Montag, 02. August 2021

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Lahnsteiner Touristinformation öffnet wieder

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Ab 19. Mai gelten die Sommeröffnungszeiten

Lahnstein. Nachdem das Land Rheinland-Pfalz mit den stufenweisen Lockerungen der Corona-Maßnahmen unter bestimmten Voraussetzungen auch wieder touristische Übernachtungen ermöglicht, öffnet die Lahnsteiner Touristinformation am Salhofplatz ab Mittwoch, 19. Mai wieder ihre Pforten für die hoffentlich zahlreichen Gäste.

Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 09.00 bis 17.00 Uhr sowie samstags von 10.00 bis 16.00 Uhr.

Kontakt: 02621 914-174, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Um die Sicherheit aller zu gewährleisten, gelten für einen Besuch in der Touristinformation die folgenden Regelungen:

Es darf immer nur ein Gast den Raum betreten und es gilt das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern, auch in Wartesituationen vor dem Gebäude. Im Eingangsbereich wird Desinfektionsmittel bereitgehalten. Das Tragen einer OP- oder virenfilternden Maske (KN95- oder FFP2-Standard) ist verpflichtend. Eine Testpflicht besteht nicht, jedoch werden die Kontaktdaten aufgenommen – entweder mittels Luca-App durch Scannen des QR-Codes oder Ausfüllen eines Kontaktformulars.

Aktuelle Infos finden sich auch auf der städtischen Homepage unter www.lahnstein.de/aktuelles/coronavirus sowie in den sozialen Medien (Facebook: Lahnstein.de und Instagram: lahnstein_de).

Vorhang auf im Lahnsteiner Theater

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Der Festspielsommer anlässlich der 70. Lahnsteiner Burgspiele startet am 03. Juni

Lahnstein. Nach sieben langen Monaten Coronabedingter Schließung darf das Theater Lahnstein im Juni aller Voraussicht nach wieder seine Pforten öffnen:  Der am 11. Mai veröffentlichte Perspektivplan des Landes Rheinland-Pfalz erlaubt Theateröffnungen bei einer Inzidenz unter 100 ab dem 21. Mai. Entsprechend groß ist die Freude im Team des Lahnsteiner Theaters. Es herrscht Optimismus auf einen guten Sommer.

Am 03. Juni soll es losgehen mit der Verleihung des Theaterpreises und einer feierlichen Wiedereröffnung. Den ganzen Juni über wird der lauschige Theatergarten bespielt: Neben dem für letzten November geplanten Stück „Die Sternstunde des Josef Bieder“ stehen Konzerte von Silva Heil & Ulrich Cleves / Jule Menzel-King & Diane King, das Gastspiel „Sherlock und der Hund von Dartmoor“ und ein Talkabend mit dem Thema Burgspiele auf dem Programm.

Am 01. und 21. Juli soll dann die 70. Ausgabe der Lahnsteiner Burgspiele an der Johanniskirche gebührend gefeiert werden. Die große Jubiläumsgala verspricht jeweils mit Hits aus verschiedenen Musikgenres, Gästen wie Peter Petrel und Ensemblemitgliedern der letzten zehn Jahre eine unvergessliche Sommernacht.

Vom 02. Juli bis 01. August wird an der Johanniskirche außerdem die große Burgspielproduktion „Der Graf von Monte Christo“ in einer Inszenierung von Intendant Friedhelm Hahn zu sehen sein. Die packende Abenteuergeschichte nach dem Roman von Alexandre Dumas verspricht opulentes Freilichttheater und ist der Höhepunkt des Festspielsommers.

Alle Veranstaltungen finden unter den geltenden Abstands- und Hygieneregeln statt. Doppelt Geimpfte und Genese können mit einem entsprechenden Nachweis an der Veranstaltung teilnehmen, alle anderen Zuschauer*innen benötigen einen Negativnachweis mittels eines tagesaktuellen Schnelltest bzw. haben vor Ort die Möglichkeit, einen kostenpflichtigen Selbsttest zu machen.

Tickets gibt es bei allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional und online unter: www.ticket-regional.de.

