Sonntag, 18. November 2018

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Risiken der Sommerhitze bewusst entgegenwirken

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Tipps vom Gesundheitsamt für einen „kühlen Kopf“ auch bei hohen Temperaturen

KREIS MYK. Erschöpfung, Kopfschmerzen, Übelkeit.  Extreme Temperaturen, wie in den vergangenen Tagen, machen speziell älteren und kranken Menschen zu schaffen. Das Gesundheitsamt  Mayen-Koblenz gibt einige Tipps, wie man durch vorbeugende Maßnahmen den Sommer ohne Qualen genießen kann.

„Durch die Hitze weiten sich die Blutgefäße, das Blut versackt in den Beinen und der Blutdruck fällt dadurch rasch ab“, erklärt Dr. Jürgen Otten, Leiter des Gesundheitsamtes. Folge: Manch einem wird regelrecht schwarz vor Augen, wenn der Kreislauf kollabiert. Da hohe Temperaturen solche Auswirkungen haben können, muss man laut Otten die richtigen Maßnahmen ergreifen, um sich vor Hitze und ständiger Sonneneinstrahlung zu schützen: „Besonders anfällig sind Kleinkinder und Senioren. Kinder haben nicht solche Flüssigkeitsreserven wie Erwachsene und ihre Körpertemperatur steigt schneller an. Daher sollten Kinder unter einem Jahr gar nicht in die Sonne, Kleinkinder müssen sich im Schatten oder Planschbecken abkühlen und viel trinken. Senioren und kranke Menschen sind für einen Hitzestau, der auch ein Organversagen zur Folge haben kann, sehr anfällig.“ Für sie sei es schwieriger, sich an höhere Außentemperaturen anzupassen. „Sie haben nicht so viel Durst, schwitzen weniger und geben daher auch nicht so viel Wärme ab. Bei kranken Menschen kommt erschwerend hinzu, dass sie durch ihre Krankheit oftmals unbeweglich sind und der Körper aus diesem Grund weniger Wärme abgeben kann. Ebenfalls kann die Einnahme bestimmter Medikamente den Körper daran hindern, seine Temperatur richtig zu regulieren. Dies kann dazu führen, dass man zu viel oder zu wenig schwitzt. Beides ist ungesund.“

Menschen, die durch eine Krankheit eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr meiden müssen, sollten ihren Hausarzt um Rat fragen, damit dieser einen speziellen Trinkplan erstellen kann. „Sollten unerwartet neue Beschwerden oder eine Verschlimmerung auftreten, sollten sie ebenso den Hausarzt konsultieren oder den Notarzt rufen.“

Dass sich die Kinder und Senioren im Sommer besonders schützen müssen, heißt jedoch nicht, dass der Rest sich schutzlos den Sonnenstrahlen aussetzen kann: „Die Gefahr, einen Hitzekollaps zu erleiden, ist auch bei ihnen gegeben.“ Otten rät daher: „Die ersten Voraussetzungen für einen guten Start in den Tag sollte man frühmorgens treffen, wenn es noch kühl ist. Man sollte alle Fenster öffnen. Dasselbe gilt für den späten Abend und für die Nacht. Sehr angenehm ist auch eine leichte Bettwäsche, am besten verwendet man nur ein Laken als  Decke.  Am Vormittag sollte man die Fenster jedoch wieder schließen und die Rollläden runter lassen, damit  der Raum die angenehmen Temperaturen beibehält.“ Auf das Einschalten von Lampen sollte man möglichst verzichten, da diese zusätzlich Wärme erzeugen.

Wer statt praller Sonne schattige Plätze bevorzugt, muss sich nach Meinung des Mediziners keine Gedanken über Hautschäden durch zu intensive Sonneneinstrahlung machen. „Ist dies nicht zu vermeiden, sollte man zumindest Kopf und Nacken schützen. Ebenfalls ist jegliche körperliche Anstrengung zu meiden, da Sport den Körper zusätzlich belastet.“

Die richtige Ernährung macht die Hitze erträglicher: „Nehmen Sie Ihre Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich, ich empfehle eine leichte, salzhaltige Kost, viel Gemüse und wasserreiches Obst, so zum Beispiel Gurken, Tomaten oder Melonen. Ganz besonders wichtig ist es, über den Tag verteilt viel zu trinken. Zwei Liter natriumreiches Wasser, um das Schwitzen auszugleichen. Fruchtsäfte, Kräuter- und Früchtetees sind ebenfalls gut, wenn sie reich an Mineralien sind.“ Auf den Genuss von Alkohol und Kaffee sollte man an heißen Tagen verzichten: „Wenn man auf den Kaffee nicht verzichten möchte, sollte für jede Tasse ein Glas Wasser zusätzlich getrunken werden. Kaffee wirkt entwässernd, dient  also nicht der Flüssigkeitszufuhr.“

Zur Erfrischung kann man  dem Körper etwas Gutes tun: „Handgelenke, speziell die Pulsadern, zum Kühlen unter kaltes Wasser halten: Das bringt den Kreislauf ebenso in Schwung wie eine Wechseldusche. Ventilatoren bieten ebenfalls eine schöne Abkühlung.“

Wer sich an diese einfachen Tipps hält, kann auch die warmen Sommertage genießen.

