Mittwoch, 18. September 2019

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IT Infrastruktur erweitert

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St. Elisabeth Krankenhaus investiert mittleren 5-stelligen Betrag in IT-Infrastruktur.

Lahnstein. Es ist ein großer Kasten in einem kleinen Raum im Keller des St. Elisabeth Krankenhauses Lahnstein. Aber ohne ihn läuft nichts. Der Serverschrank, der die gesamte IT-Infrastruktur des Hauses sicherstellt. Thomas Legran, Leiter IT: „Wir haben in den letzten beiden Jahren viel in die Infrastruktur investiert, schließlich läuft heutzutage fast alles in unserem Krankenhaus digital.“

Dabei geht es nicht nur um die klassischen Büroanwendungen, sondern vor allem um das digitale Abbilden existierender Prozesse – und das sowohl in Bezug auf die eigenen Mitarbeiter als auch die Patienten. Um die Dienstplanerfassung im gesamten Haus gleich zu gestalten, wurde bspw. Anfang des Jahres ein für alle Bereiche einheitliches Dienstplanprogramm eingeführt, um die sehr vielen unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle und komplexen tarif- und arbeitsrechtlichen Anforderungen optimal abzubilden. Und immer wenn es neue Anwendungen gibt, muss seitens der IT natürlich nachgerüstet werden.

Vor allem geht es bei der Digitalisierung aber um Prozesse, die Patienten, deren Behandlung und die Erhöhung der Behandlungsqualität betreffen. „Papierloses Krankenhaus ist da ein Stichwort, das deutschlandweit in aller Munde ist“, erläutert Legran. Patientenakten werden zunehmend digitalisiert und Krankenkurven digital versendet – nicht nur, um Papier zu sparen, sondern vor allem, um Informationen, Untersuchungsergebnisse und Patientendaten schneller beim nächsten Behandler zu haben. Unter anderem deshalb sind mittlerweile alle Ärzte des Hauses mit iPads ausgestattet – um direkt am Patientenbett Daten einzusehen, einzugeben, mit dem Patienten zu besprechen und weiterzuleiten. Auch in einem OP-Saal läuft heute nichts mehr ohne IT-gestützte Anwendungen.

„Viele unserer Module sind dabei nur playmobilgroß, sichern aber unser ganzes Haus“, meint Legran. Unter anderem auch gegen Hackerangriffen, die immer häufiger auch Krankenhäuser beträfen, weshalb das Haus in Firewalls investiert hat. Auch im Bereich der Ausfall- und Datensicherung hat das Haus in den letzten Jahren entsprechende Konzepte entwickelt und sieht sich daher für die Anforderungen der Zukunft im Gesundheitswesen gut gerüstet.