Baumaßnahmen der DB Netz AG Ende im Mai

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Bereich Niederlahnstein

Nach Mitteilung der DB Netz AG werden im Bereich Niederlahnstein in den Nächten von Freitag, 21. Mai 2021 bis Sonntag, 23. Mai 2021 Gleisbaumaßnahmen durchgeführt, die aus betrieblichen Gründen in den Fahrpausen der Nachtzeit stattfinden müssen.

Dadurch kann es zu Lärmbelästigungen kommen. Die beauftragten Unternehmen sind allerdings bemüht, diese so gering wie möglich zu halten. Die Deutsche Bahn bittet die betroffenen Anwohner um Verständnis.

Vor 125 Jahren wurde Anneliese Lessing geboren

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Lahnstein hat Geschichte, Folge 649

Lahnstein. Anneliese Lessing, die vor 125 Jahren geboren wurde, war weitaus mehr als nur die Frau an der Seite des Lahnsteiner Ehrenbürgers Dr. Walter Lessing.

Als Anna Elisabeth Sack wurde sie am 09. Mai 1896 in Leipzig-Plagwitz geboren. Dort führten ihre Eltern eine Landmaschinenfabrik. Auf einer Jubiläumsfeier des Familienunternehmens lernte sie den Juristen Dr. Walter Lessing (1881-1967) kennen, der für seine Firma Rabotnik in Russland die Pflüge der Maschinenfabrik Sack vertrieb.

Walter Lessing war der Sohn des Großindustriellen Anton Lessing, der zusammen mit den Ingenieuren Struve in Russland Brücken, Lokomotiven, Waggons und Schiffe produzieren ließ. Die Lessings hatten seit 1872 ihren Wohnsitz in Oberlahnstein und gehörten hier zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens.

Am 03. Januar 1919 heirateten Anneliese und Walter Lessing in Leipzig und lebten zunächst in Babelsberg, wo ihr erster Sohn Paul-Anton geboren wurde. Im Herbst 1922 zog die Familie nach Oberlahnstein. Hier kamen zwei weitere Kinder, Barbara und Clemens, zur Welt.

In Oberlahnstein übernahm Walter Lessing die Leitung des Werkes der Firma Gauhe & Gockel, einer Fabrik für Hebevorrichtungen, Baumaschinen und Baugeräte mit eigener Eisengießerei, auf dem Gelände des heutigen Globus. Anneliese Lessing engagierte sich auch persönlich um das Wohlbefinden der Mitarbeiter der Firma ihres Mannes, wo sie seit 1936 als Prokuristin arbeitete.

Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten geriet Walter Lessing, der allzu freimütig seine Warnungen aussprach, unter den zunehmenden Druck der Partei und verlegte 1938 seinen Wohnsitz mit der Familie nach Berlin.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnte Walter Lessing im Jahr 1946 nach Oberlahnstein zurückkehren; seine Ehefrau Anneliese Lessing durfte erst im November 1948 ausreisen.

Während Walter Lessing für die SPD von 1946 bis 1952 im Oberlahnsteiner Stadtrat saß, hatte Anneliese von 1952 bis 1956 ein Mandat für die CDU inne. 1949 gründeten beide den Kreisverband Rhein-Lahn der Europa-Union Deutschland, eine 1946 gegründete überparteiliche, überkonfessionelle und unabhängige politische Nichtregierungsorganisation für ein föderalistisches Europa. Deren Arbeit für den Frieden und die Einheit Europas lag beiden besonders am Herzen. Anneliese Lessing trug den Spitznamen „Mutter Europa“. Sowohl Walter, Anneliese als auch Sohn Clemens waren lange Jahre Kreisvorsitzende der Europaunion.

In ihrer Freizeit verfasste Anneliese Lessing Dramen und Schwänke. Bereits Anfang der 1930er Jahre arrangierte sie die ersten Heimatspiele, die sie 1930 ins Leben rief. Das Heimatstück „Der Schulmeister von Lahnstein“ wurde 1931 als Freilichttheater im Schillerpark mit 33 Laienschauspielern aufgeführt und behandelt den Zeitraum 1799 bis 1814. Auch der aufgeführte Schwank „Alt-Lahnstein am Hexenturm“ (1965) oder das Rollenspiel „Die Absetzung König Wenzels“ (1967) stammen aus ihrer Feder. Im Stadtarchiv sind noch viele weitere Theaterstücke von Anneliese Lessing archiviert, die in den 1930er Jahren im Saalbau Schoth aufgeführt wurden, beispielsweise „Das Märchen von der Prinzessin Knallbonbon“, „Freundlicher Spuk im Kinderzimmer“, „Klecksliesel“, „Prinz Schnupfen“ oder „Scharpie in Schöneberg“.

