Dienstag, 25. Juni 2019

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Goethe-Schule wird nach ihrem Namensgeber gestaltet

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Farbkreis gibt Stockwerken den Anstrich

Lahnstein. Goethes Farbkreis ist weltberühmt und künftig auch in der gleichnamigen Lahnsteiner Grundschule zu finden. Jedes Stockwerk erhält einen anderen Farbanstrich: gelb im Souterrain, grün im Erdgeschoss, orange-rot im ersten Obergeschoss, blau im zweiten Obergeschoss. Bunt gestrichen werden jeweils eine Flurwand und die daran anliegende Innenwand der einzelnen Klassenräume. Der Rest wird geweißt, um den hellen Gesamteindruck, der durch den Einbau von neuen bodentiefen Flurfenstern und dem Innenhof („Lichthof“) im Souterrain noch verstärkt wird, zu betonen.

Auch die neue Mensa wird besonders gestaltet. Hier soll eine Wandfläche von 7x4 Metern zur „Kunst am Bau“ werden, die bei öffentlichen Baumaßnahmen vorgeschrieben ist. Das Besondere daran ist, dass das Kunstwerk gemeinsam mit den Schüler/innen entstehen soll.

Aber noch ist es nicht soweit, vorher gibt es noch viel zu tun und auf der Baustelle herrscht daher auch rege Betriebsamkeit. Bei ihrer wöchentlichen Zusammenkunft besprechen Bauherr (die Stadt Lahnstein), Planer, Schulleitung, Hausmeister, Techniker und ausführende Firmen alles, was konkret ansteht und stimmen die nächsten Schritte miteinander ab. Die Aufgabenliste ist zwar noch recht lang, aber es ist auch schon einiges geschafft. Etwa die neuen Toilettenanlagen sind fertig und die gesamte energetische Sanierung (Heizung, Dämmung, Beleuchtung etc.) ist abgeschlossen. Gerade wurde die nagelneue Photovoltaikanlage ans Netz angeschlossen. Künftig wird im Foyer ein Display die CO²-Einsparung und die Höhe der Stromproduktion anzeigen. „Nach der Sanierung hat die Goethe-Schule die beste Energiebilanz aller Grundschulen in Lahnstein“, so der zuständige Fachbereichsleiter Jürgen Becker.

Die Schule kommt aber nicht nur energetisch voran. Mit dem rund 200 m² großen Anbau einer Mensa inklusive Küchentrakt können die Kinder der Ganztagsschule endlich vor Ort essen und müssen nicht mehr ins benachbarte Jugendkulturzentrum ausweichen. Auch gehen lang gehegte Wünsche wie zum Beispiel ein Fahrradkeller in Erfüllung. Wo früher der Öltank für die Heizungsanlage untergebracht war, werden später die Fahrräder sicher und trocken stehen können. Zufahrt von außen inklusive. Im Souterrain wird ein großzügiger Ruheraum mit Bibliothek entstehen, mangels Platz bisher ebenfalls nicht in der Art und Weise vorhanden.

Platz ist ohnehin ein gutes Stichwort. Die Schule ist nicht überdimensioniert, denn sie wächst mit jedem Schuljahr. Aufgrund der hohen Anmeldezahlen wurde die Vierzügigkeit beschlossen. Das 1. Schuljahr ist es bereits, nach den Sommerferien sind es dann die Stufen 1 und 2 und in den nächsten zwei Jahren werden dann alle vier Schuljahre vierzügig sein. „Deswegen wurde auch der Ausbau des Kellers nachträglich notwendig“, erläutern die zuständigen Hochbauer Burkhard Hahn und Christoph Maier. Die Entscheidung dafür fiel während der laufenden Baumaßnahme. Deswegen ist die Baustelle dort auch noch nicht ganz so weit wie im restlichen Gebäude. Zurzeit werden die Überbleibsel des ehemaligen Volksbades abgerissen und das Bodenniveau geebnet.

