Mittwoch, 19. Juni 2019

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Weiterer Anstieg der Bevölkerung in 2018

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Im Jahr 2018 ist die Bevölkerungszahl in Rheinland-Pfalz im siebte Jahr in Folge gestiegen. Wie aus einer Schätzung des Statistischen Landesamtes hervorgeht, lebten zum Jahreswechsel rund 4.084.500 Menschen im Land. Dies sind 10.800 Personen mehr als noch ein Jahr zuvor und damit die höchste Zahl in der inzwischen mehr als 70-jährigen Landesgeschichte.

Grund für den erneuten Anstieg ist nach Auswertung bislang vorliegender Zahlen, dass auch im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen nach Rheinland-Pfalz zu- als fortzogen – Deutsche ebenso wie Ausländer. Der Wanderungssaldo lag bei schätzungsweise plus 19.000.

Die Zahl der Gestorbenen in 2018 dürfte nach vorläufigen Auszählungen um schätzungsweise rund 8.500 Personen über der Geborenenzahl gelegen haben.

Bislang konnten zur Ermittlung der aktuellen Bevölkerungsbestände lediglich die Bestandszahlen der rheinland-pfälzischen Meldebehörden nach Staatsangehörigkeit sowie Alter und Geschlecht herangezogen werden, eine genauere Quantifizierung der Zu- und Fortzüge sowie der Geburten und Sterbefälle erfolgt sukzessive in den kommenden Monaten.

Ausländerinnen und Ausländer

Nach den vorläufigen Ergebnissen stieg die Anzahl der in Rheinland-Pfalz lebenden Ausländerinnen und Ausländer gegenüber dem 31. Dezember 2017 um rund 19.900 und gegenüber dem Zensus 2011 um 179.800 auf nunmehr etwa 451.800 Personen. Ihr Anteil an der Bevölkerung lag Ende 2017 bei schätzungsweise 11,1 Prozent und damit um 0,5 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Stichtag der Volkszählung am 9. Mai 2011 ist der Ausländeranteil um rund 4,2 Prozentpunkte gestiegen.

Altersstruktur

Auch die Altersstruktur der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer hat sich nach den vorliegenden Schätzungen zum Teil deutlich verändert. Gegenüber dem 9. Mai 2011 sank die Zahl der unter 20-Jährigen um 1,5 Prozent auf rund 745.600. Rund 2.163.000 Personen entfallen aktuell auf die Altersgruppe der 20- bis unter 60-Jährigen; das sind 0,9 Prozent weniger als zum Zeitpunkt der letzten Volkszählung. 60 Jahre und älter sind rund 1.175.900 Menschen, 11,9 Prozent mehr als am 9. Mai 2011.

Bevölkerungsentwicklung regional

Die Bevölkerung in den kreisfreien Städten wuchs seit dem Zensus 2011 um schätzungsweise rund 5,5 Prozent. In Ludwigshafen und Mainz waren die seitdem zu beobachtenden Bevölkerungszuwächse mit jeweils mehr als acht Prozent am stärksten ausgeprägt. Rückläufig war die Einwohnerentwicklung hingegen in der kreisfreien Stadt Pirmasens (minus 1,1 Prozent). In den Landkreisen lag die Einwohnerzahl auf Grundlage der Schätzung im Durchschnitt um 1,3 Prozent höher als am Zensusstichtag. Den stärksten Bevölkerungsgewinn gab es in den Landkreisen Mainz-Bingen und im Rhein-Pfalz-Kreis (jeweils rund fünf Prozent), der höchste Rückgang war im Landkreis Südwestpfalz zu verzeichnen (minus 3,4 Prozent).

Die hier kommentierten vorläufigen Ergebnisse zum Bevölkerungsstand am 31. Dezember 2018 wurden auf der Grundlage einer Schätzung ermittelt. Die Basis dieser Berechnungen bilden die Ergebnisse der laufenden Bevölkerungsfortschreibung zum 31. Dezember 2017. Diese Ausgangsbasis wurde mit den Bestandsveränderungen aus der kommunalen Melderegisterstatistik für das Jahr 2018 nach Geschlecht, Altersgruppen und Staatsangehörigkeit fortgeschrieben. Regionalergebnisse der Schätzung liegen bis auf Ebene der verbandfreien Gemeinden und Verbandsgemeinden vor.

Endgültige Jahresergebnisse der laufenden Bevölkerungsstatistiken 2018 werden in den kommenden Monaten unmittelbar nach Abschluss der noch andauernden Aufbereitungsarbeiten veröffentlicht. Fachlich und regional tief gegliederte Ergebnisse der im Jahresverlauf erfolgten Zu- und Fortzüge liegen voraussichtlich Ende Mai 2019 vor. Die Aufbereitung der Geburten und Sterbefallstatistik 2018 ist aus heutiger Sicht in der Jahresmitte 2019 abgeschlossen. Endgültige Jahresergebnisse zu Geburten, Sterbefällen und Eheschließungen sowie zu den sich im Zuge der laufenden Bevölkerungsfortschreibung ergebenden Bevölkerungsständen und -strukturen am 31.12.2018 sind aus heutiger Sicht Anfang des dritten Quartals 2019 zu erwarten.

