Dienstag, 20. April 2021

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Vorbilder stärken Lockdown-Akzeptanz und Impfbereitschaft

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Die erfolgreichen Corona-Strategien anderer Länder sind in Deutschland wenig bekannt. Das fand ein Wissenschaftler der Universität Trier heraus.

Die unterschiedlichen Strategien zur Covid-19-Bekämpfung sind politisch und wissenschaftlich umstritten. Länder im ost- und südostasiatischen Raum wie China, Taiwan, Japan, Australien und Neuseeland halten die Zahl der Todesfälle und Infizierten mit einer Virus-Ausrottungstaktik auf einem niedrigen Stand. Andere, vornehmlich westliche Länder setzen darauf, die Infektionskurve abzuflachen und das Virus durch Massenimpfungen einzudämmen — bei deutlich höheren Fallzahlen von Toten und Infizierten.

Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Marc Oliver Rieger von der Universität Trier hat in einer Studie vordergründig untersucht, wie stark das Wissen über diese Zusammenhänge verbreitet ist. Für die Umsetzung von Corona-Maßnahmen ist jedoch ein anderes Ergebnis von höherem Wert. „Wer die Erfolge dieser Länder in der Pandemie-Bekämpfung kennt, zeigt sowohl eine größere Motivation Lockdown-Eingriffe mitzutragen als auch eine höhere Impfbereitschaft“, so Professor Rieger. Das Wissen, dass Covid-19 zumindest lokal kontrolliert werden kann, verstärkt das Gefühl der Selbstwirksamkeit und es entwickelt sich eine positivere Sicht auf Maßnahmen gegen die Pandemie.

In einer zwischen März und November 2020 durchgeführten Befragung sollten die Teilnehmer die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Deutschland, China und einigen anderen Ländern angeben. Es wurde auch verglichen, wie die Befragten die Maßnahmen in China und in Deutschland bewerten und ob sie die ostasiatischen Länder als Vorbild sehen. Bei der Auswertung von mehr als 2.000 Fragebögen zeigten sich systematische Abweichungen. Die Mehrheit der Befragten unterschätzte die Fallzahl für Deutschland deutlich. Nur eine kleine Minderheit kannte dagegen die niedrigen Raten in Ostasien. Die meisten gaben eine markant höhere Zahl von Corona-Toten in diesen Ländern an.

In einer weiteren Studienphase suchte der Trierer Wissenschaftler nach Zusammenhängen zwischen den Todesfall-Schätzungen der Befragten und deren Haltung zum Impfen und zu Corona-Maßnahmen. Hier stieß er auf eine signifikante Korrelation: Diejenigen, die von den erfolgreichen Strategien anderer Länder wussten, bewerteten Distanzierungsmaßnahmen positiver und waren aufgeschlossener gegenüber Impfungen gegen Covid-19.

„Die Befragungen haben ergeben, dass das Wissen über die Pandemie-Lage in ostasiatischen Ländern gering ist. Allerdings lässt sich aus den Daten auch erkennen, dass im Lauf der Zeit immer mehr Menschen hierzulande Ostasien als Vorbild für den Umgang mit der Pandemie betrachten“, so Marc Oliver Rieger.

Die Studie

Marc Oliver Rieger (2021): „East Asia's success against COVID-19 – acclaimed or ignored?'', Economics Bulletin, Vol. 41 No. 2 pp. 662-675. www.accessecon.com/Pubs/EB/2021/Volume41/EB-21-V41-I2-P59.pdf

Literarische Geheimnisse mit computergestützten Methoden entschlüsseln

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Das Trier Center for Digital Humanities (TCDH) an der Universität Trier arbeitet mit zwölf anderen europäischen Institutionen in einem Forschungsprojekt zusammen.

Computational Literary Studies Infrastructure (CLS INFRA) ist eine auf vier Jahre angelegte Partnerschaft zum Aufbau einer gemeinsamen Infrastruktur von qualitativ hochwertigen Daten, Werkzeugen und Wissen, die für Literaturstudien unter Verwendung von künstlicher Intelligenz und anderen computergestützten Methoden benötigt werden. Das Projekt wird mit 5 Millionen Euro von der Europäischen Kommission gefördert.

Zum Team um Prof. Christof Schöch am TCDH gehören Julia Dudar und Evgenia Fileva. Sie leiten die Arbeit mit dem Ziel, aktuelle Methoden und Erfahrungen von digital arbeitenden Literaturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zu dokumentieren und zu verbreiten sowie innovative Methoden am Rand der aktuellen Praxis zu erproben. Auf diese Weise werden sie die Entwicklung der Computational Literary Studies Community hin zu einer gemeinsamen, offenen und dauerhaften Infrastruktur vorantreiben, die innovative Forschung fördert und verbreitet.