Früher hatten hier nämlich nicht nur die Schüler ein eigenes Brausebad, sondern auch die Zivilbevölkerung Lahnsteins durfte die Anlage außerhalb der Unterrichtszeiten nutzen. „Nach dem Krieg war dies eine gängige Einrichtung an vielen Schulen. Es gab Kabinen für Frauen und Männer, Duschen und Badewannen Der Hausmeister hat geöffnet und einen Obolus für die Benutzung des Bades kassiert. Meine Mutter hat das miterlebt“, erzählt der heutige Hausmeister Reinhold Margeit. Ein Pressebericht aus dem Eröffnungsjahr 1954 beschreibt es so: „Im Kellergeschoß ist neben einem Brausebad für Schüler und dem dazu gehörigen Umkleideraum auch der Zivilbevölkerung Gelegenheit gegeben, außerhalb der Unterrichtsstunden Wannenbäder zu nehmen.“

Den weiteren Zeitplan beschreibt Architekt Stephan Jost: „Ende der Osterferien soll das Erdgeschoss fertig sein. Muss es auch, denn am 26. Mai sind dort drei Wahllokale untergebracht. Nach den Sommerferien sollen die Arbeiten im ersten und zweiten Obergeschoss beendet sein und die Mensa ihren Betrieb aufnehmen.“

SOS-Ruf: Bund und Länder sollen endlich alte Rechnungen bezahlen!

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Lahnstein. Seit genau zehn Jahren kämpft das parteiübergreifende Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte" mit inzwischen 70 hochverschuldeten und vom Strukturwandel stark belasteten Kommunen, so auch die Stadt Lahnstein, um "raus aus der Schuldenfalle" zu kommen, Gestaltungsfähigkeit wiederzugewinnen und keine neuen Schulden machen zu müssen.

Mit wissenschaftlichen Analysen und Finanzberichten hat dieses Bündnis nachgewiesen, dass die Liquiditätskredite (meint den kommunalen „Überziehungskredit“) von bundesweit rund 47 Milliarden Euro zum größten Teil nicht selbstverschuldet sind, sondern eine Folge von nicht ausreichend gegenfinanzierten Bundes- und Ländergesetzen zu Lasten der Kommunen.

Trotz eigenen Sparens, der Erhöhung von Steuern und Gebühren und einem Verzicht vieler notwendiger Investitionen können die betroffenen Kommunen die Lasten nicht schultern.

Nachdem die Stadtoberhäupter und Landräte der finanzschwachen Kommunen mit ihren Forderungen nach mehr Bundes- und Länderhilfe zur kommunalen Selbsthilfe immer wieder vertröstet worden sind, machen sie nun Druck. Und zwar nicht als Bettler, sondern selbstbewusst.

Zum einen unter Berufung auf die Mitverantwortung von Bund und betroffenen Ländern bei der Verursachung des Altschuldenproblems. Zum anderen mit dem Hinweis, dass mit vielerorts nicht mehr gegebener kommunaler Gestaltungsfähigkeit das demokratische System in Deutschland gefährdet ist.

Außerdem pochen sie auf die vom Grundgesetz geforderte Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse Denn die Bürger in ihren Städten und Gemeinden verstehen nicht mehr, weshalb sie bei immer höheren Abgaben und Steuern immer weniger kommunale Leistungen bekommen als die Bürger in anderen Kommunen. Viele Bürger wenden sich deshalb von der Demokratie ab und beteiligen sich nicht mehr an Wahlen.

Dabei erkennt das Aktionsbündnis zwar an, dass der Bund und betroffene Länder in den vergangenen Jahren bereits Einiges für die Kommunen getan haben. Doch das reicht keinesfalls, denn es löst das Grundproblem nicht und ermöglicht keinen Neustart.

Ohne Unterstützung können die Kommunen ihre turmhoch aufgelaufenen Verbindlichkeiten selbst in zwei Generationen nicht bezahlen. Auf mutige Entscheidungen in Berlin und vielen Landeshauptstädten kann das Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte" nicht länger warten. Angesichts der Abschwächung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden Bund und Länder, wenn sie nicht jetzt beherzt und mit Weitblick handeln, viele Jahre nicht mehr handeln können! Die vor kurzem gemachte Ankündigung des Bundesfinanzministers, die finanzielle Unterstützung der Kommunen bei der noch Jahre dauernden Integration von Zuwanderern zu kürzen, lässt bereits nichts Gutes erwarten.

