Mittwoch, 29. Januar 2020

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Edeka–Skandal in Minden

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Horper: „Der Lebensmitteleinzelhandel hat nichts begriffen!“

Koblenz. „Seit Jahrzehnten kämpfen die Bauernfamilien um angemessene Erzeugerpreise. In unzähligen Aktionen und Demonstrationen sowie Veranstaltungen machen wir Bauern unentwegt deutlich, dass qualitativ hochwertige Nahrungsmittel auch einen Preis haben müssen, der dem hohen Aufwand, den die Bauern in Deutschland haben, auch gerecht wird. Edeka hat nichts begriffen!“. So wirbt die Edeka in Minden anlässlich seines 100jährigen Bestehens mit dem Slogan „Essen hat einen Preis verdient: den niedrigsten!“.

Horper könne diese Aktion einer Filiale angesichts des deutschlandweiten Slogans der Handelskette „Wir lieben Lebensmittel“ nicht verstehen. Wer Liebe für etwas empfinde, so Horper, sei auch bereit dafür ein Mindestmaß an Zuwendung aufzubringen. Möglicherweise liebe Edeka Lebensmittel, aber die Erzeuger offenkundig nicht.

Horper begrüßt, dass Edeka die Marketing-Kampagne als Missverständnis einstufe und mittlerweile die Plakate entfernt habe. Dennoch sei die grundlegende Einstellung zu Lebensmitteln ein Skandal. Es sei auch traurig, wenn sich ein deutscher Künstler, so Otto Waalkes, dafür hergebe, Lebensmittel als Ramschware zu bewerben.

Die Aktion von Edeka sei ein Schlag in das Gesicht all derjenigen Menschen, die sich Tag für Tag um die Erzeugung hochwertiger und gesunder Lebensmittel bemühten.

SGD Nord rät: Augen auf beim Kostümkauf zu Karneval

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Ob Pirat, Krankenschwester, Teufel oder Cowboy - die Auswahl an Kostümen im Supermarkt, Kaufhaus oder Karnevalsladen ist schier unendlich. Alljährlich haben große und kleine Jecken wieder die Qual der Wahl, für  welche Verkleidung sie sich entscheiden sollen. Die Sicherheit sollte beim Kauf allerdings nicht außer Acht gelassen werden.

Die meisten Kinderkostüme sind mit einem CE-Kennzeichen versehen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Kostüme, ausschließlich oder nicht ausschließlich, für den Gebrauch beim Spielen durch Kinder unter 14 Jahren bestimmt oder gestaltet sind.

Diese Produkte müssen dann der Spielzeugrichtlinie entsprechen, dürfen nur schwer entflammbar sein und haben hohe Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Den Maßstab gibt hier die europäische Norm für Sicherheit von Spielzeug (EN 71) vor.

Grundsätzlich sollte man bei allen Karnevalsartikeln die Warnhinweise ernst nehmen. Kostüme und Accessoires sollten von offenem Feuer ferngehalten werden. Für Kleinkinder können verschluckbare Kleinteile zur Gefahr werden. Damit spätere Reklamationen möglich sind, ist es wichtig, auf die Anschrift des Herstellers zu achten.

Die alleinige Verantwortung für die sichere Gestaltung der Karnevalsartikel liegt bei den jeweiligen Herstellern. Eine unabhängige Prüfung der Artikel durch Sachverständigenorganisationen wie den TÜV-Rheinland und Andere ist in Europa nicht vorgeschrieben.

Damit kein mangelhaftes Produkt beim Käufer landet, hier einige Tipps:

  • Kostüme für Kleinkinder dürfen zum Schutz vor Strangulationsgefahren keine langen Schnüre, Bänder, Schärpen und Weiteres haben. Auch Schnüre im Saum- oder Taillenbereich sind für Kinder gefährlich. Sie können sich z.B. bei schließenden Türen in Bussen oder bei Rolltreppen einklemmen. Knöpfe, Pailletten und andere verschluckbare Kleinteile müssen fest am Kostüm befestigt sein. Als Alternative zu Kordeln oder Schnüren bieten sich Klettverschlüsse und Druckknöpfe an.
  • Karnevalskostüme für Kinder sollten das CE-Kennzeichen tragen.
  • Masken, die Mund und Nase bedecken, müssen ausreichend große Atemöffnungen haben.
  • Kunststoffe in Masken und andere auf der Haut anliegende Verkleidungsgegenstände enthalten oft schädliche Weichmacher und sollten deshalb nicht zu lange getragen werden. Einen guten Schutz bieten z.B. T-Shirts und Leggings an, die darunter getragen werden.
  • Beim Umgang mit Karnevalsschminke und Haarfärbemitteln sollte man ebenfalls nicht zu sorglos umgehen. Gründliches Abschminken und sorgfältiges Eincremen sind ein wirksamer Schutz für die Haut.
  • Textilien sollten, vor allem wenn sie direkt auf der Haut getragen werden, vor dem ersten Gebrauch gewaschen werden. Die Pflege- und Waschhinweise des Herstellers sind hierbei unbedingt zu beachten. Grundsätzlich gilt: Riecht das Kostüm stark nach Chemie, sollten Sie es besser nicht kaufen.
  • Auch das notwendige Zubehör zu den Kostümen kann eine Gefahr darstellen. Insbesondere sollten bei Knallpistolen die Warnhinweise beachtet werden, um Gehör- und Augenschäden zu vermeiden.

