Freitag, 19. Oktober 2018

Letztes Update:04:51:05 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Staatspreis und Förderpreis für das Kunsthandwerk Rheinland-Pfalz 2019

Drucken

Anmeldefrist zum Wettbewerb für gestaltendes Handwerk: 5. November

Zum 20. Mal loben die Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz und das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz den Staatspreis sowie den Förderpreis für das Kunsthandwerk Rheinland-Pfalz 2019 aus. Zudem können Betriebe des gestaltenden Handwerks sich um den Preis des Handwerks Rheinland-Pfalz bewerben.

Ausgezeichnet werden Leistungen, die zukunftsweisende neue Ideen erkennen lassen, material- und funktionsgerecht hergestellt wurden und von herausragender handwerklicher Qualität sind. Es gibt Preisgelder zwischen 1.000 und 15.000 Euro in drei verschiedenen Kategorien zu gewinnen. Der Wettbewerb zielt darauf ab, die kulturelle Entwicklung des Handwerks in Rheinland-Pfalz anzuregen und zu fördern.

Die Anmeldefrist endet am 5. November 2018. Weitere Informationen finden Interessenten im Internet: www.Formdesign.de

Betrügerische E-Mails im Namen der Steuerverwaltung

Drucken
Vorsicht bei vermeintlichen Steuererstattungen

Viele Steuerzahler erwarten in diesen Tagen, nachdem sie ihre Steuererklärung abgegeben haben, eine Steuererstattung ihres Finanzamts. Diesen Umstand nutzen derzeit Betrüger und versenden E-Mails im Namen der Steuerverwaltung, zum Teil sogar mit Absender Bundesfinanzministerium. Dem Empfänger wird dabei eine konkrete Steuererstattung versprochen und er wird aufgefordert, per Link seine Kontoinformationen bekannt zu geben bzw. zu aktualisieren.
Das Landesamt für Steuern warnt ausdrücklich davor, auf diese sogenannten Phishing-Mails zu reagieren. Die Steuerverwaltung verschickt keine E-Mails mit Aufforderung, ihre Kontoinformationen oder andere persönlichen Daten auf darin verlinkten Webseiten bekannt zu geben.
Bei bereits erfolgter Bekanntgabe der Kontodaten sollten Betroffene umgehend ihre Bank kontaktieren.
Bei ungewöhnlichen Vorgängen empfiehlt das Landesamt für Steuern, sich mit dem zuständigen Finanzamt in Verbindung zu setzen und gegebenenfalls die Polizei einzuschalten.

Lehramtsstudium Informatik nun mit allen Fächern kombinierbar

Drucken

An der Universität Trier haben Studienanfänger bereits ab dem Wintersemester neue Wahlmöglichkeiten

Bisher war in Rheinland-Pfalz das Lehramt Informatik nur in Kombination mit Mathematik oder Physik beziehungsweise als Drittfach erlaubt. Das Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz hat nun die Landesverordnung über die Anerkennung von Hochschulprüfungen für Lehrämter geändert und das Fach Informatik dabei deutlich aufgewertet.

Wer an der Universität Trier ein Lehramtsstudium beginnt, hat nun die Qual der Wahl: Ab sofort können alle in Trier angebotenen Fächer auch mit dem Fach Informatik kombiniert werden. So sind beispielsweise Kombinationen wie Deutsch und Informatik, Geschichte und Informatik oder Biologie und Informatik endlich möglich. Die Neuregelung gilt sowohl für das Lehramt Gymnasium als auch für Realschule plus.

Die Informatikwissenschaften der Universität Trier haben schon vor Jahren erkannt, dass die Fächerbindung viele Interessierte vom Informatik-Lehramt abhält. Durch die Absolventen lässt sich der Bedarf der Schulen an Informatiklehrern jetzt schon nicht mehr decken. Wenn in Rheinland-Pfalz Informatik – wie diskutiert – zum Pflichtfach an Schulen werden sollte, wird sich dieser Mangel dramatisch verschärfen.

Die Universität Trier hatte daher neue Studienpläne für das Lehramt Informatik entwickelt und sie zusammen mit den anderen rheinland-pfälzischen Universitäten beim Ministerium für Bildung eingebracht. Diese sind in die neue Landesverordnung eingeflossen, in der auf die Fächerbindung verzichtet wird.

