Samstag, 19. Juni 2021

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Feuerwache Süd in Lahnstein mit neuer Leitung

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Lahnstein. Die kürzlich von der Mannschaft der Feuerwache Süd gewählte neue Wachführung, Wachleiter Tobias Kalb und der stellvertretende Wachleiter Thorsten Kämpf wurden am Mittwoch, den 12. Juni 2019, im Sitzungssaal des Rathauses in Lahnstein feierlich ernannt und vereidigt

Nach Ablegung des Amtseids sind sie als Beamte auf Zeit offiziell in Ihren jeweiligen Ämtern bestätigt.

Oberbürgermeister Peter Labonte wünschte der neuen Wachleitung für den neuen Tätigkeitsbereich in der 43 Personen starken Truppe der Wache Süd stets gutes Gelingen und viel Erfolg für die Zukunft, wo aktuell die Fahrzeugbeschaffung eines Tanklöschfahrzeuges 4000 ansteht.

Ein besonderer Dank galt es, dem vorherigen Wachleiter Andreas Müller auszusprechen. Andreas Müller hatte die Funktion des Wachleiters der Feuerwache Süd von November 2014 bis März 2019 inne, gab diese jedoch aus persönlichen Gründen zwar auf, bleibt aber weiterhin der Feuerwache Süd als aktiver Feuerwehrmann erhalten.

Spektakel der besonderen Art - Oberbürgermeister Peter Labonte gratuliert rund 600 Polizeianwärtern

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Vereidigung auf dem Salhofplatz in Lahnstein

Lahnstein. Es war ein Spektakel, das man so nicht oft zu sehen bekommt. Rund 600 Polizeianwärter/innen der Einstellungsjahrgänge Oktober 2018 und Mai 2019 wurden im Rahmen einer Veranstaltung auf dem Salhofplatz in Lahnstein, vereidigt. Diese besondere Feierlichkeit ließen sich auch zahlreiche Zuschauer nicht nehmen, denn insgesamt waren über 2000 Besucher erschienen.


„Der heutige Tag in Lahnstein ist für Sie alle ein bedeutender Meilenstein auf ihrem beruflichen Weg. Jede/r Polizist/in repräsentiert unser Land, unsere Werte, unsere Gesetze und deshalb ist auch folgerichtig, dass die Polizeibeamten auch unsere volle Rückendeckung genießen“, so Labonte in seiner Ansprache an die zahlreichen Absolventen.  Es sei mehr als nur ein Beruf, Polizeibeamter zu sein, es sei eine Berufung, denn der Schutz und die Hilfe für die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, der Beistand für die Opfer und die Sorge um Gerechtigkeit müssen für Anwärter stets im Vordergrund stehen und mit der Ablegung des Diensteides auf die Landesverfassung übernehmen sie alle persönlich Verantwortung für unseren freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat. „Für die Bereitschaft, Freiheit und Sicherheit für alle Bürger zu schaffen, und dafür zu sorgen, dass die beiden Werte immer wieder im Gleichgewicht gehalten werden, danke ich Ihnen allen im Namen aller rund 19.000 Einwohner von Lahnstein, und natürlich auch persönlich. Das ist wirklich eine überaus bedeutende Aufgabe“, so Labonte abschließend.

Nach der Ansprache des Oberbürgermeisters folgte die Zeremonie der Vereidigung auf dem Salhofplatz, die mit zahlreichen Reden wie z.B. von Direktor Friedel Durben der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz, des Staatsministers Roger Lewentz und mit kurzen Musikstücken untermalt wurde. Anschließend wurden die Polizeikommissar-Anwärterinnen und Anwärter durch den Inspekteur der Polizei, Jürgen Schmitt, vereidigt. Ein geselliges Beisammensein auf dem Salhof- und Turmplatz mit Platzkonzert des Landespolizeiorchesters rundete die Veranstaltung für alle vor Ort ab.

Touristinformation Lahnstein war beim Deutschen Welterbetag mit von der Partie

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Lahnstein. "Welterbe Weltoffen Willkommen" - Ein schönes Motto hatte das Land Sachsen-Anhalt für dieses Wochenende zu seinem Landesfest in Quedlinburg gewählt.

Gleich drei Jubiläen wurden gefeiert, die Königserhebung Heinrich des I vor 1100 Jahren, die UNESCO – Anerkennung vor 25 Jahren und die friedliche Revolution vor 30 Jahre. Natürlich ließ es sich auch der Lahnsteiner Touristinformation nicht nehmen und war mit einem Informationsstand bei den Feierlichkeiten vor Ort.

Die Eröffnung des bundesweiten Welterbetages wurde im Beisein von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und Oberbürgermeister Frank Ruch vorgenommen. Drei Tage lang war ganz Sachsen-Anhalt in Quedlinburg zur Gast.

