Sonntag, 25. Juli 2021

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Mehr Platz für Zippammer und Co.

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Freistellungsarbeiten an verbuschten Weinbergsflächen sind gestartet

KREIS MYK. Im Rahmen eines Naturschutzgroßprojektes werden die steilen Hänge bei Alken und Niederfell in den nächsten 15 Jahren entbuscht und gepflegt, um der dort vorkommenden Flora und Fauna einen wertvollen Lebensraum zu bieten. Die ersten Arbeiten sind zu Beginn des Jahres gestartet und sollen bis Ende Februar abgeschlossen sein. Dabei wird in einem ersten Schritt eine Freistellung mit handgeführten Motorsägen und Freischneider durchgeführt, die auch in den Folgejahren mindestens einmal jährlich erfolgen soll.

Ziel ist es, ein vielfältiges Biotopmosaik aus Freiflächen, Gebüschen, Säumen und Trockenwäldern zu schaffen und zu erhalten. Dadurch werden die unterschiedlichen Lebensraumansprüche für zahlreiche gefährdete und seltene Vogel-, Reptilien- und Schmetterlingsarten berücksichtigt. Aktuell findet man an den Moselhängen unter anderem die Zippammer, die Mauereidechse, die Schlingnatter, seltene Wildbienen- und Pflanzenarten. Auch gibt es zahlreiche seltene Schmetterlingsarten, wie den Segelfalter oder den Brombeer-Perlmutterfalter.

SGD Nord: Land investiert Millionen in die Deichsanierung

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Präsident Uwe Hüser informiert sich über die Arbeiten zur Sanierung des Rheindeichs in Neuwied-Engers – Land investiert Millionen in die Deichsanierung

Wenn Flüsse wegen starken Niederschlägen oder der Schneeschmelze innerhalb kurzer Zeit über die Ufer steigen, bereiten sich viele Anwohner auf die bevorstehenden Wassermassen vor. Übersteigen diese das übliche Maß, können die Auswirkungen eines extremen Hochwassers für die betroffenen Menschen sehr schnell große finanzielle Einbußen mit sich bringen. Deshalb arbeitet die Landesregierung seit vielen Jahren daran, die Gefahr, die von über die Ufer tretenden Wassermassen ausgehen kann, so gut es geht zu überwachen und einzudämmen. So zum Beispiel in Neuwied: Der Deich in Neuwied-Engers schützt die Menschen der Stadt Neuwied in seiner jetzigen Form bereits seit mehr als 90 Jahren vor Hochwasser. Doch inzwischen ist er in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Der Rheindeich aber schützt nicht nur die Neuwieder vor Hochwasser, sondern auch das für die gesamte Region bedeutsamen Trinkwasservorkommen im Engerser Feld vor verunreinigtem Rheinwasser.

Der Präsident der bei dem Millionenprojekt federführenden Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Uwe Hüser, machte sich nun selbst ein Bild von den laufenden Vorarbeiten. „Das rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten hat rund 4 Millionen Euro zum Hochwasser- und Trinkwasserschutz bereitgestellt. Die Stadt Neuwied übernimmt 10 Prozent der Gesamtkosten. Die SGD Nord hat den Plan für das Millionenprojekt genehmigt und ist für die Planung, Vergabe und Überwachung der Arbeiten verantwortlich. Dieses Projekt ist wieder ein Beispiel dafür, wie wichtig der Landesregierung der Schutz der Menschen vor Hochwasser ist“, so Präsident Hüser.

Bevor es richtig losgehen kann, sind noch weitere Vorarbeiten zu erledigen. Derzeit ist ein Vermessungsteam unterwegs, um den genauen Baustellenbereich abzustecken, bevor anschließend eine Beweissicherung an den umliegenden baulichen Anlagen durchgeführt  wird und die Untersuchung des Areals auf Kampfmittel beginnt.

Da die Eisenbahnbrücke in Engers am Ende des zweiten Weltkrieges stark umkämpft und bombardiert wurde, wird mit einem vermehrten Aufkommen alter Kampfmittel gerechnet. Erst wenn diese Untersuchung durchgeführt ist und die gefundenen Kampmittel beseitigt sind, kann die eigentliche Sanierung des Deiches beginnen. Ziel der SGD Nord ist es, noch in der zweiten Jahreshälfte mit den Bauarbeiten beginnen zu können.

Der rechtsrheinische Hochwasserschutzdeich westlich der Ortslage Neuwied-Engers ist ein wichtiger Bestandteil der gesamten Hochwasserschutzanlagen der Stadt Neuwied. Er erstreckt sich von Rhein-Kilometer 601,96 bis Rhein-Kilometer 602,58 und riegelt einen ehemaligen Altarm des Rheins ab, der durch das „Engerser Feld“ verläuft. Neben dem Schutz der Innenstadt von Neuwied wirkt sich der Deich auch schützend auf die für die Region unverzichtbaren Trinkwassergewinnungsanlagen im „Engerser Feld“ aus. Im Hochwasserfall wird der Eintrag von verunreinigtem Rheinwasser in das hinter dem Deich gelegene Trinkwasserschutzgebiet und somit in das Grundwasser vermieden.

