Mittwoch, 27. März 2019

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JubilĂ€en bei „Heimat schmeckt!“ e.V.

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Der Verein „Heimat schmeckt!“ ist ein Zusammenschluss engagierter Landwirte, Verarbeiter und Gastronomen aus der Region. „Heimat schmeckt!“ steht fĂŒr qualitativ hochwertige landwirtschaftliche Produkte und die Verwendung dieser bei der Zubereitung von Speisen in ansĂ€ssigen Gastronomiebetrieben.

Den „Heimat schmeckt!“ e.V. gibt es seit nunmehr gut 14 Jahren. Vorangegangen ist ihm eine Arbeitsgruppe unter gleichem Namen. WĂ€hrend der Verein im nĂ€chsten Jahr sein 15-jĂ€hriges Bestehen feiert, haben drei seiner Mitglieder bereits in diesem Jahr Grund zu feiern.

Der Obst- und Blumenhof MĂŒller in Nickenich feierte im Mai im Rahmen eines großen JubilĂ€umsfest sein 25-jĂ€hriges Bestehen. Im Hofladen wird Wert auf RegionalitĂ€t und QualitĂ€t gelegt, individuellen Blumenschmuck zu jedem Anlass gibt es im Blumenladen und der Rittersaal/Jagdraum bietet eine einzigartige VeranstaltungslokalitĂ€t. Familie MĂŒller bietet außerdem Planwagenfahrten durch die Region an.

Seit 20 Jahren leitet Kristine von Gudenberg, GrĂŒndungsmitglied des „Heimat schmeckt!“ e.V. den Gertruden-Hof in Weißenthurm. Zum Gertruden-Hof gehören ein Hofladen, eine ca. 2 Hektar große Obstplantage, sowie Streuobstwiesen. Auf den Streuobstwiesen werden HochstĂ€mme mit teilweise alten Obstsorten kultiviert. In der Plantage werden Tafelobst, ĂŒberwiegend Äpfel, aber auch Birnen, Pflaumen und Quitten nach Bioland-Richtlinien fĂŒr die eigene Vermarktung erzeugt.

„Wir sind der regionale Ökokisten-Lieferbetrieb im Großraum Koblenz, Andernach, Neuwied und Umgebung mit Sitz in Weißenthurm“, so Kristine von Gudenberg. „Wie liefern Ihnen leckeres, frisches Obst, GemĂŒse und andere Lebensmittel, alles aus kontrolliert biologischem Anbau, nach Hause oder zum Arbeitsplatz. Durch optimale Planung unserer Liefertouren sparen Sie und wir Energie und Ressourcen.“

Im Rahmen eines großen Hoffestes wurde das JubilĂ€um mit zahlreichen Besuchern auf dem Gertruden-Hof gefeiert. Es gab Hofbesichtigungen, FĂŒhrungen durch die Obstplantagen, leckere Speisen und GetrĂ€nke, Kinderbelustigung, ein Quiz und vieles mehr. FĂŒr musikalische Unterhaltung sorgte die Band SUNplugged.

Ein weiteres Vereins-GrĂŒndungsmitglied feiert in diesem Jahr gleich zwei JubilĂ€en: Uwe Weber vom Bio-Terrassenweingut Weber aus Lehmen hat vor 35 Jahren den elterlichen Betrieb ĂŒbernommen. „In unserer Familie hat der Weinbau eine lange Tradition und lĂ€sst sich bis zum Anfang des 17. Jahrhundert zurĂŒckverfolgen“, so Uwe Weber. „Wir bewirtschaften grĂ¶ĂŸtenteils Terrassensteilstlagen. Dies ist sogar an der Mosel eine Besonderheit, denn der Anteil dieser Lagen ist an der Mosel auf unter 5 Prozent gesunken, in Deutschland sogar unter 1 Prozent.“ Der Einsatz von Maschinen ist an diesen steilen HĂ€ngen kaum möglich. Durch die notwendige Handarbeit ist der Arbeitsaufwand etwa drei- bis viermal höher als in Flachlagen. Alle Trauben werden ausschließlich von Hand gelesen.