Da sich auch der Geschäftssitz der deutschen Welterbestätten in Quedlinburg befindet, war es selbstverständlich, das Claudia Schwarz als Präsidentin der Unesco Welterbestätten Deutschland das Welterbedorf initiierte, indem auch das Welterbegebiet „Oberes Mitelrheintal“ nicht fehlen durfte.

„Zahlreiche Besucher waren aus unserer Region in Quedlinburg zu Gast“, so Petra Bückner,  von der Lahnsteiner TI. Die Ruppertsklamm sowie der Historische Themenweg erfreuten sich großer Beliebtheit und auch Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff zeigte großes Interesse und informierte sich über den schönen Mittelrhein.

Im Vordergrund standen, neben den Burgen und Schlössern nach wie vor die Themen Wandern, „Rheinsteig “ und Radfahren. „Die Möglichkeiten, Sportliches mit Kultur und Genuss zu verknüpfen, prägen unsere Region und das Welterbe Oberes Mittelrheintal“, so Petra Bückner.

Insgesamt besuchten 150 000 Besucher die schöne Stadt Quedlinburg an diesem Wochenende.

Lahnsteiner Touristinformation hat die DTV i-Marke Zertifizierung wieder erfolgreich bestanden

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Lahnstein. Mit der Einführung der neuen i–Marke durch den Deutschen Tourismusverband e.V. wurde im Jahre 2006 ein neues Qualitätssiegel für moderne Touristinformationen (TI) geschaffen. Das rote Hinweisschild mit dem charakteristischen „i“ für Informationsstelle führt Urlauber auf dem schnellsten Wege zu der vorbildlichen Gäste-Service-Stelle.

Denn nur Touristinformationen, die über eine sehr gute Beratungsqualität verfügen, umfangreiche touristische Informationen und zusätzliche Dienstleistungen für Gäste anbieten, können diese Auszeichnung erhalten. Die Servicestandards für die i-Marke hat der DTV bundesweit festgelegt. Nicht alle TI´s genügen diesen Ansprüchen. Bundesweit können sich über 700 touristische Einrichtungen über diese Auszeichnung freuen, denn sie alle wurden erfolgreich „mit der Brille des Gastes“ anhand eines standardisierten, bundesweit einheitlichen Kriterienkatalogs unter die Lupe genommen.

Zunächst überprüft der DTV, ob die Lahnsteiner TI die 14 Mindestkriterien erfüllt. Dabei geht es um Infrastruktur, zum  Beispiel die Ausschilderung der Touristinformation auf Zufahrtswegen. Außerdem muss das Personal qualifiziert sein, so hat mindestens ein Mitarbeiter eine Weiterbildung in den vergangenen

zwei Jahren absolviert. Vor allem geht es um Service – die Touristinformation hat beispielsweise kostenlose touristische Grundinformationen über den Ort und Region bereitzuhalten.

Auch die Touristinformation Lahnstein hat sich zum dritten Mal diesem deutschlandweit anerkannten Qualitätscheck durch unabhängige Prüfer gestellt.

Nachdem die 15 Mindestkriterien erfüllt sein müssen, um überhaupt  an der Zertifizierung teilnehmen zu können, erfolgt die Prüfung über 40 Kriterien und nicht zu vergessen, das Mystery-Gespräch vor Ort.

Hierdurch wird die Angebots- und Leistungsqualität der Touristinformation mit der Brille des Gastes anhand eines standardisierten bundesweit einheitlichen Kriterienkatalog unter die Lupe genommen.

Angefangen von Öffnungszeiten und Internetpräsentation, Google-Suche, auch die Hinweisbeschilderung innerhalb der Stadt und auf Radwegen und Darstellung im Internet weiter über Social-Media-Tätigkeiten und vieles mehr.

Der DTV vergibt die Lizenz und die damit verbundene Nutzung der i-Marke für die kommenden drei Jahre.

„Wir freuen uns sehr über die Aussage, dass wir mit einem hohen Beratungsniveau sowie mit einem soliden analogen Leistungsangebot überzeugen“, so Petra Bückner von der Lahnsteiner Touristinformation.

Höhere Anforderungen sowie die steigende Erwartungshaltung der Gäste haben eine ständige Überarbeitung und Ergänzung der Kriterien zur Folge.

Hinzu kommt die Servicequalität, die ebenfalls inzwischen einen sehr hohen Stellenwert im touristischen Bereich eingenommen hat. Es ist eine Leistung, die Menschen für andere Menschen erbringen. Zwischenzeitlich haben alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Touristinformation alle erfolgreich die Ausbildung zum Q-Coach absolviert, die Auszeichnung zeigt, dass die Vorgehensweise und die eingeleiteten Maßnahmen der richtige Weg ist.

Basierend auf der detaillierten Auswertung des DTVs werden die übermittelten Empfehlungen als Unterstützung der eigenen Leistung wertend und entsprechend gesetzt. Klares Ziel ist die kontinuierliche Optimierung in Hinblick auf die Bedürfnisse der Gäste und Leistungsträger vor Ort.