Der in die Jahre gekommene Rheindeich ist im Falle eines extremen Hochwassers nicht mehr standsicher und die Technik ist veraltet. Deshalb soll er in Abschnitten zurückgebaut und als 3-Zonen-Deich mit Stützkörper, Oberflächenabdichtung und Auflastfilter wieder aufgebaut werden. Der neue Deich wird insgesamt rund 860 Meter lang sein. Der Hochwasserschutzdeich unterquert bei Rhein-Kilometer 602,1 die Kronprinz-Wilhelm-Brücke, wodurch der Planungsraum in zwei Bereiche gegliedert wird. Westlich der Eisenbahnlinie verläuft der neue Deich weitgehend in der Trasse des bisher vorhandenen Deiches. Östlich schwenkt er von der alten Trassenführung, die parallel zum Rheinufer verläuft, ab und folgt dem Elmsweg nach Nordosten, wo er am Ortsrand von Engers in dem dort natürlich ansteigenden Gelände ausläuft.

Im Bereich der Eisenbahnbrücke wird die landseitige Deichböschung aufgrund der sehr beengten Platzverhältnisse durch eine Stützmauer abgefangen. Die Hochwasserschutzanlage erhält hier über eine Strecke von rund 170 Metern eine Untergrundabdichtung, die mit Spundwänden – in Ergänzung zu einer bereits vorhandenen Rüttelschmalwand – hergestellt wird. Diese dient als Sickerwegsverlängerung und führt zu einem Druckabbau im Untergrund und damit zu einer Erhöhung der Standsicherheit der Hochwasserschutzanlage.

Der Grundwasserzustrom zu den Brunnen der Trinkwassergewinnung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Weitere wesentliche Elemente der Deichanlage sind ein bituminös befestigter Deichverteidigungsweg, der auch als Radweg genutzt werden darf, zwei Deichschutzstreifen, die Deichkrone mit Fußweg, eine Untergrundabdichtung und verschiedene Deichüberfahrten.

Weitere Informationen unter: https://sgdnord.rlp.de/de/wasser-abfall-boden/wasserwirtschaft/gewaesserausbau/rheindeich-neuwied-engers/

Trotz Corona: Krematorien funktionieren

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Einäscherung von Verstorbenen in Deutschland weiter gewährleistet

Auch während der Corona Pandemie ist die zeitnahe Einäscherung von Verstorbenen in Deutschland weiterhin gewährleistet. Das größte Krematorium Deutschlands, das Rhein-Taunus-Krematorium, verzeichnet zwar wesentlich mehr Einäscherungen, jedoch reichen die Kapazitäten aus - wie auch bei den meisten anderen Krematorien.

„Wir führen derzeit aufgrund der Corona Pandemie wesentlich mehr Feuerbestattungen durch“, sagt Karl-Heinz Könsgen, Geschäftsführer des Rhein-Taunus-Krematoriums. Die Zahl der Einäscherungen sei im Dezember 2020 im Vergleich zum Dezember 2019 um rund 20 Prozent gestiegen. Da die Särge von Verstorbenen, die an oder mit Corona gestorben sind, entsprechend gekennzeichnet sind, kann das Krematorium den Anteil der Corona Sterbefälle gut beziffern. Derzeit liegt dieser bei ca. 30 Prozent der Einäscherungen.

„Wie viele andere Krematorien in Deutschland, so sind auch wir in der Lage, alle Einäscherungen zeitnah vorzunehmen“, so Könsgen. Allerdings investiere man regelmäßig in die Wartung und Pflege der Einäscherungsanlagen, habe flexible Arbeitszeiten und in immer mehr Bereichen werde papierlos gearbeitet. Zudem funktioniere die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden - beispielsweise bei der gesetzlich vorgeschriebenen zweiten Leichenschau - sehr gut.

Nach Auffassung von Könsgen handele es sich bei den nun in der Öffentlichkeit diskutierten Engpässen meist um lokale Probleme, die durch die Corona Pandemie nun besonders sichtbar werden. Könsgen: „Die Probleme, wie eher behördliche Arbeitszeiten, veraltete Anlagen und fehlende Steuerungsprozesse bestanden bereits vor der Pandemie.“

Wichtig sei es, auch in Zeiten der Corona Pandemie die 3-Tage Garantie des Rhein-Taunus-Krematoriums geben zu können. „Wenn alle Papiere vorliegen, kann die Urne nach drei Tagen den Angehörigen zur Beisetzung übergeben werden“, so Könsgen. Gesetzlich vorgeschrieben ist ohnehin eine Wartefrist von 48 Stunden nach Eintritt des Todes. Vor dieser Zeit darf keine Einäscherung erfolgen.

Das Rhein-Taunus-Krematorium verfügt über acht moderne Einäscherungsanlagen. Die maximale Kapazität liegt damit bei rund 150-160 Einäscherungen pro Tag.

