Dienstag, 07. April 2020

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Vor 100 Jahren: Land unter am Rhein-Lahn-Eck

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Lahnstein. Welche verheerenden Schäden ein Hochwasser auch hier am Mittelrhein anrichten kann, wurde den Bürgern der Stadt Lahnstein vor 100 Jahren vor Augen geführt: „Land unter“ hieß es am Rhein-Lahn-Eck. Von Weihnachten 1919 bis zur Silvesternacht stiegen der Rhein und seine Nebenflüsse stark an. Der Pegel Koblenz erreichte 8,17 Meter Zu Jahresbeginn fiel er wieder, nachdem die Brühe und der damit abfließende Müll überall unermesslichen Schaden angerichtet hatten. (Fotos zur Vergrößerung anklicken)

Kaum war die Flut in ihr natürliches Bett zurückgetreten, da wurde der Westen Europas nach einigen Tagen Frostwetter von ungeheuren Stürmen und Wolkenbrüchen heimgesucht. Die natürliche Folge war ein neuerliches, noch schnelleres Steigen aller Flussabläufe. So stieg binnen 24 Stunden die Lahn auf Höhe der Straße Hohenrhein von 2,50 auf 4,00 Meter an und riss Holz und Geröll mit sich. Unter anderem wurden die Gartenanlagen und ein Schuppen des Ausfluglokals Wolfsmühle fortgerissen, die Stützmauer des Turbinengrabens der Firma Schröder und Stadelmann wurden eingedrückt. Besonders vom Hochwasser betroffen waren die Stadtteile am Lahnufer sowie diejenigen zwischen Rhein und dem Schienengleis der Rheinstrecke.

Am 15. Januar 1920 erreichte das Wasser ein Rekordmaß von 9,23 Meter, höher als im gesamten 19. Jahrhundert und heute vergleichbar mit dem Stand von Januar 1995. Das Lahnsteiner Tageblatt berichtete ausführlich von den braunen Fluten und ihrem Zerstörungswerk. Durch die Kanalisation drang das Wasser bis in die Koblenzer Straße vor. In der Johannes- und der Lahnstraße stand das Wasser bis zu den Fenstern. Brücken und Stege wurden gebaut, um den nötigsten Verkehr aufrecht zu erhalten. Der Hauptaltar der Johanniskirche war überspült. Die Bewohner der Markstraße konnten ihre Häuser nur mit Kähnen erreichen. Der Verkehr zwischen Ober- und Niederlahnstein wurde unmöglich. Hinzu kamen Lebensmittel-, Kohlen- und Trinkwassernot.

Im gesamten 20. Jahrhundert lag der Pegel nur noch am Neujahrstag 1926 (9,30 Meter) und an Weihnachten 1993 (9,52 Meter) höher. 1924 und 1926 folgten zwei weitere schwere Hochwasser. Allein in Niederlahnstein standen 243 Häuser im Wasser. 791 Familien mit 2572 Personen haben mehr oder weniger gelitten, sodass der Bürgermeister in Wiesbaden und Berlin um finanzielle Hilfe zur Linderung der Not und zur Beseitigung der Schäden sowie um vorbeugende Maßnahmen bat.

Die Fotos zeigen einen Eindruck der Hochwasserlage 1920, fotografiert an der heutigen Bodewigstraße sowie am Kirchplatz in Niederlahnstein, wo damals die neugotische Barbarakirche stand. Da das Fotografieren damals noch eine Seltenheit war, posierten alle betroffenen Anwohner für den Fotografen.

Natur Kosmetikinstitut Grünewald eröffnet in neuen Räumlichkeiten

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Lahnstein. Inhaberin Sandra Bettin feierte kürzlich die Neueröffnung ihres Natur Kosmetikstudios Grünewald in neuen Behandlungsräumlichkeiten. So führt Frau Bettin nun in neuem Gewand ein bereits seit vielen Jahrzenten erfolgreiches Unternehmen weiter. Mit den neuen und adäquaten Geschäftsräumen konnte Frau Bettin die Herausforderung meistern, ihren Kunden weiterhin das breit gefächerte Angebot in Lahnstein anbieten zu können.