„Obwohl das Ministerium erst im Juni die neue Landesverordnung bekannt gegeben hat, konnten wir an der Universität Trier noch organisieren, dass man sich bei uns schon ab diesem Wintersemester für Informatik und ein zweites Wunschfach einschreiben kann“, freut sich Professor Dr. Norbert Müller von der Abteilung Informatikwissenschaften. Zugleich wirbt er für das Lehramtsstudium Informatik: „Wer sich hierfür entscheidet, hat heute und auch auf lange Sicht sehr gute Anstellungsaussichten in Rheinland-Pfalz.“

Mehr Multikulti, weniger Wahlbeteiligung

Drucken

Wer in einer Nachbarschaft mit einem hohen Ausländeranteil lebt, geht weniger wählen. Erstmals weist ein Politikwissenschaftler der Universität Trier diesen Zusammenhang mit neuen Forschungsdaten nach. André Förster sieht in seinen Studienergebnissen neue Impulse für die Wissenschaft und die Politik.

Unabhängig davon, wie gebildet Menschen sind, welchem Beruf sie nachgehen oder wie zufrieden sie mit der Demokratie sind – sie beteiligen sich weniger an einer Bundestagswahl, wenn sie in einer Nachbarschaft mit einem hohen Ausländeranteil leben. Das Phänomen konnte André Förster vom Servicezentrum eSciences der Universität Trier bei der Auswertung der Daten in seiner Dissertation beobachten.

Neu ist an seinem Studienergebnis vor allem sein methodisches Vorgehen. Der Wahlforscher hat als einer der ersten auf die „Grid“-Daten des Zensus des Statistischen Bundesamtes zurückgegriffen. In einem Gitternetz auf einen Quadratkilometer genau sind darin Informationen für ganz Deutschland erfasst, wie zum Beispiel die Ausländerquote. Förster kombinierte die Daten des Zensus 2011 und der Deutschen Wahlstudie zur Bundestagswahl 2013, German Longitudinal Election Study (GLES).

Die Studienergebnisse hält der Politikwissenschaftler für so eindeutig, dass man daraus weitere wissenschaftliche Studien ableiten sollte: „Es ist wichtig, ethnische Diversität als Faktor für politische Beteiligung in zukünftigen Studien zu berücksichtigen und langfristig zu beobachten. Die Ausbreitung der internationalen Migration bedeutet kontinuierliche Veränderungen und neue Herausforderungen für unsere Gesellschaft, die wissenschaftlich begleitet werden müssen!“

Förster kommt anhand der Ergebnisse unter anderem zu dem Schluss, dass mehr Wahlrechte für Migranten auch die Einheimischen wieder verstärkt zurück an die Wahlurne bringen könnten. Deswegen sieht der Wahlforscher die Politik in der Pflicht, Formen der politischen Partizipation für Migranten zu prüfen.

Universität Trier verleiht Forschungspreis an Schüler

Drucken

Noch bis zum 15. Juli können sich Schüler aus Rheinland-Pfalz, Luxemburg und dem Saarland um den Schülerforschungspreis 2018 bewerben. Prämiert werden Forschungsarbeiten, die als Besondere Lernleistung, Seminarfacharbeit oder Facharbeit in den Fächern Sozialkunde, Geographie oder Geschichte verfasst worden sind.

„Mit dem Preis wollen wir Schüler motivieren, bereits in der Schulzeit sozialwissenschaftlich zu forschen und sich mit gesellschaftlichen Fragestellungen wissenschaftlich auseinanderzusetzen,“ erklärt Prof. Matthias Busch vom Arbeitsbereich Didaktik der Gesellschaftswissenschaften der Universität Trier. Zusammen mit Leif Mönter, Professor für Geographie und ihre Didaktik, hat er den Schülerpreis ins Leben gerufen.

„Das wissenschaftliche Arbeiten wird in der gymnasialen Oberstufe in Rheinland-Pfalz noch wenig gefördert,“ erläutert Janka Mittermüller, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin das Projekt betreut, die Intention des Wettbewerbs. „Mit der Auszeichnung wollen wir nicht nur das Engagement und die Forschungsergebnisse der Schüler würdigen, die in ihrer Freizeit und neben der Abiturvorbereitung eigenen wissenschaftlichen Fragestellungen nachgehen, sondern auch Lehrer, die die Arbeiten zusätzlich zu ihrem Unterricht begleiten und unterstützen.“

Die eingereichten Studien werden von einer interdisziplinären Jury bewertet und im Rahmen einer Schülerkonferenz am 26. September 2018 vorgestellt, auf der auch die Preisträger prämiert werden.

Nähere Informationen unter www.gw-didaktik.uni-trier.de

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL