Dienstag, 20. April 2021

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Mehr als 100 Millionen Euro für Jugend- und Jugendsozialarbeit

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Im Jahr 2019 haben die rheinland-pfälzischen Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe rund 104 Millionen Euro für die Jugend- und Jugendsozialarbeit ausgegeben. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, entspricht dies einem Zuwachs von 5,8 Millionen Euro bzw. 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den vergangenen zehn Jahren ist das Budget um mehr als 30 Millionen Euro bzw. 45 Prozent gewachsen.

Rechnerisch wurden 2019 damit je jungem Menschen – nach dem Sozialgesetzbuch sind dies alle unter 27-Jährigen – durchschnittlich rund 97 Euro für Maßnahmen der Jugend- und Jugendsozialarbeit aufgewendet. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 92 Euro; zehn Jahre zuvor waren es 64 Euro. Die Zunahme der Pro-Kopf-Ausgaben resultiert aus einer absoluten Steigerung der Leistungen bei gleichzeitigem Rückgang der Bevölkerung unter 27 Jahren.

In ihrer Funktion als örtliche Träger tätigten die Kommunen rund 85 Prozent (89 Millionen Euro) der gesamten Ausgaben; weitere rund 16 Millionen Euro (15 Prozent) wurden unmittelbar durch das für Jugend zuständige Landesministerium sowie das Landesjugendamt als überörtliche Träger der Kinder- und Jugendhilfe erbracht.

Auf Maßnahmen der Jugendarbeit entfielen fast 70 Prozent der Ausgaben (73 Millionen Euro); ein Plus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr bzw. 31 Prozent gegenüber 2009. Im Wesentlichen umfassen Ausgaben für Jugendarbeit Freizeitangebote, Jugendbildung, -beratung und -information sowie die Aus- und Weiterbildung der in der Jugendarbeit Tätigen.

Weitere 31 Millionen Euro wurde für Maßnahmen der Jugendsozialarbeit mit dem Ziel bereitgestellt, junge Menschen durch gezielte sozialpädagogische, therapeutische und sonstige Dienste sowie Beratungen in ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung zu fördern und sie bei der Eingliederung in die Arbeitswelt und bei der sozialen Integration zu unterstützen. Gegenüber 2018 ist dies eine Steigerung um 5,0 Prozent; binnen zehn Jahren ist ein Anstieg um 97 Prozent festzustellen.

Der regionale Umfang – gemessen an den Pro-Kopf-Ausgaben der örtlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe – fiel auch im Jahr 2019 sehr unterschiedlich aus. Bezogen auf die jeweilige Bevölkerung im Alter von unter 27 Jahren lagen die Ausgaben je jungem Menschen in den kreisfreien Städten mit rund 119 Euro deutlich höher als in den Landkreisen (68 Euro).

Die Erfassung der Ausgaben (Auszahlungen) und Einnahmen (Einzahlungen) der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe wird jährlich als Vollerhebung durchgeführt. Nach § 102 Absatz 2 Nummer 1 bis 5 S G B V I I I sind die örtlichen und überörtlichen Träger der Jugendhilfe, die obersten Landesjugendbehörden, die fachlich zuständige oberste Bundesbehörde sowie die kreisangehörigen Gemeinden und Gemeindeverbände, soweit sie Aufgaben der Jugendhilfe wahrnehmen, auskunftspflichtig. Sie übermitteln ihre Daten einmal jährlich auf elektronischem Weg dem Statistischen Landesamt.
Mit der Erhebung soll ein umfassender Überblick über die Ausgaben (Auszahlungen) aus öffentlichen Mitteln nach Hilfe- und Einrichtungsarten für den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie über die entsprechenden Einnahmen (Einzahlungen) ermöglicht werden. Die Ergebnisse werden für regionale und zeitliche Vergleiche des Ausgabenvolumens bzw. des Auszahlungsvolumens und der Ausgaben-/Auszahlungsstruktur benötigt. Ferner dienen sie zugleich den örtlichen und überörtlichen Trägern der Jugendhilfe als Grundlage für Planungsentscheidungen und stellen außerdem eine wichtige Grundlage für die Fortentwicklung des Jugendhilferechts dar.
Die Aussagekraft der Regionalergebnisse ist dahingehend eingeschränkt, dass in der Statistik keine wohnortbezogenen Informationen über die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der Jugend- und Jugendsozialarbeit vorliegen und örtliche Angebote auch von jungen Menschen mit Wohnort außerhalb des Zuständigkeitsbereichs des jeweiligen Trägers wahrgenommen werden.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

Keine Erstattung des Weihnachtsgeldes als Kurzarbeitergeld möglich

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Zum Jahresende zahlen viele Arbeitgeber Weihnachtsgeld aus. Die einmalige Sonderzahlung kann bei der Berechnung des Kurzarbeitergeldes nicht berücksichtigt werden

Kurzarbeitergeld berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Soll-Entgelt und dem Ist-Entgelt, also zwischen dem, was die Arbeitnehmer verdienen sollten und dem, was sie tatsächlich verdienen. Einmalig gezahltes Entgelt, wie etwa Weihnachtsgeld oder auch Urlaubsgeld, kann bei der Berechnung des Soll-Entgeltes und des Ist-Entgeltes nicht berücksichtigt werden.

Weil das Weihnachtsgeld bei der Bemessung des Kurzarbeitergeldes nicht berücksichtigt werden kann, können hierfür auch keine Sozialversicherungsbeiträge erstattet werden.

SGD Nord:

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Sieben- und Gartenschläfer halten jetzt Winterschlaf und gehören zu den geschützten Arten

Der Schutz von heimischen Tier- und Pflanzenarten ist wichtig, um das Ökosystem zu erhalten. Genau darum kümmert sich die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als Obere Naturschutzbehörde im nördlichen Rheinland-Pfalz. Sie sorgt beispielsweise für den Erhalt und den Schutz der Sieben- und Gartenschläfer.

Auch wenn sie als kleine Quälgeister bekannt sind, darf nicht vergessen werden, dass es sich um gesetzlich geschützte Arten handelt. Sie dürfen daher nicht ohne vorherige artenschutzrechtliche Befreiung, die bei der SGD Nord beantragt werden muss, umgesiedelt werden. Nur wenn ein besonderer Grund vorliegt, ist eine Umsiedlung der possierlichen kleinen Tierchen erlaubt. Ein besonderer Grund liegt dann vor, wenn sie es sich in einem Stromkasten oder gar in der Mehlkammer einer Bäckerei gemütlich gemacht haben.

Doch wie genau geht eine Umsiedlung vonstatten? Das Einfangen muss mit einer Lebendfalle erfolgen, die auch regelmäßig kontrolliert werden muss, da die Tiere in Gefangenschaft stressbedingt sterben könnten. Wichtig ist auch, dass sie artgerecht und zur richtigen Jahreszeit umgesiedelt werden. Befinden sie sich erst einmal im Winterschlaf, ist das Aussetzen untersagt, egal ob im Wald oder sonst wo. Dies wäre für Sieben- und Gartenschläfer im Winterhalbjahr tödlich.

Baumschläfer und Haselmaus stehen übrigens auch unter Schutz. Wer den kleinen Nagern helfen möchte, lässt in seinem Garten einfach einige Ecken verwildern. Auch Nistkästen sowie flache Wassertränken können aufgestellt werden. Sie sind nicht nur nützlich für Bilche, sondern für alle Arten.

