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Trier, 28. August 2018 Wirkt sich die Ernährung auf die Stressresistenz aus?

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Die Abteilung Biologische und Klinische Psychologie der Universität Trier untersucht, ob bestimmte Ernährungsfaktoren das Auftreten von Stress im Alltag verringern oder begünstigen können. Um Antworten auf diese Fragen zu finden, werden Teilnehmer an einer Studie gesucht.

Teilnehmen können Männer zwischen 18 und 40 Jahre. Sie leisten damit nicht nur einen Beitrag zur Erforschung dieser relevanten Frage, sondern erfahren auch etwas über ihre eigene Stressresistenz.  Darüber hinaus erhalten Teilnehmer eine Aufwandentschädigung in Höhe von 30 Euro.

Die Studie wird im Labor an der Römerbrücke in Trier durchgeführt. Sie besteht aus einem kurzen Online-Fragebogen, einem etwa zehnminütigen Telefongespräch zur Prüfung von Einschlusskriterien und einem etwa zweistündigen Testungstermin am späten Nachmittag. Dabei ist ein Belastungstest zu absolvieren und es wird zu mehreren Zeitpunkten das Stressniveau auf physiologischer und subjektiver Ebene gemessen.

Interessierte wenden sich per E-Mail (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) an Dr. Bernadette von Dawans mit dem Betreff „Ernährung und Stressresistenz – 006“ oder sie füllen gleich den Online-Fragebogen aus: ww2.unipark.de/uc/Glucose/Screen.

Weltmeister im Zigarre langsam rauchen

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Hauke Walter holt Titel an den Mittelrhein

Hauke WALTER, der amtierende Deutsche Meister im Zigarre langsam rauchen hat am 1. September 2018 um 20.30 Uhr die Weltmeisterschaft in Split gewonnen. Der Heimbach-Weißer ist amtierender Deutscher Meister und hatte sich in Düsseldorf zur Teilnahme an der WM in Kroatien qualifiziert. Mit einer Rauchzeit von zwei Stunden 48 Minuten und 25 Sekunden holte er in Split den Weltmeistertitel nach Deutschland.

Erfolgreich war auch der Neuwieder Uwe Domaschk, der mit einer Rauchzeit von 2 Stunden und 20 Minuten den 5. Platz von 135 Teilnehmern aus 34 Nationen belegte.

Das Langsamrauchen ist eine Kavaliersdiziplin und setzt den „Fairplay“ Gedanken voraus. Jeder Teilnehmer erhält einen Cutter und eine Schachtel mit zwei Streichhölzern und sucht sich seine Zigarre selbst aus. Nach Aufforderung hat man eine Minute Zeit, die Zigarre anzuschneiden und in einer weiteren Minute anzuzünden. Ein weiteres Nach- oder Anzünden ist nicht gestattet. In den darauffolgenden fünf Minuten ist es nicht erlaubt, zu sprechen oder sonstige Lautäußerungen abzugeben. Die Zigarre muss während des gesamten Wettbewerbes in der Hand oder mit dem Mund gehalten werden. An ihr darf nur gezogen werden. Das Anbrennen des Zigarrenringes führt zur Disqualifikation. Für vorzeitiges Abaschen in den ersten 40 Minuten, ob absichtlich oder unabsichtlich, gibt es Zeitabzüge.

Angefangen hatte alles im August 2017 beim Wettrauchen im Koblenzer „Pipehouse“, bei der sich Uwe Domaschk (Gewinner der Vorentscheidung) und Hauke Walter (damals Zweitplatzierter) zur Teilnahme an der „Deutschen Meisterschaft im Zigarre langsam rauchen“ in Hamburg qualifizierten. In der Hansestadt entschied Hauke Walter den Wettbewerb 2017 für sich. Bestätigt wurde der Titel Deutscher Meister durch eine weitere Qualifikation in Düsseldorf. Der Weltmeister-Titel geht im Jahr 2018 erstmalig an den Mittelrhein. Im heimischen Rauchclub der beiden, dem ÄTC = Älteres Tabaks Collegium in Neuwied Heddesdorf gibt’s jetzt was zu feiern. Weitere Informationen unter www.ätc.de

Sammlungsverbot gegen „Hilfe für krebskranke Kinder e.V.“ – ADD bittet um Mitteilung

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Trier/Rheinland-Pfalz – Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) - landesweite Spendenaufsicht in Rheinland-Pfalz – hat dem Verein Hilfe für krebskranke Kinder e.V. mit Sitz in Bielefeld/Nordrhein-Westfalen sofort vollziehbar untersagt, Spendensammlungen sowie öffentliche Spendenaufrufe in Rheinland-Pfalz durchzuführen. Das bestandskräftige Sammlungsverbot beinhaltet auch den Stopp von Förderbeiträgen, welche wiederkehrend von dem Konto der Spender abgebucht werden.

