Dienstag, 20. April 2021

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Wussten Sie schon, …

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…dass die SGD Nord auch mit Universitäten und Hochschulen zusammenarbeitet

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord ist in vielen Bereichen tätig: Sie vereint Gewerbeaufsicht, Wasser- und Abfallwirtschaft, Bodenschutz, Raumordnung, Landesplanung, Naturschutz und Bauwesen sowie eine Servicestelle für Unternehmer und Existenzgründer unter einem Dach. In vielen dieser Bereiche ist es wichtig, dass neueste Erkenntnisse in die Arbeit der Experten einfließen. „Aus diesem Grund arbeitet die SGD Nord auch mit Universitäten und Hochschulen zusammen, ermöglicht und unterstützt die Forschung und profitiert letztlich von den Ergebnissen“, erklärt SGD-Nord-Präsident Dr. Ulrich Kleemann.

Beispiel Naturschutz: In der jüngeren Vergangenheit hat es mit verschiedenen Hochschulen eine zum Teil intensive Zusammenarbeit gegeben – etwa zur Rückkehr des Wolfes oder zum Schutz von Amphibien und Wiesenvögeln. Daneben findet ein regelmäßiger Austausch bei naturschutzfachlichen Untersuchungen statt. Im Rahmen von Bachelor- oder Masterarbeiten und Dissertationen werden Studenten unterstützt, indem man ihnen Einblick in die praktische Arbeit gewährt und ihnen Möglichkeiten gibt, ihre Forschungsarbeit durchzuführen. Untersuchungen, die Relevanz für die Arbeit der SGD Nord haben könnten, können auch gefördert werden. So führte die Universität Koblenz beispielsweise eine Untersuchung zur Vielfalt von Insekten in der Agrarlandschaft durch, die Uni Trier untersuchte die Bestandssituation und Bestandstrends von Wildbienen und Heuschrecken in Rheinland-Pfalz. Beide Projekte wurden im Rahmen der „Aktion Grün“ gefördert.

Beispiel Bodenschutz: Eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschulen besteht auch bei Studien- und Abschlussarbeiten. So wurden beispielweise im Rahmen einer auch von einem SGD-Mitarbeiter betreuten Arbeit schädliche Bodenveränderungen durch Verdichtung untersucht und dort Messverfahren verglichen, aber auch konkret Schutzmaßnahmen bei Baustraßen betrachtet. Die SGD Nord profitiert als Bodenschutzbehörde, weil sie unter anderem eine Aussage zur Effektivität von Schutzmaßnahmen erhielt, und konkret auch dazu, ob die geforderten Maßnahmen gegen Verdichtungsschäden unter den Baustraßen erfolgreich waren.

Beispiel Landesplanung: In der europäischen Großregion, die Luxemburg, die ehemalige Region Lothringen, das Saarland, Rheinland-Pfalz, die wallonische Region sowie die deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien umfasst, arbeitet die SGD Nord seit Jahren mit 24 anderen Partnern an einem ganz speziellen, länderübergreifenden Raumentwicklungskonzept, um diese Region zu einem attraktiven Lebensraum zu machen. Daran sind auch diverse Universitäten beteiligt. Die Vertreter der Universitäten arbeiten in einem Wissenschaftsausschuss, der den Prozess der Ausarbeitung, die Umsetzung und die Evaluierung des Projekts über alle Phasen wissenschaftlich begleitet.

Beispiel Welterbe Oberes Mittelrheintal: Die bei der SGD Nord angesiedelte Initiative Baukultur hat gemeinsam mit der Hochschule Koblenz und dem Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz sowie einer Arbeitsgruppe aus verschiedenen Fachleuten einen Leitfaden zur Straßenraumgestaltung im Welterbe Oberes Mittelrheintal entwickelt.

Kooperationen im Rahmen von Masterarbeiten gibt es derzeit auch in der Wasserwirtschaft. Zum Thema Asbest arbeitete die zur SGD Nord gehörende Gewerbeaufsicht mit der Universität Gießen zusammen, um medizinische Erkenntnisse für den Arbeitsschutz zu gewinnen.