Vor 30 Jahren sattelte Uwe Weber auf biologischen Weinanbau ĂŒber. „Bei der Weinerzeugung bemĂŒhen wir uns sehr um Naturschutz und den Erhalt unserer Kulturlandschaft. Mit dem ökologischen Anbau haben wir uns fĂŒr die konsequenteste Form einer standortangepassten, ressourcenschonenden und umweltvertrĂ€glichen Wirtschaftsweise entschieden. Wir verzichten auf chemisch-synthetische DĂŒngemittel, Insektizide, Fungizide und Herbizide.“

NĂ€here Informationen zu „Heimat schmeckt!“ e.V. gibt es unter www.heimat-schmeckt.de oder in der VereinsbroschĂŒre, die bei Dr. RĂŒdiger Kape in der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz (0261/108420, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschĂŒtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) und bei den Mitgliedsbetrieben erhĂ€ltlich ist.

Halloweenstreiche: nicht immer harmlos

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Eltern sollten mit Kindern ĂŒber Streiche und mögliche Folgen sprechen

In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November, der Nacht vor Allerheiligen, wird seit einigen Jahren auch in Deutschland Halloween gefeiert: Als Gespenster oder Hexen verkleidete Kinder ziehen von Haus zu Haus und bitten um SĂŒĂŸigkeiten. Wer nichts geben will oder kann, dem wird ein Streich gespielt: Der Briefkasten wird beispielsweise mit Konfetti gefĂŒllt oder die MĂŒlltonne mit Toilettenpapier oder Luftschlangen eingewickelt. Diese Streiche sind harmlos, andere dagegen können strafrechtliche Konsequenzen zur Folge haben. Eltern sollten mit ihren Kindern darĂŒber sprechen.

„Wenn fremdes Eigentum beschĂ€digt, beispielsweise ein Auto beim Einwickeln mit Toilettenpapier zerkratzt wird, ist das eine SachbeschĂ€digung“, sagt Joachim Schneider, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Polizeilichen KriminalprĂ€vention der LĂ€nder und des Bundes. Dasselbe gilt, wenn die Hausfassade oder Autos mit Eiern beworfen werden oder brennende GegenstĂ€nde im Briefkasten landen. „SachbeschĂ€digungen werden mit einer Geldstrafe und sogar mit bis zu zwei Jahren GefĂ€ngnis geahndet. Hinzu kommt, dass die TĂ€ter den entstandenen Schaden ersetzen mĂŒssen“, so Schneider.

Mitgegangen, mitgefangen: Auch wer bei einem strafrechtlich relevanten Streich „nur“ dabei war, kann wegen gemeinschaftlicher SachbeschĂ€digung belangt werden und muss ebenfalls mit mindestens einer Geldstrafe rechnen. DarĂŒber hinaus sind die Kosten fĂŒr den entstandenen Schaden aufzubringen.

Zwar können Kinder bis zum  14. Lebensjahr strafrechtlich nicht belangt werden, weil sie noch nicht schuldfĂ€hig sind. Aber schon SiebenjĂ€hrige oder - bei Verletzung der Aufsichtspflicht - die Eltern, können fĂŒr die Wiedergutmachung entstandener SchĂ€den, die schnell GrĂ¶ĂŸenordnungen von einigen tausend Euro annehmen, zur Verantwortung gezogen werden.

„Es ist wichtig, dass Eltern ihre Kinder darĂŒber aufklĂ€ren, was noch als Streich durchgeht, was eine SachbeschĂ€digung ist und welche Konsequenzen daraus folgen“, betont Schneider. Außerdem sollten Eltern ihre Kinder dazu ermutigen, trotz Gruppendruck nicht bei SachbeschĂ€digungen mitzumachen, so Schneider weiter.