Zum Hintergrund:

Der Siebenschläfer (Glis glis) gehört zu der Familie der Bilche (Gliridae), kann bis zu 19 Zentimeter groß werden, ist nachtaktiv und macht viele Geräusche. Er gehört zu der Ordnung der Nagetiere (Rodentia) und wird gerne als „Schlafmaus“ bezeichnet, auch weil er rund sieben Monate Winterschlaf hält. Weil sich an seinen Pfoten Sohlenballen befinden, ist es ihm möglich, nahezu jedes Hindernis und jede Hauswand zu überwinden. Er erinnert in seiner Statur an das Eichhörnchen, hat schwarze Augen und einen langen Schwanz. Seine Fellfarbe ist graubraun, und er hat einen weißen Bauch.

Der Gartenschläfer (Eliomys quercinus) ist der kleine Bruder des Siebenschläfers. Sein Gesicht hat eine schwarze Zeichnung und erinnert an eine „Zorro“-Maske. Auch er hält Winterschlaf und wird etwa 12 bis 17 Zentimeter groß. Ist er wach, kann er sehr laut werden. Sein lautes Pfeifen erinnert an einen Vogel.

Weitere Infos unter: www.sgdnord.rlp.de

Wussten Sie schon, dass die SGD Nord die Umweltbildung von Kindern fördert?

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Welche Tiere und Pflanzenarten leben in unserer Heimat und weshalb sind sie schützenswert? Wissensvermittlung rund um diese Fragen stärkt das Bewusstsein und die Naturkompetenz insbesondere von Kindern und fördert nachhaltiges und verantwortungsvolles Handeln. Das Land Rheinland-Pfalz setzt auf Umweltbildung und finanziert diese auch durch die Unterstützung von Naturparks. Jährlich fließen insgesamt rund 800.000 Euro in Projekte in den sieben Naturparks im Gebiet der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord.

„Die von der SGD Nord zugewiesenen Landesmittel leisten einen wichtigen Beitrag, dass die Menschen die Natur zu schätzen und schützen wissen und lernen, im Einklang mit ihr zu leben“, so Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der SGD Nord.

Im Rahmen der Umweltbildung werden die Kooperation mit Kitas und Schulen sowie die Arbeit der Naturparkgästeführer gefördert. Außerdem wird der Druck von Prospektmaterial beispielsweise von Infobroschüren, Flyern und Veranstaltungskalendern finanziert. Mit dem Konzept „Umweltbildung von Anfang an“ will man im Natur- und Geopark Vulkaneifel die Naturkompetenz der Bevölkerung schon im Kindesalter stärken, indem Schulungen und Projektarbeit an Schulen und Kitas angeboten werden. Dieses Verständnis für die Natur und Umwelt der eigenen Region soll dann später zu einem nachhaltigen Handeln befähigen. Hier zählen die Umweltbildung und die Bereitstellung von Informationen zu Natur und Landschaft für Bewohner und Gäste zu den Kernaufgaben.

Gedenkstätte KZ Osthofen vorerst für den Publikumsverkehr geschlossen

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NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz / Gedenkstätte KZ Osthofen bis mindestens 30. November 2020 für Publikumsverkehr geschlossen

Auch die Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38), ihre Bibliothek und Archiv sind ab dem 31. Oktober pandemiebedingt vorerst für das Publikum geschlossen. Sämtliche geplanten und gebuchten Führungen, Projekttage und Veranstaltungen in diesem Zeitraum fallen aus oder werden auf einen späteren Termin verlegt. Leider betrifft die Schließung auch die Sonderausstellung "Renato Mordo: jüdisch, griechisch, deutsch zu-gleich. Ein Künstlerleben im Zeitalter der Extreme".

Die Gedenkstätte ist weiter telefonisch, per Post oder E-Mail erreichbar.

Dies gilt mindestens bis zum 30. November 2020. Wir bitten um Ihr Verständnis!

Publikationen zur Gedenkstätte können während dieser Zeit ausschließlich bei der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (Am Kronberger Hof 6) bestellt werden. Dies geht per Post, Email oder über die Datenbank auf der Homepage der Landeszentrale unter www.politische-bildung-rlp.de.

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