„Der Einsatz digitaler Korpora und computergestützter Methoden bietet uns eine noch nie dagewesene Möglichkeit, die europäische literarische Tradition über nationale und sprachliche Grenzen hinweg zu teilen, zu vergleichen und zu verstehen. Wir sind begeistert, Teil dieses Vorhabens zu sein“, stellt Christof Schöch fest. Das übergeordnete Ziel von CLS INFRA ist es, die besten Data-Mining-Ressourcen, die Europa zu bieten hat, für das wachsende Forschungsfeld zu erschließen, um somit einen Big-Data-Ansatz für das Studium der Kultur zu ermöglichen. Es kann Wissenschaftlern zum Beispiel helfen, Muster zu erkennen, die zeigen, welche literarischen Gattungen zu bestimmten Zeiten vorherrschend waren; ob und wie sich das Geschlecht in der Sprache von Schriftstellern manifestiert; ob die Bewegung des literarischen Stils über Zeit und Raum hinweg abgebildet werden kann.

Das CLS-INFRA-Projekt wird die spezifischen Anforderungen von Forschern, die Literatur mithilfe von Technologie und KI untersuchen wollen, identifizieren und kartieren. Die Partner in den 13 Institutionen werden sowohl bestehende Ressourcen zusammenführen als auch neue Tools, Dienste und Literatursammlungen entwickeln. Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, die Computational Literary Studies für mehr Forscher zu öffnen und die Erforschung des mehrsprachigen und vernetzten literarischen Erbes und der kulturellen Vielfalt in Europa zu ermöglichen. Für Forscher, für die der Einsatz von Computern und KI in der Literaturwissenschaft neu ist, werden Unterstützungsleistungen und Schulungen angeboten.

Wissenschaftler aus unterrepräsentierten Regionen und Sprachen sowie unabhängige Forscher und Wissenschaftler aus dem Bereich „Citizen Science“ werden ebenfalls unterstützt.

Dr. Maciej Eder, Direktor des Instituts für Polnische Sprache an der Polnischen Akademie der Wissenschaften und Principal Investigator von CLS INFRA, sagte: „Dies ist ein sehr spannendes Projekt, das große Fortschritte bei der Nutzung von Computern zum Studium von Literatur verspricht. Eine der großen Herausforderungen ist es, dass die Landschaft der digitalen literarischen Quellen sehr fragmentiert ist, da Wissenschaftler und Leser Schwierigkeiten haben, Texte zu finden, die auf standardisierte Weise zugänglich und wiederverwendbar sind. CLS INFRA wird dieses Defizit auf eine Art und Weise angehen, die es dem Feld ermöglicht, zu florieren.“

Tunnelbauprojekt Kuckuckslay

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SGD-Nord-Präsident Uwe Hüser schaut sich die Gesundheits- und Arbeitsschutzbedingungen beim Tunnelbauprojekt Kuckuckslay an

An der Tunnelbaustelle Kuckuckslay der Deutschen Bahn AG herrscht reger Betrieb und alle sind bemüht, den aufgestellten Zeitplan einzuhalten. Dennoch müssen auch hier die Gesundheits- und Arbeitsschutzbedingungen für die Menschen, die dort arbeiten, eingehalten werden. Ob das auch so ist, kontrolliert die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, die im nördlichen Rheinland-Pfalz für die Einhaltung dieser Bestimmungen verantwortlich ist. Sie kontrolliert aber nicht nur, sondern berät auch bei komplexen Fragestellungen.

„Der große Druck, den Zeitplan beim Tunnelbau einzuhalten, und die besonderen Anforderungen an die Mitarbeitenden müssen im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben zum Gesundheits- und Arbeitsschutz stehen“, erklärt SGD-Nord-Präsident Uwe Hüser, der sich  vor kurzem einer Baustelleninspektion anschloss. An dem Termin nahmen neben den Experten der SGD Nord auch der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo) der DB Netz AG, der Bauleiter und eine Sicherheitsfachkraft teil. „Bei einer Baumaßnahme dieser Größenordnung und Komplexität muss bereits vor Beginn der Arbeiten ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan erstellt und durch die SGD Nord geprüft werden. Dies stellt eine zusätzliche Herausforderung an das Unternehmen dar“, sagte Uwe Hüser.