Umweltschutz beim Martinsfeuer beachten

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Nur unbehandelte Hölzer erlaubt – Vorsicht: Kleintiere suchen gerne Unterschlupf

KREIS MYK. Martinsfeuer gehören zum Brauchtum. Damit das Abbrennen des Feuers nicht zu einer Belastung fĂŒr die Umwelt und fĂŒr die anwesenden Zugteilnehmer fĂŒhrt, weist die zustĂ€ndige Abfallbehörde der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz auf einige wichtige Informationen hin. „Die Kontrollen in den letzten Jahren zeigen, dass alle Beteiligten mithelfen mĂŒssen, damit die Brauchtumspflege weitergefĂŒhrt und die Martinsfeuer ohne Schaden fĂŒr die Umwelt abgebrannt werden können“, so Detlef Laubach.

Die Veranstalter mĂŒssen darauf achten, dass nur unbedenkliche Materialien bereitgestellt und verbrannt werden. „Geeignete Brennstoffe sind insbesondere Astschnitt, naturbelassenes Holz und Stroh. Papier und Pappe sind nur zugelassen, um das Martinsfeuer zu entzĂŒnden“, erlĂ€utert Laubach. Nicht zugelassen sind insbesondere: beschichtetes oder getrĂ€nktes Holz wie Möbel, TĂŒren oder Fensterrahmen, Altreifen, Kunststoffe oder Plastik. Öl, Dieselkraftstoff oder Altreifen als „Starthilfe“ sind ebenfalls nicht zulĂ€ssig. „Wer trotzdem solche AbfĂ€lle verbrennt, der muss mit einem Straf- oder Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen“, erklĂ€rt Laubach. Der Platz fĂŒr das Martinsfeuer soll aus SicherheitsgrĂŒnden sorgsam ausgewĂ€hlt werden, das heißt auch mit entsprechendem Abstand zu Wald, GebĂ€uden, Straßen und öffentlichen Wegen. Der Standort des Feuers muss mit der jeweiligen Gemeinde- oder Stadtverwaltung abgestimmt werden. Das Abbrennen selbst muss drei Tage vorher bei der zustĂ€ndigen Stadt- oder Verbandsgemeindeverwaltung angezeigt werden. Der Aufbau des Feuers sollte erst wenige Tage vor dem Abbrennen erfolgen. „Wird falsches Material gestapelt oder zu frĂŒh angeliefert, dann mĂŒssen die Verursacher es aussortieren und entsorgen", informiert Laubach. Die „normalen“ Ausmaße der Feuerstelle  sollte man nicht ĂŒberschreiten. Nicht genehmigt werden ĂŒbrigens private Martinsfeuer, insbesondere auf GewerbegrundstĂŒcken. Das ist grundsĂ€tzlich unzulĂ€ssig. Detlef Laubach weist außerdem auf den Artenschutz hin: „In den aufgeschichteten Holz- und Reisighaufen können sich Igel und HaselmĂ€use aufhalten und beim Abbrennen des Martinsfeuers verbrennen oder ersticken. Beide Tierarten sind besonders geschĂŒtzt. Damit keine Tiere beim Abbrennen des Martinsfeuers umkommen, sollte man die Hölzer zunĂ€chst lagern und erst zwei oder drei Tage vorher aufschichten. Außerdem sollten die Stapel vor dem AnzĂŒnden durchgestochert werden, damit die Tiere aufgeschreckt werden und weglaufen.“

Weitere Infos gibt es bei Detlef Laubach, Tel.: 0261/108-553 oder per Email an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschĂŒtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Vorsicht, Wildtiere!

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Jagdbehörde rĂ€t zur besonderen Aufmerksamkeit auf den Straßen

KREIS MYK. Vorsicht Wildtiere: Die Jagdbehörde des Kreises Mayen-Koblenz rĂ€t zur besonderen Aufmerksamkeit auf den Straßen, da es gerade im Herbst und Winter zu gefĂ€hrlichen Begegnungen mit Wildtieren kommen kann. „Die Tage werden kĂŒrzer, immer mehr Menschen sind im Berufsverkehr in der DĂ€mmerung und der Dunkelheit unterwegs, zu Tageszeiten in denen auch Wildtiere aktiv sind. Besondere Aufmerksamkeit ist auf Straßen im Übergangsbereich zwischen Feldern und Wald notwendig“, erklĂ€rt Michael Erlemann. Im Schutz der DĂ€mmerung und Nacht wechseln Wildtiere gerne die Straßen zu ihren FutterplĂ€tzen.

