Thursday, 23. January 2020

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SGD Nord: Advent, Advent … Tipps, damit es nicht brennt

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In der Adventszeit sorgen Kerzen, Lichterketten und dekorative Leuchtmittel für Gemütlichkeit. Damit die vorweihnachtliche Freude nicht brandgefährlich wird, hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord einige Tipps zum sicheren Kauf und Gebrauch von Advents- und Weihnachtsdekoration.

Kerzen sollten …

… auf einer nicht entflammbaren Unterlage stehen,

… nicht bis ganz nach unten abbrennen, sondern rechtzeitig ausgetauscht werden,

… nur unter Aufsicht einer erwachsenen Person brennen und vor Zugluft geschützt sein,

… einen ausreichenden Abstand zu entflammbaren Gegenständen haben.

Vorsicht ist bei Metallstiften im Wachs des Kerzenfußes geboten. Denn sie können das flüssige Wachs in den Kranz oder das Gesteck transportieren. Verwenden Sie deshalb lieber Kerzenhalter oder -teller, die die Kerze nach dem Abbrennen gefahrlos verlöschen lassen. Eine Alternative sind sogenannte „Sichere Kerzen“.

Wer Adventskränze oder Gestecke mit Kerzen gewerbsmäßig herstellt und verkauft, muss die Bestimmungen des Produktsicherheitsgesetzes beachten. Dieses fordert, dass Kerzen nach dem Abbrennen gefahrlos verlöschen müssen. Zudem soll die Ware so beschaffen sein, dass die Sicherheit und Gesundheit von Verbrauchern nicht gefährdet wird.

Auch beim Kauf von Lichterketten und dekorativen Leuchtmitteln gibt es Einiges zu beachten. Diese Waren müssen das CE-Kennzeichen tragen, welches eine Angabe des Herstellers ist, dass die europäischen Richtlinien zur Produktsicherheit eingehalten werden. Ein zusätzliches GS-Kennzeichen („geprüfte Sicherheit“) auf dem Produkt ist von Vorteil. Die Verpackung oder das Produkt müssen mit Namen und Adresse des Herstellers oder des Importeurs gekennzeichnet sein. Eine Benutzerinformation mit Verwendungshinweisen und Gebrauchsanleitungen in deutscher Sprache muss beiliegen.

Bei weiteren Fragen können Sie sich an die zuständigen Regionalstellen der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord wenden:

• SGD Nord, Regionalstelle Gewerbeaufsicht Idar-Oberstein, Telefon 06781/565-0

• SGD Nord, Regionalstelle Gewerbeaufsicht Koblenz, Telefon 0261/120-0

• SGD Nord, Regionalstelle Gewerbeaufsicht Trier, Telefon 0651/4601-0

Adventskranz nicht unbeaufsichtigt lassen

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Tipps der Feuerwehr zum achtsamen Umgang mit Kerzen

KREIS MYK. Gemütliche Abende mit Plätzchen und Kerzenschein: Die Weihnachtszeit ist für viele Menschen eine Zeit der Besinnlichkeit. Damit diese nicht durch Brände überschattet wird, weist Kreisfeuerwehrinspekteur Rainer Nell auf aktuelle Tipps Deutsche Feuerwehrverbands hin, die zu einem sorgsamen Umgang mit Kerzen mahnen. „Zum Jahresende fallen stets zahlreiche Feuerwehreinsätze an, die im unbeaufsichtigten Adventskranz oder Weihnachtsbaum ihren Ursprung haben. Unachtsamkeit ist Brandursache Nummer eins“, betont Rainer Nell.

Die folgenden einfachen Tipps helfen, Brände zu verhindern und zahlreiche Feuerwehreinsätze in der dunklen Jahreszeit zu vermieden:

Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhang) oder an einem Ort mit starker Zug-luft auf.

Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung, an die Kinder nicht gelangen können.

Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – vor allem nicht, wenn Kinder dabei sind.

Auch wenn man sie häufiger als sonst verwendet und griffbereit haben möchte: Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge an ei-nem kindersicheren Platz auf.

Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie heruntergebrannt sind: Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und wird zur Brandgefahr.

Achten Sie bei elektrischen Lichterketten darauf, dass Steckdosen nicht überlastet werden. Die elektrischen Kerzen sollten ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht.

Wenn Sie echte Kerzen entzünden, stellen Sie ein entsprechendes Löschmittel (Wassereimer, Feuerlöscher, Feuerlöschspray) bereit.

Entsteht dennoch ein Brand, versuchen Sie nur dann die Flammen zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten schließen Sie möglichst die Tür zum Brandraum, verlassen die Wohnung und alarmieren die Feuerwehr mit dem Notruf 112.

Verstellen Sie nicht Fluchtwege wie Fenster, Türen, Flure und Treppen.

Rauchwarnmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm, denn sie schlagen rechtzeitig Alarm. Die kleinen Lebensretter gibt es günstig im Fachhandel – übrigens passen sie perfekt als Geschenk.

Wir gehen in die 10. Runde!

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KNAPPSCHAFT und Kinderschutzbund sind mit dem gemeinsamen Präventionsprojekt „Hackedicht – Schultour der Knappschaft wieder unterwegs.

· Bundesweites Projekt: Rund 47.000 SchülerInnen wurden bisher erreicht
· Niederschwelliger Zugang: Kabarett öffnet die Tür für ein ernstes Thema
· Integrierter Ansatz: SchülerInnen, Lehrkräfte sowie Eltern werden angesprochen

Schulen können sich ab jetzt bis zum 31. Januar 2020 um die Teilnahme bewerben: www.hackedicht-tour.de

(Bochum/Berlin, 27. November 2019) Die KNAPPSCHAFT und der Kinderschutzbund sind wieder auf Tour. Bundesweit wird die erfolgreiche Präventionsarbeit an Schulen fortgesetzt. Mit der „Hackedicht – Schultour der Knappschaft“ werden junge Menschen, Eltern und Lehrkräfte geschult. Ziel ist es, für den Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren und einem übermäßigen Alkoholkonsum entgegenzuwirken.

Präventionsmaßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zu einem gesundheitsförderlichen Verhalten junger Menschen: So weist der Drogen- und Suchtbericht 2019 der Bundesregierung weiterhin rückläufige Zahlen für den riskanten und regelmäßigen Alkoholkonsum bei Jugendlichen auf. Gleichzeitig gehört Deutschland im europäischen Vergleich zu den Ländern, in denen überdurchschnittlich viele Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren Alkohol konsumieren. Damit bleiben Präventionsmaßnahmen, insbesondere im direkten Lebensumfeld Schule, ein wichtiger Baustein im kritischen Umgang mit Alkohol.

„Die Entwicklung in den letzten 10 Jahren zeigt, die Zahlen von übermäßigem Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen gehen zurück. Das verdeutlicht, wie wichtig unsere Arbeit in den Schulen ist. Ich bin überzeugt davon: Prävention wirkt.“, so Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT.

Prävention ist die Grundvoraussetzung für eine gute Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. „Mit dem Programm ‚Hackedicht‘ begegnen wir Kindern und Jugendlichen auf Augenhöhe, unterstützen Lehrkräfte und stärken Eltern im Umgang mit dem Thema. Das ist aktiver Kinder- und Jugendschutz direkt vor Ort im Lebensumfeld der SchülerInnen.“, erklärt Cordula Lasner-Tietze, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes.

Bewerbung für die „Hackedicht – Schultour“

Weiterführende Schulen aus ganz Deutschland können sich für einen der 20 Termine bis zum 31. Januar 2020 bewerben. Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos.

Ablauf des Projektes

Um eine nachhaltige Suchtprävention zu gewährleisten, besteht das Projekt aus zwei Modulen:

Als Auftakt tritt der Kabarettist und Schauspieler Eisi Gulp mit seinem zwischen Witz und Ernst changierenden Bühnenprogramm „Hackedicht – oder was?“ vor den SchülerInnen ab der Jahrgangsstufe 9 auf. Auf unterhaltsame Art und Weise regt er zum kritischen Nachdenken über Risiken von Alkohol und anderen Suchtmitteln an. Im zweiten Modul folgt eine zweitägige Fortbildung, in die SchülerInnen, Eltern und Lehrkräfte eingebunden werden. Diese wird vom Fachteam des Suchthilfevereins Condrobs e.V. an den Schulen durchgeführt. Nach erfolgreicher Teilnahme am Projekt wird der Schule ein Zertifikat ausgestellt.

