Mittwoch, 23. September 2020

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Leider auch keine „Lehner Kirmes light“ möglich

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Kosten sind einfach zu hoch

Viele Wochen versuchte es der Vorstand des KVL: jetzt steht fest, dass es in 2020 nicht nur keine Lehner Kirmes gibt, sondern auch keine „Lehner Kirmes light“.

Dass es die Lehner Kirmes in der bislang gewohnten Form nicht geben kann, war den Verantwortlichen schon länger klar. Mit der 10. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz wurde das bis zum 31.08. befristete Veranstaltungsverbot für Kirmesse verlängert und diese untersagt.

„Deshalb“ so Vorsitzender Günter Groß „haben wir nach Möglichkeiten gesucht, wenigstens Teile des Lehner Kirmes Programms anzubieten“. „Feiern im Lehner Weindorf war dabei von vorneherein ausgeschlossen“ ergänzte der 2. Vorsitzende Klaus Wagner.

Vor allen Dingen die Schaustellerbranche hat es in diesem Jahr hart getroffen. Aus diesem Grund hat der geschäftsführende Vorstand des KVL zahlreiche Gespräche geführt mit dem Ziel, Fahrgeschäfte auf dem Marktplatz anzubieten. „Mit den Schaustellern und auch mit Behörden wurden gesprochen “, so Günter Groß, der vor allem bei der Lahnsteiner Stadtverwaltung das stete Bemühen unterstreicht, möglich zu machen, was irgendwie geht.  Gerade die Verwaltung sei in dieser Zeit ein verlässlicher Partner, der immer nach machbaren Wegen sucht.

Allerdings musste der Vorstand zur Kenntnis nehmen, dass das von den Schaustellern notwendige und erstellte Hygienekonzept zwar technisch umsetzbar sei, aber finanziell nicht leistbar. Selbst wenn der Marktplatz den Schaustellern länger zur Verfügung gestanden hätte als lediglich beim eigentlichen Kirmeswochenende würden die Kosten für die Einzäunung des gesamten Marktplatzes, die gesonderten Ein- und Ausgänge nebst zusätzlichem Personal sowie die weiteren Vorschriften im Rahmen des Hygienekonzeptes die zu erwartenden Einnahmen bei weitem übersteigen. Und damit sei den Schaustellern auch nicht geholfen.

„Das vom Verein geplante Rahmenprogramm – beispielhaft genannt die seit über 40 Jahren stattfindende Schlauchbootregatta – mache dann leider auch keinen Sinn – ergänzte Geschäftsführer Sebastian Seifert, der dieses Event seit Jahren organisiert.

So wird es erstmals seit Jahrzehnten am ersten Septemberwochenende keine Veranstaltung in Niederlahnstein geben.