Start ins Berufsleben – Start in die Steuerpflicht?

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Auch Azubis müssen grundsätzlich Steuern zahlen

Mit dem Start ins Berufsleben tauchen viele Fragen zum Thema „Geld“ auf: Muss ich auf mein erstes Gehalt Steuern zahlen? Was muss ich tun, um zu viel gezahlte Steuern zurück zu erhalten, und was benötige ich für meine erste Steuererklärung?

Ein lediger Azubi muss derzeit erst ab einem monatlichen Arbeitslohn von 1030 Euro brutto (Steuerklasse I) Lohnsteuer zahlen.
Ist der Verdienst höher, so wird die Lohnsteuer vom Arbeitgeber direkt vom Gehalt abgezogen und an das Finanzamt überwiesen.

Alle Auszubildenden müssen vor Beginn ihrer Ausbildung ihrem Ausbildungsbetrieb die elfstellige Steuer-Identifikationsnummer sowie ihr Geburtsdatum mitteilen und angeben, ob es sich um das erste oder ein weiteres Arbeitsverhältnis handelt. Mit Hilfe dieser Angaben kann der Arbeitgeber die Lohnsteuerabzugsmerkmale elektronisch abrufen (insbesondere Steuerklasse, Angaben zur Kirchensteuer).

In den meisten Fällen fallen keine Steuern an und müssen Auszubildende noch keine Steuererklärung abgeben

Falls jedoch Lohnsteuer abgezogen wurde, geht nichts verloren: Denn zu viel gezahlte Steuern können im nächsten Jahr durch die Abgabe einer Steuererklärung zurück erstattet werden. So können bei den beruflich bedingten Ausgaben (Werbungskosten), z. B. Fahrten zur Arbeit und Berufsschule, Schulbücher, Kosten und Porto für Bewerbungsunterlagen etc. eingetragen werden.
Das Finanzamt berücksichtigt automatisch eine Pauschale von 1000 Euro für die Werbungskosten. Erst wenn die beruflich bedingten Kosten höher sind, ist eine genaue Angabe in der Steuererklärung erforderlich.
Info-Hotline der Finanzämter bietet Hilfestellung für Azubis
Die Info-Hotline der Finanzverwaltung Rheinland-Pfalz hilft, den Berufseinsteigern, Fragen rund um das Thema Steuern zu beantworten.
Die fachkundigen Finanzbeamten sind montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer: 0261- 20 17 92 79 erreichbar.

Konfuzius-Institut der Universität Trier hat neuen Direktor

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Professor Dr. Marc Oliver Rieger plant neue Veranstaltungen zum kulturellen Austausch mit China

Fast zwei Jahre war die Direktorenstelle des Konfuzius-Instituts der Universität Trier vakant: Nun hat der Senat einstimmig Professor Dr. Marc Oliver Rieger gewählt. Der Professor für Bank- und Finanzwirtschaft folgt auf Professor Dr. Yong Liang, der aus Altersgründen als Direktor zurückgetreten ist. Rieger möchte die von seinem Vorgänger etablierte Ausrichtung des Instituts beibehalten und plant neue Veranstaltungen, um die interkulturelle Verständigung zwischen Deutschland und China weiter zu fördern.

Konzerte mit fernöstlicher Musik, Teezeremonien oder die Feier des chinesischen Neujahrsfests – das Konfuzius-Institut der Universität Trier hat seit seiner Gründung vor über zehn Jahren die Vermittlung der chinesischen Sprache und Kultur in der Moselregion zum Ziel. „Viele Deutsche haben nur ein oberflächliches Wissen über China. Sie kennen das Land ausschließlich aus den Nachrichten. Ich möchte so viele Leute wie möglich tiefer mit der chinesischen Kultur vertraut machen“, sagt Marc Oliver Rieger.

Der Finanzmanagement-Professor hat einen besonderen Bezug zu China: Er ist mit einer Chinesin verheiratet und hat schon während seiner Promotion Chinesisch gelernt. Auch bei seiner Forschungstätigkeit spielt der ostasiatische Raum immer wieder eine Rolle. Ganz neu muss Rieger sich nicht in die Position als Direktor des Konfuzius-Instituts einarbeiten, wirkt er doch schon seit Längerem dort mit. Dr. Yi Ll bleibt weiter Co-Direktorin und damit chinesisch-stämmige Sparringspartnerin von Rieger.

Nicht nur Studierende der Universität Trier können an den Kursen und Veranstaltungen des Konfuzius-Instituts teilnehmen – vielmehr steht das Angebot allen Interessierten offen. Neu bietet das Konfuzius-Institut beispielsweise einen Sprachkurs für Kinder an. Demnächst ist außerdem wieder eine größere kulturelle Veranstaltung in der Stadt geplant. Welche genau, will Marc Oliver Rieger jedoch noch nicht verraten.