Die ADD bittet rheinland-pfälzische Spender und Förderer des Vereins Hilfe für krebskranke Kinder e.V. mit Sitz in Bielefeld/NRW um Überprüfung ihrer Kontoauszüge, ob die wiederkehrenden Einzüge durch den Bielefelder Verein gestoppt wurden. Sollten weiterhin Einzüge erfolgen, bittet die ADD um sofortige Mitteilung.

30 Jahre Flugtagkatastrophe Ramstein

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Es gibt Leid, das nie vergeht

„Kaum ein anderes Unglück ist so tief im Gedächtnis unseres Landes verankert wie die Flugtagkatastrophe in Ramstein. Es bewegt uns auch nach 30 Jahren noch immer. Deswegen wollen wir den Opfern und ihren Angehörigen heute sagen, dass wir in Gedanken bei ihnen sind“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim Gedenkgottesdienst in der St. Nikolaikirche in Ramstein. An diesem verhängnisvollen Sommertag vor 30 Jahren waren 300.000 Menschen zur Flugschau der US-Luftstreitkräfte gekommen. Gegen 15.45 Uhr mussten sie miterleben, wie drei italienische Militärjets kollidierten und abstürzten. Eine Maschine landet als riesiger Feuerball direkt in einer Zuschauermenge. 70 Menschen starben, etwa 400 Menschen wurden schwer verletzt. Bis heute leiden viele Überlebende und Hinterbliebene an den körperlichen und seelischen Folgen.

Mit diesem Unglück habe für viele Familien und Hinterbliebenen der Opfer ein langer Leidensweg begonnen, auch weil unnötige bürokratische Hürden es erschwert hätten,  die körperlichen, seelischen und finanziellen Folgen bewältigen zu können, so die Ministerpräsidentin. Ein Muster, das Opfer von großen Katastrophen bis heute erleiden. „Der Ministerrat hat deshalb in seiner heutigen Sitzung mit Detlef Placzek einen Opferbeauftragen berufen. Der langjährige Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung bringt dafür die richtigen fachlichen und persönlichen Voraussetzungen mit. Der ehrenamtliche Opferbeauftragte wird sich  um die Belange der Betroffenen nach Naturkatastrophen, Terroranschlägen oder größeren Unglücken kümmern. Damit wollen wir Antragswege verkürzen und das Leid der Opfer und Hinterbliebenen nicht noch mit bürokratischen Hürden belasten“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Ramstein wirke bis heute in verschiedenster Weise nach, die Gesellschaft habe gelernt und Veränderungsprozesse durchlaufen. Solche riskanten Flugschauen seien heute in Deutschland weitgehend verboten. Zudem würden die psychischen Verletzungen bei den Opfern heute gesehen und besser behandelt. „Wir wissen heute, dass die Organisation der Rettungskette unzureichend war und haben daraus die richtigen Schlüsse gezogen, um die Zusammenarbeit zu verbessern. Aber die eingesetzten Rettungskräfte, Sanitäter und Feuerwehrleute haben damals Übermenschliches geleistet. Ihnen gebührt tiefer Dank und höchste Anerkennung. Viele von ihnen haben bis heute schwer an den Erlebnissen von der Unfallstelle zu tragen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Heute existierten Programme, um derartig schreckliche Erlebnisse und extreme psychische Belastungen zu bewältigen. Auch dies sei eine der Lehren aus Ramstein.

Nicht nur auf deutscher, sondern auch auf amerikanischer Seite habe das Unglück tiefe Wunden hinterlassen. „Die gemeinsamen Erlebnisse dieser schlimmen Katastrophe haben uns zusammengeschweißt. Das Unglück hat die Freundschaft zwischen Rheinland-Pfalz und den amerikanischen Bürgern und Bürgerinnen gestärkt und die Zusammenarbeit verbessert“, betonte die Ministerpräsidentin.