Für die betroffenen Kommunen und ihre mehr als neun Millionen Einwohner ist es nicht mehr "Fünf Minuten, sondern eine Minute vor Zwölf". Sie fordern, das politische "Schwarze-Peter-Spiel" zwischen Bund und Ländern endgültig zu beenden. Es muss aufhören, dass der Eine immer auf die Initiative des Anderen wartet. Selbstverständlich ist die Verantwortung für eine auskömmliche Finanzausstattung der Kommunen nach dem Grundgesetz Ländersache, dennoch muss sich nach Ansicht des Lahnsteiner Oberbürgermeisters Peter Labonte der Bund als Gesetzgeber für viele kommunale Pflichtaufgaben daran beteiligen, weil von ihm beschlossene Gesetze zur hohen Verschuldung beigetragen haben. „Entsprechende Gespräche des Aktionsbündnisses mit der Bundesregierung und den Bundestagsfraktionen geben zwar Hoffnung, doch jetzt müssen "Nägel mit Köpfen" gemacht werden“, so Labonte

Zentrale Forderung des Aktionsbündnisses ist, die gezielte und auf drei bis vier Jahrzehnte angelegte gemeinsame Altschuldenhilfe von Bund und Ländern, mit der die Entschuldung der Kommunen nachhaltig unterstützt wird. Dabei muss der Bund für eine schnelle und wirksame Entschuldung einen deutlichen Anteil der Altschulden übernehmen, so dass die Belastung für die betroffenen Länder und Kommunen finanzierbar bleibt. Erst dies ermöglicht den Neustart in den Kommunen.

Das Aktionsbündnis warnt vor politischen "Holzwegen". So wird eine alleinige Zinshilfe für die verschuldeten Kommunen, die lediglich die Tilgung auf die nächsten Generationen abwälzt, nicht als Lösung angesehen. Ebenso wird eine weitere Erhöhung der Bundesbeteiligung an den sozialen Leistungen zwar für die Zukunft, nicht aber für die Vergangenheit helfen. Die Ungleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zwischen reichen und armen Kommunen nimmt so immer weiter zu. Die finanziell schwächeren Kommunen können ansonsten ihre Überschüsse nur für die Schuldentilgung, nicht für die Gestaltung ihrer Kernaufgaben verwenden.

Der SOS-Ruf konnte jetzt erstmalig im Rahmen einer Bundespressekonferenz von den Vertretern des Aktionsbündnisses vorgetragen werden. Auch die Stadt Lahnstein unterstützt den kommunalen Hilferuf vorbehaltlos. Die Vertreter des Aktionsbündnisses sind sich einig: „Hätten Bund und Länder bezahlt, was sie bei uns bestellt haben, müssten wir nicht um Hilfe rufen."

Startschuss in die Sommersaison

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Sommeröffnungszeiten in der Touristinformation Lahnstein

Lahnstein. Am kommenden Samstag startet die Touristinformation Lahnstein mit den Sommeröffnungszeiten, die in diesem Jahr ganz im Zeichen des 50. Jubiläum der Stadt Lahnstein stehen. In der eigens gestalteten „Jubiläums-Themenführung“  werden die Veränderungen und Entwicklungen im Laufe der Zeit dargestellt. Die „Kulinarische Stadtführung“ lädt zur Genussrunde durch die Region ein, beide Führungen finden jeweils einmal im Monat statt.

Am darauffolgenden Osterwochenende, ab Karfreitag bis einschließlich Ostersonntag, findet das Lichtfestival „Rheinleuchten“ statt, eine Welt aus Licht, Klang, Phantasie und Emotion erwartet die Besucher.

In diesem Jahr gibt es zwei Spielorte „Burg Lahneck“ sowie das „Kloster Allerheiligenberg“ es wird neben einem Rahmenprogramm an allen drei Tagen auch die kulinarische Genüsse nicht zu kurz kommen, so Petra Bückner, Leiterin der Touristinformation.

„Wir freuen uns sehr,  auf ein tolles und unvergessliches Erlebnis und starten damit  in eine neue Saison und ein erfolgreiches und abwechslungsreiches Jubiläum“, so Petra Bückner.