Autor: Gerd Reh (Referat Bevölkerung, Zensus, Verwaltungsstelle Mortalität)

 

Jugendliche suchen Zuhause im Landkreis Mayen-Koblenz für Schüleraustausch

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Landrat Dr. Alexander Saftig unterstützt Suche nach Gastfamilien

KREIS MYK. Einem internationalen Gastkind ein zweites Zuhause auf Zeit bieten und dabei selbst eine neue Kultur entdecken – das ist gelebte Weltoffenheit und Gastfreundschaft. Die Familien im Landkreis Mayen-Koblenz haben ab Februar 2019 genau diese Chance. Sie können durch die Aufnahme eines internationalen Gastkindes ihr eigenes Familienleben bereichern und gleichzeitig einem Gastkind die Vorfreude auf das Austauschjahr erhöhen.

Bereits ab Ende Februar reisen knapp 100 Schülerinnen und Schüler aus aller Welt mit der gemeinnützigen und von Ehrenamtlichen getragenen Austauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. nach Deutschland. Darunter auch Gastschülerin Thawinun (16) aus Thailand. Die Schülerin singt in ihrer Freizeit und spielt Klavier. Außerdem engagiert sie sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen. Die Jugendlichen möchten für ein ganzes oder halbes Schuljahr Deutschland und seine vielfältige Kultur kennenlernen, ihre Sprachkenntnisse verbessern und Teil ihrer Gastfamilie werden. Landrat Dr. Alexander Saftig unterstützt die Suche des ASF nach Gastfamilien, die einen Jugendlichen wie Thawinun von einigen Wochen bis zu einem Jahr bei sich aufnehmen möchten. „Familien erleben durch die Aufnahme eines Gastkindes eine andere Kultur hautnah mit und lernen gleichzeitig ihren eigenen Alltag aus einer neuen Perspektive kennen. Jede Familie aus unserem Landkreis, die diese Erfahrung machen möchte, ist eine Bereicherung“, steht für den Landrat fest.

Gastfamilien sind so vielfältig wie die Welt: Ein Gastkind aufnehmen können Paare mit oder ohne Kinder, Alleinerziehende, gleichgeschlechtliche Paare, Senioren und Alleinstehende. Ein freies Bett, Neugierde auf andere Kulturen und natürlich Gastfreundschaft genügen. Die AFS-Geschäftsstelle und auch ein aktives Netzwerk ehrenamtlich Engagierter vor Ort bereiten alle Beteiligten auf den Austausch vor und begleiten während des Aufenthaltes des Gastkindes.

Interessierte, die ab Februar ein Gastkind aufnehmen möchten, können sich direkt unter Telefonnummer 040/399 222-90 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. an die Austauschorganisation AFS wenden. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.afs.de/gastfamilie .

 

Unterstützung zum Aufbau eines Kinderbetreuungszentrums gesucht

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Für die Betreuung von 87 beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen werden dringend kurzfristig Unterstützer zur Sanierung der Räumlichkeiten in Artashat/Armenien gesucht.

Nach regelmäßigem Besuchen 2017 und 2018 in Armenien, konnte viele Armut und teilweise Hilfslosigkeit festgestellt werden und es war schnell klar hier muss etwas passieren.

Dies war der ausschlaggebende Punkt 2018 „Hilfe für Armenien“ zu gründen und die Menschen in Armenien zu unterstützen. Gemeinsam mit dem Lions Club International – Armenien /Artashat haben wir im Vorfeld schon gemeinsame Projekte gestartet und einen guten und gewissenhaften Partner für die zahlreichen aber auch nötigen Hilfsprojekte gefunden.

Alle Projekte, die wir angehen, sind von einer nachhaltigen Entwicklung geprägt. Derzeit liegt unser Focus auf das Projekt zur Betreuung von benachteiligten Kindern- und Jugendlichen in Artashat dient.

Kinderbetreuungszentrum in Artashat

Das Child Support Center von Arevatsag, bietet seit 2017 Dienstleistungen für die Region Ararat, insbesondere in Artashat an, um 50 Kindern mit Behinderungen und ihren Familien zu helfen. Die Nutzer des Projekts sind die Kinder mit Behinderung im Alter von 3 bis 18 Jahren, die aus verschiedenen städtischen und ländlichen Gemeinden der Region Armavir und hauptsächlich aus den bedürftigen Familien sind.

Das Zentrum bietet folgende Dienstleistungen an:

  • Unterstützung für die Kinder und Teenager von Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden, Kunsttherapeuten, Spieltherapeuten, Sozialarbeitern und Psychologen
  • Kompetenzen des unabhängigen Lebens
  • Berufsorientierungskompetenzen und die Führung zu den Berufsbildungseinrichtungen
  • Berufliche Konsultationen über die Rechts-, Gesundheits- und Sozialbereiche

Zur Betreuung von beeinträchtigten Kindern gibt es derzeit eine Räumlichkeit, die in diesem Quartal wegfällt, zudem kann diese auch den aktuellen Bedürfnissen nicht mehr gerecht werden.