Mit der Vortragsreihe „Verwaltung trifft Wissenschaft“ beleuchtet die SGD Nord seit Jahren den beschriebenen Austausch zwischen Lehre und Praxis. Dazu lädt Präsident Dr. Ulrich Kleemann Gastreferenten aus Wissenschaft und Verwaltung ein. Am Mittwoch, 9. Dezember, 16 Uhr, ist es wieder soweit. Dann geht es um den Klimawandel und seine Folgen. Die Vorträge halten Dr. Ulrich Matthes, der Leiter des Kompetenzzentrums für Klimawandelfolgen, und – in Vertretung für den bislang angekündigten Dr. Kleemann – Joachim Gerke, der Abteilungsleiter Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz bei der SGD Nord.

Wegen der Corona-Pandemie wird die Veranstaltung erstmals als Livestream auf dem YouTube-Kanal der SGD Nord angeboten. Falls Sie Interesse an dem Thema haben, finden Sie den Livestream am Mittwoch, 9. Dezember, ab 16 Uhr unter der Adresse https://youtu.be/aO5KehUP7qk. Der Livestream ist frei zugänglich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sie können während der Liveübertragung auch Fragen stellen: Senden Sie diese bitte per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Die Referenten werden diese im Anschluss an die Vorträge beantworten.

Händeschütteln und Begrüßungskuss werden selten

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Nach dem Ende der Corona-Pandemie wollen viele weiter auf die Begrüßungsrituale verzichten.

Dem Geschäftspartner höflich die Hand schütteln, die gute Freundin mit einem Küsschen begrüßen: In der Nach-Corona-Zeit werden diese Rituale viel seltener zu sehen sein. Diese Prognose leiten Prof. Dr. Xenia Matschke und Prof. Dr. Marc Oliver Rieger von der Universität Trier aus einer gemeinsamen Untersuchung ab. Danach will die Mehrheit der befragten Studienteilnehmer (57 Prozent) ihr Begrüßungsverhalten dauerhaft ändern – sei es, um Ansteckungsgefahr zu vermeiden oder weil sie sich daran gewöhnt haben.

Basis der Studie sind zwei Umfragen an der Universität Trier im April und September 2020. In der Studie stellen die beiden Wirtschaftswissenschaftler fest, dass in den ersten Monaten nach dem Pandemie-Ausbruch Händeschütteln und Begrüßungsküsse drastisch zurückgingen. Im April begrüßten nur noch 0,5 Prozent der Befragten genau wie zuvor. Im September waren mit 2,4 Prozent wieder mehr Menschen zum Begrüßungsverhalten vor Corona zurückgekehrt, obwohl die gleichen Beschränkungen und Empfehlungen galten. Dennoch war es nur eine kleine Minderheit.

Die Zahl der Befragten, die ihr Begrüßungsverhalten dauerhaft ändern wollen, blieb zwischen April und September etwa gleich hoch. „Diese über Monate hohe Kontinuität lässt darauf schließen, dass diese Personen ihr Verhalten tatsächlich nachhaltig ändern werden“, folgern Professorin Matschke und Professor Rieger.

Eine massive Verschiebung zwischen den beiden Befragungswellen wurde dagegen bei der Betrachtung der Motive offenkundig. In der Erhebung im September erwies sich eine kritische Haltung gegenüber den Corona-Maßnahmen oder der Glaube an Verschwörungstheorien als eine Triebfeder für das Händeschütteln oder den Begrüßungskuss. Das hatte in der ersten Befragung im April anders ausgesehen. In diesem frühen Pandemie-Stadium hatte eine kritische Haltung keine Auswirkungen auf das Begrüßungsverhalten gezeigt. „Dahinter könnte man eine Form des Protestes vermuten. Um das zu belegen, braucht es aber weitere Untersuchungen“, sagen die Forscher.

Mit ihren Studien wollen Prof. Matschke und Prof. Rieger aktuelle Entwicklungen zu COVID-19 wissenschaftlich beobachten und analysieren. Auch wenn die Studien nicht repräsentativ sind, lassen sich damit frühzeitig interessante Trends erkennen, die in weiteren Arbeiten vertieft werden können.

Zur Studie: https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb4/prof/BWL/FIN/Files/shake_hands10.pdf

Die Studie

Xenia Matschke, Marc Oliver Rieger: „Kisses, Handshakes, COVID-19 – Will the Pandemic Change Us Forever?“. November 2020

Anrufe, Briefe, Mails und 100.000 Euro: Stadt und Polizei danken für die Unterstützung

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(mic) Die Stadt Trier erfährt nach der schrecklichen Amokfahrt vom 1. Dezember eine sehr große Solidarität von Menschen aus aller Welt. Auf dem eigens eingerichteten Spendenkonto für die Opfer der Amokfahrt sind schon über 100.000 Euro eingegangen.