Die Katastrophe und der Schmerz der Opfer und Hinterbliebenen werden allerdings niemals verjähren. „Wir können nichts ungeschehen machen, aber wir können gedenken, zusammenstehen und uns gegenseitig stützen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ihr Dank galt der Nachsorgegruppe, die sich bis heute gegenseitig stützt.  Stellvertretend für viele andere nannte sie Heiner Seidlitz und die Familie Jatzko, die vielen Betroffenen Halt gegeben und Strukturen zur Selbsthilfe geschaffen haben. „Dass das posttraumatische Belastungssyndrom, also eine seelische Erkrankung nach einem traumatischen Erlebnis, inzwischen als Krankheit anerkannt ist, ist auch ihrem Engagement zu verdanken“, so die Ministerpräsidentin. „Mein Kabinett hat heute beschlossen, im Hinblick auf das besondere Engagement von Sybille und Dr. Hartmut Jatzko bei der Betreuung und Versorgung von Opfern, Angehörigen und Hinterbliebenen, die Gründung der Stiftung „Katastrophen-Nachsorge“ zu unterstützen. Das Land wird im kommenden Haushaltsjahr mit 12.500 Euro die Hälfte des Gründungskapitals zustiften. Damit wollen wir als Land mit dafür Sorge tragen, dass die Trauma-Arbeit von Familie Jatzko auf ein breites Fundament gestellt und damit für die Zukunft gesichert werden kann“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Vollstationäre Behandlungen erstmals seit 2004 leicht rückläufig

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Im Jahr 2017 wurden in den rheinland-pfälzischen Kliniken 951.846 Patientinnen und Patienten vollstationär versorgt. Nachdem die Patientenzahlen zuvor 13 Jahre kontinuierlich gestiegen waren, ist die Zahl der Behandlungsfälle nach Angaben des Statistischen Landesamtes gegenüber dem Vorjahr erstmals leicht gesunken (minus 1,5 Prozent).

Die durchschnittliche Verweildauer der vollstationär Versorgten lag wie im Vorjahr bei 7,1 Tagen. Wegen der rückläufigen Patientenzahlen sank die Gesamtzahl der stationären Behandlungstage im Vorjahresvergleich ebenfalls leicht (minus 1,0 Prozent). Im Zehnjahresvergleich ist ein deutliches Plus der Fallzahlen von 12,7 Prozent zu verzeichnen. Dies ergibt sich insbesondere aufgrund der zunehmenden Alterung der Bevölkerung und des sich daraus ergebenden höheren Risikos der Erkrankung.

Ungeachtet dieser Entwicklung im „klassischen“ vollstationären Bereich gewinnen Behandlungsformen mit Aufenthaltszeiten von weniger als 24 Stunden zunehmend an Bedeutung: So ist die Anzahl der in den Krankenhäusern durchgeführten ambulanten Operationen gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent, die Zahl teilstationärer Klinikaufenthalte gegenüber dem Jahr 2016 sogar um 13,9 gestiegen. Auch mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre sind die Patientenzahlen in diesen Bereichen mit 40,5 Prozent bzw. 33,7 Prozent deutlich stärker gewachsen als die vollstationären Behandlungsfälle.

Behandlungen in Fachkliniken für Psychiatrie und Neurologie weiter steigend

Aus den Zahlen ist zu erkennen, dass psychische Erkrankungen in den zurückliegenden Jahren vermehrt auftreten oder zunehmend als solche diagnostiziert und behandelt werden. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Plus von 0,5 Prozent bei den vollstationären Behandlungen in ausschließlich psychiatrischen Einrichtungen zu vermelden. Seit 2007 haben sich die jährlichen Fallzahlen merklich um 35 Prozent auf rund 9.800 erhöht.

Vergleichsweise langsamer Zuwachs bei Pflegekräften

In den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern wurde in den zurückliegenden Jahren vor allem Personal im medizinischen Bereich aufgebaut: Gemessen in Vollkräften sind im Vergleich zu 2016 1,7 Prozent mehr Ärzte (115 Vollkräfte) beschäftigt worden. Auch im medizinisch-technischen Dienst (plus 4,6 Prozent bzw. 299 Vollkräfte) und den Funktionsdiensten (plus 4,2 Prozent bzw. 206 Vollkräfte) wurde deutlich mehr Personal eingesetzt als 2016. Vergleichsweise verhalten vollzog sich die Entwicklung bei der Zahl der Pflegekräfte: Im Vorjahresvergleich ergab sich hier lediglich eine Steigerung um 0,5 Prozent bzw. 85 Vollkräfte. Wie aus den jährlichen Meldungen der Krankenhäuser hervorgeht, werden nicht-medizinische Aufgaben seit einigen Jahren vermehrt an externe Dienstleister vergeben. Dementsprechend sind die Personalzahlen beim klinischen Hauspersonal (beispielsweise Reinigungskräfte) und im Wirtschafts- und Versorgungsdienst (beispielsweise Handwerker oder Küchenpersonal) weiterhin stark rückläufig.

Die Zahlen stammen aus der Krankenhausstatistik. Einmal im Jahr liefern die Krankenhäuser Eckdaten zur Versorgung und Personal an das Statistische Landesamt.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

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