Das waren 2020 die beliebtesten Vornamen in Koblenz

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Die beliebtesten Vornamen 2020 für Neugeborene in Koblenz stehen fest: Während bei den Mädchen Emilia und Emma das Ranking mit jeweils 24 Eintragungen anführen, waren die beliebtesten Namen bei den Jungen Jonas und Leon.  Emilia ist damit nach 2019 erneut der beliebteste weibliche Vorname, während Emma von Platz acht im Vorjahr aufschloss. Bei den Jungen lösen Jonas und Leon, die jeweils 23 Mal von Eltern als erster Vorname gewählt wurden, Ben als Spitzenreiter von 2019 ab. Insgesamt wurden beim Standesamt Koblenz im vergangenen Jahr 3020 Neugeborene registriert. Damit kamen gegenüber 2019 66 Kinder mehr zur Welt in der Rhein-Mosel-Stadt.Knapp zwei Drittel der Eltern entschieden sich übrigens, dem Kind nur einen Vornamen zu geben (1996 Fälle). Einen Zweitnamen erhielten immerhin 937 Neugeborene, die beim Koblenzer Standesamt registriert wurden. Drei Vornamen im Ausweis tragen zukünftig immerhin 73 Kinder, drei Mädchen und zwei Jungen sogar mit mehr als drei Vornamen. Eine Besonderheit hierbei: In einem Fall wurden für einen Jungen gleich sieben Vornamen eingetragen.

Beliebteste Vornamen 2020 in Koblenz bei Mädchen:

1. Emilia (24 Mal ausgewählt)
1. Emma (24)
3. Mia (22)
4. Sophia (21)
5. Ella (20)
5. Mila (20)
7. Leni (19)
7. Marie (19)
9. Leonie (17)
10. Anna (14)
10. Emily (14)
10. Sophie (14)

Beliebteste Vornamen 2020 in Koblenz bei Jungen:
1. Jonas (23 Mal ausgewählt)
1. Leon (23)
3. Elias (22)
3. Finn (22)
5. Anton (19)
5. Felix (19)
7. Ben (18)
7. Liam (18)
7. Noah (18)
10. Emil (17)

SGD Nord überwacht Arbeitsschutz auf Straßenbaustellen

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Schon wieder ein Stau! Meist ist dies die erste Reaktion, wenn eine Baustelle den fließenden Verkehr auf einer Autobahn behindert. Doch diese Baustellen erfüllen natürlich einen Zweck, dienen sie doch der Instandhaltung unserer Straßen. Überdies hinaus sind Autobahnbaustellen aber auch der Arbeitsplatz für viele Menschen. Diese arbeiten hier oft unter Zeitdruck und – wegen des vorbeifließenden Verkehrs – unter nicht ganz ungefährlichen Bedingungen. Im nördlichen Rheinland-Pfalz ist die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) für die Einhaltung vieler wichtiger Vorschriften zum Schutz des Menschen am Arbeitsplatz zuständig. Das gilt natürlich auch für Straßenbaustellen.

Aus diesem Grund hat sie aktuell mehrere Straßenbaustellen auf Einhaltung der Bestimmungen zum Arbeitsschutz, die in der Arbeitsstättenregel ASR A5.2 festgelegt sind, überprüft. Es gibt diverse Arten von Straßenbaustellen: Baustellen mit Vollsperrung der Straße, mit Ampelregelung oder mit einer Einbahnstraßenreglung. Auch in ihrer Dauer unterscheiden sie sich. Insbesondere die Baustellen von kürzerer Dauer sind meist Wanderbaustellen oder Baustellen, die kurzfristig eingerichtet werden mussten. Diese werden oft nur mit einfachen Mitteln zum Schutz der Bauarbeiter vor dem fließenden Verkehr abgegrenzt – beispielsweise durch Pylonen oder Warntafeln. Diese Baustellen sind leider nach wie vor ein Unfallschwerpunkt.

Als positives Ergebnis der Überprüfungen kann allerdings festgehalten werden, dass die Einrichtungen der Baustellen meistens keine gravierenden Mängel bezüglich des Arbeitsschutzes aufwiesen. Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen ist die Geschwindigkeit der Autos, die an den Baustellen vorbeifahren, nicht planbar. Hohe Geschwindigkeiten führen oft zu gefährlichen Situationen für die Arbeiter. Auch bei Termindruck sollten Verkehrsteilnehmer daher Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten, um das Personal auf den Baustellen nicht zu gefährden.

Auch wenn es gerade witterungsbedingt kein Thema ist: Auf Straßenbaustellen gehen auch Gesundheitsgefahren von intensiver UV-Strahlung aus, die bei fortdauernder Einwirkung Hautkrebs auslösen können. Umso wichtiger ist es, die Verantwortlichen vor Ort und die Menschen, die unter freiem Himmel arbeiten müssen, für mögliche Gefahren zu sensibilisieren.

 

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