OB Wolfram Leibe dankt den vielen Menschen für ihre Spenden und allen, die sich per Post, per E-Mail oder in den Social-Media-Netzwerken mit Hilfsangeboten, Anteilnahme oder mit guten Wünschen ans Rathaus gewandt haben. OB Leibe: „Es hilft uns allen sehr, zu sehen, wie groß die Hilfsbereitschaft innerhalb und außerhalb der Stadt Trier ist. Im Angesicht einer so mörderischen Tat stehen die Menschen zusammen. Im Namen der Bürgerinnen und Bürger Triers danke ich für diese überwältigende Anteilnahme, für die vielen von Herzen kommenden, guten Wünsche und die Unterstützungsangebote. Sie geben uns Trost, Kraft und Zuversicht, durch diese schwere Zeit zu kommen.“

Auch Polizeipräsident Rudolf Berg bedankt sich bei den Menschen für ihre Unterstützung. „Viele Passanten haben spontan Hilfe geleistet und unsere Einsatzkräfte unmittelbar nach dem Ereignis unterstützt“, sagt Berg, „zahlreiche Menschen, die diese schlimme Tat selbst miterleben mussten, haben sich bei uns gemeldet, um uns mit ihren Angaben bei der Aufklärung der Tat zu helfen.“ Darüber hinaus seien zahlreiche Hinweise, Fotos und Videos bei der Polizei eingegangen, mit deren Hilfe der Tathergang geklärt werden soll.

Im Rathaus gingen allein per Post und per E-Mail seit Dienstag über 300 Schreiben aus aller Welt ein. Die Oberbürgermeister der Trierer Partnerstädte kondolierten ebenso wie zahlreiche Verwaltungsoberhäupter aus der Region Trier und aus Rheinland-Pfalz, aber auch Bürgerinnen und Bürger aus den Niederlanden, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Luxemburg oder der Schweiz.

Für alle Fragen im Nachgang zur Amokfahrt hat die Stadt Trier als zentrales Postfach ab sofort die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. geschaltet.

Auf dem Spendenkonto, mit dem die Angehörigen der Opfer unterstützt werden, sind am ersten Tag schon über 100.000 Euro an Spenden eingezahlt worden. Dazu gehören 20.000 Euro, die die Sparkasse Trier gespendet hat, aber auch weitere kleine und größere, teils auch fünfstellige Beträge von rund 1300 Einzelspendern.

Gespendet werden kann auf folgendes Konto:

Kontoinhaber: Stadt Trier mit Kontozusatz: „Trier steht zusammen“
IBAN: DE83 5855 0130 0001 1217 55
BIC: TRISDE55XXX
Institut: Sparkasse Trier

SGD Nord: Sicheres Kinderspielzeug unter dem Weihnachtsbaum

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Auch im Dezember hat die Empfehlung weiter Bestand: Abstand halten und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Trotzdem sollen Kinderaugen an Weihnachten leuchten, weshalb viele Eltern nicht auf die persönliche Auswahl von Spielzeugen verzichten wollen. Entgegen dem Trend der Online-Bestellung möchten auch viele Menschen die heimische Wirtschaft unterstützen. Egal, wie die Entscheidung aussieht: Damit die Freude über das neue Geschenk auch über Weihnachten hinaus anhält, gibt die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord einige Tipps zum Kauf von Spielzeug, denn im nördlichen Rheinland-Pfalz ist sie für die Marktüberwachung zuständig.

Von Spielzeug und seiner Verpackung dürfen keine unmittelbaren Gefahren sowie Gesundheitsbelastungen ausgehen. Deshalb sollten Sie bei der Auswahl auf qualitativ hochwertige sowie nachhaltige Produkte achten, die für das Lebensalter des Kindes geeignet sind. Eine Gefahr kann auch von zu lauten Spielzeugen ausgehen, weil diese zu einer Schädigung des Gehörs führen können. Die Sicherheit von Spielzeug ist rechtlich geregelt. Dazu hat die EU die Spielzeugrichtlinie und die entsprechenden Normen erlassen sowie die CE-Kennzeichnung geschaffen. Wer Spielzeug herstellt oder importiert, muss das CE-Zeichen aufdrucken und damit garantieren, dass er sich an die geltenden Vorschriften hält. Fehlt das CE-Zeichen, lässt dies auf einen besonders nachlässigen Hersteller oder Importeur schließen.