Der zu betreuende Anteil von Kindern und Jugendlichen im Kreis Artashat, die schon seit Geburt eine Beeinträchtigung haben liegt bei ca. 795. Im Center selbst sind derzeit 87 Kinder angemeldet, wobei aber nur eine derzeitige Kapazität von knapp 50 Kindern- und Jugendlichen besteht.

Um die Existenz der Einrichtung vor Ort zu sichern, fanden in den vergangenen Monaten diverse Gespräche auch mit dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung in Artashat statt, hier wurden nun passende Räumlichkeiten gefunden, die auch in Zukunft kostenfrei überlassen werden.

Um die Zusage der dortigen Stadtverwaltung für die Räumlichkeiten aufrecht zu erhalten, ist ein Projektstart noch in diesem Quartal nötigt und daher benötigen wir alle erdenkliche Unterstützung, um dieses Projekt zu finanzieren. Die gesamten Kosten für das Projekt sind mit ca. 17.000 Euro kalkuliert und kann ab einer Summe von 5.000 Euro begonnen werden.

Transparenz ist für uns wichtig und wir unterrichten alle Projektpartner über jeden einzelnen Projektabschnitt und laden diese selbstverständlich bei Fertigstellung 2019 zur offiziellen Eröffnung ein.

Hierzu werden nun kurzfristig finanzielle Mittel benötigt, um die überlassenen Räumlichkeiten zu renovieren.

Bilder unter: http://www.h-f-a.org/projekte/

Die Organisation „Hilfe für Armenien“ wurde durch das Finanzamt Bad Kreuznach als gemeinnützig und mildtätig anerkannt und ist damit berechtigt unseren Förderern, Mitgliedern und anderen Interessierten nach finanziellen oder sachlichen Zuwendungen eine „Spendenquittung“ auszustellen.

Spendenkonto:

Hilfe für Armenien, Sparkasse Rhein-Nahe, IBAN: DE60 5605 0180 0017 1179 87, BIC: MALADE51KRE

KNAPPSCHAFT warnt vor Trickbetrügern

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Die KNAPPSCHAFT erhält derzeit Hinweise auf Betrüger, die sich telefonisch an Versicherte wenden. Dabei geben sich die Anrufer als Mitarbeiter der KNAPPSCHAFT aus und fordern Versicherte telefonisch auf, ihre IBAN mitzuteilen.

Die KNAPPSCHAFT weist darauf hin, dass Bankdaten in keinem Fall telefonisch erfragt werden und dass es sich in diesen Fällen nicht um Anrufe von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern oder von beauftragten Personen handelt.

Die KNAPPSCHAFT warnt daher eindringlich vor Betrug. Niemand sollte aufgrund telefonischer Aufforderungen seine IBAN oder andere Angaben zu seiner Bankverbindung mitteilen.

Betroffene sollen bei Verdacht auf einen Betrugsversuch die Telefonnummer notieren und die Polizei verständigen.

Demografie

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Alters- und Ehejubilare 2018: Älteste Rheinland-Pfälzerin feierte 110. Geburtstag

Ministerpräsidentin Malu Dreyer konnte im vergangenen Jahr 520 Bürgerinnen und Bürgern gratulieren, die 100 Jahre und älter geworden sind. Sie alle erhielten zu ihren Jubiläen ein Schreiben der Ministerpräsidentin. „Es ist ein Geschenk, dass wir alle älter werden, und die hohe Zahl der Alters- und Ehejubilare ist sehr beeindruckend“, so die Ministerpräsidentin. „Diese Entwicklung ist sehr schön und bietet viele Chancen. Es ist mir ein zentrales Anliegen, dass jeder und jede, die oder der in Rheinland-Pfalz alt wird, selbstbestimmt leben kann, gut versorgt ist und nicht allein gelassen wird. Dies zu gestalten, liegt im Fokus der Demografiestrategie der Landesregierung.“ Im Jahr 2018 feierte die älteste Rheinland-Pfälzerin aus dem Kurort Sinzig - Bad Bodendorf ihren 110. Geburtstag. Insgesamt feierten mit 452 Frauen und 68 Männern besonders viele rheinland-pfälzische Bürgerinnen und Bürger ein besonderes Jubiläum.

Ein Glückwunschschreiben erhielten ebenfalls 5.443 Ehepaare, die mindestens 60 Jahre verheiratet waren. Dies seien deutlich mehr Paare, als in den Vorjahren. Die Zahl der Glückwünsche bilde die steigende Lebenserwartung ab. 1956 gab es nur drei Altersjubilare und 147 Ehejubilare. 25 Jahre später gratulierte der damalige Ministerpräsident Bernhard Vogel bereits 330 Jubilaren über 100 Jahren und 1.143 Ehepaaren, die seit über 60 Jahren verheiratet waren.

Zu dem seltenen Jubiläum der Kronjuwelenhochzeit, die nach 75 Jahren Ehe gefeiert wird, konnte Ministerpräsidentin Malu Dreyer 2018 drei Ehepaaren gratulieren.

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