Freitag, 23. August 2019

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Hoher Besuch im potentiellen Heilwald der Stadt Lahnstein

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Ausweisung wäre überregionales Alleinstellungsmerkmal

Lahnstein. Auf Einladung des Lahnsteiner Oberbürgermeisters Peter Labonte haben sich Umweltstaatssekretär Dr. Thomas Griese und Innenminister Roger Lewentz über den Stand der Planungen zum Heil- und Gesundheitswald der Stadt Lahnstein informiert. Die Stadt Lahnstein hat bereits im Jahr 2017 mit ersten Überlegungen zu einer Ausweisung eines Heil- und Gesundheitswaldes in ihrem Stadtwald begonnen. Der Gedanke, Wälder mit ihrem hohen Reichtum an Naturschätzen zielgerichtet in gesundheitstherapeutische Konzepte einzubinden, ist in Deutschland eher neu. Gleichwohl erhält das Thema in der medizinischen Fachwelt eine immer größer werdende Dynamik. Die Stadt möchte mit ihrer Idee eines Heil- und Gesundheitswaldes im Bereich Lahnstein auf der Höhe vorangehen und nimmt hierbei eine Vorreiterrolle in Rheinland-Pfalz ein.

Die Ausgangsbedingungen im Lahnsteiner Stadtwald hierfür sind sehr gut, denn der für eine Ausweisung vorgesehene Waldkomplex auf Lahnsteins Höhe verfügt mit strukturreichen alten Eichen- und Buchenbeständen über eine in naturästhetischer Hinsicht sehr wertvolle und damit sehr geeignete Ausstattung.

Beim gemeinsamen Waldbegang betonte Oberbürgermeister Peter Labonte: „Die Idee wird von allen maßgeblichen örtlichen Akteuren sehr begrüßt. Alle Fraktionen und Gruppierungen des Stadtrates haben ihre Zustimmung zum Projekt signalisiert und wollen die Umsetzung voranbringen.“

Die Vertreter der rheinland-pfälzischen Landesregierung folgten sehr interessiert den Ausführungen des Oberbürgermeisters und der Forstleute - des scheidenden Leiters des Forstamtes Lahnstein, Hans-Leo Cremer, und seines Nachfolgers im Amt, Andreas Nick - zum Stand des Projektes. Während in den vergangenen Monaten die Sammlung von Informationen zur Thematik und die Vernetzung mit möglichen Kooperationspartnern im Vordergrund stand, (die Stadt hat eine Vereinbarung mit der bisher einzigen Heilwaldgemeinde im Bundesgebiet, dem Ostseebad Heringsdorf, abgeschlossen), soll im nächsten Schritt eine Umsetzungskonzeption erarbeitet werden. Es ist beabsichtigt, hierzu einen Beirat ins Leben zu rufen, der die Realisierung begleiten und koordinieren soll.

Mit der Einrichtung eines nach international geltenden Kriterien zertifizierten Heil- und Gesundheitswaldes wollen die Verantwortlichen vielfältige Synergieeffekte erreichen. So könnte der Ortsteil Lahnstein auf der Höhe durch die Anerkennung eines Heilwaldes neue Entwicklungsperspektiven erhalten. Auch im Hinblick auf die geplante Bundesgartenschau 2029 im Welterbe Oberes Mittelrheintal hofft man, mit dem Heilwald ein echtes Alleinstellungsmerkmal zu schaffen.