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Ehepaar Hermann und Mechthilde Zimmerschied beging 70. Hochzeitstag

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Lahnstein. Hermann und Mechthilde Zimmerschied konnten am 31. März 2021 auf 70 gemeinsame Ehejahre zurückblicken, im Volksmund auch als „Gnadenhochzeit“ bezeichnet.

Das Jubiläumshochzeitspaar hat drei Kinder, drei Enkelkinder und zwei Urenkel. Coronabedingt konnten sie ihr ganz seltenes Ehejubiläum leider nicht feiern. Einzelne enge Angehörige gratulierten lediglich kurz über den Tag und die Tage verteilt.

Beide Jubilare sind echte Lahnsteiner und wohnen seit 1956 in Friedland. Hermann Zimmerschied war Lokführer. Ehrenamtlich betätigte er sich bei der Freiwilligen Feuerwehr in der Wache Süd und ist Mitglied bei den Alterskameraden. Darüber hinaus war er Vorsitzender des Sozialverbandes VdK Ortsverband Oberlahnstein.

Der Bürgermeister der Stadt Lahnstein, Adalbert Dornbusch, überbrachte dem Jubiläumshochzeitspaar die Glück- und Segenswünsche des Oberbürgermeisters Peter Labonte, des Landrats Frank Puchtler und der Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Für die Stadt Lahnstein überreichte Bürgermeister Dornbusch dem Jubelpaar einen liebevoll mit fair gehandelten Produkten zusammengestellten Präsentkorb aus dem Lahnsteiner Eine-Welt-Laden.

Fördervereins Pro Seniore Lahnstein e.V.

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Zur Zeit müssen leider alle Ausflugsfahrten und Feste des Fördervereins Pro Seniore Lahnstein wegen Corona ausfallen.

So wurden nun zu Ostern allen 150 Bewohnern der Seniorenresidenz ein Frühlingsblumengruß und leckere Pralinen gespendet.

Der Förderverein unter Leitung des Vorsitzenden Axel Happe ist im Haus nunmehr seit zehn Jahren aktiv.

Vor 120 Jahren wurde Lorenz Schlösser geboren

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Lahnstein hat Geschichte, Folge 642

Lahnstein. Am 31. März 1901 erblickte Lorenz Schlösser senior das Licht der Welt. Vater Albert Schlösser war ein Jahr zuvor als Eisenbahnbeamter mit seiner Frau Josefa von Düren nach Niederlahnstein versetzt worden. Hier wuchs Lorenz mit zwei Schwestern und zwei Brüdern auf.

„Do häsde se, du Knülles!“ Aus diesem Ausdruck für Keilkopf im tiefsten Dürener Platt, als Lorenz unbedingt seine Zuckerbonbons haben wollte, machten die Menschen im Land der Baare, die in ihrem Dialekt solche Laute mit „Ü“ und zwei  „L“ nicht aussprechen konnten, den „Knieles“. Knieles wurde zum Synonym für einen Lahnsteiner, der Fastnachtsgeschichte schrieb, aber auch für ein modernes Busunternehmen, welches Lorenz aus kleinsten Anfängen heraus aufbaute.

Nach der Entlassung aus der Volksschule Niederlahnstein erlernte er bei den Didierwerken das Schlosserhandwerk. Anschließend ging er drei Jahre auf Wanderschaft, war unter anderem bei der Zeche Bottrop als Schlosser beschäftigt. 1923 begann Lorenz mit einem Pferdefuhrwerk Gemüse zu verkaufen. „Landesprodukte Lorenz Schlösser Niederlahnstein“ stand auf seinem ersten Lastwagen, mit dem er nach Köln zum Großmarkt fuhr. „Transportiert wurden Obst und Gemüse und am Wochenende Vereine“, erzählt seine Familie.

1925 entschloss er sich, ein Autovermietungsgeschäft im Taxi- und Omnibusverkehr zu betreiben, zunächst mit zwei großen Taxis. Seinen ersten Omnibus erwarb er um 1930. Darauf stand „Auto-Verkehr L. Schlösser Niederlahnstein a. Rhein“ und war besonders begehrt für Vereinsausflüge.

Als einer der ersten am Mittelrhein entwickelte er sich zum Reiseunternehmer.

Bald hatte er zwei 42-Sitzer Omnibusse auf seinem Betrieb konzessioniert. Durch die Kriegseinwirkungen verlor er jedoch sämtliche Fahrzeuge; der letzte Omnibus wurde ihm von der französischen Besatzungsbehörde beschlagnahmt.