Aber auch auf Straßen mitten im Wald ist grundsĂ€tzlich mit Wildtieren zu rechnen. „Wo Wald ist, sind Wildtiere und diese tauchen meist plötzlich fĂŒr den Autofahrer auf der Fahrbahn auf, auch wenn dort keine Warnschilder stehen“, so Erlemann. WĂ€hrend Fuchs, Dachs und Co. hĂ€ufig allein unterwegs sind, folgen einem auftauchenden Wild-schwein meist noch weitere Tiere. Auch ein Reh kommt selten allein. Bei Tempo 100 können je nach Gewicht des Tieres eine halbe Tonne und mehr in das Fahrzeug einschlagen. Daher wird grundsĂ€tzlich empfohlen, in dieser Jahreszeit Tempo auf den Straßen reduzieren und hĂ€ufiger mit Fernlicht fahren.

Wichtig ist auch, dass nach einem Zusammenprall mit Wildtieren die Unfallstelle abgesichert werden muss. Das ĂŒberfahrene Wild darf nicht eingeladen werden – das ist Wilderei und strafbar. Oft werden auch im Herbst und Winter hĂ€ufiger Wildtiere in einiger Entfernung von Straßen gefunden. Hier handelt es sich meist um nicht gemeldete ZusammenstĂ¶ĂŸe mit Wildtieren. „Diese Tiere starben qualvoll. JĂ€ger und Förster haben speziell ausgebildete Hunde, mit denen diese verletzten Tiere nachgesucht werden können. Daher sollten solche ZusammenstĂ¶ĂŸe umgehend der Polizei gemeldet und die Unfallstelle markiert werden“, so der abschließende Hinweis von Erlemann.

Welttierschutztag 2018

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Landwirte tragen wesentlich zum Tierwohl bei

Koblenz. AnlĂ€sslich des Welttierschutztages am 04. Oktober 2018, betont der PrĂ€sident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, dass sich der Tierschutz in der Landwirtschaft seit Jahrzehnten sehr positiv entwickelt habe: „In der Rinderhaltung sind bei Neubauten beispielsweise LaufstĂ€lle die Regel. Moderne Technologien erlauben das Melken ĂŒber Melkroboter. Dadurch entscheiden die Tiere selbst, wann sie gemolken werden möchten. Moderne Jalousien-StĂ€lle schatten die StallinnenrĂ€ume je nach SonnenintensitĂ€t selbst ab. Die Entwicklung im Tierschutz in Deutschland ist vorbildlich.“

Aber auch die Schweine- und HĂŒhnerhaltungen hĂ€tten sich deutlich verbessert. Mehr FreirĂ€ume, Spielmöglichkeiten und das Verbot der KĂ€fighaltung hĂ€tten hierzu beigetragen. Scharf wendet sich Horper allerdings gegen die „Vermenschlichung“ der Tiere. Tiere hĂ€tten ihre eigenen BedĂŒrfnisse und diese gelte es zu respektieren: „Gerade Schweine leben gerne in Gruppen, daher ist die Gruppenhaltung heute in der Landwirtschaft Standard und ein deutlicher Fortschritt im Tierschutz. Ebenso das SchwĂ€nzekupieren, wodurch das schmerzhafte Schwanzbeißen vermieden wird.“ Freilauf und Spielmöglichkeiten allein könnten das Schwanzbeißen leider nicht verhindern.

Muttersauen könnten sich frei und im Kontakt mit Artgenossen bewegen. KastenstĂ€nde in der Schweinehaltung wĂŒrden die Bewegungsfreiheit der Sauen zeitlich befristet einengen, sollten aber die Ferkel schĂŒtzen. Diese Entwicklung habe den Ferkeln vielfach das Leben gerettet. Horper Ă€rgere sich darĂŒber, wenn beispielsweise der Deutsche Tierschutzbund mit einseitiger Berichterstattung aufwarte, ohne das FĂŒr und Wider zu beleuchten. Die Landwirtschaft trage sehr wohl deutlich zum Tierschutz in Deutschland bei und dies werde auch so bleiben.

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