auf der Höhe

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Am Samstagmorgen kam es zum wiederholten Mal in einem Kellerraum eines Gebäudes in Lahnstein auf der Höhe zum Brand einer Mülltonne. Durch die Brandmeldeanlage konnte das Feuer frühzeitig bemerkt und noch vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht werden. Personen wurden durch dieses schnelle Eingreifen nicht verletzt. Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Für Hinweise steht die Polizeiinspektion Lahnstein rund um die Uhr zur Verfügung.

Verkehrsunfall mit Flucht

Am Freitag um die Mittagszeit wurde auf dem Parkplatz einer Bank in der Schulstraße in Braubach ein geparkter PKW stark beschädigt. Nach derzeitigen Erkenntnissen stieß das daneben geparkte Fahrzeug beim Ausparken gegen den PKW. Nach dem Zusammenstoß entfernte sich der Fahrer unerlaubt von der Unfallstelle ohne sich um den Schaden zu kümmern. Durch die Polizeibeamten konnten Fahrzeugteile sichergestellt werden. Nach ersten Ermittlungen dürfte es sich bei dem unfallflüchtigen Fahrzeug um einen Mercedes, vermutlich eine A-Klasse, gehandelt haben. Es wurde eine Anzeige wegen Fahrerflucht aufgenommen. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Lahnstein zu melden.

Erneute Graffiti-Schmierereien

Am Freitagmittag konnten im Bereich des ehemaligen Johannes-Klosters in Niederlahnstein vier Jugendliche beobachtet werden, die den Parkplatz, das Gemäuer und die Parkbänke in angrenzenden Grünanlagen mit Graffitis verschmierten. Durch die Polizei wurde eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung aufgenommen. Die Ermittlungen laufen derzeit noch. In der Vergangenheit kam es insbesondere im Stadtteil Niederlahnstein vermehrt zu Sachbeschädigungen durch Graffiti-Schmierereien. Hinweise auf den oder die Täter nimmt die Polizeiinspektion Lahnstein entgegen.

Polizeiinspektion Lahnstein

Repair-Café im Lahnsteiner Jugendkulturzentrum

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Am 10. Februar wird gewerkelt und repariert

Lahnstein. Am zweiten Montag des Monats treffen sich ehrenamtliche Bastler, Helfer und Schrauber unter dem Motto „Reparieren statt Wegwerfen“ im gemütlichen Ambiente des JUKZ-Cafés. Dort richten sie Elektrokleingeräte wie Küchenmaschinen und Hi-Fi-Geräte wieder her, die sonst keiner mehr repariert und die den Besuchern noch sehr am Herzen liegen. Repariert wird aber nur, was gewerbliche Werkstätten nicht mehr annehmen.

Als kleine Gegenbewegung zur Wegwerfgesellschaft gedacht, soll sich das Lahnsteiner Repair-Café darüber hinaus auch zu einem Treff für die unterschiedlichsten Menschen entwickeln, die sich nicht von ihrem Alltagsgerät trennen wollen oder denen das nötige Geld für eine Instandsetzung fehlt.

Das Repair-Café findet an jedem zweiten Montag im Monat jeweils von 17.00 bis 20.00 Uhr in den Räumlichkeiten des Jugendkulturzentrums, Wilhelmstraße 59, statt. Die Termine für den Rest der ersten Jahreshälfte sind: 10.  Februar; 09. März; 11. Mai; 08. Juni 2020.

Weitere Informationen erteilt das Jugendkulturzentrum unter 02621 50604 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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