Hinzu kommt, dass auch neue Regeln unter Berücksichtigung der COVID-19-Pandemie notwendig wurden. Auf der Baustelle wurde daher etwa die Maskenpflicht eingeführt, um die Ansteckungsgefahr unter den jeweiligen Arbeitsteams so gering wie möglich zu halten.

In dem Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan wurde die Baustelle beispielsweise in unterschiedliche Arbeitsbereiche unterteilt, in denen Gefährdungsbeurteilungen für die Mitarbeitenden erstellt werden mussten. Für bestimmte Bereiche wurden auch Schutzausrüstungen gefordert. Zudem wurden besondere Regeln aufgestellt, die im Gefahrenfall eingehalten werden müssen. Eine große Rolle spielt dabei die Unterweisung, denn die Arbeiterinnen und Arbeiter müssen auch wissen, was sie unter welchen Bedingungen zu tun haben. Ein begleitendes Gefahrstoffmessprogramm dient dazu, die Arbeitsschutzmaßnahmen zu überwachen. Dies sind nur einige Punkte, die ein solch komplexer Plan beinhaltet und die vor Ort umgesetzt werden müssen.

Die SGD Nord war zufrieden mit den beim Tunnelbauprojekt umgesetzten Maßnahmen. „Die gesetzlichen Vorgaben wurden gut umgesetzt. Unsere Fachleute hatten keine Beanstandungen“, so Präsident Hüser nach dem Baustellentermin. Im Rahmen einer dreiwöchigen Totalsperrung vom 17. Juli bis 9. August 2021 wird der gesamte Baubereich wieder für den zweigleisigen Bahnbetrieb zurückgebaut. Die Restarbeiten beginnen bereits im April 2021 und dauern bis September 2021 an.

Hintergrund:

Der über 150 Jahre alte Kuckuckslay-Tunnel im Kylltal entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen des Bahnbetriebs. Daher wird er in den kommenden Jahren unter laufendem, eingleisigem Betrieb und unter Verwendung einer Schutzeinhausung modernisiert. Die vorbereitenden Arbeiten fanden von Februar bis November 2018 statt. Im Februar 2019 begannen die Arbeiten am Südportal des Tunnels. Auf der Bahnstrecke Hürth-Kalscheuren–Ehrang, der sogenannten Eifelstrecke, passieren die Züge den Kuckuckslay-Tunnel zwischen Kordel und Ehrang. Der zweigleisige Tunnel wurde 1871 erbaut. Durch Umwelteinflüsse wie Tropfwasser und Frost waren Schäden entstanden, die im Rahmen der Arbeiten behoben wurden. Zudem entsprach der Gleisabstand im Tunnel mit 3,5 Metern nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen modernen Schienenverkehr. Um den Gleisabstand im 450 Meter langen Tunnel auf vier Meter zu vergrößern, kam die „Tunnel-im-Tunnel-Methode“ zum Einsatz. Dabei wurde eine Schutzeinhausung innerhalb des Tunnels errichtet. Durch diese konnte während der gesamten Bauarbeiten der Zugbetrieb aufrechterhalten werden: Im Zwischenraum von Schutzeinhausung und Tunnel wurde gearbeitet, während der Zugverkehr auf einem Gleis weiter rollte. Teilweise wurde der Tunnel innerhalb von Sperrpausen auch mittels Sprengungen verbreitert. Nach Abschluss der Vortriebsarbeiten erhielt der Tunnel eine neue Innenschale aus Stahlbeton. Der wasserundurchlässige Beton bietet einen größeren Schutz vor Verwitterung und verhindert künftig Nassstellen innerhalb der Tunnelröhre. Vor dem eigentlichen Beginn der Arbeiten wurde die südliche Stützwand des Tunnels durch eine sogenannte Bohrpfahlwand ersetzt. Die an den Gleisbereich angrenzenden Böschungen wurden zusätzlich mit Netzen und Felsnägeln gesichert. Dadurch wurde verhindert, dass während der Vortriebsarbeiten loses Geröll in den Gleisbereich fällt. Zusätzlich wurde am Südportal ein neuer Betondeckel über dem Tunnel errichtet, welcher nach Fertigstellung der Bauarbeiten zum neuen Fahrradweg gehören wird.

(vgl. Bauprojekt Kuckuckslay-Tunnel | BauInfoPortal der Deutschen Bahn (deutschebahn.com)).