Zu den Aufgaben der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord gehört neben der Überwachung und Beratung der ansässigen Hersteller auch die Marktüberwachung im Handel.

Noch Fragen? Rufen Sie uns einfach an:

Struktur und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord

Regionalstelle Gewerbeaufsicht Idar-Oberstein, Hauptstr. 238, 55743 Idar-Oberstein, Tel. 06781/565-0

Regionalstelle Gewerbeaufsicht Koblenz, Stresemannstr. 3-5, 56068 Koblenz, Tel. 0261/120-2019

Regionalstelle Gewerbeaufsicht Trier, Deworastraße 8, 54290 Trier, Tel. 0651/4601-0

Weitere Informationen unter www.sgdnord.rlp.de

SGD Nord gibt Tipps: So füttert man Vögel im Winter richtig

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Um Vögeln zu helfen, richten viele Tierfreunde im Winter Futterstellen im Garten, auf dem Balkon oder Fensterbrett ein. Doch wie füttert man richtig? Und was kann man falsch machen? Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord gibt als Obere Naturschutzbehörde praktische Tipps.

Zunächst muss ein geeigneter Futterplatz gewählt werden. Dieser sollte vor Nässe geschützt und für Katzen sowie andere Fressfeinde nicht erreichbar sein. Wichtig ist auch die regelmäßige Säuberung des Futterhauses und der Bodenfläche darunter. Dies sollte, wenn möglich, mehrmals pro Woche passieren – immer dann, wenn das Futter Anzeichen des Verderbens zeigt oder verunreinigt ist. Denn über verdorbenes Futter, Schimmel und Kot können Krankheiten verbreitet werden. Dies gilt insbesondere bei feuchterer und milderer Witterung. Am besten ist es daher grundsätzlich auch, das Futter häufiger und in kleinen Mengen auszustreuen.

In ein Futterhäuschen sollte Mischfutter aus Sonnenblumenkernen, Haferflocken und Rosinen gestreut werden, das auch im Fachhandel erhältlich ist. Futterglocken kann man selbst herstellen – woran Kinder oft viel Spaß haben. Grundlage dafür sind Rindertalg und Margarine. In einem Topf erhitzt, kann man das flüssige Fett mit Sonnenblumenkernen, Haferflocken und Weizenkleie anreichern, bis ein fester Brei entsteht. Diesen lässt man etwas abkühlen und füllt ihn in einen Blumentopf oder eine halbe Kokosnussschale. Dabei sollte ein Stöckchen als Anflugmöglichkeit für die Tiere eingearbeitet werden.

Vermeiden sollte man Fettfutter auf der Basis ungeeigneter Fette wie Palmöl. Ist es so mild, dass die Vögel noch oder wieder selbst Futter finden können, kann man auch auf die Winterfütterung verzichten. Denn gerade fettreiche Nahrung kann im Sommer dafür sorgen, dass die Tiere übergewichtig werden. Zur ausgewogenen Ernährung benötigen Vögel in erster Linie eiweißreiche Insekten – vor allem, um ihre Jungen gesund zu versorgen und aufzuziehen. Deshalb ist es für sie die beste Hilfe, wenn die verbliebenen und ökologisch intakten Lebensräume erhalten bleiben. Dazu kann jeder Einzelne beitragen: mit vielfältigen Blumenwiesen im naturnahen Garten und dem Verzicht von chemischen Pflanzenschutzmitteln.

Bildquelle „SGD Nord“, Weiter Infos unter: www.sgdnord.rlp.de

Kitas: Damit im Notfall die Hilfe nah ist

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Unfallkasse weitet Kostenübernahme für Ausbildung der Kita-Ersthelfenden aus

Andernach. Eine schnelle und fachgerechte Erstversorgung in Notfällen ist in allen Arbeitsbereichen wichtig – insbesondere in Schulen und Kindertageseinrichtungen. Dazu gehört auch, dass es eine ausreichende Anzahl ausgebildeter Ersthelferinnen und Ersthelfer gibt. Schon seit Jahren übernimmt die Unfallkasse Rheinland-Pfalz für alle Lehrkräfte, PES-Kräfte (PES = Personalmanagement im Rahmen erweiterter Selbstständigkeit) und pädagogische Fachkräfte in den Schulen des Landes die Kosten für die Erste-Hilfe-Ausbildung. Im Mai 2019 wurde die Finanzierung zudem auf rheinland-pfälzische Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter in Studienseminaren ausgeweitet. Jetzt sollen auch die Kitas profitieren: Die Vertreterversammlung der Unfallkasse Rheinland-Pfalz hat beschlossen, zum 1. Januar 2020 die Kosten der Erste-Hilfe-Qualifizierung auch für das gesamte Erziehungspersonal in Kindertageseinrichtungen zu übernehmen. Bislang wurden die Erste-Hilfe-Ausbildungskosten für 70 Prozent der festangestellten pädagogischen Fachkräfte übernommen