Als er aus dem Krieg kam, stand er vor dem Nichts und fing wieder mit zwei Pferden und einer Kutsche an. Unter den schwierigsten Nachkriegswirren konnte er sein Unternehmen wieder in die Höhe bringen. Bereits Mitte der 1950er Jahre betrieb er mit einem 16er und einem 42er Omnibus sowie einem 8er VW-Bus Lahnsteins größtes Reiseunternehmen. Mit Panoramafenstern und dem Gepäck auf dem Dach ging es auch im VW-Bus auf Reisen.

Ab den 1960er Jahren stand regelmäßig Kirchdorf in Tirol auf dem Reiseprogramm. Die durch den Verkehrs- und Gewerbeverein Niederlahnstein hergestellte Verbindung hatte Familie Schlösser durch persönlichen Einsatz ständig erweitert und ausgebaut, sodass eine echte Städtefreundschaft zwischen Niederlahnstein und Kirchdorf entstand. Innerhalb von 20 Jahren wurden von den Lahnsteinern über 12.000 Personen mit 150.000 Übernachtungen in die Tiroler Gemeinde gebracht, wofür Gretel Schlösser von der Gemeinde Kirchdorf für besondere Verdienste im Fremdenverkehrswesen 1983 mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet wurde.

Seine Gretel, die aus dem Oberlahnsteiner Haus Böhm stammte, hatte Knieles als Verkäuferin in ihrem Zigarrenladen am Niederlahnsteiner Bahnhof kennen- und lieben gelernt und 1933 geheiratet. Mit ihr hatte er die Söhne Toni (1934) und Lorenz junior, genannt Lori (1947), die das Familienunternehmen „Schlösser-Reisen“ weiterführten. Bis zu vier große Reisebusse gehörten zum Betrieb, den sie altersbedingt Ende 2012 an Familie Kröber in Winningen verkauften.

Mit Knieles reisen bedeutete 88 Jahre lang professionelle Organisation gepaart mit viel Spaß und Humor. „Bei Schlössers war das ganze Jahr über Karneval“, hörte man die Niederlahnsteiner sagen. Der ganze Knieles-Clan stand alljährlich bei den NCV-Sitzungen auf der Bühne, Gretel Schlösser bereits 1936 mit 23 Jahren bei Strobels Karla auf der Saalbühne, wo auch Knieles gerne in fremden Rollen die Zuschauer verblüffte. Bei so einem Urgestein war es kein Wunder, wenn die ganze Familie vom Bazillus der Narretei angesteckt wurde.

Auch die beiden Söhne hatten den trockenen Humor geerbt, Toni sogar den Spitznamen des Vaters. 1948 stand Knieles junior erstmals auf der Bühne zusammen mit seinem Kumpel Toni Weinbach junior alias Knieles & Schofje.

Später trat auch Lori beim NCV als Büttenredner oder in Zwiegesprächen auf. Viele Jahre waren Lori und sein Bruder zusammen mit Ludwig Nett und Ernst Rech als die legendären Zylindermänner in schwarzem Frack und Zylinder aktiv. Mutter Gretel wurde 1956 Mitgründerin des Möhnenvereins Immerfroh und von 1964 bis1989 dessen Obermöhn. Der urwüchsige Humor aller Familienmitglieder prägte jahrzehntelang die Lahnsteiner Fastnacht, hauptsächlich den NCV, wo sie beispielweise als Zirkus Knieles oder als Rittersleut auf der Bühne standen.

„Lorenz Schlösser hat sich große Verdienste um die Erhaltung heimatlichen Brauchtums erworben, hier vornehmlich in der Lahnsteiner Fassenacht. Mit seinem heimatverbundenen Humor, seiner Originalität, hat er über einen Zeitraum von Jahrzehnten unzählige Male vielen seiner Mitbürger Freude gemacht“, sagte Oberbürgermeister Karl-Heinz Groß, als er Lorenz Schlösser sen. 1984 mit der Verdienstplakette der Stadt Lahnstein auszeichnete. „Aber auch mit seinem Busunternehmen, das er aus kleinsten Anfängen heraus zu seiner heutigen Größe als Familienunternehmen aufgebaut hat“, so Groß weiter in seiner Laudatio, „hat er sich hohes Ansehen erworben und den Namen seiner Heimatstadt in viele Länder Europas getragen, insbesondere auch die Städtefreundschaft mit Kirchdorf/Tirol gestärkt.“

Als Knieles sen. am 19. März 1990 mit fast 89 Jahren starb, verlor die Stadt ein echtes Lahnsteiner Original.

