Sonntag, 24. Mrz 2019

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Lahnstein begrüßt das Jubiläumsjahr

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Vereinte Stadt ist ein Erfolgsmodell

Lahnstein. In diesem Jahr war der traditionelle Neujahrsempfang der Stadt Lahnstein und des Kur- und Verkehrsvereins Lahnstein (KVL) zugleich auch der offizielle Auftakt in das Jubiläumsjahr zum 50. Geburtstag der Stadt.

Oberbürgermeister Peter Labonte begrüßte die geladenen Gäste in der Stadthalle, die nach der kürzlich abgeschlossenen Betonsanierung wieder im Farbglanz der ersten Tage erstrahlt. Gemeinsam mit dem zweiten Gastgeber Günter Groß, 1. Vorsitzender des KVL, der Rhein-Lahn-Nixe Maren I. mitgebracht hatte, begrüßte er Landtagspräsident und Festredner Hendrik Hering, Innenminister Roger Lewentz, Landrat Frank Puchtler, die Beigeordneten und Ratsmitglieder der Stadt Lahnstein sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

In bewährter Aufteilung ließ Günter Groß das rege Vereinsleben in der Stadt Revue passieren und daran anschließend begrüßte Rhein-Lahn-Nixe Maren I., die die Gäste in ihrer Berufsuniform als Schornsteinfegermeisterin am Einlass empfangen hatte, das neue Jahr mit Wilhelm Busch.

Oberbürgermeister Peter Labonte hielt den Jahresrückblick auf die Verwaltungstätigkeiten kurz, da dies in einem Jahresbericht zusammengefasst wurde. Ihm war es vor all ein Anliegen, all denjenigen zu danken, die die letzten fünf Jahrzehnte in Lahnstein mitgestaltet und die seinerzeit verordnete Vereinigung von Ober- und Niederlahnstein zu einem Erfolgsmodell gemacht haben. Dabei bezog er ausdrücklich die vielen engagierten Lahnsteiner Bürger/innen mit ein, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise dafür sorgten, dass die Stadt lebens- und liebenswert sei.

Es gebe mehr als genug Gründe dafür, dass 50. Stadtjubiläum zu feiern, denn in diesem Zeitraum sei viel passiert. Vor allem hob er die Bewältigung des Wandels von der Eisenbahner- und Garnisonsstadt hervor, der mithilfe von Land und Kreis erfolgreich gestaltet werden konnte. Ausdrücklich dankte er dem heutigen Innenminister Roger Lewentz, der die Stadt schon als Staatssekretär unterstützt und vieles ermöglicht habe, was allein nicht zu schaffen gewesen wäre. Zwei herausragende Bespiele seien die Umwandlung des ehemaligen Verpflegungsamtes in Niederlahnstein und die Umwandlung des ehemaligen Güterbahnhofgeländes Oberlahnstein.

Auf dem aufgegebenen Bundeswehrgelände in Niederlahnstein sind heute die neue Feuerwache Nord, der städtische Baubetriebshof und die Bauverwaltung beheimatet und die benachbarte Firma Sustaplast konnte dadurch nicht nur Betriebsflächen hinzugewinnen, sondern sich hervorragend wirtschaftlich weiterentwickeln.

Die Umwandlung des ehemaligen Güterbahnhofgeländes Oberlahnstein, heute besser bekannt unter dem Namen „Rheinquartier“, bietet künftig rund 750 Menschen Wohnraum und ebenfalls die Möglichkeit für ansässige Unternehmen - wie etwa das Chemieunternehmen Zschimmer & Schwarz, das im Jahr 2019 den 125. Geburtstag feiert und mit dem Neubau der Unternehmenszentrale mit modernem Schulungszentrum ganz auf die Zukunft in Lahnstein fokussiert ist.

Die Stadt Lahnstein verzeichne seit Jahren eine positive Entwicklung, die sich auch in der steigenden Bevölkerungszahl bemerkbar mache. Mit den laufenden und zukünftigen Projekten - hier nannte Labonte unter anderem den Stadtumbau, die Bundesgartenschau 2029 und die Ausweisung eines Heilwaldes – mache man die Stadt zukunftsfest.

Festredner Hendrik Hering sprach die großen Gemeinsamkeiten an, die es trotz unterschiedlicher Parteiinteressen gebe. In Zeiten, in denen sich Populismus breit mache, sei es am wichtigsten, den Menschen eine regionale Identität und das Gefühl von Heimat zu geben; dann könne Demokratie gesichert werden. Diese Politik könne nur die kommunale Ebene vermitteln und Lahnstein sei ein herausragendes Beispiel dafür wie dies gelingen kann. Nach dem Zusammenschluss habe man sich 1969 gemeinsam auf den Weg gemacht und mit Zuversicht und Mut die Gestaltung der Stadt in die Hand genommen. Eben das wünschte er allen, Mut und Zuversicht für die Gestaltung der Zukunft, die Voraussetzungen dafür seien die besten aller Zeiten.

Zum Abschluss gab es von Innenminister Roger Lewentz noch zwei freudige Überraschungen. Zum einen dankte er dem zum Jahresende 2018 in den Ruhestand getretenen Lahnsteiner Forstamtsleiter Hans-Leo Cremer für sein unermüdliches Engagement und überreichte ihm gemeinsam mit Oberbürgermeister Labonte das Ehrenwappen Rheinland-Pfalz sowie eine Dankesurkunde.

Zum anderen hatte er den nächsten Förderbescheid für den Stadtumbau in Höhe von 1,125 Millionen Euro im Gepäck, den Oberbürgermeister Labonte freudig entgegennahm.

Die Veranstaltungsbroschüre für 2019 und der Jahresbericht für 2018 sind auf der städtischen Homepage unter www.lahnstein.de abrufbar.