Hintergrundinformationen

Mit der „Hackedicht – Schultour der Knappschaft“ haben die KNAPPSCHAFT und der Kinderschutzbund bundesweit bereits insgesamt 161 Schulen besucht. Seit dem Tourstart im Jahr 2010 wurden rund 47.000 Kinder und Jugendliche für den Umgang mit Alkohol sensibilisiert sowie über 2.000 Lehrkräfte und etwa 5.300 Eltern durch das Projekt zur Alkoholprävention erreicht.
Weitere Informationen zur Schultour sowie die Evaluationsergebnisse der Schulbesuche finden Sie unter www.hackedicht-tour.de.

Onlinezugangsgesetz

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Nutzerkonto Rheinland-Pfalz erleichtert Verwaltungsleistungen

Ab sofort können sich Bürgerinnen und Bürger sowie Organisationen ein Online-Nutzerkonto einrichten, mit dem sie künftig Verwaltungsleistungen beantragen können. Diese Funktion wurde heute für Rheinland-Pfalz freigeschaltet und wird gemeinsam von Land und Kommunen angeboten.

„Mit dem Nutzerkonto schaffen wir die erste benötigte Infrastruktur, damit Verwaltungsleistungen künftig auch online angeboten werden können und den Bürgerinnen und Bürgern somit vollkommen zeit- und ortsunabhängig zur Verfügung stehen“, sagte Innenstaatssekretär Randolf Stich. Nach dem Onlinezugangsgesetz sollen in Deutschland bis Ende 2022 Verwaltungsleistungen online angeboten werden. Hierzu sind umfangreiche Anpassungen der Verwaltungsprozesse und Erweiterungen der vorhandenen IT-Infrastrukturen erforderlich.

„Für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch Unternehmen, wird es unerheblich sein, welche Behörde im konkreten Fall zuständig ist“, so Stich. Das gemeinsame Vorgehen ermögliche die schnelle und rechtssichere Umsetzung aus einem Guss.

Erforderliche Daten und Dokumente müssen vom Antragsteller dann künftig nur einmal bereitgestellt werden und können anschließend für mehrere Verwaltungsleistungen verwendet werden, sofern die Nutzerinnen und Nutzer ihr Einverständnis erklären. Das spart Mehrfachangaben und somit Zeit.

Bereits im September 2018 hatten sich das Land und die kommunalen Spitzenverbände auf ein gemeinsames Bürger- und Unternehmenskonto, das rlpServiceKonto, verständigt. Eine Kooperationsvereinbarung erweiterte im Anschluss die langjährige Zusammenarbeit und legte die Grundlage für eine technische Standardisierung bei der Umsetzung der Verwaltungsprozesse in Rheinland-Pfalz.   Die Kooperationsvereinbarung war eine der ersten, mit der in einem Flächenland die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes zwischen Land und Kommunen vereinbart wurde.

„Die Fortentwicklung auf Grundlage der Kooperationsvereinbarung des im Jahr 2016 online gestellten rlpServiceKonto erscheint nun in einem neuen Design und sieht sich technologisch für die Zukunft gewappnet“, ergänzt Michael Mätzig, der Geschäftsführer des Städtetages, für die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände.

Das Nutzerkonto bietet nunmehr Funktionen wie Identifizierung, Authentifizierung, rechtssichere elektronische Kommunikation sowie einen Dokumentensafe, in dem zum Beispiel elektronische Bescheide aufbewahrt werden können. Die Online-Angebote werden nun sukzessive ausgebaut.

Rund 100 Millionen Euro für Jugend- und Jugendsozialarbeit

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Die Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe gaben in Rheinland-Pfalz im Jahr 2018 über 98,5 Millionen Euro für die Jugend- und Jugendsozialarbeit aus. Laut Statistischem Landesamt entspricht dies einem Zuwachs von knapp 9,2 Millionen Euro bzw. 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den vergangenen zehn Jahren ist das Budget um mehr als 30 Millionen Euro bzw. 44,5 Prozent gewachsen.

