Samstag, 16. Januar 2021

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SGD Nord:

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Sieben- und Gartenschläfer halten jetzt Winterschlaf und gehören zu den geschützten Arten

Der Schutz von heimischen Tier- und Pflanzenarten ist wichtig, um das Ökosystem zu erhalten. Genau darum kümmert sich die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als Obere Naturschutzbehörde im nördlichen Rheinland-Pfalz. Sie sorgt beispielsweise für den Erhalt und den Schutz der Sieben- und Gartenschläfer.

Auch wenn sie als kleine Quälgeister bekannt sind, darf nicht vergessen werden, dass es sich um gesetzlich geschützte Arten handelt. Sie dürfen daher nicht ohne vorherige artenschutzrechtliche Befreiung, die bei der SGD Nord beantragt werden muss, umgesiedelt werden. Nur wenn ein besonderer Grund vorliegt, ist eine Umsiedlung der possierlichen kleinen Tierchen erlaubt. Ein besonderer Grund liegt dann vor, wenn sie es sich in einem Stromkasten oder gar in der Mehlkammer einer Bäckerei gemütlich gemacht haben.

Doch wie genau geht eine Umsiedlung vonstatten? Das Einfangen muss mit einer Lebendfalle erfolgen, die auch regelmäßig kontrolliert werden muss, da die Tiere in Gefangenschaft stressbedingt sterben könnten. Wichtig ist auch, dass sie artgerecht und zur richtigen Jahreszeit umgesiedelt werden. Befinden sie sich erst einmal im Winterschlaf, ist das Aussetzen untersagt, egal ob im Wald oder sonst wo. Dies wäre für Sieben- und Gartenschläfer im Winterhalbjahr tödlich.

Baumschläfer und Haselmaus stehen übrigens auch unter Schutz. Wer den kleinen Nagern helfen möchte, lässt in seinem Garten einfach einige Ecken verwildern. Auch Nistkästen sowie flache Wassertränken können aufgestellt werden. Sie sind nicht nur nützlich für Bilche, sondern für alle Arten.

Zum Hintergrund:

Der Siebenschläfer (Glis glis) gehört zu der Familie der Bilche (Gliridae), kann bis zu 19 Zentimeter groß werden, ist nachtaktiv und macht viele Geräusche. Er gehört zu der Ordnung der Nagetiere (Rodentia) und wird gerne als „Schlafmaus“ bezeichnet, auch weil er rund sieben Monate Winterschlaf hält. Weil sich an seinen Pfoten Sohlenballen befinden, ist es ihm möglich, nahezu jedes Hindernis und jede Hauswand zu überwinden. Er erinnert in seiner Statur an das Eichhörnchen, hat schwarze Augen und einen langen Schwanz. Seine Fellfarbe ist graubraun, und er hat einen weißen Bauch.

Der Gartenschläfer (Eliomys quercinus) ist der kleine Bruder des Siebenschläfers. Sein Gesicht hat eine schwarze Zeichnung und erinnert an eine „Zorro“-Maske. Auch er hält Winterschlaf und wird etwa 12 bis 17 Zentimeter groß. Ist er wach, kann er sehr laut werden. Sein lautes Pfeifen erinnert an einen Vogel.

Weitere Infos unter: www.sgdnord.rlp.de

Wussten Sie schon, dass die SGD Nord die Umweltbildung von Kindern fördert?

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Welche Tiere und Pflanzenarten leben in unserer Heimat und weshalb sind sie schützenswert? Wissensvermittlung rund um diese Fragen stärkt das Bewusstsein und die Naturkompetenz insbesondere von Kindern und fördert nachhaltiges und verantwortungsvolles Handeln. Das Land Rheinland-Pfalz setzt auf Umweltbildung und finanziert diese auch durch die Unterstützung von Naturparks. Jährlich fließen insgesamt rund 800.000 Euro in Projekte in den sieben Naturparks im Gebiet der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord.

„Die von der SGD Nord zugewiesenen Landesmittel leisten einen wichtigen Beitrag, dass die Menschen die Natur zu schätzen und schützen wissen und lernen, im Einklang mit ihr zu leben“, so Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der SGD Nord.

Im Rahmen der Umweltbildung werden die Kooperation mit Kitas und Schulen sowie die Arbeit der Naturparkgästeführer gefördert. Außerdem wird der Druck von Prospektmaterial beispielsweise von Infobroschüren, Flyern und Veranstaltungskalendern finanziert. Mit dem Konzept „Umweltbildung von Anfang an“ will man im Natur- und Geopark Vulkaneifel die Naturkompetenz der Bevölkerung schon im Kindesalter stärken, indem Schulungen und Projektarbeit an Schulen und Kitas angeboten werden. Dieses Verständnis für die Natur und Umwelt der eigenen Region soll dann später zu einem nachhaltigen Handeln befähigen. Hier zählen die Umweltbildung und die Bereitstellung von Informationen zu Natur und Landschaft für Bewohner und Gäste zu den Kernaufgaben.

