Samstag, 20. Juli 2019

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IT-Sicherheit in die Tat umsetzen

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Bürgerinnen und Bürger halten Sicherheit im Internet für wichtig, neigen aber dazu, sich in der Praxis nicht zu schützen

Stuttgart / Bonn: Für 97 Prozent aller Internetnutzer in Deutschland ist Sicherheit bei der Nutzung des Internets von hoher Bedeutung. Diese Ansicht führt jedoch nicht zwangsläufig zu einem sicherheitsbewussten Verhalten der User. Nur rund jeder Dritte (30 Prozent) informiert sich gezielt zum Thema IT-Sicherheit. Das hat eine repräsentative Umfrage des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes ergeben, die die Kooperationspartner anlässlich des Safer Internet Days vorstellen. Die Befragten beantworteten zudem, ob und wie sie sich vor Gefahren im Internet schützen und ob sie schon einmal Opfer von Kriminalität im Internet geworden sind.

Sicheres Surfen interessiert die Bürger vor allem dann, wenn es ums Geld geht: Für 71 Prozent aller Befragten ist speziell beim Online-Banking die Sicherheit besonders wichtig, schon nur noch fast jeder zweite (45 Prozent) ist beim Online-Shopping auf eine sichere Abwicklung bedacht. Sicheres Nutzen von sozialen Netzwerken (11 Prozent), Cloud-Diensten (8 Prozent) und vernetzten Heimgeräten zur Haussteuerung (4 Prozent) ist den Befragten dagegen kaum bis gar nicht wichtig.

Das Informationsverhalten und die tatsächlich genutzten Schutzmaßnahmen stehen jedoch teils in Kontrast zu der Einschätzung gegenüber Sicherheit im Internet: Über die Hälfte der Befragten informieren sich nur im Problemfall zum Thema IT-Sicherheit. Während zwei Drittel der Befragten Antivirenprogramme und eine Firewall nutzen, werden andere essentielle Schutzmaßnahmen von deutlich weniger Nutzerinnen und Nutzern in die Tat umgesetzt. So achten weniger als die Hälfte auf eine sichere Übertragung persönlicher Daten (45 Prozent), lediglich 37 Prozent installieren verfügbare Updates sofort. Nur etwa jeder fünfte Nutzer (21 Prozent) legt regelmäßig Sicherheitskopien seiner Daten an.

„Sicherheit bei der Internetnutzung kann nicht durch eine einzelne Schutzmaßnahme erreicht werden. Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde sehen wir es gemeinsam mit der Polizei als unsere Aufgabe an, Bürgerinnen und Bürger für die Herausforderungen der Digitalisierung zu sensibilisieren“, sagt BSI-Präsident Arne Schönbohm. „Sicheres Verhalten im Internet muss so selbstverständlich werden wie im Straßenverkehr. Schon mit einigen einfachen Maßnahmen kann man das Schutzniveau deutlich erhöhen. Welche das sind, zeigen wir auf unserer Webseite www.bsi-fuer-buerger.de.“

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Meldepflicht für Heizöltanks

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Kunststoffe unterliegen natürlichen Alterungsprozessen

KREIS MYK. Per Bundesverordnung wird der Betrieb von Tankanlagen geregelt. Demnach obliegt den Betreibern eine Anzeigepflicht ihrer Heizöltanks mit mehr als 220 Liter Fassungsvermögen gegenüber der Unteren Wasserbehörde. Darauf weist die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz hin. Tritt ein durch einen unangemeldeten und veralteten Tank verursachter Umweltschaden ein, können der Verlust des Versicherungsschutzes und weitere strafrechtliche Konsequenzen die Folge sein.

Die „Bundesverordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ löste im August 2017 die einzelnen bisher geltenden Länderverordnungen ab. Sie regelt die Einstufung von Stoffen und Gemischen nach ihrer Gefährlichkeit, die technischen Anforderungen, die Anlagen erfüllen müssen, die mit diesen Stoffen und Gemischen umgehen, sowie die Pflichten der Betreiber dieser Anlagen. Martin Schmitt von der Unteren Wasserbehörde der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz erklärt: „Tankanlagen haben eine eingeschränkte Nutzungsdauer. Insbesondere Kunststoffe werden durch natürliche Alterungsprozesse spröde und brüchig. Das hat zur Folge, dass die Anlagen undicht werden, eine Leckage unbemerkt oder zu spät entdeckt wird und dann das Wohnhaus, der Keller oder das Erdreich und Grundwasser kontaminiert werden. Die überwiegende Anzahl der installierten Heizöltanks bestehen aus Kunststoff und sind bereits über 30 Jahre alt.“

Mehr Informationen zur Anzeigepflicht von Heizöltanks und Anmeldeformulare gibt es im Internet unter www.kvmyk.de/kv_myk/Formulare/ oder bei der Unteren Wasserbehörde der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Martin Schmitt, Telefon 0261/108-173.