Solidaritätsaktion für Lahnsteiner Gewerbetreibende:

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Antragsverfahren wird zeitnah beginnen

Lahnstein. Auf Anregung zweier Handwerksbetriebe wurde in Lahnstein gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Lahnstein und der Werbegemeinschaft Lahnstein Aktiv e. V. eine Solidaritätsaktion ins Leben gerufen, die das Ziel verfolgte, Unternehmen zu helfen, die unter der aktuellen Corona-Pandemie besonders leiden.

Erfreulicherweise haben sich einige Betriebe an der Spendenaktion beteiligt, die trotz Beschränkungen durch die Covid-19-Pandemie weiterarbeiten können und konnten.

Da der Zeitrahmen zu spenden abgelaufen ist und damit die Gelder aus dem Hilfstopf schnellstmöglich ausgezahlt werden sollen, wird darum gebeten, dass sich die Betriebe, die durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, bei Herrn Klaßmann von der Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung Lahnstein melden.

Hier erhalten die Betriebe auch das notwendige Antragsformular, welches den Initiatoren der Hilfsaktion, die hierbei auch von der Wirtschaftsförderung unterstützt werden, als Grundlage dienen soll, um die Hilfen auszahlen zu können. Das Antragsformular fragt Auszahlungskriterien ab und ist daher von jedem Betrieb auszufüllen. Selbstverständlich wird das gesamte Verfahren vertraulich abgewickelt. Anträge können bis zum 14. April 2021 gestellt werden.

Weitere Fragen beantwortet gerne der Wirtschaftsförderer der Stadt Lahnstein:

Marc Klaßmann

Wirtschaftsförderung

Stadt Lahnstein

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Telefon: 02621 914-242.

6,3 Millionen Euro für den Umweltschutz

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Ertüchtigung der Biologischen Reinigungsstufe der Kläranlage Lahnstein / Braubach liegt im Zeitplan

Lahnstein. Die Gremien der Stadt Lahnstein und der Verbandsgemeindewerke Loreley haben bereits im Juli des vergangenen Jahres die Auftragsvergaben für die Ertüchtigung der Biologischen Reinigungsstufe der Kläranlage Lahnstein / Braubach beschlossen. Am 24. August 2020 starteten daraufhin die Bauarbeiten.

Der sonst bei einem solch großen Projekt übliche offizielle Spatenstich musste leider aufgrund der Corona-Einschränkungen unterbleiben. Auch wenn immer wieder über den Baufortschritt berichtet wurde, so wollten Oberbürgermeister Labonte und Bürgermeister Weiland sich ein Bild vor Ort machen und haben am 25. März gemeinsam die Baustelle besichtigt.

Bei reger Bautätigkeit konnten beide sich davon überzeugen, dass sich das Projekt trotz möglicher Auswirkungen des Bahnunfalls auf das Grundwasser und auch wegen des diesjährigen Hochwassers weiterhin sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen bewegt.

Konkretes Ziel der Ertüchtigung ist es, mit Hilfe einer neuen Verfahrenstechnik, der sogenannten Kaskadendenitrifikation, und der Erneuerung der Belüftungstechnik die biologische Abwassereinigung zu verbessern. Durch die Umstellung werden nicht nur die Abwasserreinigungswerte verbessert, sondern es erfolgt auch eine deutliche Reduzierung des Energiebedarfs. Zusätzlich wird die Mess-, Steuer- und Regeltechnik erneuert und ein Prozessleitsystem aufgebaut.

Der Umbau ist mit einem Kostenvolumen von rund 6,3 Millionen Euro geplant und soll im Frühjahr 2022 abgeschlossen werden.

Die Maßnahme wird von Seiten des Landes Rheinland-Pfalz mit einem Betrag in Höhe von 2.383.100,00 Euro gefördert, wovon 1.556.500,00 Euro als zinsloses Darlehen vorgesehen sind. Zusätzlich erfolgt eine Förderung durch den Bund aufgrund der vorgesehenen Energieeinsparungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative in einer Gesamthöhe von 525.240,00 Euro.

Sollte die Pandemiesituation es zulassen, so soll im Sommer dieses Jahres mit den Werkausschüssen der beiden Kommunen eine Ortsbesichtigung zu deren Information durchgeführt werden, wie es auch bei anderen größeren Baumaßnahmen bisher guter Brauch war.

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