Weitere Informationen unter www.sgdnord.rlp.de

Skiweltmeisterin Lizz Görgl faszinierte in der von Kunhardt Akademie mit Worten und Musik

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Mentale Stärke und Wohlbefinden stehen auf dem Weg zum Erfolg noch vor Ehrgeiz und Disziplin

Dehrn. Es war mucksmäuschenstill, als die energiegeladene und charismatische zweifache österreichische Ski-Weltmeisterin Elisabeth "Lizz" Görgl ihren Vortrag in der von Kunhardt Akademie begann. Ein kurzes Video zeigte beeindruckende Aufnahmen ihrer Karriere, halsbrecherisch wirkende Abfahrten, Athletik, gepaart mit Professionalität und unbändiger Lebensfreude. Genauso erlebten die TeilnehmerInnen in der von Kunhardt Akademie dann auch die ehemalige Spitzensportlerin aus Österreich, als sie in ihrem Referat sehr persönlich und mitreißend über die Höhen und Tiefen ihrer Zeit im Spitzensport berichtete.

Lizz Görgl absolvierte in der von Kunhard Akademie wie die anderen TeilnehmerInnen eine Ausbildung zum Sportmentalcoach und nahm das Angebot des Akademieleiters Michael von Kunhardt gern an, im Rahmen der Ausbildung als Co-Referentin aktiv Teil der Ausbildung zu werden. Sie berichtete über Entbehrungen und harte Trainings, unzählige Fahrten auf vorsätzlich vereisten Pisten in Patagonien, die ihr später zu einem großen Erfolg verhalfen, als im Wettkampf genau diese Wetterbedingungen herrschten. Sie erinnerte sich an Gemeinschaft, Konkurrenz, Ehrgeiz und eine Jugend, die ihr viele Möglichkeiten für ihre Persönlichkeit und auch Spaß eröffnete.

Lizz Görgl, klein, temperamentvoll, beeindruckend, überraschte die anderen SeminarteilnehmerInnen nicht nur mit sehr ehrlichen Statements: „Ich stand mir oft selbst im Weg, wurde auf den Boden der Tatsachen geworfen – und bin aber immer wieder aufgestanden“. Sie spickte ihren spannenden Vortrag auch mit Beispielen ihrer neuen Leidenschaft, ihrer beruflichen Zukunft: Sie sang, a capella, tiefsinnig und mit viel Herz eigene Songs über Träume, Wünsche und den Mut, diese Ziele nie aus dem Blick zu verlieren. „Leg los und lass Dich nicht verbiegen“, hieß es da – und genau so hat sie ihre Karriere erlebt: Sie ist angeeckt, sie hat sich gequält, sie hat nach Perfektion gestrebt, voller Enthusiasmus und Engagement und sie hat dabei die Kompetenz entwickelt, sehr genau in sich zu hören und zu reflektieren: „Was macht mir Freude, was tut mir genau jetzt gut?“

Wohlbefinden sei eine ganz elementare Voraussetzung gewesen, um Wettkämpfe mental stark anzugehen: Da ist sie auch schon mal einfach am Nachmittag vor einem Finallauf einfach noch genüsslich in die Therme des Austragungsortes gegangen, um sich zu entspannen, berichtete die sympathische Österreicherin.

Als praktische Tipps für Erfolg und Wohlbefinden gab sie den anderen angehenden Sportmentalcoaches mit: „Disziplin ist wichtig, übrigens auch in Bezug auf genug Schlaf, eine bewusste, gesunde, basische Ernährung und immer den Blick darauf haben, dass man sich mental wohlfühlt.“ Sie selber hat als ausgesprochenes Temperamentsbündel – „ich wache morgens auf und bin direkt voll da!“ – Meditation ebenso zu einem täglichen Ritual entwickelt wie einen Mittagsschlaf oder eben in früheren Wettkampfzeiten die regelmäßige Rücksprache mit ihrem Mentalcoach. „Auch heute hilft mir meine mentale Stärke: innehalten, hinsetzen, auf mich selbst besinnen“ – das gebe ihr Kraft, egal ob bei ihren Auftritten als Musikerin auf der Bühne oder bei der österreichischen Fernsehshow „Dancing Stars“, die sie letztlich souverän gewonnen hat.

Von ihrem Auftritt als Co-Referentin war Lizz Görgl begeistert: Gern unterhielt sie sich nach ihrem Vortrag noch intensiv mit den anderen TeilnehmerInnen, die mit ihr zusammen die Ausbildung absolvierten und ihr viele Fragen zur Karriere, zu Leistungsdruck, Lampenfieber und mentaler Stärke stellten.