Die Kunden werden in hellen und sehr ansprechend gestalteten Räumlichkeiten empfangen und können ihre Behandlung mit der gebotenen Ruhe aus der professionellen Hand von Frau Bettin genießen. Hierbei legt die Inhaberin besonderes Augenmerk auf die Verwendung hochwertiger,  ökologischer und zertifizierter Naturkosmetik der Firma Annemerie Börlind. Diese bilden das Kernangebot des Kosmetikinstitutes.

Anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten überbrachte Wirtschaftsförderer Marc Klaßmann ein Präsent sowie die Glückwünsche von Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte.

Für Informationen, Beratung und professionelle Kosmetikbehandlung steht das Natur Kosmetikinstitut ab sofort in Lahnstein in der Adolfstraße 75 zur Verfügung. Gerne können sich Kunden auch telefonisch unter 02621 922200 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. an Frau Bettin wenden.

Kanaldeckel ausgehoben- drei Fahrzeuge beschädigt.

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56112 Lahnstein, Rheinhöhenweg Montag, 27.01.2020 zwischen 00:00 Uhr und 06:00 Uhr

Im o.g. Zeitraum hoben bislang unbekannte Täter auf dem Gehweg des Rheinhöhenweges in Lahnstein (Höhe Fischteich) zwei Kanaldeckel aus und warfen die Deckel auf die Fahrbahn.

In der Folge fuhren drei PKW´s über die Deckel und beschädigten ihre Fahrzeuge nicht unerheblich. Der Sachschaden wird auf über 1000 Euro geschätzt. Während der Anzeigenaufnahme stürzte beinahe im Dunkeln eine Beteiligte in einen der offenen Schächte auf dem Gehweg. Nur durch Glück und sofortigen Warnruf des Polizisten konnte Personenschaden verhindert werden. Eine Strafanzeige wegen gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr wurde aufgenommen.

Die Polizei Lahnstein sucht dringend Zeugen.

Sachbeschädigungen durch Graffiti

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Im Stadtgebiet Lahnstein wurden in der Nacht von Freitag auf Samstag wieder mehrere Sachbeschädigungen durch Versprühen von Farbe begangen. Im Bereich Kölner Straße/Becherhöllstraße wurde eine Hausfassade und ein Brückenbauwerk verschmutzt. In den Straßenzügen Im Weierchen/Marienstraße wurden Fassaden und Fahrzeuge als Tatobjekte ausgewählt. Die Polizei Lahnstein bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Sachbeschädigung an Pkw

In der Adolfstraße in Nähe des Kinos, wurde die linke Fahrzeugseite eines geparkten Pkw von einem unbekannten Täter mit einem spitzen Gegenstand zerkratzt.

Verkehrsunfall mit verletztem Rollerfahrer

Am Samstagvormittag gegen 09:30 Uhr, wurde ein 79-jähriger Rollerfahrer bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt. Ein Autofahrer war rückwärts von seinem Grundstück auf die Braubacher Straße gefahren und hatte den Zweiradfahrer übersehen.

Verkehrsunfall mit Leichtverletzten

Am Samstagabend gegen 19:40 Uhr, wollte ein 34-jähriger Koblenzer von der Emser Straße nach links auf die B 49 auffahren. Dabei übersah er einen entgegenkommenden Pkw. Durch den Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge wurden alle 3 Insassen leicht verletzt. Die Pkw mussten abgeschleppt werden.