 

IHK Trier warnt vor Betrug per E-Mail

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Aktuell gehen bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier vermehrt Hinweise auf betrügerische E-Mails ein. Im konkreten Fall erhalten Mitglieder angebliche Rechnungen der IHK Trier. Statt einer Rechnung enthalten diese E-Mails allerdings einen Link zu Schadsoftware. Dieser Link darf auf keinen Fall geöffnet werden! Als Absendername wird ebenfalls eine gefälschte E-Mail-Adresse verwendet, die einen Bezug zur IHK suggeriert. Die IHK Trier bittet daher darum, eingehende Rechnungen per E-Mail besonders kritisch zu hinterfragen. Sicherheit können dabei folgende Punkte bringen:

Wie erkennt man eine gefährliche Spam-Mail?
Ein erstes Anzeichen: Die E-Mail landet nicht im Postfach, sondern im Spam-Ordner. Da dies jedoch keine Garantie für einen schädlichen Inhalt der E-Mail darstellt und auch nicht jede betroffene E-Mail im Spam-Ordner landet, schauen Sie sich die E-Mail einmal genauer an. Der erste Blick sollte dabei immer auf die E-Mail-Adresse wandern. Fragen Sie sich, ob Sie diese kennen. Und: Gibt es hier eine Diskrepanz zum Namen des Absenders? Ist dies der Fall, sollten Sie bereits vorsichtig werden. Gleiches gilt, wenn die E-Mail einen Betreff enthält, der mit dem Inhalt nicht übereinstimmt.

Liest man weiter, stößt man zwangsläufig auf die Anrede. Haben sich hier Fehler eingeschlichen? Ist zum Beispiel die Anrede in einer falschen Form? Werden Sie lediglich mit dem Vornamen angesprochen, oder werden Umlaute in Ihrem Namen nicht richtig dargestellt? Auch hier sollten Sie stutzig werden. Auffällig viele Rechtschreib- und sonstige sprachliche Fehler innerhalb des Textes können ebenfalls Anhaltspunkte dafür sein, dass Sie eine E-Mail mit schädlichem Inhalt erhalten haben.

Sind Sie beim Lesen am Ende der E-Mail beim Absender angekommen sein, sollten Sie immer noch einmal den Gegencheck machen, ob dieser mit der E-Mail-Adresse übereinstimmt.

Was tun bei E-Mails mit schädlichem Inhalt?
Handelt es sich tatsächlich um eine Spam-Mail, öffnen Sie weder etwaige der E-Mail angehängte Dateien noch klicken Sie auf enthaltene Links. Ihr Computer könnte augenblicklich mit Viren infiziert werden! Weiterhin sollten Sie auf eine solche E-Mail niemals antworten. Werden Sie in der E-Mail dazu aufgefordert, Daten weiter zu geben, unterlassen Sie es. Abschießend empfiehlt es sich – sollte die E-Mail einmal nicht direkt im Spam-Ordner gelandet sein – diese als Spam zu markieren. Weitere E-Mails derselben E-Mail-Adresse landen so automatisch im Spam-Ordner und werden dort je nach Einstellung automatisch nach einer Weile gelöscht.

204 Adoptionen im Jahr 2017 – Die meisten Kinder bleiben im vertrauten Umfeld

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Im Jahr 2017 wurden in Rheinland-Pfalz 204 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren adoptiert. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 33 Adoptionen weniger als ein Jahr zuvor (minus 14 Prozent).

In 127 Fällen erfolgten die Adoptionen durch den Stiefvater, die Stiefmutter oder durch Verwandte und damit in einem für das Kind vertrauten Umfeld (62 Prozent). Familienfremde Paare oder Personen adoptierten 77 Mädchen und Jungen; 71 Prozent dieser Kinder hatten das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet.

Von allen im Jahr 2017 adoptierten Kindern und Jugendlichen waren 86 bzw. 42 Prozent jünger als drei Jahre, 22 von ihnen waren noch kein Jahr alt. Knapp 22 Prozent der adoptierten Minderjährigen hatten nicht die deutsche Staatsangehörigkeit (44 Personen).

Bei den Adoptionsvermittlungsstellen waren Ende vergangenen Jahres 54 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt (ohne Auslandsvermittlungsstellen). Gleichzeitig lagen den Vermittlungsstellen insgesamt 357 Bewerbungen von Ehepaaren und Einzelpersonen vor, 140 davon bei Auslandsvermittlungsstellen.

Die Angaben zu den im Laufe eines Kalenderjahres rechtskräftig erfolgten Adoptionen sowie zu den jeweils am 31. Dezember vorgemerkten Adoptionsbewerbungen und zur Adoption vorgemerkten Kindern und Jugendlichen liefern die Adoptionsvermittlungsstellen der öffentlichen sowie der freien Träger der Jugendhilfe einmal jährlich. Auch anerkannte Auslandsvermittlungsstellen nach § 4 Abs. 2 Satz 2 AdVermiG melden Daten zu dieser Statistik.

Die Angaben zu den Adoptionsbewerbungen können Doppelzählungen enthalten.

Autorin: Dr. Julia Stoffel (Referat Auswertungen, Analysen Abteilung 1)

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