Anneliese Lessing erhielt im Juni 1969 „in Würdigung ihrer Tätigkeit auf kulturellem Gebiet, als konsequente Verfechterin der Europa-Idee und auf kommunalpolitischer Ebene“ vom Oberlahnsteiner Bürgermeister Fritz Berlin die Ehrenmedaille der Stadt verliehen.

Am 26. September 1969 verstarb sie, zwei Jahre nach ihrem Mann, und wurde in der Familiengruft auf dem Alten Friedhof Sebastianusstraße beigesetzt. Das Grabmonument aus Granit, mit Jugendstilmosaiken verziert, steht als Kulturdenkmal unter Schutz.

Digitale Mitgliederversammlung der Lahnsteiner CDU

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Welchen neuen Namen erhält die Deines-Bruchmüller-Kaserne?

Es ist fast schon alltäglich – aber immer noch nicht überall üblich. Digitale Treffen sind seit letztem Jahr oft die einzige Möglichkeit, sich in einem größeren Kreis zu treffen und Themen zu besprechen.

Und so luden die Lahnsteiner Christdemokraten mit ihrem Vorsitzenden Andreas Korn zur digitalen Mitgliederversammlung ein. Thema war die Umbenennung der Deines-Bruchmüller-Kaserne in Lahnstein.

Bereits in der Stadtratssitzung im April äußerten alle Stadträte ihr Missfallen gegenüber der geplanten Namensänderung, die die Folge des neuen „Traditionserlasses“ der Bundeswehr ist. Im Zuge dieses Erlasses hat die Bundeswehr begonnen, ihre Namensgebung für Einrichtungen einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. Somit geriet auch die Deines-Bruchmüller-Kaserne  in den Fokus.

CDU-Ratsmitglied Uwe Unkelbach gab einen geschichtlichen Überblick über die Entstehung der Kaserne: Die Anlage wurde am 13. November 1938 fertiggestellt, und beheimatete ursprünglich das Artillerieregiment 70 der Wehrmacht mit der I. (bespannten) Abteilung in der Deines- (rechts der alten Wache) und der II. (motorisierten) Abteilung in der Bruchmüller-Kaserne. Benannt ist die Liegenschaft nach den Artillerie-Generalen Gustav Adolf von Deines und Georg Bruchmüller.

Unkelbach erläuterte den Ablauf der einzelnen Phasen bei Umbenennungen von Kasernen und erklärte, dass bereits die zweite Phase eingeläutet wurde. Das bedeutet, dass ein Gremium der Bundeswehr unter verschiedenen Vorschlägen einen Favoriten ausgesucht hat. Dabei würde man sich immer daran orientieren, möglichst eine Verbindung zu verstorbenen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens herzustellen. So habe sich das Gremium für den neuen Namen „Rittersturz-Kaserne“ entschieden. Damit erinnere man an die Rittersturzkonferenz des Jahres 1948 in der über die Gründung eines westdeutschen Staates beraten wurde. Die Beteiligten – unter ihnen der zweite  Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz Peter Altmeier – sollten so geehrt werden.

Günter Groß und Johannes Lauer, die im Rahmen der Stadtratssitzung bereits für die Fraktion deutlich gemacht hatten, dass sie mit dem neuen Namen nicht einverstanden sind, bekräftigten diese Meinung nochmals – ebenso Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte, der sich ebenso für einen anderen Namen einsetzt wie OB-Kandidat Thomas Becher.

Die Mitgliederversammlung beauftragte den Vorstand, in einem Schreiben an Bundestagsabgeordneten Josef Oster und Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer darauf hinzuwirken, einen für die Stadt Lahnstein identitätsstiftenden neuen Namen zu finden.

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