Polizeiinspektion Lahnstein

Ordensempfang und Mitgliederehrung beim NCV

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Stimmungsvoller Start in die Jubiläumskampagne

Lahnstein. Rund 80 Mitglieder und Freunde waren der Einladung des Niederlahnsteiner Carneval Vereins zum Ordensempfang gefolgt. Im Jubiläumsjahr – der NCV feiert 70 Jahre seines Bestehens und 85 Jahre „Kappenfahrt“ – fand der Empfang und die Mitgliederehrung diesmal in Maximilians Brauwiesen statt. Der „übliche“ Veranstaltungsort – das „Café Jules Verne“ – wäre in diesem Jahr zu klein gewesen.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Uwe Unkelbach wurden die anwesenden Jubilare geehrt. Besonders erfreulich, dass die beiden Ehrenelferratspräsidenten Udo Gürtler (auch Ehrenvorsitzender) und Volker Huster sowie alle vier Ehrenmitglieder Theo Offheim, Toni Schlösser, Eberhard Kautz und Winfried Sauer am diesjährigen Ordensempfang mit Mitgliederehrung teilnahmen. Und Ehrungen gab es einige in diesem Jahr. Neben 25, 40, 50 und 60 Jahre gibt es 2 Mitglieder, die bereits seit 70 Jahren dabei sind.

Elferratspräsident Günter Groß gab einen kurzen Rückblick auf die Ereignisse der jeweiligen Jahre, in denen die Jubilare in den NCV eintraten.

Uwe Unkelbach verlas die Urkunden und übergab diese mit den Ehrennadeln. Und während die zu Ehrenden ihre Urkunden in Empfang nahmen, liefen die jeweiligen Karnevalsschlager der Jahre 1995, 1980, 1970, 1960 und 1950, die zum Teil noch heute bei Sitzungen zu hören sind.

25 Jahre dabei sind: Heidrun Baurhenn, Rebecca Dietrich, Jürgen Dombach, Julia Elbert, Hilde Klein, Andreas und Dagmar Korn, Jannik Kost, Ingolf Thörmer, Peter Weiland, Pia Werner-Kost und Christine Wirges.

Vor 40 Jahren eingetreten sind: Andrea Günther, Hans-Willi Kreuer, Rudolf Kup, Heinz Paulus, Karlheinz Pütz, Peter Scheeben und Joachim Sturmes.

Seit 50 Jahren Mitglied im NCV sind: Hildegard Böhm, Willi Mawick, Anton Unkelbach, Hildegard Unkelbach, Norbert Unkelbach und Ernst Wolf.

1960 traten ein: Peter Stockhausen und das heutige Ehrenmitglied Eberhard Kautz.

Und seit 70 (!) Jahren Mitglied sind Willi Sturmes und Theo Offheim, der sogar Gründungsmitglied ist.

So war es für den Vorsitzenden Uwe Unkelbach auch eine besondere Freude, den ersten Orden der Session Gründungsmitglied Theo Offheim, der gerade seinen 90. Geburtstag feierte, verleihen zu dürfen. Der diesjährige Orden, der vom Zugleiter und langjährigem Vorstandsmitglied Michael Sturmes entworfen wurde, ist die Nachbildung einer Narrenkappe mit einer Besonderheit: Gründungsmitglied Theo Offheim und Ehrenmitglied Toni Schlösser sind mit ihren Konterfeien, die sich drehen, auf dem Orden verewigt.

Aber der Start in die Session – seit vielen Jahren immer am Tag vor der Prinzenproklamation durchgeführt – wäre unvollständig, wenn nicht zahlreiche Vereinsaktive, Helfer, Freunde, Unterstützer, sowie die Vertreter der befreundeten Vereine CCO, Funken Blau-Weiss, Traditionsgarde Rot-Weiß, Möhnenclub „Immerfroh“, Närrische Turmgarde (die ebenfalls ein Jubiläum feiern) und die Gesellschaftliche Vereinigung 1924 Oberlahnstein (24er) mit dem Orden ausgezeichnet würden. Der Karnevalsorden wird auch gerne als „Lohn für karnevalistische Arbeit und Unterstützung“ bezeichnet.

Und so wurde es ein Abend mit bester Stimmung und humorvollem Engagement der Anwesenden.

(Fotos: NCV)

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