Blaulichtwochen machen Kinder mit Rettungswesen vertraut

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Spielerisch (Selbst-)Hilfe gelernt

Lahnstein. In den letzten zwei Wochen befassten sich die Kinder der Lahnsteiner Kindertagesstätte Rambazamba im „Blaulicht-Projekt“ intensiv mit den Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes und der Feuerwehr.

Dafür verwandelte sich der Schlafraum der Krümelmonster vorübergehend in ein „Krankenhaus“. Die Kinder waren mal Arzt, mal Patient und lernten, wie man zum Beispiel einen Kopfverband anlegt oder die stabile Seitenlage funktioniert.  Echtes Verbandsmaterial, Rettungsdecken, Spritzen, Schienen und Stethoskope machten die Übungen realistisch. Immer wieder wurden auch die Notrufnummer und die eigene Adresse thematisiert.

In der zweiten Woche stand die Einrichtung unter dem Motto: „Feuer und Flamme“. Wie verhalte ich mich im Brandfall und welche Telefonnummer hat die Feuerwehr? Diese und viele weitere Fragen zum Thema Feuer und Brandschutz können die Kinder jetzt beantworten. Mit Hilfe von kleinen Fingerspielen, Liedern, Bildern und Kreativangeboten beschäftigten sich schon die Kleinsten mit den großen roten Autos. Die 3 bis 6-Jährigen lernten alles über das gute und das böse Feuer, über das richtige Verhalten im Brandfall und über das Absetzen eines Notrufs. Mit Spannung erwarteten sie den Besuch von Feuerwehrmann Sebastian Schmitt. Er erklärte die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr und was der Feuerwehrmann alles tragen muss, bevor er ein Feuer löschen kann

Krönender Abschluss der Blaulichtwochen war ein Besuch in der Lahnsteiner  Feuerwache Nord. Die riesigen Feuerwehrautos beeindruckten und die Kinder hörten sich ganz genau an wie diese funktionieren. Sogar im Auto Platz nehmen, durften sie und konnten sich wie  echte Feuerwehrmänner und -frauen fühlen.

Frühlingskonzert an Palmsonntag in der Stadthalle

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Chöre gratulieren der Stadt Lahnstein

Lahnstein. Anlässlich des Stadtjubiläums erwartet die Zuhörer am Sonntag, den 14. April 2019, ein einmaliges Schmankerl in der Stadthalle Lahnstein. Erstmals gestalten der Männerchor Lahnstein, der E-Chor des Marion-Dönhoff-Gymnasiums und der Shanty-Chor der Marinekameradschaft Admiral Mischke Lahnstein gemeinsam ein Konzert und gratulieren mit einem bunten Mix von frühlingshaften Melodien der Stadt zum goldenen Jubiläum.

Einige Restkarten gibt es noch für 15 Euro beim Ticket-Service in der Stadthallenverwaltung und an der Abendkasse. Jugendliche und Schwerbehinderte zahlen einen ermäßigten Eintritt von 10 Euro gegen Vorlage eines gültigen Ausweises. Das Konzert beginnt um 17 Uhr, Saalöffnung ist um 16 Uhr.

Die Chöre:

Der Männerchor unter Leitung von Franz Rudolf Stein besteht aus dem Männerchor Frohsinn Lahnstein, dem MGV 1881/1904 Niederlahnstein und dem MGV 1863 Oberlahnstein. Eigens für dieses Konzert wurden bekannte Heimatlieder einstudiert, natürlich auch die beiden Lahnstein-Lieder, die auf der im Juni erscheinenden CD zu hören sein werden.

Der E-Chor steht unter der Leitung von Frank Schmitz und brillierte bereits beim Neujahrskonzert.

Dritter im Bunde ist der Shanty-Chor unter der Leitung von Wolfgang Fink. Er präsentiert Shanties und Seemannslieder aus seinem umfangreichen Repertoire maritimen Liedgutes. Dabei bekennen sie in ihrem Lied „Vereint im Shantychor“, dass sie in Lahnstein zuhause sind, auch wenn sie mit ihren Shanties immer wieder rausfahren.

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