Das Qualitätssiegel i-Marke ist ein Aushängeschild für die Touristinformation und ein weiterer Schritt zu noch mehr Service–Qualität.

„Diese Zertifizierung bestätigt auch das gute Feedback der Gäste“, so Petra Bückner, die bereits jetzt schon mit ihrem Team, Karl Krämer, Tanja Stienemeier und Thomas Schön, an der Umsetzung für die kommende Saison arbeitet.

Lahnsteins älteste Apotheke begeht Jubiläum - 150 Jahre Jerusalem`s Apotheke

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Lahnstein Wer vor 150 Jahren eine Apotheke eröffnen wollte, musste die Genehmigung bei seinem Landesherrn einholen. In nassauischer Zeit gab es keine Apotheke in Lahnstein. Wer Medikamente brauchte, musste nach Braubach fahren, wo seit 1818 – damals nassauische Amtsstadt - eine Apotheke nachweisbar ist.

1865 trat der Gemeinderat von Oberlahnstein an die Regierung mit der Bitte heran, dass auch Oberlahnstein eine Apotheke erhalte. Die Regierung in Wiesbaden beauftragte daraufhin den Apotheker Friedrich Wilhelm, der seit 1851 die Braubacher Apotheke betrieb, eine Apotheke in Oberlahnstein zu errichten. Nach einigem Zögern richtete er im heutigen Salhof eine Filialapotheke ein, da er Braubach nicht verlassen wollte. Das rasche Wachstum der Stadt Oberlahnstein veranlasste ihn dann doch, 1869 ganz überzusiedeln und in einem Neubau eine Apotheke zu eröffnen. Diese befand sich an der Ecke Westallee/Adolfstraße und wurde noch im gleichen Jahr vom königlich-preußischen Oberpräsidium zu einer selbstständigen  Apotheke erhoben.

Ab 1888 führte sein gleichnamiger Sohn Dr. Friedrich Wilhelm die Apotheke und verlegte sie 1901 an den heutigen Standort. Dazu kaufte er zwei alte Gebäude an der Hochstraße/ Blankenberg, ließ sie abreißen und errichtete das geräumige Anwesen. 1906 verkaufte Dr. Wilhelm die Apotheke dem Apotheker Heinrich Sonderkamp aus Euskirchen, der sie wiederum 1910 an Wilhelm Jerusalem verkaufte. Insofern ist die „Jerusalem`s-Apotheke“, wie sie heute noch nach ihrem damaligen Besitzer heißt, die älteste Apotheke von Lahnstein.

Die Ausstattung stammt unverändert aus dem Jahr 1925, als der Kundenbereich umgebaut, in Holz getäfelt und mit wertvollem Delfter Porzellan ausgestattet wurde Zwar wurde die Einrichtung am 11. November 1944 durch eine vor dem Haus niedergehende Bombe zerstört, doch blieb das zu Anfang des Krieges im Keller sichergestellte Porzellan erhalten und wurde 1949 wieder eingeräumt.

1963 übernahm Max Schlosser die Apotheke, der Vater der heutigen Inhaberin. Zuvor war Max Schlosser seit 1957 bei Herrn Jerusalem angestellt. Nach Schlossers Tod 1972, wurde die Apotheke an Diethelm Gilles verpachtet. 1978 übernahm Schlossers Tochter Doris die Apotheke, die sie bis heute betreibt.

Eine Institution in Lahnstein ist die 150 Jahre alte Einrichtung, die gut erhalten geblieben, der Kundenbereich traditionell wie vor 100 Jahren. Einige Eigenpräparate werden auf Wunsch noch hergestellt, ausgefallene Rezepturen und Teemischungen nehmen einen relativ breiten Raum ein. Nach wie vor ziehen die rote Backsteinfassade, die bleiverglasten Blumenfenster, die vielen Standgefäße und Schubladen die Blicke der Kunden an. Auch in den Nebenräumen gibt’s jede Menge Altertümchen zu sehen, wie ein ausgedientes Destilliergerät, Apothekerschränke, Gefäße oder alte broschierte Bücher mit Rezepturen.

Die Stadt Lahnstein gratuliert herzlich zum 150. Geburtstag der Jerusalem-Apotheke, mit einer Festwoche vom 1. bis 7. Juli. Bereits am Samstag, den 29. Juni gefiert wird. Stadtarchivar Bernd Geil hält um 19 Uhr einen öffentlichen Vortrag in der Hospitalkapelle, zu dem Doris Schlosser herzlich einlädt.

Die Fotos zeigen Wilhelm Jerusalem (rechts im Bild) und Mitarbeiter in den 1930er Jahren (Foto: Sammlung Schlosser) sowie die heutige Betreiberin Doris Schlosser mit ihrem Team 2019 (Foto: Bernd Geil)


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