Gedenkstätte KZ Osthofen vorerst für den Publikumsverkehr geschlossen

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NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz / Gedenkstätte KZ Osthofen bis mindestens 30. November 2020 für Publikumsverkehr geschlossen

Auch die Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38), ihre Bibliothek und Archiv sind ab dem 31. Oktober pandemiebedingt vorerst für das Publikum geschlossen. Sämtliche geplanten und gebuchten Führungen, Projekttage und Veranstaltungen in diesem Zeitraum fallen aus oder werden auf einen späteren Termin verlegt. Leider betrifft die Schließung auch die Sonderausstellung "Renato Mordo: jüdisch, griechisch, deutsch zu-gleich. Ein Künstlerleben im Zeitalter der Extreme".

Die Gedenkstätte ist weiter telefonisch, per Post oder E-Mail erreichbar.

Dies gilt mindestens bis zum 30. November 2020. Wir bitten um Ihr Verständnis!

Publikationen zur Gedenkstätte können während dieser Zeit ausschließlich bei der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (Am Kronberger Hof 6) bestellt werden. Dies geht per Post, Email oder über die Datenbank auf der Homepage der Landeszentrale unter www.politische-bildung-rlp.de.

Rheinland-Pfalz fördert berufliche Weiterqualifizierung

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Jetzt fürs Fernstudium nutzen: Zuschüsse bis € 1.500 mit Förderprogramm QualiScheck

Koblenz. Aufgrund der sich stark verändernden Arbeitswelten gewinnt lebensbegleitendes Lernen weiter an Bedeutung. Das Land Rheinland-Pfalz hat gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds die Förderung für berufliche Weiterbildung ausgebaut. Auch Fernstudierende mit Wohnsitz in Rheinland-Pfalz können das Förderprogramm QualiScheck nutzen, das jetzt von 500 € auf maximal 1.500 € pro Jahr erhöht wurde.

Was wird gefördert?

Der QualiScheck fördert individuelle berufsbezogene Weiterbildungsmaßnahmen für Einzelpersonen, die der Verbesserung der Fach-, Methoden- oder Sozialkompetenz dienen. Die Weiterbildung muss im beruflichen Kontext stehen und zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit oder der Erhöhung des Qualifikationsniveaus beitragen.

Wie läuft’s?

Wichtig ist: Wer sich für eine Weiterbildung, z.B. ein Fernstudium im zfh-Hochschulverbund, interessiert, muss den QualiScheck vor der Anmeldung für das Fernstudium beantragen.  Die Förderung können Beschäftigte beantragen, die entweder ihren Hauptwohnsitz oder Arbeitsort in Rheinland-Pfalz haben. Informationen zum QualiScheck, den Voraussetzungen und zu Beantragung finden Interessierte unter: https://www.berufliche-weiterbildung.rlp.de/foerderprogramm-qualischeck

Wussten Sie schon, dass die SGD Nord den Umgang von Baubetrieben mit Asbest überwacht?

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Asbest ist krebserregend. Das ist seit langer Zeit bekannt. Und aus diesem Grund ist die Herstellung und Verwendung von Asbest in Deutschland auch verboten. Das war allerdings nicht immer so. Früher war Asbest ein häufig verwendeter Baustoff. Und so schlummern asbesthaltige Materialien noch heute in vielen Gebäuden. Vor allem die Entfernung dieser Baustoffe kann aber zur großen Gefahr für die Gesundheit werden. Daher überwacht die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord den Umgang von Baubetrieben mit Asbest.

Zu finden ist Asbest unter anderem in Dacheindeckungen, Fassadenverkleidungen oder Fußböden. Für den Umgang mit dem gefährlichen Stoff gibt es strenge Vorschriften. „Besonders Heimwerkern empfehlen wir daher, Arbeiten an asbesthaltigen Stoffen nicht selbst durchzuführen, sondern einen Fachbetrieb zu beauftragen“, erklärt der Präsident der SGD Nord, Dr. Ulrich Kleemann.

Mindestens eine Woche vor Beginn der Arbeiten müssen diese der SGD Nord gemeldet werden. Dabei müssen der Ort der Baustelle, der Zeitraum, in dem die Arbeiten stattfinden, die personelle und sicherheitstechnische Ausstattung, die vorgesehene Arbeitsweise und die Entsorgung des Gefahrenstoffs angezeigt werden. Allein im Jahr 2019 gingen bei der SGD Nord 1658 solcher Anzeigen ein.

Die häufig durchgeführten Überprüfungen der Baustellen werden durch Gewerbeaufsichtsbeamte der SGD Nord durchgeführt und finden in der Regel unangemeldet statt. Verstöße gegen die Vorschriften können ein Bußgeldverfahren oder eine Strafanzeige nach sich ziehen.

Bei den Inspektionen wird besonders auf den fachgerechten Abbau der asbesthaltigen Baustoffe, die arbeitsmedizinische Vorsorge und das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung der Beschäftigten geachtet. Zudem muss gewährleistet werden, dass ein sachkundiger Mitarbeiter die Arbeiten ständig überwacht. Firmen, die nicht nur mit fest gebundenen Asbestprodukten umgehen, sondern auch Arbeiten an schwach gebundenen Asbestprodukten wie Brandschutzverkleidungen, Isolierungen oder Spritzasbest durchführen, müssen noch höhere Anforderungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz erfüllen.

Mehr Infos finden Sie auch untere www.sgdnord.rlp.de

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