Der Anbringung eines CE-Kennzeichens geht eine systematische Sicherheitsbewertung voraus, in welcher der Hersteller unter Anwendung der oben genannten Normen die mit einem Spielzeug verbundenen potenziellen Gefahren ermittelt. Hierbei werden zum Beispiel die mechanischen, physikalischen, elektrischen sowie Entflammbarkeitsgefahren erkannt, bewertet und soweit wie möglich minimiert.

Hier die wichtigsten Punkte:

  • Die CE-Kennzeichnung muss sichtbar, leserlich und dauerhaft vorhanden sein. Mit dem CE-Zeichen erklärt der Hersteller, dass das Spielzeug der Europäischen Richtlinie für Spielzeuge entspricht.
  • Name und Anschrift des Herstellers oder Importeurs müssen sichtbar, leserlich und dauerhaft auf dem Spielzeug oder der Verpackung angegeben sein.
  • Dem Spielzeug muss eine Gebrauchsanleitung und die erforderlichen Sicherheitsinformationen in deutscher Sprache beigefügt sein.
    Diese Informationen können sich auf der Verpackung, auf einem Beipackzettel oder in einem Hinweis befinden.
  • Spielzeug, das für Kinder unter 3 Jahren gefährlich sein kann, muss einen Warnhinweis mit Nennung der spezifischen Gefahr tragen (z.B.: Achtung! Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren wegen verschluckbarer Kleinteile).

Unser Tipp: Kaufen Sie lieber weniger, dafür qualitativ hochwertiges Spielzeug – Ihrem Kind und seiner Umwelt zuliebe.

Schienenhilfe ruft private Güterbahnen und DB Cargo auf:

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Übernehmt keine lauten Güterwagen aus dem Ausland

Koblenz, 2. Dezember. – Die Bürger*inneninitiative Deutsche Schienenhilfe bittet die Privaten Güterbahnen und die DB Cargo, ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember keine lauten Güterwagen aus dem Ausland mehr zu übernehmen. Das erklärte ihr Sprecher Jochen Zenthöfer.

Hintergrund ist die Ankündigung des Bundesverkehrsministeriums, das Fahren mit lauten Waggons erst ab Ende 2021 an zu sanktionieren – ein Jahr später als geplant. Damit werden die Sanktionen des Schienenlärmschutzgesetzes faktisch Makulatur. Nebenbei werden die deutschen Güterwagenhalter, die zu 99 % auf leise Sohlen umgerüstet haben, für ihren Lärmschutz benachteiligt.

„Jetzt liegt es in der Hand der privaten Güterbahnen und der DB Cargo“, so Zenthöfer weiter: „Sie sind nicht verpflichtet, an den Landesgrenzen die ausländischen Güterwagen zu übernehmen. Wenn die Waggons noch mit lauten Graugussohlen unterwegs sind, sollten sie an der Grenze stehen bleiben. Die ausländischen Unternehmen hatten jahrelang Zeit, die Waggons umzurüsten. Jetzt darf nicht Corona als Ausrede benutzt werden!“ Eine Ausnahme sollte nur gemacht werden für Waggons, die medizinische Materialien zur Pandemiebekämpfung transportieren. Diese sollten an den Grenzen übernommen werden, auch wenn sie noch laut sind.

„Jahrelang haben die Bürger*innen im Rheintal, in Sachsen, im Inntal, an der Mosel, in Nordrhein-Westfalen und an vielen anderen Orten auf das Schienenlärmschutzgesetz gehofft. Jetzt liegt es in der Hand der Privaten Güterbahnen und der DB Cargo, ob diese Hoffnung wenige Tage vor Gesetzesbeginn stirbt“, so die Schienenhilfe. „Die deutschen Güterwagenunternehmen haben umgerüstet und an die lärmgeplagten Bürger*innen gedacht. Bei aller Kritik, die wir gerne (und oft) äußern: Dafür danken wir!“

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