„Durch die Finanzierung der Unfallkasse ist schon jetzt eine im bundesvergleich beispielhafte Sicherung der Erstversorgung in rheinland-pfälzischen Schulen gewährleistet“, erklärt Manfred Breitbach, Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. „Diese Vorreiterrolle wird in dem Bewusstsein eingenommen, dass insbesondere bei der Betreuung und Fürsorge der besonders schutzbedürftigen Gruppe der Kinder und Jugendlichen eine eventuell lebensrettende Erstversorgung nicht an der Finanzierung von Ersthelferkursen scheitern darf.“

Er freue sich, dass die Erste-Hilfe-Qualifizierung jetzt auf alle Erzieherinnen und Erzieher in rheinland-pfälzischen Kindertageseinrichtungen ausgeweitet werden könne. Zumal die Unfallkasse auch schon die Kosten der Erste-Hilfe-Ausbildung für alle Lehrkräfte, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sowie für PES-Kräfte und pädagogische Fachkräfte übernehme.

In Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder sollte mindestens eine Ersthelferin bzw. ein Ersthelfer je Gruppe zur Verfügung stehen. Die Zahl und die Ausbildung der Ersthelfenden sind in den „Grundsätzen der Prävention“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) geregelt.

2019: In einem Jahr neunzehn neue Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage in Rheinland-Pfalz

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Erfolgsgeschichte der Landeskoordination geht 2019 weiter: 19 neue Schulen im Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage / Jetzt über 110.000 Jugendliche in 158 Schulen in Rheinland-Pfalz dabei.

Als die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) im April 2008 die Landeskoordination des Projekts Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage für Rheinland-Pfalz übernahm, gab es in Rheinland-Pfalz 11 Projektschulen. In diesem Jahr kamen alleine 19 neue SOR-SMC-Schulen dazu. Ende 2019 gibt es damit 158 Schulen in Rheinland-Pfalz, die sich den Titel Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage verdient haben. Mit ca. 110.000 sind mehr als ein Fünftel der rheinland-pfälzischen Schülerinnen und Schüler sowie 8.800 Lehrkräfte im Projekt dabei.

Der Direktor der LpB, Bernhard Kukatzki freut sich, dass sich 2019 der "Anstieg der Zahl der Schulen, die sich diesem erfolgreichen Projekt von Aktion Courage e.V. in Rheinland-Pfalz angeschlossen haben, sogar noch verstärkt hat. Um die Arbeit der Schulen noch besser zu unterstützen, startet die LpB in Kürze eine Projektdatenbank, die die Aktivitäten der Projektschulen auf der LpB-Homepage zeigt. Mit der Suchfunktion wird es leicht, gezielt Aktivitäten zu bestimmten Themen zu recherchieren. Alle Schulen können sehen, was die anderen machen, sich durch deren Projekte inspirieren lassen und besser vernetzen. Aufgrund des Zuwachs an Projektschulen gilt es zudem, auch künftig die Strukturen im Projekt weiter zu entwickeln und die Beratung der Schulen vor Ort zu intensivieren."

Landeskoordinatorin Anke Lips ergänzt: "2019 hat die LpB die Stärkung der Nachhaltigkeit des Projekts forciert. Mit der Datenbank wird das Engagement der Schulgemeinschaften gegen Hass und Hetze künftig im Internet noch sichtbarer. Zusammen mit den Regionalkoordinatoren in Koblenz und Neustadt konnten wir die Neuaufnahme und Beratung vor Ort intensivieren, zwei regionale Aktiventreffen anbieten und den Schulen mit Workshop-Angeboten bei ihren Projekten gezielt helfen. Dabei hilft auch eine Liste mit zahlreichen Projektvorschlägen, die für die Schulen ab sofort auf unserer Homepage (https://politische-bildung.rlp.de/fileadmin/files/Gill/Kooperationspartner_gruppenbezogene_Menschenfeindlichkeit_2019.pdf) bereitsteht."

Die Landeskoordination
der LpB betreut und berät die Projektschulen in Rheinland-Pfalz, führt landes- und regionsweit Vernetzungstreffen durch, bietet Informationen für interessierte Schulen, vermittelt Workshops, Referenten, Trainings und steht bei Fragen und Problemen den Projektschulen zur Seite.

Das Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
ist eine Initiative von Schülerinnen und Schülern, die sich aktiv langfristig gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus und für eine tolerante, gewaltfreie und demokratische Kultur in Schule und Gesellschaft engagieren wollen. Das europaweite Projekt läuft in Deutschland seit 1995.

Weitere Infos gibt es bei der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6, 55116 Mainz. Telefon: 06131/16-4109; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , der Regionalkoordination in Koblenz ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ), der Regionalkoordination in der Pfalz ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

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