Freitag, 05. Juni 2020

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Stadt Lahnstein begrüßt das neue Jahr mit Empfang

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Geplanter Kur- und Heilwald ein Schwerpunktthema

Lahnstein. Am ersten Sonntag des neuen Jahres 2020 hatten der Vorsitzende des Kur- und Verkehrsvereins Lahnstein e.V. (KVL), Günter Groß, sowie der Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein gemeinsam zum alljährlichen Neujahrsempfang in die gute Stube der Stadt – in die Stadthalle – eingeladen. Musikalisch umrahmt von den Streichern des Johannes-Gymnasiums begrüßte Günter Groß die Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur und ließ das Jahr 2019 revue passieren. Sein besonderes Augenmerk lag dabei auf dem regen Vereins- und Kulturleben der Stadt.

Auch Rhein-Lahn-Nixe Sira I. richtete einige Begrüßungsworte an die über 150 Besucher der Veranstaltung, darunter der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz, MdB Detlev Pilger, MdL Matthias Lammert und der Standortälteste Dr. Stefan Kowitz.

Oberbürgermeister Peter Labonte zitierte in seiner Ansprache eine alte Volksweisheit aus dem Vereinigten Königreich, die das Wesen einer Stadt auf den Punkt bringe: „People, not houses, make a city! Frei übersetzt: Es sind die Menschen, die eine Stadt ausmachen, nicht die Häuser“.

Entsprechend galt sein erster Dank den Bürgern der Stadt und allen, die sich für das Gemeinwohl haupt- und ehrenamtlich engagieren: Bürger, die für Ältere, Kranke und Hilflose sorgen, die die Geschichte der Stadt und Region lebendig halten, die das regionale Brauchtum pflegen, die sich um die Grünanlagen und die Reinhaltung des Stadtgebiets kümmern, die sich im Sport und im kulturellen Bereich engagieren. Zudem hob er die Bedeutung der Rettungskräfte wie Polizei, Feuerwehr und THW hervor, deren anwesenden Vertretern er seinen ausdrücklichen Dank für ihre unermüdliche Arbeit aussprach.

Des Weiteren schaute Labonte zurück auf das im letzten Jahr Erreichte, wobei er insbesondere auf das 50-jährige Stadtjubiläum mit seinen zahlreichen Festen und Veranstaltungen einging.

Für 2020 blickt der Stadtchef optimistisch in die Zukunft. Es bewege sich so viel Positives in der Stadt. Darauf könne man stolz sein. Investiert wird in die priorisierten Bereiche: Schulen, Kita und städtische Infrastruktur. Hier liegt das Hauptaugenmerk zur Verbesserung der innerstädtischen Entwicklung bei den Themen Stadtumbau, Erschließungsstraße und Bundesgartenschau 2029 im Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Letztgenannte sei ein Katalysator und setze nachhaltige Impulse, um im Bereich der städtebaulichen Entwicklung und der Tourismuswirtschaft in der Region weiter voran zu kommen.

Schwerpunktthema des Neujahrsempfangs waren die Überlegungen zur Schaffung des ersten rheinland-pfälzischen Kur- und Heilwald im Stadtteil Lahnstein auf der Höhe. Der Wald soll den Menschen helfen, gesund zu werden und zu bleiben. Wie dies geschehen soll, erläuterten die beiden Festredner der Veranstaltung, die das Vorhaben gemeinsam mit einem eigens hierfür gegründeten Projektteam vorantreiben. Der ehemalige Forstamtsleiter Leo Cremer nannte den Wald „die bergende Heimat für die Verlassenheit der menschlichen Seele“. Dr. Jörg Henning, nun im Ruhestand befindlicher ehemaliger ärztlicher Direktor der Klinik Lahnhöhe, stellte einige Eckpunkte für das „Gratis-Therapiezentrum Wald“ vor, das sich für Schmerz- und Ernährungstherapien, über Psychosomatik, Orthopädie bis hin zu Herz-/Kreislauferkrankungen nutzen lässt. Auch ein Kinderheilwald sei angedacht.

Im Jahresbericht der Verwaltung, der auch auf der städtischen Homepage abrufbar ist, können diese und weitere Themen nachgelesen werden.

Eine weitere Gelegenheit das neue Jahr gebührend zu begrüßen, bietet sich am 11. Januar ab 20.00 Uhr beim Neujahrskonzert in der Stadthalle Lahnstein. Tickets sind im Ticketservice der Stadthallenverwaltung zum Preis von 8,00 Euro bzw. ermäßigt 5,00 Euro sowie an der Abendkasse erhältlich.