Fundierte Opferinformationen für Betroffene und Angehörige

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Die Polizeiliche Kriminalprävention geht mit neuen Medien, umfassenden Informationen im Internet sowie einem Erklärvideo an den Start.

Wer Opfer einer Straftat geworden ist, sucht Hilfe und Unterstützung oder möchte sich informieren, was zu tun ist oder welche Rechte in Anspruch zu nehmen sind. Die Polizei bietet dazu jetzt Handzettel zu verschiedensten Delikten, dazu passende Plakate sowie neue Internetinhalte und ein Erklärvideo an.

Einbruch, sexuelle Gewalt, Stalking, Raub, Häusliche Gewalt, Körperverletzung sowie Hass und Gewalt sind Bereiche, in denen man schnell zum Opfer werden kann. Mit den neu entwickelten Informationsmedien der Polizei erhalten Opfer und Geschädigte sowie Angehörige und Interessierte die Möglichkeit, sich frühzeitig über konkrete Fragen des Opferschutzes, der Opferrechte sowie den Ablauf des Ermittlungs- und Strafverfahrens zu informieren. Darüber hinaus können sie schnell auf Informationen zu weiterführenden Angeboten der Opferhilfe und polizeiliche Maßnahmen des Opferschutzes zugreifen. „Die große Nachfrage nach polizeilichen Informationen und Empfehlungen zu verschiedenen Kriminalitätsformen zeigt, wie wichtig Sicherheit für die Bevölkerung ist“, sagt Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Mit unseren aktuellen Medien und Informationen zum Opferschutz, die bislang in dieser kompakten Form bundesweit noch nicht vorlagen, möchten wir als Polizei der „EU-Richtlinie über Mindeststandards für die Rechte, die Unterstützung und den Schutz von Opfern von Straftaten“ gerecht werden und neben der Orientierung vor allem Hilfestellung geben“, so Klotter. Dabei legt die Polizeiliche Kriminalprävention besonderen Wert darauf, dass die Medien leicht online zu finden, zu verstehen und zu bestellen sind. So wurden die Handzettel sowie das Faltblatt für Zuwanderer explizit für den Zeitraum vor der Anzeigenerstattung konzipiert und sollen vor allem Hemmschwellen hinsichtlich einer Anzeigenerstattung abbauen und eine Steigerung der Anzeigebereitschaft erreichen. Jeder der Handzettel enthält sieben bis zehn Hinweise, welche den Opfern und deren Angehörigen Orientierung und Unterstützung bieten.

Die Rubrik „Opferinformationen“ innerhalb des Internetauftritts der Polizeilichen Kriminalprävention www.polizei-beratung.de wurde neu gestaltet und inhaltlich erweitert. Hinzugekommen sind folgende Bereiche: Ablauf eines Strafverfahrens, Hasskriminalität, Politisch Motivierte Kriminalität, Menschenhandel, Cybercrime sowie Opferrechte.

Zu den einzelnen Deliktsbereichen gibt es jeweils umfangreiche Grundinformationen, Hilfe und Unterstützung für Opfer und Angehörige, Informationen, wie ein Strafverfahren abläuft und Verlinkungen zu Hilfsorganisationen oder weiterführenden Informationen.

Ein Novum ist das eigens zum Thema entwickelte Erklärvideo: Anhand von ausgewählten Delikten werden verschiedene Opferrechte näher erläutert und anschaulich dargestellt. Ziel des Erklärvideos ist, die Anzeigenbereitschaft von Opfern und deren Angehörigen zu steigern und den Opferinteressen Rechnung zu tragen. Das Video kann unter www.polizei-beratung.de/opferinformationen sowie im YouTube-Channel der Polizeilichen Kriminalprävention unter https://www.youtube.com/user/Polizeipraevention angeschaut werden.

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