Als Co-Referent von Ausbildungsleiter und Mentalexperte Michael von Kunhardt nahm neben Lizz Görgl auch der prämierte deutsche Sportkommentator Matthias Stach teil, der sich bestens in der Welt der Spitzensportler auskennt - von Fußball über Radsport bis Tennis – und der momentan beispielsweise die U-21-Fußball-Europameisterschaft kommentiert.

Die Sportmentalcoach-Ausbildung an der von Kunhardt Akademie, die sich idyllisch gelegen am Fuße des Schlosses Dehrn in der Nähe von Limburg befindet, vertieft die mentale Expertise als Coach im Sport, mit Fokus auf Teamentwicklung & individuelle mentale Stärke. Zu den Inhalten gehören Mental-Coaching im Team, wirkungsvolle Kommunikation als Sportmental-Coach, Hot-Spot-Anforderungen und Praxisschulung.

Die Ausbildung fand hybrid statt - die TeilnehmerInnen, die dabei in Präsenz teilnahmen, wurden täglich von einer Fachkraft mit Schnelltests auf Covid19 getestet.

Weitere Informationen gibt es unter: www.vonkunhardt.de

Redaktionelle Rückfragen gern an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.     

oder telefonisch direkt an den Geschäftsführer der Akademie Michael von Kunhardt: 0170-4182222

Frauen werden häufiger mit einem Deutschlandstipendium gefördert als Männer

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Im Jahr 2020 wurden in Rheinland-Pfalz knapp 1.200 Studierende, darunter rund 670 Frauen, mit einem Deutschlandstipendium nach dem Stipendienprogrammgesetz gefördert. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, erhielt damit etwa jede 96. Studentin und jeder 118. Student ein Deutschlandstipendium.

Im Rahmen des Deutschlandstipendiums werden besonders leistungsstarke und engagierte Studierende für mindestens zwei Semester mit monatlich 300 Euro unterstützt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das Ziel ausgegeben, zwei Prozent aller Studierenden im Rahmen des Stipendienprogrammgesetzes zu fördern. In Rheinland-Pfalz haben 2020 rund 0,9 Prozent aller Studierenden ein Deutschlandstipendium erhalten. Bei den Frauen lag der Förderanteil mit 1,0 Prozent etwas höher als bei den Männern (0,8 Prozent).

Mit 529 Studierenden war 2020 beinahe die Hälfte (45 Prozent) der geförderten Stipendiatinnen und Stipendiaten in einem MINT-Studiengang eingeschrieben, also einem mathematischen, natur- oder ingenieurswissenschaftlichen Studienfach; das waren 19 Studierende weniger als im Vorjahr. Weitere 32 Prozent der nach dem Stipendienprogrammgesetz geförderten Studierenden kommen aus den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Der Ausländeranteil unter den Stipendiatinnen und Stipendiaten lag 2020 bei rund zehn Prozent. Damit lag er drei Prozentpunkte unter dem Anteil aller nicht deutschen Studierenden. Gegenüber 2015 stieg der Anteil der ausländischen Studierenden, die ein Deutschlandstipendium erhielten, um knapp vier Prozentpunkte.

Da das Deutschlandstipendium jeweils hälftig vom Bund und von privaten Stiftern finanziert wird, kommen regionale und institutionelle Unterschiede durch die Fächerangebote der Hochschulen, die Ressourcen der Hochschulen zur Akquise der Förderer, die regionale Anzahl fördernder Betriebe, Institutionen und Privatpersonen sowie durch die finanziellen Fördermöglichkeiten bisheriger Stifterinnen und Stifter zustande.

Die meisten Stipendiatinnen und Stipendiaten waren an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (424) und der Technischen Universität Kaiserslautern (196) eingeschrieben. Den höchsten Anteil an Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten unter den Studierenden hatten die Hochschule Mainz (1,8 Prozent) und die Cusanus Hochschule in Bernkastel-Kues (1,7 Prozent). Damit erreichte keine rheinland-pfälzische Hochschule das Zwei-Prozent-Ziel des Bundesministeriums.

Die Zahlen stammen aus der Statistik zum Deutschlandstipendium. Zur Berechnung des Anteils der Stipendiaten an den Studierenden wurden die vorläufigen Studierendenzahlen des Wintersemesters 2020/21 aus den Schnellmeldungen zur Studierendenstatistik verwendet.

Autor: Dr. Marco Schröder (Referat Bildung)

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