Rund 83,2 Millionen Euro bzw. 84,5 Prozent der Ausgaben tätigten die Kommunen in ihrer Funktion als örtliche Träger; weitere 15,3 Millionen Euro (15,5 Prozent) übernahmen unmittelbar das für Jugend zuständige Landesministerium sowie das Landesjugendamt als überörtlicher Träger der Kinder- und Jugendhilfe.

Je jungem Menschen – nach dem Sozialgesetzbuch sind dies alle unter 27-Jährigen – wurden im Jahr 2018 im Mittel rund 92 Euro für Maßnahmen der Jugend- und Jugendsozialarbeit aufgewendet. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 83 Euro; zehn Jahre zuvor bei 60 Euro. Das Wachstum der Pro-Kopf-Ausgaben in der zurückliegenden Dekade erklärt sich aus der absoluten Steigerung der Mittel für die Jugend- und Jugendsozialarbeit bei gleichzeitigem Rückgang der Bevölkerung unter 27 Jahren (minus 5,2 Prozent).

Knapp 70 Prozent der Ausgaben (68,5 Millionen Euro) entfielen auf Maßnahmen der Jugendarbeit; ein Plus von 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr bzw. 30,8 Prozent gegenüber 2008. Im Wesentlichen umfassen Ausgaben für Jugendarbeit Freizeitangebote, Jugendbildung, -beratung und -information sowie die Aus- und Weiterbildung, der in der Jugendarbeit Tätigen. Weitere 30 Millionen Euro wurde für Maßnahmen der Jugendsozialarbeit mit dem Ziel bereitgestellt, junge Menschen durch gezielte sozialpädagogische, therapeutische und sonstige Dienste sowie Beratungen in ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung zu fördern und sie bei der Eingliederung in die Arbeitswelt und bei der sozialen Integration zu unterstützen. Gegenüber 2017 ist dies eine Steigerung um 16,6 Prozent; binnen zehn Jahren ist ein Anstieg um fast 90 Prozent festzustellen.

Auch im Jahr 2018 wurde Jugend- und Jugendsozialarbeit – gemessen an den Pro-Kopf-Ausgaben der örtlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe – in regional sehr unterschiedlichem Umfang betrieben. Bezogen auf die jeweilige Bevölkerung im Alter von unter 27 Jahren lagen die Ausgaben je jungem Menschen in den kreisfreien Städten mit rund 108 Euro deutlich höher als in den Landkreisen (65 Euro). Die Spannweite der Pro-Kopf-Ausgaben in den kreisfreien Städten reicht von weniger als 63 Euro in Neustadt an der Weinstraße bis rund 173 Euro in Frankenthal. Der Landkreis Mainz-Bingen (97 Euro) wendete unter den Landkreisen relativ betrachtet am meisten Mittel für Maßnahmen der Jugend- und Jugendsozialarbeit auf; im Landkreis Kusel waren es nur knapp 25 Euro. Die Aussagekraft dieser Regionalergebnisse wird allerdings dadurch eingeschränkt, dass in der Statistik keine wohnortbezogenen Informationen über die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der Jugend- und Jugendsozialarbeit vorliegen und örtliche Angebote auch von jungen Menschen mit Wohnort außerhalb des Zuständigkeitsbereichs des jeweiligen Trägers wahrgenommen werden.
Die Statistik der Ausgaben und Einnahmen der öffentlichen Jugendhilfe weist Ausgaben nach, die aus öffentlichen Mitteln für Zwecke der Jugendhilfe nach dem Achten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) – Kinder- und Jugendhilfe geleistet werden. Erfasst werden zudem Einnahmen, die von örtlichen und überörtlichen Trägern bspw. über Gebühren und Nutzungsentgelte erzielt werden.

Die Ausgaben für Einzel- und Gruppenhilfen werden unter anderem gegliedert nach Leistungsbereichen erhoben. Sie umfassen die laufenden Personal- und Sachausgaben, die investiven Ausgaben für Einrichtungen der öffentlichen Jugendhilfeträger sowie die laufenden und die investiven Zuschüsse für Einrichtungen freier Träger.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

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